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Jesse Reimann

Jesse Reimann

Mit diesem Fehler ruinieren Menschen die Psyche ihrer Hunde – laut Experten

Viele Artikel zum Thema Hundehaltung und Hundeerziehung, wie auch viele Sprichwörter bezeichnen den Hund als besten Freund des Menschen.

Ist dies aber wirklich der Fall? Ist der Hund so weit domestiziert, dass er immer und automatisch vertrauensvoll und loyal an seinem Halter hängt?

Der britische Biologe John Bradshaw beschreibt in seinem neuesten Buch, mit dem deutschen Titel “Hundeverstand”, ausführlich Experimente zur Untersuchung, wie Hunde mit Menschen Freundschaft schließen!

Der Aufbau der Untersuchung

Es ging in seinen Studien darum, herauszufinden, wie viel und wann ein Welpe Kontakt mit Menschen haben muss, damit es zu einem vertrauensvollen Verhältnis kommt.

Dazu wurden mehrere Welpen in ein großzügiges Gehege gebracht und vom Kontakt mit Menschen komplett abgeschnitten.

Die Welpen wurden in mehrere Gruppen eingeteilt. Die einzelnen Gruppen sollten in verschiedenen Wachstums- und Reifephasen dann jeweils 1 Woche lang zu Menschen ziehen.

Im Laufe dieser Woche wurde mit jedem Welpen täglich für gut 1 ½ Stunden ausgiebig gespielt.

Den Rest der Zeit bis zu ihrer Entlassung aus dem Versuch gab es nach dieser Woche wieder keinerlei Kontakt.

Spannende Ergebnisse

Die erste Gruppe von Welpen kam schon im Alter von 2 Wochen in Kontakt mit dem Menschen.

In diesem Alter aber schlafen die Welpen noch viel und so konnte eigentlich kein richtiger Kontakt zwischen Hund und Mensch hergestellt werden.

Die Gruppe mit dem Alter von 3 Wochen war hingegen äußerst neugierig, lebendig und fasziniert von der plötzlichen Nähe zu Menschen.

So wurde immer mit dem Altersabstand von einer Woche eine Gruppe von Welpen zu den Betreuern ins Haus geholt und die Beobachtungen zum Verhalten gegenüber den Menschen aufgezeichnet.

Mit 3, mit 4 und mit 5 Wochen waren die Welpen interessiert und bereit sich auf den Menschen spontan oder zumindest nach wenigen Minuten einzulassen.

Vorsicht und Geduld

Erste starke Anzeichen dafür, dass die Welpen misstrauisch oder auch verängstigt ob der Nähe der Menschen sind, welche sie bis dato nicht kannten, ergaben sich mit dem Alter von 7 Wochen.

Zogen diese Welpen von ihrem menschenfreien Gehege in die Wohnung ihrer Betreuer, dann bedurfte 2 ganze Tage Geduld und vorsichtige Annäherung bis der Welpe auf den Kontakt einging und das Spielen mit seinem Menschen begann!

Mit jeder weiteren Woche an Alter, welche die Welpen hatten, bei ihrem ersten direkten Kontakt mit Menschen, verlängerte sich diese Zeit der vorsichtigen Annäherung.

Welpen mit einem Alter von 9 Wochen mussten mindestens die halbe Woche intensiv und geduldig dazu animiert werden, mit ihren Menschen zu interagieren und so weit Vertrauen aufzubauen, dass mit ihnen gespielt werden konnte.

Der Abbruch des Versuchs und Erkenntnis

leicht erziehbare hunderassen

In der 14. Woche wurde das Experiment beendet und alle Welpen kamen in die Hände von liebevollen Menschen für ihr weiteres Leben.

Während der Eingewöhnungsphase in das neue Leben wurden die Welpen weiter beobachtet und Erkenntnisse gewonnen. Es galt nun zu messen, in welchem Alter der Kontakt am besten für das Verhältnis Hund und Mensch war.

Da die Welpen in den 14 Wochen jeweils immer nur 1 Woche in unterschiedlichem Alter mit Menschen zusammengelebt hatten, ging es auch darum zu sehen, wieweit sich die Welpen an diesen Kontakt noch erinnern und dadurch rascher auf ihre neuen Menschen zugehen.

Die Welpen, welche menschlichen Kontakt im Alter von 2 Wochen hatte, benötigten zwar ein wenig Zeit, aber integrierten sich wunderbar in ihre neuen Familien.

Alle Welpen mit Kontakt zum Menschen zwischen der 3. und 11. Lebenswoche haben sich relativ rasch an ihre Menschen und die neuen Verhältnisse angepasst.

Welpen allerdings, die bis zu ihrer 12. Lebenswoche keinen Kontakt zu Menschen hatten, konnten sich nie richtig an ihre neuen Halter gewöhnen!

Fazit

Wer mit dem Gedanken spielt einen Welpen zu kaufen, sollte dringend so früh wie möglich in sein Leben treten. Das Zeitfenster der 3. bis 10. oder 11. Lebenswoche ist äußerst gering. 

Seriöse Züchter unterstützen ein frühes Kennenlernen und fördern Besuche, um sich zu beschnuppern, bevor der Welpe letztendlich bei seinem Menschen einzieht!

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