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Jesse Reimann

Jesse Reimann

Frau verwandelt ihr Haus in Hospiz für Tierheimhunde, damit sie nicht alleine sterben

Alt zu werden, ist eine Sorge vieler Menschen. Vor allem die Einsamkeit und Hilfslosigkeit ist das, vor dem sich viele fürchten.

Auch Hunde sind davon betroffen. Insbesondere alte Familienhunde sind auf die Pflege durch ihre Menschen angewiesen. Leider können oder möchten viele Menschen ihren Vierbeinern dies jedoch nicht geben.

Eine Dame aus den USA hat es sich zur Aufgabe gemacht, solchen Hunden ein letztes Zuhause zu bieten.

Wieso sind viele Hunde am Ende ihres Lebens allein?

Ein verspielter Welpe und auch ein energetischer erwachsener Hund sind eine tolle Ergänzung für jede Familie. Auch kinderlose Paare und Singles freuen sich über die lebensfrohe Begleitung.

Wird ein Hund jedoch alt, ist er sowie auch wir Menschen auf mehr Pflege angewiesen. Oft wird spezielles Futter benötigt, es muss mehr bei der Körperpflege unterstützt werden und auch Medikamente sind manchmal notwendig.

Obwohl es einige Hundehalter gibt, die darauf einfach keine Lust haben, ist das Problem meist jedoch viel trauriger.

Besitzern fehlt es häufig an Zeit und Geld, um sich so intensiv um ihren Vierbeiner zu kümmern.

Und vor allem dann, wenn der Halter verstirbt oder selbst auf viel Pflege angewiesen ist, enden alte Hunde oft alleine.

Valerie Reid aus der Stadt Hermitage in Missouri in den USA erlebte selbst, wie es dazu kommen kann.

Als ihr Vater an Krebs erkrankte war er nicht mehr in der Lage dazu, sich um seinen geliebten Dobermann zu kümmern. So gerne Valerie den Hund bei sich aufgenommen hätte – aus Platzgründen war ihr dies leider nicht möglich. Verzweifelt versuchte sie ihn in Tierheimen unterzubringen. Aufgrund des hohen Alters des Dobermanns lehte ihn jedoch jedes Heim ab.

Aufgeben wollte die Tierliebhaberin jedoch nicht. Schließlich fand sie endlich einen passenden Ort für den Hund. Ein Bauernhof, der sich selbstlos um alte Hunde kümmert.

Der Dobermann wurde dort herzlich aufgenommen und verbrachte die letzten anderthalb Jahre seines Lebens in der friedlichen Umgebung.

Ein Zuhause für alte Hunde

Valerie wurde schnell bewusst, wie viele Hunde am Ende ihres Lebens ohne Bleibe verweilen.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Josh entschied sie sich daher dazu, dem Problem selbst entegegenzuwirken. In 2017 erwarben sie ein über 900 Quadratmeter großes Haus und Gründstück, das ausreichend Platz für viele Hunde bieten würde.

Sie eröffneten darin eine Auffangstation für ältere Hunde und nannten diese „The Whispering Willows Senior Dog Sanctuary“.

Die Auffangstation ist vor allem für Hunde ab 12 Jahren gedacht. Sie finden dort Besonnenheit und können ihre letzten Jahre in Frieden und mit Gesellschaft anderer alter Hunde verbringen.

Valerie und Josh kümmern sich dabei liebevoll um die Bedürfnisse der Senioren. Einige der Hunde sind in einem guten Zustand, andere sind schwach und brauchen viel Pflege. Vielen Hunden müssen täglich Medikamente gegeben werden.

Für einige der Fellnasen dient das Zuhause sogar als Hospiz.

Manche sind krank, andere wurden misshandelt. Sie kommen dorthin, um in Ruhe und ungequält ein letztes Mal einschlafen zu können.

Ein großer Erfolg

Was als kleine Idee anfing hat heute eine große Wirkung auf die Region. Die Auffangstation, die mit nur Valerie und Josh begann, hat inzwischen 17 Mitarbeiter, die sich in Vollzeit um bis zu 80 Hunde auf einmal kümmern.

Fast 800 Hunde haben dort in den letzten fünf Jahren ihre Ruhestätte gefunden.

Da die Hunde alt und auf auch krank sind, gehören Tode zum Alltag.

Jede Woche versterben etwa fünf Hunde.

Freigewordene Plätze werden sofort mit neuen Bewohnern befüllt.

Was auf den ersten Blick nach einer sehr traurigen Arbeit scheint, ist für die Mitarbeiter der Auffangstation eine sehr schöne und erfüllende Tätigkeit. Sie wissen, dass diese Hunde das Ende ihres Daseins erreicht haben und freuen sich, dass sie zu einem schönen und entspannten Ausklang ihres Lebens beitragen können.

Mit ihrem Einsatz hilft das Team des „Whispering Willows Senior Dog Sanctuary“ nicht nur den alten Hunden, sondern auch deren Familien und Besitzern. Es ist für alle Beteiligte beruhigend zu wissen, dass die Hunde in guten Händen und Gesellschaft weiterleben können. 

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2 Kommentare zu „Frau verwandelt ihr Haus in Hospiz für Tierheimhunde, damit sie nicht alleine sterben“

  1. Avatar
    Pauline Frohnauer

    Respekt!!!!!! Hätte ich die finanziellen Mittel würde ich sofort starten und das selbe machen! Gut, dass es noch solche Menschen gibt – egal wo auf dieser Welt!

    1. Avatar

      Ganz ehrlich, so viel finanzielle Mittel braucht man glaub nicht, nur paar Menschen, mit denen man die Idee umsetzen kann! Da finden sich bestimmt Menschen, die das finanziell unterstützen, spenden!
      Also ich wäre dabei!!! Bei Interesse bitte anschreiben!

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