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Jesse Reimann

Jesse Reimann

„Konzentrationslager für Hunde“: Grausame Zustände im Urlaubs-Paradies der Deutschen

Während sich der Urlauber in Kroatien am Strand in der Sonne aalt oder durch die malerischen Küstenstädte flaniert, spielen sich hinter den Kulissen oft dramatische Szenen ab.

Kroatien, wie auch der Rest der Balkanländer, ist bekannt für seine große Zahl an Straßenhunden.

Leider gilt dies auch für die Hafenstadt Dubrovnik, welche ein Magnet für Touristen aus ganz Europa ist und für seine pittoresken Häuser und gute Küche Bekanntheit erlangt hat.

Die dunkle Seite der Touristenmetropole

Screenshot Instagram/network_for_animals

Es ist wunderbar in einem der Straßencafés von Dubrovnik zu sitzen und das farbenprächtige Leben zu genießen oder am Hafen die Yachten zu bewundern.

Wer aber würde entspannt mit der Seele baumeln, wüsste er, dass nur wenige Minuten Spaziergang entfernt ein Lager für Straßenhunde seine Schrecken entfaltet?

Abseits vom bunten Treiben in den Bars und Restaurants des bekannten Urlaubszieles wurden über 200 so gerne als “beste Freunde der Menschen” benannte Wesen unter grausamen Zuständen festgehalten.

Das Straßenbild wurde zwar seiner streunenden Hunde entledigt, aber ihre Situation hatte sich dadurch nur verschlimmert. Die eingesammelten Fellnasen wurde gerade einmal gefüttert in ihren winzigen Käfigen oder überfüllten Zwingern.

Eine polnische Tierschutzorganisation schlägt Alarm

Das sogenannte Tierheim “Zarkovica” gleicht laut Aussagen einer polnischen Tierschutzorganisation, welche mit der Kontrolle durch das internationale Network for Animals betraut wurde, einem Konzentrationslager für Hunde.

Krankheiten würden kaum oder gar nicht erst behandelt und dem Bürgermeister war es nur wichtig, ein nettes Straßenbild an seine zahlende Kundschaft zu präsentieren. Für das Heim und die Behandlung der Hunde fand sich kein Geld in seinem Budget.

Nach Alarmierung der kroatischen Behörden durch die Tierschützer wurde das Tierlager geschlossen und der Bürgermeister abgesetzt.

Soforthilfe und weiterführende Hilfe

Instagram/network_for_animals

Network für Animals hat in Kooperation mit der polnischen Tierschutzorganisation ein Spendenkonto eingerichtet. Das Geld dient zur Erstversorgung der Tiere, besserem Futter und für die Überführung in gute Tierheime in der Umgebung sowie auch den Nachbarländern.

Die Polen würden selbst einen Teil der Hunde aufnehmen, wären ihre Tierheime und Asyls nicht ohnehin schon voll.

Durch die Flüchtlingswelle aus der Ukraine kommen vermehrt Hunde in die Stationen der polnischen und zentraleuropäischen Tierschützer und gemeinnützigen Organisationen.

Die von zwei Briten gegründete, mittlerweile international agierende Tierschutzvereinigung Network for Animals macht seit Jahren auf die Situationen von Straßenhunden aufmerksam und prangert unzureichende Versorgung an.

Mit dieser Ausprägung und Dramatik hatten selbst sie nicht gerechnet. Überfüllte Tierheime nach der Pandemie und durch die Flüchtlingskrise tragen das ihre dazu bei, dass Hilfe von privaten Tierliebhabern hochwillkommen ist!

Es geht nicht nur um Spenden

Screenshot Instagram/network_for_animals

Neben den Spenden, um den kranken Hunden eine ordentliche Behandlung zukommen zu lassen, ist Network for Animals vor allem daran interessiert, den armen Kreaturen ein liebevolles Heim zu finden!

Diese Hunden haben in ihrem Leben kaum Fürsorge oder Zuneigung erfahren. Sie wurden eingefangen und unter illegalen Bedingungen gerade so am Leben gehalten.

Ihre neuen Familien müssen dafür Verständnis aufbringen und sich auch entsprechend Zeit nehmen können für die Eingewöhnungsphase in der neuen Umgebung.

Die Tierheime über ganz Westeuropa sind aufgerufen, ihre freien Plätze bekannt zu geben und zumindest vorübergehend eine Heimstatt für die Pelznasen bereitzustellen.

Konzentrationslager auf Weltkulturerbe Gelände

Sollten die zum Teil kränklichen Hunde kein Heim finden, landen sie wieder auf einer Abschussliste, wie schon unter dem kaltherzigen, vormaligen Bürgermeister.

Das Betreten des Lagers war untersagt, die Betreuung der Hunde minimal. Werbung machte der gute Mann aber gerne mit seinem Weltkulturerbe, auf dessen Gelände gerade dieses Hunde-Konzentrationslager etabliert war.

Wie konnte das Tierleid übersehen oder angesehen werden? Wie unmenschlich können sich Mitarbeiter eines sogenannten Tierheims betragen. Wie schläft man ruhig des Nachts, mit dem Wissen um dieses geballte Elend?

Auf der Webseite von Network for Animals finden interessierte Leser neben dem Spendenkonto auch Bilder der Hunde für eine mögliche Adoption! 

Titelbild © Montage: Screenshot Instagram/network_for_animals

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