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Jesse Reimann

Jesse Reimann

Neue Studie deckt auf: Auch Hunde können vor Freude weinen

Wenn Menschen von ihren Emotionen überwältigt werden, beginnen oft die Tränen zu kullern.

Forscher haben nun herausgefunden, dass auch Hunde weinen können. Bei ihnen sind die Tränen jedoch vor allem mit positiven Emotionen, wie zum Beispiel dem Wiedersehen ihrer Lieblingsmenschen, verbunden.

Erfahre hier, wann und warum Hunde weinen können!  

Können auch Hunde weinen?

So sehr Hunde auch in unseren Alltag gehören, mit ihnen sprechen können wir leider trotzdem nicht. Zumindest nicht so, dass wir auch tatsächlich eine Antwort in Form von Wörtern und Sätzen erhalten.

Wie Hunde denken und fühlen, ist für uns daher besonders interessant.

Die Emotionen und die Bindung zwischen Mensch und Tier beschäftigte auch Forscher der Azabu University in Japan. Takefumi Kikusui, ein Professor dieser Universität und sein Team aus Wissenschaftlern suchten nach einer Antwort auf die Frage, ob Hunde ebenso wie Menschen weinen können.

Die Idee dazu kam ihnen, nachdem Kikusui eine Entdeckung bei einem seiner eigenen zwei Hunde gemacht hatte.

Seine Pudel-Dame war kürzlich Mutter geworden. Beim Stillen ihrer neugeborenen Welpen bemerkte der Professor, dass ihr auf einmal Tränen in den Augen standen.

Dies zeigte ihm nicht nur, dass Hunde anscheinend weinen können, sondern auch, woran das möglicherweise liegen könnte.

Nach einigen weiteren Versuchen mit anderen Hunden schien klar: Hunde können weinen, wenn sie glücklich sind.

Ausgelöst werden ihre Tränen wahrscheinlich von einem bestimmten Hormon.

Das Kuschelhormon

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Das Hormon „Oxytocin“ ist auch als das Kuschelhormon bekannt, weil es die Bindung zwischen zwei Menschen oder eben auch Tieren stärkt.

Es wird eigenständig im Gehirn produziert und ist vor allem bei der Geburt von Babys wichtig. Es spielt eine Rolle bei der Einleitung der Wehen, kurbelt die Milchproduktion von Müttern an und steigert anschließend das Gefühl der Bindung zwischen Mama und Kind.

Beim Kuscheln wird es vermehrt ausgeschüttet.

Deshalb ist es in etwa wichtig, dass Neugeborene sich möglichst früh nach der Geburt an ihre Mutter schmiegen können.  

Auch für Paare spielt das Hormon eine Rolle. Umarmen wir jemanden, wird Oxytocin ausgeschüttet und stärkt unsere Bindung zu dieser Person. Es hilft auch dabei, einander zu vertrauen.

Der Forscher Kikusui und sein Team hatten bereits in 2015 Untersuchungen zu der Bindung zwischen Hunden und Menschen durchgeführt. In diesen stellen sie fest, dass sowohl bei den Menschen als auch den Tieren das Kuschelhormon ausgeschüttet wird, wenn diese eng miteinander interagieren

Vor allem bei den Hunden war interessant, dass das Oxytocin in ihrem Blut anstieg, wenn diese ihrem Herrchen oder Frauchen nahe waren.

Freudige Wiedersehen

Um herauszufinden, ob Hunde tatsächlich weinen können, führten die Wissenschaftler mit den Hunden den sogenannten Schirmer-Test durch.

Dieser Test wird auch bei Menschen angewandt und schadet den Vierbeinern nicht. Mithilfe eines Filterpapiers im unteren Bindehautsack kann dabei die Tränenproduktion gemessen werden.

Zunächst brachten sie die Hunde mit ihren Besitzern zusammen, um einen Normwert zu erhalten. Dann wurden die Paare für mindestens fünf Stunden voneinander getrennt.

Als sie anschließend wieder vereint wurden, konnte beobachtet werden, dass die Hunde diesmal deutlich mehr Tränen produzierten.

Der Versuch bestätigt also Kikusuis Vermutung. Höchstwahrscheinlich ist bei Hunden das Hormon Oxytocin dafür verantwortlich, dass die Tränenproduktion verstärkt wird und sie feuchte Augen bekommen oder sogar ein paar Tränen kullern.

Ob Hunde auch bei negativen Emotionen weinen, beispielsweise Trauer, Angst oder Verzweiflung, steht bislang noch nicht genau fest. Es scheint jedoch so, als würden nur positive Emotionen dies bei ihnen auslösen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass dein Hund immer von Freude überkommen ist, wenn ihm Tränen in den Augen stehen. Bei Hunden können feuchte Augen auch ein Zeichen von Krankheit sein.

Bindehautentzündungen, allergische Reaktionen oder Augeninfektionen können Tränen hervorrufen.

Ist dein Hund jedoch gesund und ihr habt euch soeben nach langer Zeit wiedergesehen, darfst du dich über die Tränen freuen, denn deine Fellnase freut sich riesig über dich! 

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