Rottweiler Schäferhund Mix
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Shepweiler: Rottweiler Schäferhund Mix im Rassen-Portrait

Mit dem Rottweiler Schäferhund Mix entstand in den 2000er Jahren erstmals eine Kreuzung aus dem Deutschen Schäferhund und dem ebenfalls aus Deutschland stammenden Rottweiler.

Wie so oft bei Mischhunden trägt auch der Rottweiler Schäferhund Mischling mehrere Bezeichnungen, die aus den Rassebezeichnungen der Eltern abgeleitet sind.

So ist er unter anderem auch als Shepweiler, Shottie, Rottweiler Shepherd oder Rottie Shepherd bekannt und hat mittlerweile auch bei uns eine große Fangemeinde.

Das Wichtigste in Kürze zum Rottweiler Schäferhund Mix:

Größe & Lebenserwartung

  • Ausgewachsene Rüden: 35 bis 55 Kilogramm
  • Hündinnen: 25 bis 45 Kilogramm
  • Lebenserwartung 9 – 13 Jahre

Charakter: Intelligent, wachsam, beschützerisch, gehorsam, treu ergeben und loyal, dabei auch manchmal etwas stur

Besonderheit: Der Shepweiler ist ein toller Familienhund, in manchen Gegenden ist die Haltung aber nur mit einer Genehmigung oder Auflagen möglich.

Aussehen 

Ob ein Rottweiler Schäferhund Mix mehr einem Schäferhund oder einem Rottweiler ähnlich sieht, lässt sich nicht klar vorausbestimmen. Es hängt davon ab, welcher Elternteil genetisch dominiert.

Klar ist jedoch wenn man sich die beiderseits kräftigen und muskulösen Eltern betrachtet, dass auch aus dem Shepweiler ein stattlicher Hund mit einer imposanten Figur wird.

Der Nachwuchs wird sich oft untere Merkmale der Eltern teilen. So sind die Ohren des Schäferhundes spitz und aufstehend und die des Rottweiler eher schlaff und hängend.

Der Shepweiler hat daher meist eher spitze Ohren, die in einem Knick schlapp abhängen.

Der Schäferhund hat eine eher lange und schmale Schnauze, während die des Rottweiler eher kurz, mit einem breiten Kiefer ist. 

Die Schnauze des Mischlings ist oft ähnlich der des Schäferhundes, aber etwas breiter und massiver.

Größe & Gewicht

Die Größe und das Gewicht von Shepweilern können je nach Einfluss der jeweiligen Elternteile stark variieren.

Bei der Größe unterscheiden sich Rottweiler und Schäferhund nur um 4 bis 5 Zentimeter. Der Rottweiler Schäferhund Mischling erreicht daher als Rüde eine Größe zwischen 50 und 59 Zentimetern, die Hündin zwischen 35 und 52 Zentimeter.

Obwohl die Elternhunde in etwa gleich groß sind, unterscheiden sie sich deutlich im Gewicht. Bei nahezu gleicher Größe können Rottweiler Rüden bis zu 20 Kilogramm schwerer sein, als der Schäferhund. Bei Hündinnen liegt dieser Wert bei etwa 10 Kilogramm.

Das mittlere Gewicht eines Shotties liegt bei männlichen Tieren zwischen 35 und 55 Kilogramm, bei den Hündinnen zwischen 25 und 45 Kilogramm.

Farben & Fellbeschaffenheit

Sowohl der Rottweiler, als auch der Schäferhund haben ähnliche Fellfarben. Dabei reicht die Farbauswahl von schwarz über unterschiedliche Braun- und Rottöne bis zu grau.

In der Regel sind beide Elternteile zweifarbig. Von daher kann der Shepweiler sowohl die schwarz-braunen Muster des Rottweilers erhalten, als auch die für den Schäferhund typische dunkle Sattelzeichnung.

Mischungen der von den Eltern bekannten Farbvarianten sind ebenfalls möglich.

Beide Elternteile des Rotties haben einen Doppelmantel, der aus einer dichten Unterwolle und einem längerem Deckhaar besteht. Dabei ist das Fell des Rottweilers jedoch insgesamt kürzer.

Auch die Fellbeschaffenheit hängt vom genetischen Einfluss der Elternteile ab. Kommt der Shepweiler mehr nach dem Schäferhund, muss sein Besitzer wohl öfter mal zu Bürste, Kamm und Staubsauger greifen.

Charakter & Wesen des Rottweiler Schäferhund Mix

Rottweiler Schäferhund Mix

Dem Rottweiler, aber auch dem allseits als Familienhund beliebten Schäferhund wird zuweilen ein erhöhtes Aggressionspotential unterstellt. Das liegt wohl darin, dass beide Hunderassen bis heute oft als Wach- und Schutzhunde eingesetzt werden.

Der Volksmund glaubt, ein Wachhund müsse besonders aggressiv sein. Die dunklen Fellfarben steigern dieses Empfinden zusätzlich.

Tatsächlich haben beide Hunderassen einen sehr großen Beschützerinstinkt und sind bereit, die Familie und deren Besitz gegebenenfalls zu verteidigen.

Dabei sind beide Rassen zwar misstrauisch gegenüber Fremden, verhalten sich aber zurückhaltend. Erst bei drohenden Gefahren versuchen sie, den vermeintlichen Angreifer mit Zähnefletschen und Bellen zu vertreiben.

Der Schäferhund ist sehr intelligent, aber auch der Rottweiler ist nicht auf den Kopf gefallen. Somit ist auch der Hybrid aus diesen beiden Rassen ein sehr kluger Vierbeiner.

Beide Hunderassen sind selbstbewusst und mutig und dabei sehr hingebungsvoll und loyal.

Schäferhunde sind um einiges agiler und aktiver als der fast gleich große, aber um einiges schwerere Rottweiler. Ziel der Kreuzung der beiden Hunde war es daher auch, die Agilität des Schäfers mit dem imposanten Auftreten des Rottweilers zu verbinden.

Wie auch bei beiden Eltern ist der Shepweiler sehr gelehrig und gehorsam

Haltung & Erziehung

Wie auch seine Eltern ist der Shepweiler vorrangig ein Arbeitshund. Dennoch wird er als Familienhund immer beliebter.

Auch wenn er in Familien keine konkrete Aufgabe als Wach-, Schutz- oder Hütehund findet, wird er sich sicher nicht damit zufriedengeben, ein oder zweimal am Tag sein Futter abzuholen und für die Notdurft ein paar Minuten an der Leine um ein paar Ecken geführt raus zu dürfen.

Trotz seiner Größe spricht nichts gegen eine Wohnungshaltung, wenn er ausreichend beschäftigt wird und in langen Spaziergängen oder Radtouren ausreichend Bewegung findet.

Er bindet sich auch zudem sehr an seinen Besitzer. Obwohl er es als Wachhund gewohnt ist, die Nacht draußen zu verbringen, ist er ungern alleine

Der Vierbeiner erkennt sehr wohl, ob er draußen seine im Haus schlafende Familie beschützen soll, oder ob er eingesperrt in einer Wohnung alleine ist.

Der Shepweiler eignet sich gut für aktive und sportliche Familien, die bereit sind, mit ihrem Vierbeiner viel Zeit zu verbringen und für ausreichend Auslauf, Bewegung und geistige Herausforderungen sorgen.

Er sollte frühzeitig sozialisiert und erzogen werden. Aufgrund seiner Loyalität und seiner Wissbegierde ist er gut zu erziehen und zu trainieren und eignet sich auch für Anfänger, die jedoch aus Fürsorge für ihren Vierbeiner sich umfassend über Hundeerziehung, Hundesport oder Agility informieren sollten.

Zucht & Gesundheit 

Die Kreuzung verschiedener Rassen hat unter anderem zum Ziel, rassetypische Krankheiten in einer neuen Rasse Kreation sozusagen wegzuzüchten.

Die Eltern des Shepweilers sind an sich robuste Naturen, leiden aber aufgrund ihrer Statur oft an Skeletterkrankungen, die zum Teil sogar vererbbar sind.

Da es sich auch beim Rottweiler Schäferhund Mischling um einen sehr robusten Hund handelt und er zudem auch eine genetische Veranlagung von beiden Elternteilen geerbt hat, unterliegt er dem Risiko an Dysplasien zu leiden.

Zudem hat er von seinen Eltern eine weitere sogenannte Crossover-Erkrankung in seinen Genen. Eine Magenverdrehung kommt immer wieder vor.

Lebenserwartung

Aufgrund ihres massiven Körperbaus werden Rottweiler bis zu 10 Jahre alt, die etwas leichteren Schäferhunde  9 bis 13 Jahre.

Der Shepweiler liegt in seiner Lebenserwartung abhängig von Haltung und Ernährung von 9 bis 13 Jahren.

Was gibt es bei Rottweiler Schäferhund Mix Welpen zu beachten?

Auch wenn der Welpe noch so klein und süß ist, solltest du bedenken, dass aus ihm ein stattlicher Hund wird, der ausreichend Platz in deinem Zuhause und einen großen Bewegungsradius benötigt.

Auch musst du den starken Charakter, den der Welpe von seinen Eltern geerbt hat frühzeitig fördern.

Eine frühzeitige Sozialisierung und Grundausbildung, beispielsweise in einer Welpenschule ist hier auf jeden Fall empfehlenswert. 

Die Nachfrage nach Welpen dieses interessanten Mischlings ist höher als das Angebot. 1200 bis 1500 Euro ist ein üblicher Preis für einen ärztlich untersuchten, geimpften und gechipten Welpen. Vereinzelt übersteigen die Preise sogar die 2000 Euro-Marke.

Angebote, die deutlich unter dieser Preisspanne liegen, sollten kritisch geprüft werden, da sich dahinter oft dubiose Massenzüchter verbergen, die nur auf schnelles Geld aus sind und auch vor Qualzuchten nicht zurückschrecken.

Während der Schäferhund bei uns als geläufige Hunderasse geführt wird, zählt der Rottweiler in manchen Regionen zu den Listenhunden.

Einige Städte und Gemeinden stufen auch Mischlinge, an denen ein Listenhund beteiligt ist, als solchen ein.

Neben der Suche nach einem seriösen Züchter solltest du also auch bei deiner zuständigen Behörde anfragen, ob die Haltung deines künftigen Familienmitglieds mit weiteren Auflagen verbunden ist.

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