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Jesse Reimann

Jesse Reimann

Futterneid Hund: 5 Tipps gegen das Knurren Am Napf

Wenn es ums Fressen geht, können unsere Hunde echt eklig werden!

Nicht nur was ihre bevorzugten Geschmäcker wie zum Beispiel den Taste von Verwesung, Müll und verdorbenen Essensresten angeht, sondern auch die Art, die manch ein Vierbeiner in Bezug auf sein Fressi an den Tag legt.

Dein Hund knurrt beim Essen oder verteidigt sein Futter? Du hast zu Recht keinen Bock darauf, dich von ihm bedrohen zu lassen?

Das ist gut, denn dein Hund kann und sollte lernen, seine Futtergier zu kontrollieren.

In diesem Artikel erklären wir dir, was es mit dem Futterneid auf sich hat und wie du deinen Hund zu einem entspannten Genießer machst.

Kurz & Knapp: Futterneid deines Hundes eingrenzen

Die gute Nachricht zuerst: Futterneid lässt sich gut in den Griff bekommen, wenn du kontinuierlich und in kleinen Schritten daran arbeitest. 

Vielleicht musste dein Hund in der Vergangenheit um sein Futter kämpfen, sei es unter vielen Geschwistern und Fütterungsfehlern der Halter oder weil er sich auf der Straße alleine durchschlagen musste.

Das Verteidigen von Ressourcen zählt zum normalen Verhalten unserer Hunde. Dass du dich nicht anknurren lassen musst, ist aber auch selbstverständlich. Auch dein Hund kann das verstehen, wenn er erfährt, dass er nicht um sein Futter kämpfen muss, du ihm nichts wegnimmst und er regelmäßig etwas bekommt.

Du kannst auch gerne in unserer Hundeerziehungs-Bibel nachschauen. Dort findest du viele hilfreiche Tipps für einen entspannten Umgang mit deinem Hund!

Inhaltsverzeichnis

Warum verteidigen Hunde ihr Futter?

Es liegt in der Natur des Hundes, sich selbst zu versorgen und seine Ressourcen zu verteidigen. Die wichtigste Ressource eines Hundes ist sein Futter. 

Bereits im Welpenalter beginnt der Kampf um die begehrtesten Zitzen an Mamas Brust. Die kleinen rackern sich ab und schubsen sich herum, um am meisten abzubekommen. Schon hier zeigt sich, wer großen Kampfgeist besitzt. 

Futterneid per sé entsteht allerdings hauptsächlich durch das Zutun der Menschen (Fütterungsfehler) oder schlechten Bedingungen für den Hund (Hungerleiden).

Wie entsteht Futterneid?

Die meisten Hunde teilen ihr Futter eher ungern. Fremde Hunde haben an dieser wertvollen Ressource überhaupt nichts verloren – das kann man ja noch verstehen, aber:

Wenn dein Hund beginnt, dich beim Fressen anzuknurren, zu erstarren oder gar nach dir zu schnappen, hört der Spaß auf! 

Doch wie kommt es dazu, dass ein Hund das Bedürfnis hat, sein Futter so stark zu verteidigen?

Häufig liegt das an Fütterungsfehlern, bedingt durch den Menschen. 

Fütterungsfehler Nr.1: Hektische Atmosphäre beim Fressen

Viele Züchter sind der Meinung, dass Welpen lernen ihr Futter zu teilen, indem sie aus einem großen gemeinsamen Napf fressen.

Das stimmt allerdings nicht. Die Kleinen müssen sich gegen ihre Geschwister durchsetzen, um etwas abzubekommen. Sie schlingen und entwickeln eine Futtergier.

Fütterungsfehler Nr.2: Futter wegnehmen

Ja, dein Hund sollte jederzeit akzeptieren, wenn du ihm den Napf oder Kauknochen wegnimmst. Er sollte allerdings nicht befürchten müssen, dass du das andauernd tust.

So entsteht Unsicherheit, sein Vertrauen in dich leidet und er beginnt eventuell, sein Futter zu verteidigen.

Kann Futterneid durch schlechte Erfahrungen entstehen?

Neben den eben genannten Fütterungsfehlern, kann es auch sein, dass dein Hund seinen Futterneid aus der Vergangenheit mitbringt. 

Hast du einen Hund aus dem Tierschutz adoptiert? (Das finden wir supi!)

Vergiss nicht, dass viele Tierschutzhunde und ehemalige Straßenhunde bereits um ihr Überleben kämpfen mussten! Viele von ihnen haben großen Hunger erleiden und sich ständig gegen Stärkere durchsetzen müssen. 

Vielleicht liegt darin der Grund für deinen grummelnden Hund am Fressnapf?

Futterneid weg trainieren? Mit diesen 5 Tricks klappt’s!

Es spielt keine allzu große Rolle, warum dein Hund seinen Napf verteidigt. Die Herangehensweise, wie du ihn zu einem entspannten Genießer machen kannst, ist dieselbe.

Tipp 1: Sorge für eine entspannte Atmosphäre

Zuerst solltest du dafür sorgen, dass dein Hund in einer entspannten und ruhigen Atmosphäre fressen kann. Instruiere andere Familienmitglieder, ihn während dieser Zeit in Ruhe zu lassen.

Tipp 2: Führe eine Routine ein

Führe eine Routine ein, damit dein Hund weiß, wann es etwas zu fressen gibt und dass er regelmäßig etwas bekommt.

Tipp 3: Portioniere das Futter

Gehe in kleinen Schritten vor: teile die Futterration in mehrere Portionen auf. Sobald der Napf leer ist, kannst du ihn vorsichtig nachfüllen. So lernt dein Hund, dass deine Hand am Napf willkommen ist, weil sie leckeren Nachschub liefert.

Tipp 4: Füttere aus der Hand

Ist dein Hund ein ängstlicher Fresser und neigt dazu, sein Futter innerhalb kürzester Zeit zu inhalieren, probiere mal ihn eine Zeit lang aus der Hand zu füttern. Das schafft Vertrauen und stärkt eure Bindung.

Tipp 5: Schaffe Distanz zwischen mehreren Hunden

Zeigt dein Zweithund Futterneid gegenüber deinem Ersthund? Schaffe genügend Platz zwischen den beiden, damit jeder an seinem Napf in Ruhe gelassen wird. Mache dem Hund, der sein Futter verteidigt mit deutlicher Stimme klar, dass er das nicht darf.

Erklär-Video

Fazit

Egal aus welchem Beweggrund dein Hund sein Futter verteidigt, dank dir darf er jetzt lernen, dass er sich diese negative Energie sparen kann.

Schaffe eine entspannte Atmosphäre für deinen aufgeregten Fresser und lasse ihn ruhig zuschauen, wenn du sein Futter vorbereitest. 

Wenn du kleine Portionen nach und nach in den Napf gibst, lernt dein Hund, dass deine Hand ihm tolle Sachen liefert und ihm nichts wegnimmt.

Wie immer sind die wichtigsten Instrumente unter anderem Geduld, Gelassenheit, Verständnis, Vertrauen, Respekt und Liebe. 

Möchtest du mehr über das Verhalten unserer Hunde erfahren? Dann wirf doch mal einen Blick in unsere Hundeerziehungs-Bibel. Hier findest du wertvolle Tipps und Tricks für den richtigen Umgang mit deinem Hund.

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