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Jesse Reimann

Jesse Reimann

Schwarze Kruste an Hundezitzen: 4 Ursachen Erklärt vom Profi

Schwarze Krusten an den Zitzen deiner Hündin können ganz plötzlich auftreten. Meistens haben sie jedoch eine harmlose Erklärung.

Denn oft ist es nur Schmutz, der sich mit Talg oder Muttermilch vermischt und festgesetzt hat. Aber sie können auch auf einen Parasitenbefall hindeuten.

Dieser Artikel erklärt dir die Entstehung solcher schwarzer Krusten an den Zitzen und hilft dir und deinem Hund, sie zu vermeiden.

Kurz & Knapp: Schwarze Kruste an den Zitzen

Schwarze Krusten an den Zitzen deuten oft nur auf eine Verschmutzung der Poren hin, die sich jedoch entzünden und Eiterpickel bilden können. Bei trächtigen Hündinnen sind solche Krusten auch oft verschmutzte Milchabsonderungen, da ihre Milchdrüsen vor der Geburt gereizt sind und unter Druck stehen. 

Jedoch kann auch ein Flohbefall dafür ursächlich sein, der dringend behandelt werden muss. Ebenso häufig sind es aber auch Muttermale oder Altersflecken, die eine ganz normale Erscheinung an den Zitzen sind.

Um sicherzugehen, dass dein Hund optimal versorgt ist, kannst du bei Dr. Sam 365 Tage im Jahr mit einem Tierarzt eine Online-Sprechstunde vereinbaren. So ist dein Hund immer in guten Händen.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für schwarze Kruste an den Zitzen

Die häufigsten Ursachen für schwarze Krusten, die du an den Zitzen deines Hundes findest, sind Schmutzverbindungen, die du einfach abwaschen kannst. 

1. Erhöhte Talgproduktion

Talg wird natürlicherweise vom Körper produziert und sorgt dafür, dass die Haut nicht austrocknet, geschmeidig bleibt und geschützt ist. 

Wie auch bei Menschen kann es zu einer überhöhten Talgproduktion kommen. Und wie bei Menschen ist das vor allem in der Zeit der Pubertät der Fall, wenn die Hormone noch neu sind und sich noch regulieren müssen.

So sorgt ein erhöhter Testosteron- oder Progesteronspiegel bei Hunden für eine Talgproblematik. Testosteron ist das männliche Sexualhormon, während Progesteron vor allem Läufigkeit und Trächtigkeit regelt. 

Dieser überschüssige Talg vermischt sich dann mit Schmutz, Bakterien, Schweiß oder abgestorbenen Hautzellen und verstopft die Poren rund um die Zitze. Da diese größer sind als andere Poren, sind sie am häufigsten betroffen.

Diese verstopften Poren nennt man Mitesser. Manchmal entzünden sie sich auch und bilden kleine Eiterpickel. 

Während du Eiterpickel sehr einfach erkennst, sind Mitesser dadurch gut von anderen Ursachen zu unterscheiden, dass sie normalerweise mehrere Poren betreffen. 

Du siehst dann also viele kleine schwarze Punkte rund um die Zitze, die deinem Hund keine Schmerzen bereiten und durch regelmäßiges Baden zumindest teilweise verschwinden.

2. Trächtigkeit

Bei trächtigen Hündinnen schwellen zunehmend das Brustgewebe und die Zitzen an. Die Milchdrüsen bereiten sich auf die Milchproduktion vor und, sondern dabei gelegentlich auch schon einmal Milch ab, das nennt man Laktation.

Auch diese Milchreste verschmutzen durch Hinlegen oder Herumtollen schnell und bilden eine schwarze Kruste um die Zitzen herum. Die Hündinnen lecken sich die Zitzen auch häufig, da die Schwellungen auch schmerzen. 

Übrigens: Die Milchbildung tritt auch bei Scheinschwangerschaften auf.

3. Parasiten

Einen Flohbefall erkennst du als Erstes daran, dass dein Hund sich ständig kratzt und schüttelt und sich kleine, schwarze Punkte auf seiner Haut bewegen.

Diese Parasiten ernähren sich von Blut. Ihre Ausscheidungen bleiben an der Haut als kleine, schwarze Punkte kleben, der äußerlich Ähnlichkeit mit Kaffeesatz aufweist. Er ist abwaschbar, aber hartnäckig.

Auch Zecken kannst du auf den ersten Blick mit schwarzen Schmutzkrusten verwechseln, wenn sie noch nicht vollgesogen sind. Sie sitzen gerne im Bereich der Zitzen, da sie dort nicht durch Fell behindert werden. 

4. Pigmentflecken

Eine ganz harmlose Erklärung sind Pigmentflecken in Form von Leberflecken, Muttermalen und Altersflecken. Diese sind angeboren oder im Falle von Altersflecken mit der Zeit entstanden. Sie sind nicht behandelbar, aber auch nicht behandlungsbedürftig.

Wann du zum Tierarzt solltest

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Eine trächtige oder auch scheinträchtige Hündin sollte ohnehin unter tierärztlicher Kontrolle stehen. Hier kannst du bei deinem nächsten Besuch die Zitzen kontrollieren lassen, wenn du dort verschmutzte Milchreste findest.

Hat ein Parasitenbefall die schwarze Kruste an den Zitzen verursacht, sollte deine tierärztliche Praxis deinen Hund auf jeden Fall auf Folgeerkrankungen untersuchen. So können zum Beispiel Zecken Borreliose übertragen!

Mit Fragen oder Unsicherheiten kannst du dich jederzeit an Dr. Sam wenden. Dort wirst du sofort und 365 Tage im Jahr mit einem Tierarzt verbunden, der dir in allen Belangen zu deinem Vierbeiner zur Seite steht.

Was du gegen schwarze Kruste an den Zitzen tun kannst

Handelt es sich bei schwarzer Kruste an den Zitzen um eine reine Schmutzverklebung, reicht etwas warmes Wasser und ein weicher Lappen für die Beseitigung aus.

Hundehaut ist empfindlich und nicht für Menschenseife gemacht. Wenn die schwarze Verkrustung also zu hartnäckig festsitzt, kannst du sie mit einem nassen Lappen einweichen oder ihr mit etwas Hundeseife zu Leibe rücken. 

Wenn dein Hund zu häufiger Krustenbildung an den Zitzen neigt, solltest du ihn regelmäßig baden oder waschen, um Hautentzündungen vorzubeugen.

Wichtig:

Mitesser und Pickel kannst du behutsam abwaschen. Du solltest sie aber nie ausdrücken oder gar mit Reinigungsmitteln oder Masken für Menschen oder alkoholischen Lösungen behandeln! 

Bei Trächtigkeit

Sei vorsichtig und sanft im Umgang mit trächtigen Hündinnen. Deren Zitzen sind meist schmerzhaft gespannt, wenn die Milchdrüsen schon auslaufen. Sie können sehr gereizt und zuweilen auch aggressiv reagieren, wenn du die Bereiche berühren willst, insbesondere in der ersten Trächtigkeit.

Sie lecken ihre Zitzen aber auch häufig am Tag selber sauber. Beobachte das und greife nur ein, wenn die Reinigung nicht ausreicht, um die schwarzen Krusten zu entfernen.

Bei Parasitenbefall

Zuerst müssen die Parasiten entfernt werden. Zecken entfernst du nur mit einer Zeckenzange oder direkt beim Tierarzt. Gegen Flöhe helfen Flohspray oder Flohhalsbänder und regelmäßige Bäder.

Danach die Haut mit warmen Wasser säubern. Da die Parasiten Blut saugen, entstehen viele kleine Wunden an der Haut. Daher ist hier besonders wichtig, keine reizende Seife zu verwenden, die in den Wunden brennen könnte. 

Fazit

Schwarze Kruste an den Zitzen deines Hundes zu finden, ist kein Grund zur Beunruhigung. Trächtige Hündinnen und pubertäre Junghunde bilden oft Schmutzverklebungen mit Talg oder Muttermilch, die du einfach abwaschen kannst.

Bei einem Befall mit Flöhen oder Zecken solltest du allerdings tätig werden und sicherstellen, dass dadurch keine Krankheiten übertragen werden.

Dafür kannst du dich rund um die Uhr und jeden Tag im Jahr an Dr. Sam wenden. Dort ist jederzeit ein Tierarzt für dich erreichbar, der dir mit Tipps & Informationen weiterhilft.

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