Labrador haaren
Lilly

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Wie viel Haaren Labradore? Ein Experte Klärt auf! (Ratgeber)

Zugegeben, jeder Hundebesitzer schwört Stein und Bein, dass sein Vierbeiner der haarigste auf der ganzen Welt ist.

Auch bei Labradoren ist der Fellwechsel nicht ohne.

Worauf sich Besitzer einstellen müssen, welche Fellpflege ein Labrador braucht und wieso dein Labrador so viel haart, erfährst du in diesem Artikel.

Kurz & knapp: Wie viel haaren Labradore?

Labradore haaren nicht mehr als andere Rassen, nämlich zweimal im Jahr beim Fellwechsel im Frühling und im Herbst.

Da sie unter ihrem glatten Fell aber noch Unterwolle besitzen, wirkt es dennoch nach einer ungeheuren Menge verlorenen Fells.

Aber nur, wenn sie Parasiten haben, an einer Haut- oder einer Autoimmunkrankheit leiden oder mangelernährt sind, ist ein übermäßiger Haarausfall besorgniserregend.

Wann haaren Labradore besonders stark?

Wie viel haaren Labradore?

Wie die meisten Rassen machen Labradore zweimal im Jahr einen Fellwechsel durch. 

Im Frühling verlieren sie dann das dichtere Fell, das sie im Schnee warm hielt, und im Herbst das kurze Sommerfell, das sie vor Überhitzung schützte.

Labradore haben eine sogenannte Unterwolle unter dem glatten, kurzen Fell. Das ist ein Fell mit sehr dichter Struktur, das besonders warm hält.

Da Labradore unglaublich gern schwimmen und im Wasser tollen, brauchen sie diese Unterwolle auch, damit sie selbst in kaltem Wasser nicht frieren. 

Ihr Winterfell ist deswegen sehr gut ausgeprägt. Verlieren sie dies zum Frühjahr hin, kann das daher aussehen, als hätte man genug Fell für einen zweiten Hund.

Wie viel Fellpflege braucht ein Labrador?

Wie viel Fellpflege braucht ein Labrador?

Labradore haben ein eigentlich sehr pflegeleichtes Fell. In der Regel reicht ihm regelmäßiges Kämmen einmal die Woche und baden nach Bedarf.

Zwar lieben Labradore es ohnehin, im Wasser zu toben, sodass sie nur selten baden müssten, um lose Haare zu entfernen.

Doch da sie sich auch sehr gerne in brackigem Wasser oder Schlamm wälzen, sind die meisten Labradore häufige Badewannengäste.

Achtung:

Wenn du deinen Hund badest, solltest du entweder kein Shampoo oder nur spezielles Hunde-Shampoo aus dem Fachhandel verwenden.

Shampoo oder Duschgel für Menschen hat einen anderen pH-Wert und ist daher ungeeignet für deinen Hund.

Im schlimmsten Fall könnte er sogar mit einem Ekzem darauf reagieren.

Warum haart mein Labrador so viel?

Der Fellwechsel ist zwar natürlich, doch es gibt einige Gründe, weswegen ein Labrador mehr zu haaren scheint als gewöhnlich.

Oft ist dies aber nur dein Eindruck, während die Menge der Haare gleichbleibend unbedenklich ist.

Nicht ausreichende Fellpflege

Oft denken neue Besitzer von Labradoren, dass diese wegen ihres kurzen Fells keine Fellpflege benötigen.

Wenn du deinen Hund aber nicht genug bürstest, fallen seine losen Haare einfach so aus dem Fell oder werden von ihm beim Kratzen in der Wohnung verteilt.

Durch das Bürsten entfernst du diese Haare und sorgst so für wesentlich weniger Haare in deiner Wohnung. 

Helles Fell

Labradore mit hellem Fell haben nicht mehr Haare als die mit dunklem Fell, doch fallen diese viel mehr auf.

Du kennst das sicher von deinen Pullis oder Shirts, auf denen du immer helle Hundehaare findest. Dunkle Haare hingegen sind weniger auffällig.

Natürlicher Fellwechsel

Zweimal im Jahr ist der Staubsauger dein bester Freund. Fellwechsel ist angesagt und dein Labrador hat viel zu verlieren.

Im Frühling erscheint dir meist der Fellwechsel besonders stark, da das dichte Winterfell abgeworfen wird. 

Der Fellwechsel ist aber komplett natürlich und es gibt leider auch keine Möglichkeit, das Haaren zu verhindern.

Haarausfall im Alter

Auch Hunde können im Alter an Haarausfall leiden und ganze kahle Flecken im Fell bilden.

Das ist nicht weiter schlimm, auch wenn es unschön aussieht.

Du solltest aber darauf achten, dass dein Hund nicht friert und die Haut immer gut eingecremt ist. Denn das Fell hat auch die Aufgabe, die Haut zu schützen. 

Kann übermäßiges Haaren krankheitsbedingt sein?

Labrador

Tatsächlich können einige Krankheiten auch erhöhten Haarausfall als Symptom haben. 

Diese sind auch durchaus ernst und müssen immer behandelt werden.

Parasitenbefall

Bei einem Parasitenbefall juckt die Haut deinen Hund normalerweise stark. Durch das übermäßige Kratzen reißt er sich dabei auch Haare aus und verteilt diese in der Wohnung.

Außerdem kann es bei starkem Befall auch zu einer Unterversorgung mit den wichtigsten Nährstoffen kommen, da diese von den Parasiten schmarotzt werden.

Auch das kann Haarausfall verursachen, weil das Fell brüchig wird.

Der häufigste Parasitenbefall, der zu Haarausfall führt, ist Räude. Das ist eine Krankheit, die Milben verursachen.

Hautkrankheit

Eine schuppige, trockene Haut oder auch schon gebildete Ekzeme können zu Haarausfall führen.

Auch hier reißt sich dein Hund die Haare beim Kratzen aus. Oft ist auch die Haut zu geschädigt, um gesundes Fell zu halten.

Hautprobleme entstehen meist durch einen Hautpilz oder eine allergische Reaktion. 

Autoimmunkrankheit

Bei einer Autoimmunkrankheit greift das Immunsystem die eigenen Zellen an, weil es sie fälschlicherweise für Fremdkörper hält.

Ein häufiges Symptom dabei ist Haarausfall, weil der Körper viel Energie und Nährstoffe auf die fehlgeleitete Immunreaktion verwendet. 

Eine Autoimmunkrankheit ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten meist gut therapierbar. 

Mangelernährung

Auch das Fell braucht ausreichend Vitamine und Mineralstoffe, um seinen Aufgaben nachzukommen.

Bei Mangelernährung, die viele Ursachen haben kann, stumpft das Fell ab und wird brüchig, bis es schließlich ausfällt.

Achtung:

Mangelernährung ist sehr gefährlich. Wenn du eine Unterversorgung vermutest, solltest du auf jeden Fall mit deiner Tierärztin sprechen und die Ursache feststellen lassen.

Was kann ich gegen übermäßiges Haaren tun?

Die Haare in der Wohnung und auf deinem Pulli und eigentlich überall sind sehr nervig. 

Daher gibt es einige Tipps, wie du das übermäßige Haaren unter Kontrolle bringen kannst.

Gute Fellpflege

Du solltest deinen Labrador mindestens einmal die Woche bürsten.

Nimm dafür eine Noppenbürste oder einen Noppenhandschuh. Scharfzinkige Kämme und Drahtbürsten sind nicht geeignet für die Fellstruktur.

Baden steht für deinen Hund nur nach Bedarf auf dem Plan. Benutze dabei nur ein wenig spezielles Hundeshampoo und halte dich vor allem an klares Wasser

DeShedding-Tools

Auf dem Markt gibt es viele DeShedding-Tools, mit denen du lose Unterwolle gut entfernen kannst.

Du solltest solche Tools aber nicht zu oft anwenden, da es auch Deckhaar mitreißen kann.

Hat dein Hund Hautprobleme, solltest du auch ganz darauf verzichten.

Fazit

Labradore haaren nicht mehr als andere Rassen, doch sie haaren überraschend viel.

Mit guter Fellpflege und einem gesunden Hund ist das aber kein Grund zur Besorgnis, sondern gut in den Griff zu kriegen.

Hast du auch zweimal im Jahr eine schiere Fellexplosion? Was ist dein Geheimtrick gegen die Hundehaare auf all deinen Pullis? Erzähl uns davon in den Kommentaren!

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