Chihuahua
Lilly

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Chihuahua im Portrait: Infos, Charakter & Lebenserwartung

Der Chihuahua genießt vielfach nach wie vor den Ruf, ein „Handtaschen-Hündchen“ zu sein. Ist er – Paris Hilton sei Dank – tatsächlich nur der ideale Hund für Handtaschen? 

Oder hat die kleine Fellnase nicht doch viel, viel mehr zu bieten und ist deshalb auch für Dich interessant

Finde es in unserem folgenden Rasse-Portrait heraus!

Chihuahua Steckbrief

Größe Männlich: bis 23 cm
Weiblich: bis 15 cm
GewichtMännlich: bis 3 kg
Weiblich: bis 1,5 kg
FarbenSchwarz, Weiß, Rehfarben, Creme, Gold, Schokoladenbraun
Lebenserwartung12 bis 20 Jahre
HerkunftMexiko/Region Chihuahua
Charakter/TemperamentEigensinnig, Diva, überschätzt sich gerne, möchte im Mittelpunkt stehen, sehr menschenbezogen, verspielt
FCI-GruppeGruppe 9, Sektion 6: Chihuahueño (Begleithunde)

Aussehen

Chihuahua

Der Chihuahua, auch liebevoll Chi genannt, hat ein besonders markantes Aussehen.

Hier fällt nicht nur die geringe Größe sofort ins Auge (ja, Du kannst ihn mit bloßem Auge erkennen!), sondern vor allem die großen und leicht hervorstehenden Augen.

Ebenfalls charakteristisch für den kleinen Mexikaner sind der apfelförmige Kopf sowie die verhältnismäßig kurze Schnauze.

Auch die aufgestellten Ohren, die bei langhaarigen Chihuahuas zudem sehr buschig ausfallen und sogenannte Fransen haben, gehören zu den Markenzeichen dieser Rasse.

Abgeschlossen – und das im wahrsten Sinne des Wortes – wird das typische Chihuahua-Aussehen durch die Rute, die halbkreisförmig nach oben aufgestellt ist.

Fell, Fellbeschaffenheit & Fellfarben

Der Chihuahua wird sowohl mit kurzem als auch mit langem Fell gezüchtet. Beiden Varianten ist gemein, dass sie sehr seidig, glatt und glänzend sind.

Gemäß des FCI-Rassestandards sind bei Chihuahuas diese Farben erlaubt – und das auch in Kombination:

Schwarz, Rehfarben, Schokoladenbraun, Gold, Creme und Weiß.

Darüber hinaus kommen aber auch weitere Farben hinzu, und so soll es inzwischen mehr als 30 Farbkombinationen bei dieser Rasse geben.

Augenfarben

Bei den Augenfarben ist die FCI nicht ganz so tolerant. Tatsächlich wird es bevorzugt, wenn die kleinen Hunde dunkle Augen haben.

Zwar kann es auch vorkommen, dass die Augen auch bei den ausgewachsenen Chihuahuas hell/blau sind.

Erwünscht ist dies aber in der Regel nicht.

Größe & Gewicht

Wie Du weißt, ist der Chihuahua ein sehr kleiner Hund. Das wirkt sich dementsprechend auch auf die Größe und das Gewicht aus.

Ein Chihuahua-Junge kann bis zu 3 Kilogramm schwer werden, und das bei einer Körper-„Größe“ von bis zu 23 Zentimetern.

Naturgemäß sind Chihuahua-Mädchen ein wenig kleiner und leichter.

Hier verstecken sich bis zu 1,5 Kilogramm Fliegengewicht hinter einer Schulterhöhe von bis zu 15 Zentimeter.

Geschichte & Herkunft des Chihuahua


Geschichte & Herkunft des Chihuahua

Jeder kennt wohl das wohl berühmteste – wenn auch fiktive – Tier aus Mexiko: Speedy Gonzalez. In puncto Geschwindigkeit kann der Chihuahua hier nicht mithalten – wohl aber in puncto Herkunft.

Denn der kleine Racker stammt ebenfalls aus dem zentralamerikanischen Land, genauer gesagt, aus der gleichnamigen Region Chihuahua.

Wer nun denkt, dass es sich um eine Mode-Rasse handelt, liegt allerdings falsch. Tatsächlich sollen bereits die Azteken Chihuahuas gehalten haben. Das zeigen zumindest entsprechend Wandmalereien und Gemälde.

Diese zeigen die Conquistadores des 15. und 16. Jahrhunderts, die mit den kleinen Hunden abgebildet sind. Was sich dabei bis heute nicht geändert hat: Die sehr menschliche Angewohnheit, den kleinen Hunden eine dünne Decke umzulegen.

Seinen „richtigen“ Weg nach Europa fand der Chihuahua schließlich im 19. Jahrhundert, als mexikanische Bauern diesen als Souvenir an Touristen verkauften. Auch in den USA wurde die Rasse immer beliebter.

Im Jahr 1959 schließlich wurde der Chihuahua dann auch von der FCI als eigenständige Rasse anerkannt.

Schon gewusst?

Mittlerweile gibt es nicht mehr nur den „normalen“ Chihuahua. Die Welt der Züchtungen ist leider sehr kreativ – nicht immer zum Wohle des Tieres.

Und so gibt es unter anderem den Tea Cup Chihuahua, den Apple Head Chihuahua und den Hirschkopf-Chihuahua.

Wesen & Charakter des Chihuahua

Der Chihuahua mag auf den ersten Blick leicht verschüchtert und ängstlich wirken. In der Tat zählt er vielfach zu den ängstlichen Hunderassen.

Aber das ist nur eine der vielen und teils auch widersprüchlichen Facetten, die das Wesen und den Charakter des Chihuahuas auszeichnen.

So ängstlich er sein mag – gleichzeitig wird dem Chihuahua attestiert, in einigen Fällen ein übersteigertes Selbstbewusstsein zu haben.

Und das geht so weit, dass die kleine Fellnase auch gefährliche Situationen unterschätzen kann. Das wiederum kann sowohl zu ihrem als auch zu Deinem Leidwesen geschehen.

Als sehr menschenbezogene Rasse neigt der Chihuahua zudem zu Eifersucht. Bekommen sie nicht ausreichend Aufmerksamkeit, bellen sie häufig und viel.

Darüber hinaus gelten Chihuahuas als sehr freundliche und fröhliche Hunde. Sie sind verspielt und aufgeweckt und gleichzeitig gutmütig.

Haltung & Erziehung

Überlegst Du, mit einem Chihuahua zusammenzuleben, möchtest Du natürlich auch wissen, welche Anforderungen die kleine Maus bezüglich ihrer Haltung und Erziehung hat.

Generell gilt, dass der Chihuahua für eine Wohnungshaltung geeignet ist. Denn er ist nun einmal eine sehr kleine Rasse, die nicht übermäßig viel Platz braucht.

Das kleine Energiebündel möchte aber dennoch jeden Tag an die frische Luft, tägliches Gassigehen ist also ein Muss. Hier gilt zu beachten, dass der Chihuahua sich gerne und viel bewegt.

Darüber hinaus handelt es sich um eine sehr intelligente Hunderasse. Demnach ist nicht nur die körperliche Forderung und Auslastung wichtig für den Chihuahua, sondern auch die geistige.

Besonders zu begeistern ist der Chihuahua übrigens für Agility Training, aber auch Intelligenzspielzeuge sind für die niedliche Intelligenzbestie eine hervorragende Idee.

Wichtig ist, dass Du mit der konsequenten Erziehung bereits bei Deinem Chihuahua-Welpen beginnst. Denn die Rasse ist nun einmal für ein südländisches Temperament bekannt.

Und je eher die kleine Maus akzeptiert, dass sie Dir nicht auf der Nase herumtanzen kann, umso besser für Euch beide. Denn auch Dein Chihuahua wird nicht glücklich sein, wenn er nicht artgerecht erzogen und sozialisiert wurde.

Gut Zu Wissen

Teppichporsche, Schoßhündchen, Handtaschen-Hund – alles Vorurteile, die den Ruf des Chihuahuas durchaus in Mitleidenschaft gezogen haben.

Tatsächlich kann der kleine Hund zur Diva werden, der ihr Hunde-Snickers vorenthalten wurde. Nämlich dann, wenn die Bewegung ausgefallen ist.

Hier kann der Chihuahua nicht nur unzufrieden werden. Es ist sogar die Rede davon, dass der kleine vierbeinige Porsche, der sich nicht austoben durfte, aggressiv werden kann.

Gesundheit & Pflege

Chihuahua Gesundheit & Pflege

Nicht nur die richtige Haltung und Erziehung ist wichtig, wenn Du überlegst, einen Chihuahua zu Dir nach Hause zu holen.

Selbstverständlich solltest Du auch wissen, ob und wie viel Zeit Du für die Fellpflege einplanen solltest. 

Und auch, wie es um den allgemeinen Gesundheitszustand des Chihuahua bestellt ist.

Fellpflege

Der Chihuahua gilt als relativ pflegeleichte Hunderasse, die demnach kein überhöhtes Maß an Fellpflege  benötigt.

Dennoch solltest Du vor allem einen langhaarigen Chihuahua regelmäßig bürsten. So kannst Du unter anderem Verfilzungen des Fells vorbeugen

Und unterstützt Deine Mini-Fellnase während des Fellwechsels zudem, mit dem überschüssigen Fell zurechtzukommen.

Gut zu wissen

Der Chihuahua besitzt nur wenig bis gar keine Unterwolle. Warum auch – in Mexiko ist es in der Regel schön warm.

Diese fehlende Unterwolle bereitet dem Hund in unseren Breitengraden allerdings Probleme und sorgt dafür, dass er schnell friert. Das ist übrigens einer der Gründe, warum Chihuahuas gefühlt ständig zittern.

Gesundheit

Der Chihuahua hat in der Regel eine recht robuste Gesundheit und neigt demnach nicht zu Krankheiten. 

Dennoch kann es vorkommen, dass die ein oder andere Erkrankung auftreten kann (muss sie aber nicht!).

Obwohl der Chihuahua ein kleines Energiebündel ist, neigt die Rasse zu Übergewicht. Gefördert wird dieses nicht nur durch falsches Futter und davon zu viel

Auch eine Kastration sowie das Alter können das Zunehmen des Chihuahuas begünstigen.

Mit Übergewicht ist nicht zu spaßen. Denn es wirkt sich negativ auf die Gelenke und die inneren Organe aus. Dadurch kann sich die Lebenserwartung des mexikanischen Methusalems drastisch reduzieren.

Des Weiteren können Chihuahuas von diesen Leiden betroffen sein: Augenerkrankungen, Patellaluxation, Rückwärtsniesen, Allergien und Epilepsie.

Lebenserwartung

Normalerweise wird davon ausgegangen, dass kleine Tiere eine geringere Lebenserwartung haben, als große. Das soll auch für Hunde gelten.

Der Chihuahua bildet hier die berühmte Ausnahme von der Regel. Tatsächlich zählt die Rasse zu den Hunden, die eine der höchsten Lebenserwartungen mit sich bringen.

Und so kann Dein neuer Mitbewohner Dich für die nächsten 12 bis 20 Jahre erfreuen – oder Dir auch manchmal das Leben ein wenig schwerer (aber immer noch schön) machen.

Passt der Chihuahua zu mir?

Ob der Chihuahua zu Dir passt, hängt in erster Linie von Deinem persönlichen Charakter und Wesen sowie Deinem Lebenswandel/-stil ab.

Wie Du nun weißt, ist der Chihuahua ein sehr menschenbezogener Hund. Alleine lassen findet er demnach nicht so witzig, und das kann ihm sogar Angst machen.

Bist Du also viel unterwegs und/oder hast nicht ausreichend Zeit für den kleinen Fellball, ist der Chihuahua nicht der richtige Hund für Dich.

Das gilt auch, wenn Du eher zu den Couch-Potatos gehörst. Daran ist natürlich nichts auszusetzen – aber Dein Chihuahua könnte hier ein Veto einlegen. Er braucht schließlich viel Bewegung.

Perfekt ist der Chihuahua dagegen für Dich, wenn Du sehr aktiv bist, ausreichend Zeit, Geduld und Muße für Deinen Hund hast und dafür kein Problem, wenn dieser Dir in den meisten Situationen die Show stiehlt.

Übrigens gibt es keine „Altersbeschränkung“ für das Halten eines Chihuahuas. Als Begleithund ist er für jede/n geeignet.

Mit einer klitzekleinen Einschränkung: Kleinen Kinder sollte beigebracht werden, dass der Chihuahua eben kein Stofftier ist, auf das man schreiend und fuchtelnd zurennen kann.

Fun-Facts zum Chihuahua

Nicht nur lustige oder auch nicht so lustige Spitznamen gehören zum Chihuahua. Auch die folgenden Fun Facts machen den ganz besonderen Charme des kleinen Mexikaners aus.

  • Chihuahuas gelten als eine der aggressivsten Hunderassen der Welt. Sollte man nicht meinen, ist aber so – und das, obwohl er gleichzeitig auch eine der ängstlichsten Hunderassen ist.
  • Der wohl berühmteste Chihuahua ist der Chihuahua von Paris Hilton. Diesem verdankt die Rasse auch das Etikett „Handtaschen-Hund“.
  • Chihuahuas sind die kleinste Hunderasse der Welt.
  • Die Nasen von Chihuahuas können unterschiedliche Farben haben – und zwar in EINER Nase.
  • Die Azteken waren der Meinung, dass Chihuahuas heilende Kräfte hatten. Dazu gehörte, dass sie Krankheiten heilen konnten und auch die Sünden der Azteken „ausradierten“. Das wiederum endete für die Chihuahuas in der Regel nicht gut.
  • Es gibt inzwischen auch den sogenannten Tea Cup Chihuahua/Teetassen-Chihuahua. Dieser wird gerade einmal so groß wie eine Handfläche. Und ist damit sein Leben lang so groß wie ein normaler Chihuahua-Welpe.
  • Chihuahuas sind DIE Celebrity-Hunde! Nicht nur Paris Hilton liebt diese Rasse – auch unter anderem Britney Spears, Jennifer Lopez und  – und das ist zumindest optisch ein echter Hingucker beim gemeinsamen Gassigehen – Mickey Rourke.

Diese Liste ließe sich noch endlos fortführen. Weißt Du vielleicht noch einige Fakten oder auch Fun Facts zum Chihuahua? Vielleicht sogar aus eigener Erfahrung?

Dann freuen wir uns, wenn Du diese mit uns und anderen Chihuahua-Fans in den Kommentaren mit uns teilst!

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