Epileptischer Anfall Hund einschläfern
Lucy

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Epileptischer Anfall Hund: Einschläfern oder nicht? Ratgeber

Ein epileptischer Anfall bei deinem Hund sieht erstmal schrecklich und beunruhigend aus. 

Viele Hunde können aber mit Epilepsie leben, sodass es nur selten dazu kommt, dass du nach einem epileptischen Anfall deinen Hund einschläfern musst.

Damit du aber die Epilepsie verstehst, erklärt dir dieser Artikel alles, was du wissen musst.

Inhaltsverzeichnis

Hund hat epileptische Anfälle: Sollte ich ihn einschläfern lassen oder nicht?

hund blasenkrebs einschläfern

Eine Epilepsie oder epileptische Anfälle sind für sich normalerweise kein Grund, deinen Hund einschläfern zu lassen.

Nur wenn ein status epilepticus häufig eintritt, die Lebensqualität massiv eingeschränkt ist oder eine Grunderkrankung das Leben leidvoll beenden würde, ist Einschläfern eine Option.

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Epilepsie beim Hund?

Man kann nicht genau berechnen, wie hoch die Lebenserwartung mit einer Epilepsie sein wird.

Denn dies ist von vielen Faktoren abhängig: Schweregrad der epileptischen Anfälle, Risiko einer lebensbedrohlichen Entwicklung während der Anfälle, Alter und Gesundheitszustand deines Hundes und auch, ob eine etwaige Grunderkrankung vorliegt.

Bei leichten Anfällen, die gut auf eine tierärztliche Behandlung ansprechen, ist die Lebenserwartung oft nicht beeinträchtigt. 

Jedoch besteht immer ein Risiko während der Anfälle, dass der Hund sich verletzt, die Atemwege verletzt oder anderweitigen Komplikationen ausgesetzt ist.

Klar ist, dass eine unbehandelte Epilepsie hochgefährlich ist, besonders für einen alten Hund.

Oft ist auch Epilepsie nicht die eigentliche Krankheit, sondern ein Symptom einer neurologischen Erkrankung. 

Diese sind oft sehr schwerwiegend oder sogar lebensbedrohlich und nur selten heilbar. Sie schränken entsprechend die Lebensqualität und auch -dauer stark ein.

Kann ein Hund während eines epileptischen Anfalls sterben?

Die meisten epileptischen Anfälle gehen schnell vorüber.

Dauern sie jedoch über 5 Minuten an oder folgen mehrere epileptische Anfälle kurz hintereinander, zwischen denen dein Hund bewusstlos bleibt, spricht man von einem status epilepticus

Dieser ist lebensbedrohlich. Es können Atemwege verlegt werden und neurologische Funktionen ausfallen. Auch ist das Verletzungsrisiko sehr hoch in dieser Zeit.

Welche Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt Medikamente gegen Epilepsie, die die Anfälle abmildern oder idealerweise sogar verhindern. 

Dein Tierarzt passt die Dosis und die Wahl des Medikaments individuell an deinen Hund an und überprüft diese auch. 

Kann man Epilepsie bei Hunden heilen?

Epilepsie ist per se nicht heilbar. Du kannst nur mit Medikamenten die Anfälle unterdrücken oder abmildern.

Allerdings ist Epilepsie häufig auch Symptom einer neurologischen Grunderkrankung. Ist diese behandelt oder sogar geheilt, verschwinden entsprechend auch die epileptischen Anfälle.

Unbehandelte Epilepsie

Eine Epilepsie unbehandelt zu lassen, birgt immer ein enormes Risiko für deinen Hund. 

Denn jeder Anfall trägt eine große Gefahr für deinen Hund mit sich, sich zu verletzen oder sogar zu sterben

Auch kann sich eine unbehandelte Epilepsie verschlimmern. 

Dann häufen sich die epileptischen Anfälle teilweise sogar bis zum status epilepticus.

Zudem lässt eine unbehandelte Epilepsie eine möglicherweise zugrunde liegende Ersterkrankung unbehandelt, die sich in der Regel verschlimmert und meistens lebensbedrohlich wird.

Epileptische Anfälle häufen sich

Wenn sich epileptische Anfälle häufen, obwohl sich dein Hund in Behandlung befindet, muss eine erneute Diagnostik stattfinden.

Möglicherweise liegt eine bislang unentdeckte Grunderkrankung vor, für die die Epilepsie nur ein Symptom war und die sich so weit verschlimmert hat, dass sie nun diagnostizierbar ist.

Manchmal ist es nur nötig, die Medikamente erneut anzupassen. 

Nicht nur wird dein Hund älter und verändert dabei auch seinen Stoffwechsel, sondern ab und zu kann auch eine Resistenz gegen ein Medikament aufgebaut werden, sodass seine Wirkung drastisch nachlässt.

Wie kann ich meinen Hund bei einem epileptischen Anfall unterstützen?

hund hustet und würgt weißen schleim

Leider kannst du selber nichts im Moment des epileptischen Anfalls tun.

Wenn du aber die Anzeichen bereits kennst, dass ein Anfall bevorsteht, solltest du deinen Hund in eine verletzungsarme Umgebung bringen und dafür sorgen, dass dein Hund während des Anfalls nicht berührt oder bewegt wird.

Bleibe auf jeden Fall die ganze Zeit bei deinem Hund und dokumentiere idealerweise den Anfall mit einem Video oder per Notizen. 

Dies kann deiner Tierärztin sehr helfen, die richtige Behandlung einzustellen.

Wenn dein Hund dann aufwacht, ist er oft noch etwas durcheinander und kann auch panisch reagieren. 

Lass ihn daher in Ruhe und achte darauf, ihn nicht zu erschrecken oder zu ängstigen. Berühre ihn nicht von dir aus, da er aus Angst und Verwirrung dies als Aggression verstehen und dich verletzen könnte. 

Wenn du zum medizinischen Fachpersonal gehörst, kannst du mit deinem Tierarzt über Notfallmedikamente sprechen, die du deinem Hund spritzen kannst. 

Wichtig:

Noch immer kursiert die Empfehlung, man solle einem Hund beim epileptischen Anfall die Zunge aus dem Maul ziehen, damit diese nicht die Atemwege verlegt.

Das solltest du auf keinen Fall tun, denn dein Hund könnte dich dabei unabsichtlich schwer verletzen!

 

Fazit

Die Diagnose Epilepsie ist für viele Hundebesitzer erschreckend und angsteinflößend. 

Doch oft kann Epilepsie gut behandelt werden und ist kein Grund, den Hund einzuschläfern. 

Wichtig ist, dass du über die Erkrankung informiert bist und deinen Hund behandeln lässt.

Hattest du schon mal einen Hund mit Epilepsie? Wie wurde er behandelt? Wie war das für dich? Erzähl uns deine Geschichte in den Kommentaren.

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