Gebärmutterentzündung beim Hund und die Symptome
Lilly

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Gebärmutterentzündung beim Hund: 5 Symptome & Ursachen

Eine Gebärmutterentzündung beim Hund ist natürlich etwas, an dem ausschließlich Hündinnen erkranken können. 

Doch wie kommt es zu einer solchen Entzündung?

Welche Symptome und Folgen hat sie?

Und kannst Du möglicherweise etwas tun, um diese Erkrankung komplett zu vermeiden? 

Die Antworten auf diese wichtigen Fragen erhältst Du im folgenden Ratgeber.

Gebärmutterentzündung beim Hund – Symptome & Anzeichen

Fieber beim Hund

Da unsere Hunde uns nicht Wort für Wort mitteilen können, ob und was bei ihnen gerade nicht stimmt, liegt es an uns, auf die entsprechenden Symptome zu achten.

Das gilt selbstverständlich auch für eine Gebärmutterentzündung bei einer Hündin.

Woran also kannst Du eine solche erkennen? Und wie kannst Du diese Anzeichen von möglichen anderen Erkrankungen differenzieren? Das erfährst Du nun.

Gut zu wissen:

Die im Folgenden aufgelisteten Symptome weisen nicht ausschließlich auf eine Entzündung der Gebärmutter hin. Sie können auch auf andere Erkrankungen hindeuten.

Mache Dir deshalb am besten eine Symptom-Liste, anhand derer Du alleine oder mit dem Tierarzt mögliche Ursachen finden oder ausschließen kannst.

Mattigkeit

Eine Entzündung bedeutet für jeden Organismus, dass dieser dagegen ankämpfen muss. Das wiederum ist mit Anstrengung verbunden, und diese macht matt und abgeschlagen.

Hast Du das Gefühl, dass Deine Hündin deutlich weniger aktiv ist? Dann achte bitte auf die nun aufgeführten Symptome.

Appetitlosigkeit

Hat Deine Hündin eine Gebärmutterentzündung, hat sie fast automatisch auch Schmerzen

Diese wiederum sind kein guter Motivator, um fressen zu wollen. Appetitlosigkeit zählt demnach zu den Symptomen, die auf eine Gebärmutterentzündung hinweisen können.

Fieber

Ein sicheres Zeichen, dass die Gesundheit Deiner Hündin angeschlagen ist, ist Fieber. Denn eine erhöhte Temperatur bedeutet, dass der Körper aktiv gegen einen Eindringling kämpft.

Gut zu wissen:

Du kannst die Temperatur bei Deiner Hündin selber messen. Dafür wird das Fieberthermometer in den After eingeführt. Damit dies nicht wehtut, kannst Du es mit Vaseline einreiben.

Die normale Körpertemperatur bei Hunden liegt übrigens zwischen 37,5 und 39 Grad Celsius

Ab 40 Grad spricht man von Fieber. Steigt die Temperatur auf 41 Grad und mehr, ist dies für den Hund lebensbedrohlich.

Ausfluss & Geruch

Ein sicheres Zeichen dafür, dass mit den Fortpflanzungsorganen Deiner Hündin etwas nicht in Ordnung ist, ist die Kombination aus Ausfluss und Geruch.

Liegt beispielsweise eine Entzündung vor, wirkt sich diese sowohl auf die Farbe, die Konsistenz und eben auch den Geruch des Ausflusses aus.

Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen: Dieser sieht nicht nur besorgniserregend aus, er riecht auch sehr unangenehm. Dieser kann teilweise auch mit Blut versetzt sein.

Zusätzlich kann sich das Blut im Urin wiederfinden. Hier solltest Du aber besonders Obacht geben. Denn Blut im Harn kann auch auf eine Blasenentzündung hinweisen.

Schmerzen

Durch ihre Lage ist die Gebärmutter in einigen Fällen ein negativer „Garant“ für Bauchschmerzen. So auch bei Hündinnen. Liegt eine Entzündung vor, leidet diese unter einem schmerzhaften Bauch.

Dieser ist zudem prall und wird dennoch versuchsweise eingezogen. Hinzu kommt ein gekrümmter Rücken, der ebenfalls unter der Entzündung leidet.

Mögliche Ursachen einer Gebärmutterentzündung

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Die häufigste Ursache für eine Gebärmutterentzündung bei Hündinnen ist eine nicht erfolgte Kastration

Warum? Der Körper produziert nach wie vor Sexualhormone, die im Falle einer Kastration oder Sterilisation eben nicht mehr durch den Organismus „schwimmen“.

Demnach sind es vor allem noch fortpflanzungsfähige Hündinnen, die an dieser durchaus gefährlichen Entzündung erkranken können.

Tatsächlich ist hier vor allem die Läufigkeit ein Risikofaktor. Denn in dieser Zeit nimmt die Gebärmutterschleimhaut ab. 

Damit bietet sie den Nährboden für jede Menge Bakterien. Diese gelangen über eine kleine Öffnung in die Gebärmutter.

Ist die Läufigkeit nun vorbei, schließt sich der Gebärmutterhals wieder. Mit dem Ergebnis, dass hier möglicherweise nicht nur Spermien ihren Weg zu den Eierstöcken gefunden haben, sondern auch Krankheitserreger.

Und diese sind nun dort eingeschlossen und können jede Menge Schaden anrichten. Nicht nur eine Nicht-Kastration kann eine Ursache sein.

Ebenfalls zählen Hormonstörungen, Trächtigkeit sowie Krebserkrankungen zu den Auslösern einer Gebärmutterentzündung.

Schon gewusst?

Die Gebärmutterentzündung wird in Fachkreisen auch als „Pyometra“ bezeichnet. Diese wird in eine offene und eine geschlossene Pyometra unterschieden.

Bei einer offenen Pyometra kann der Eiter über den Gebärmutterhals abfließen. Bei einer geschlossenen Pyometra ist dieser verschlossen. 

Der Eiter sammelt sich dann im Hohlraum der Gebärmutter an.

Wie wird eine Gebärmutterentzündung beim Hund behandelt?

Hast Du die oben genannten Symptome bei Deiner Hündin erkannt, steht der Gang zum Tierarzt an.

Sehr hilfreich ist es, wenn Du den Symptom-Verlauf festgehalten hast. Ebenso hilft es dem Tierarzt für die weitere Diagnostik, wenn Du ihm mitteilen kannst, wann die letzte Läufigkeit war.

Denn: In der Regel tritt eine Gebärmutterentzündung 4 bis 8 Wochen nach der letzten Läufigkeit auf beziehungsweise ein.

Wie geht nun der Tierarzt weiter vor? Zunächst werden anhand von Labordiagnostik die Blutwerte und die Blutchemie untersucht. Ebenfalls wird eine Sonographie gemacht.

Anhand dieser kann festgestellt werden, wie die Gebärmutter aussieht und welche Form der Pyometra vorliegt.

Im Ernstfall kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Nämlich dann, wenn der Verdacht auf einen Gebärmutterdurchbruch besteht.

Ist Deine Hündin an einer Gebärmutterentzündung erkrankt, ist die erfolgreichste Therapie eine sogenannte Ovariohysterektomie. Dabei werden sowohl die Gebärmutter, als auch die Eierstöcke entfernt.

In einigen Fällen kann auch mittels einer Antibiotika-Therapie versucht werden, die Entzündung in den Griff zu bekommen. Hierbei werden unter anderem Antibiotika-Stifte direkt in die Gebärmutter eingelegt.

Generell ist diese aber weitaus weniger erfolgsversprechend, als die Kastration. Tatsächlich ist diese bislang das einzige wirklich effektive Therapie-Mittel, um das Leben der erkrankten Hündin zu retten.

Gut zu wissen

Die erkrankte Gebärmutter wird im Anschluss in die Veterinär-Pathologie geschickt. Denn es muss herausgefunden werden, ob nicht vielleicht eine Krebserkrankung hinter der Entzündung gesteckt hat.

Fazit

Eine Gebärmutterentzündung bei einer Hündin klingt auf den ersten Blick vielleicht „nur“ unangenehm. 

Tatsächlich kann diese aber lebensbedrohlich sein und im schlimmsten Fall bedeuten, dass die Hündin mit Gebärmutterentzündung eingeschläfert werden muss. 

Hast Du nicht gerade eine Hündin, die zur Zucht eingesetzt wird, ist eine Kastration in jungen Jahren eine richtige und wichtige Entscheidung.

Denn so verringerst Du nicht nur das Risiko einer Gebärmutterentzündung, Du kannst es den meisten Fällen ausschließen – zumindest, was den hormonellen Einfluss als Auslöser betrifft. 

Auch senkst Du damit das Risiko von Brustkrebs. Denn an diesem können auch Hündinnen erkranken. 

Wir hoffen, dass Deine Hündin noch keine Erfahrungen mit dieser gemeinen Entzündung machen musste. Sollte dies doch der Fall gewesen sein, hoffen wir natürlich, dass alles gut gegangen ist. 

Möchtest Du diese Erfahrungen als Hilfe für andere Hundehalter in den Kommentaren mit uns teilen? Freuen und helfen tut uns das auf jeden Fall!

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1 Kommentar zu „Gebärmutterentzündung beim Hund: 5 Symptome & Ursachen“

  1. Avatar

    Es ist verboten eine Hündin vorsorglich gegen eine Gebärmutterentzündung kastrieren zu lassen.
    Genauso aus reiner Bequemlichkeit, weil es jaaaa so lästig ist,wenn die Hündin läufig ist.
    Jeder gute Tierarzt kastriert nur aus gesundheitlichen Gründen.
    Alle anderen Tierärzte wollen daran verdienen.

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