Helicobacter beim Hund: Erkennen, Ursachen & Behandlung

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Die Liste bakterieller Krankheitserreger beim Hund ist lang. Und so gibt es gefühlt unzählige Bakterien, die unter anderem den Magen-Darm-Trakt des Hundes angreifen können.

Ein solches Bakterium ist Helicobacter beim Hund.

An welchen Symptomen du Helicobacter beim Hund erkennen kannst und welche Ursachen und Behandlung es gibt? Das verraten dir nun die folgenden Zeilen.


Was ist Helicobacter beim Hund?

Helicobacter ist ein bakterieller Krankheitserreger. 

Spricht man von Helicobacter beim Hund, spricht man von unterschiedlichen Helicobacter-Arten, die vor allem den Magen-Darm-Trakt des Hundes befallen können.

Auch andere Organe können von Helicobacter beim Hund betroffen sein.

Magen

  • Helicobacter heilmannii
  • Helicobacter bizzozeroni
  • Helicobacter rappini
  • Helicobacter felis
  • Helicobacter bilis

Darm

  • Helicobacter rappini
  • Helicobacter canis
  • Helicobacter bilis

Leber

  • Helicobacter canis
  • Helicobacter bilis

Bislang sind die genauen gesundheitlichen Folgen von Helicobacter beim Hund zwar noch nicht gänzlich erforscht.

Es wird aber davon ausgegangen, dass Helicobacter-Bakterien für viele Magen-Darm-Erkrankungen und Leberprobleme beim Hund verantwortlich sein können.

Gut zu wissen

Oft ist Helicobacter pylori bei Menschen der Grund für Magenprobleme. Inwiefern das auch bei Hunden der Fall ist, ist noch nicht völlig erforscht worden.


Was sind die Ursachen von Helicobacter beim Hund?

Was sind die Ursachen von Helicobacter beim Hund?

Die Ursache von Helicobacter beim Hund ist eine bakterielle Infektion. Diese erfolgt in der Regel über drei Wege, über die der Erreger in den Hundekörper gelangt:

  • oral: Hund nimmt Helicobacter über kontaminiertes Futter auf
  • fäkal-oral: Hund nimmt Helicobacter über kontaminierten Kot auf
  • gastrisch-oral: Hund nimmt Helicobacter erneut über kontaminierte Nahrung auf

Auch das Fressen von Erbrochenem kann zu einer Ansteckung mit Helicobacter beim Hund führen.

Gut zu wissen

Eine Übertragung von Helicobacter vom Hund auf den Menschen und auch andere Haustiere wie Katzen ist möglich.


Helicobacter beim Hund richtig erkennen

Da sich Helicobacter beim Hund in den meisten Fällen auf den Magen-Darm-Trakt auswirkt, kannst du einen Befall unter anderem an Erbrechen und Durchfall erkennen.

Auch Appetitlosigkeit kann ein Anzeichen dafür sein, dass dein Hund mit Helicobacter zu kämpfen hat.

Weitaus schwerer auf den ersten Blick zu erkennen ist dann eine Folgeerkrankung durch Helicobacter beim Hund, wie die häufig auftretende Gastritis.

Diese erkennst du aber an ähnlichen Symptomen wie Helicobacter.

Hier können Sodbrennen und Blähungen Anzeichen für eine Magenschleimhautentzündung sein – und natürlich auch für den zugrunde liegenden Befall mit Helicobacter.

Des Weiteren gelten diese Symptome als Hinweis auf eine mögliche Infektion mit Helicobacter beim Hund:

  • Abgeschlagenheit & Schwäche
  • Dehydrierung (durch Durchfall & Erbrechen)
  • Darmgeräusche (Blähungen, Magengrummeln)
  • Gewichtsverlust (durch Appetitverlust & Durchfall)

Behandlung und Therapie von Helicobacter beim Hund

Behandlung und Therapie von Helicobacter beim Hund

Besteht der Verdacht, dass sich dein Hund mit Helicobacter infiziert hat, solltest du diesen durch den Tierarzt bestätigen lassen, damit er deinen Hund behandeln und die Therapie bestimmen kann.

Bitte zögere nicht, mit deinem Hund beim Tierarzt vorstellig zu werden, wenn er unter Schmerzen leidet oder die Symptome nach einigen Tagen nicht abgeklungen sind.

Diagnose

Um eine durch Helicobacter ausgelöste Infektion oder Erkrankung nachweisen zu können, sind unterschiedliche Tests notwendig.

Diese können von der Erstellung eines Blutbilds bis hin zu Urin- und Kotanalysen reichen. Erst die dazugehörigen Laborergebnisse können dann die weitere Behandlung ermöglichen.

Behandlung

Da es sich bei Helicobacter um Bakterien handelt, ist eine Behandlung nur mit einem Antibiotikum möglich.

Dieses hat natürlich weitere Auswirkungen auf die ohnehin schon angegriffene Darmflora, weshalb ein unterstützendes Probiotikum sinnvoll ist.

Hat Helicobacter eine Gastritis ausgelöst, kommen zudem säureregulierende Mittel zum Einsatz, um den Magensäuregehalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.


Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Helicobacter beim Hund?

In der Regel wirkt sich ein Befall von Helicobacter beim Hund nicht negativ auf die Lebenserwartung der Fellnase aus.

Handelt es sich um eine Magenschleimhautentzündung, die rechtzeitig behandelt wurde, hat diese meist keine Auswirkungen.

Etwas anders kann es bei Magengeschwüren aussehen, die Folge einer chronischen Gastritis sein können.

Kommt es hier außerdem zu einem Magendurchbruch, hat das natürlich massive Auswirkungen auf die Lebenserwartung des Hundes.

Denn ein Magendurchbruch kann tödlich sein. Auch Magengeschwüre sind langfristig keine positive Entwicklung für die Gesundheit des Hundes.

Hat Helicobacter eine Leberentzündung beim Hund ausgelöst, was ebenfalls möglich ist, dann kann diese unbehandelt bedeuten, dass die Lebenserwartung des Hundes dann nur noch bei wenigen Wochen liegt.


Wie kann man Helicobacter beim Hund richtig vorbeugen?

Eine hundertprozentige Garantie gibt es zwar nicht, dass du Helicobacter bei deinem Hund immer vermeiden kannst, aber mit der richtigen Hygiene machst du einen wichtigen Schritt.

Welche weiteren vorbeugenden Maßnahmen gegen Helicobacter nützlich sein können? Das findest du nun heraus.

Hygiene

Eine effektive Vorbeugung gegen Helicobacter beim Hund beginnt mit einer wirklich peniblen Hygiene.

Denn wenn Bakterien eins nicht leiden können, dann ein Umfeld, das fast klinisch rein ist. Diese Hygiene beschränkt sich nicht nur darauf, dass dein Hund keinen Kot frisst.

Auch du selbst kannst dazu beitragen, dass Helicobacter deinem Hund nicht das Leben schwer machen können.

Zum einen solltest du dir vor jeder Fütterung gründlich die Hände waschen. Zum anderen solltest du die Futter- und Wassernäpfe regelmäßig mit sehr heißem Wasser ausspülen.

Stressreduzierung

Ebenfalls kann eine Stressreduzierung deinem Hund helfen, nicht unbedingt zur Zielscheibe von Helicobacter zu werden.

Denn Stress schwächt unter anderem das Immunsystem. Und ist dieses nicht voll funktionsfähig, können sich Bakterien deutlich schneller ansiedeln und vermehren.

In der Folge kann es nicht nur zu Erbrechen und Durchfall kommen, sondern eben auch zu unter anderem einer Magenschleimhautentzündung.

Artgerechte Ernährung

Eine artgerechte Ernährung wirkt sich positiv auf die Darmflora aus und hat auch einen positiven Effekt auf den Magen.

Enthält das Futter deiner geliebten Fellnase alles, was sie braucht?

Dann kannst du durch die Unterstützung des Magen-Darm-Traktes etwas Vorbeugung gegen Helicobacter gewährleisten.

Richtiges Futtermaß

Die artgerechte Ernährung umfasst auch das richtige Maß an Futter. Denn Übergewicht wirkt sich genauso negativ auf die Hundegesundheit aus wie Bakterien.

Gerade die Leber, die von Helicobacter ebenfalls angegriffen werden kann, hat dann ein echtes Problem – und damit natürlich auch deine Fellnase.

Hatte dein Hund schon einen Helicobacter-Befall? Wenn ja, hoffen wir, dass es ihm wieder blendend geht und freuen uns, wenn du deine Erfahrungen in den Kommentaren teilst.

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