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Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund das Anspringen abgewöhnen: 3 Lösungen einfach Erklärt

Dein Hund springt dich, dein Besuch oder auch fremde Menschen an? Im schlimmsten Fall schnappt er dabei auch noch?

Ohje, dann ist jetzt höchste Zeit, dem Problem auf den Grund zu gehen und vor allem, diese Thematik anzugehen. Du willst jetzt deinem Hund das Anspringen abgewöhnen.

Denke hier bitte auch an deine Mitmenschen. Viele Menschen haben Angst, wenn sie aus dem Nichts von einem Hund angesprungen werden. Es kann so weit gehen, dass jemand erschrickt und ein blöder Unfall passiert.

Dies wollen wir natürlich vermeiden!

In folgendem Artikel findest du die hauptsächlichen Ursachen, weshalb dein Hund Menschen anspringt und Lösungen, wie DU ihm dies abtrainieren kannst. 

Kurz Und Knapp: Deinem Hund Das Anspringen Abgewöhnen

Das Anspringen von Menschen kann verschiedene Ursachen haben. Egal, ob es sich um Dominanzverhalten, Pöbelei oder eine verpasste Erziehung im Welpenalter handelt. Das Problem muss erkannt und behoben werden, um ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Hund zu ermöglichen. Denn gerade, wenn es um Kinder geht, sollte das Anspringen unter allen Umständen vermieden werden. 

Indem du das Erregungsniveau deines Hundes regulierst, kannst du ihm das Anspringen abgewöhnen und wieder ohne schlechtes Bauchgefühl unter die Menschheit gehen.

Möchtest du so schnell, wie dein Hund dich anspringt zu einer Lösung? Dann nimm die Abkürzung über unsere Hundeerziehungs-Bibel. Hier wird explizit auf das Thema eingegangen und du kannst sofort mit den Lösungsvorschlägen arbeiten.

Inhaltsverzeichnis

Du Willst Deinem Hund Das Anspringen Abgewöhnen - 4 Ursachen, 3 Lösungen

Weshalb springt mein Hund mich oder Fremde an?

Es gibt verschiedene Ursachen, weshalb ein Hund dich oder fremde Menschen anspringt. Natürlich sind die von Hund zu Hund individuell und es gibt keine einheitliche Lösung.

Deshalb ist es wichtig, dass du dir vor Trainingsbeginn bewusst wirst, weshalb dein Hund dich oder fremde Menschen anspringt. Ist es reine Freude, Ungezogenheit oder gar Aggression?

Beobachte deinen Hund und auch dein Verhalten. Wenn du die Ursache kennst, steht einer Lösung nichts mehr im Wege. 

Dein Welpe will deine Aufmerksamkeit

Aus Sicht deines Hundes ist das Anspringen eine ganz normale Kommunikation, welche noch von der Welpenzeit rührt. Welpen springen ihre Mütter an, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Das Hochspringen verbinden sie meist mit einem Lechzen der Lefzen der Mutter. Das Lechzen ist nicht nur ein Willkommensgruß, sondern zeigt auch friedfertiges Verhalten gegenüber dem Anderen.

Wenn der Welpe hochspringt, ist dies relativ einfach abzugewöhnen. 

Wer kennt es nicht? Der Hund springt einem freudig an und schleckt das Gesicht. Dies ist im Prinzip nichts anderes, als das, was der Welpe gelernt hat.

Ich bin stärker als du

Gerade Junghunde, welche ihre Rangordnung auskosten, nutzen das Anspringen oft zum Kräftemessen. Hier solltest du ein Auge drauf werfen. Solche Rangkämpfe können sehr schnell zu richtigen Rangeleien ausarten. 

Junghunde neigen auch zum Anspringen, wenn sie etwas fordern. Auch dem Menschen gegenüber. Hier ist nun der richtige Zeitpunkt, um mit dem Training zu beginnen.

Dein Hund muss lernen, dass er mit dieser Handlung nicht zu seinem Ziel kommt. Er wird ein Verhalten nur dann ablegen, wenn er merkt, dass es ihm nichts bringt.

Die Energie muss raus

Hunde, welche nicht wissen, wohin mit ihrer Energie, neigen dazu, ihr Gegenüber anzuspringen. Ist dein Hund aufgeregt oder nervös, nutzen sie das Anspringen oftmals, um ihre überschüssige Energie loszuwerden und wenden sogenannte Übersprungshandlungen an. Dieses Verhalten lässt sich mit Distanz und Konsequenz relativ gut lösen.

Achtung – Übernimm Verantwortung!

Als Hundehalter oder Hundehalterin ist es deine Pflicht, Fremde davor zu Schützen, dass sie von deinem Hund angesprungen werden. Nicht Jeder auf der Straße möchte freudig begrüßt werden.

Schmutzige Pfotenabdrücke oder gar Unfälle können relativ schnell entstehen. Deshalb empfehle ich dir als Hundehalter immer den Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Sicher ist sicher!

Dein Hund “stellt” Personen

Einige Hunde, vor allem Schutzhunderassen, stellen durch Anspringen Personen. Springt dein Hund aus diesem Grunde andere Menschen an, empfehle ich dir einen kompetenten Trainer.

Zusammen werdet ihr dieses Problem lösen.

Dein Hund springt hoch, schnappt und lässt sich nicht beruhigen?

Wenn dein Hund hochspringt, nach dir schnappt und sich nicht beruhigen lässt, dann kann das mehrere Auslöser haben. Auf jeden Fall möchte er etwas damit bezwecken und hat vermutlich schon gelernt, dass er mit diesem Verhalten an sein Ziel kommt.

Sucht dein Hund deine Aufmerksamkeit und möchte auf deinen Schoß?

Oder ist es eine Trotzreaktion auf irgendetwas? Möchte er demonstrieren, dass er weiß, wo es langgeht?

Wenn dein Hund sich an der Leine wie Rambo verhält, dann schaue dir gerne unseren Artikel zum Thema Leinenaggression an.

Was es auch ist, das Verhalten deines Hundes ist inakzeptabel und sollte schnellstmöglich unterbunden werden.

Aber wie beruhigt man einen Hund, der außer Rand und Band ist?

Erst einmal ist es wichtig, selber Ruhe zu bewahren und diese auch auszustrahlen. Es bringt nichts, den Hund zu schimpfen oder anzuschreien. Es wird die Situation eher verschlimmern. Weitere Tipps findest du weiter unten im Artikel.

In den seltensten Fällen ist das Hochspringen und Schnappen von aggressiver Natur. Sollte dein Hund dich jedoch anknurren und nach dir schnappen, solltest du das unbedingt ernst nehmen und erst einmal Abstand von deinem nehmen.

Mehr Infos dazu findest du hier: Hund Beißen abgewöhnen? 6 Auslöser und 4 Lösungen

Wie kannst du nun deinem Hund das Anspringen abgewöhnen?

Du Willst Deinem Hund Das Anspringen Abgewöhnen - 4 Ursachen, 3 Lösungen

Was als Welpe noch süß und relativ niedlich war, ist jetzt einfach nur noch lästig und muss abgewöhnt werden. Gefördert hast jedoch du als Mensch dieses Verhalten. Wahrscheinlich hast du deinem Hund, als er noch ein Welpe war, durch das Hochspringen mehr Beachtung geschenkt.

Dein Ziel sollte jetzt sein, dass sich dein Hund wie selbstverständlich richtig verhält, ohne das Hochspringen in ein alternatives Verhalten umzuwandeln. Er soll ganz einfach nicht an dir oder an fremden Menschen hochspringen.

Wie kann ich meinem Welpen das Anspringen abgewöhnen?

Kleine Welpen bedienen sich einem großen Repertoire an Verhalten, um Aufmerksamkeit von dir zu bekommen. 

Da sie bei Ihren Müttern durch Anspringen zum Erfolg gekommen sind, versuchen sie dies nun bei dir. 

Die Regeln, um deinem Welpen das Anspringen abzugewöhnen, sind ganz simpel. Wenn dein Welpe an dir hochspringt, drehst du dich ganz einfach in diesem Moment ab.

So entziehst du ihm jegliche Aufmerksamkeit, die er ja eigentlich will. Du beachtest ihn nicht, du sprichst nicht mit ihm und du berührst ihn in dieser Situation nicht. 

Damit lernt dein Welpe, dass das unerwünschte Verhalten, also das Anspringen, genau zum Gegenteil führt, von dem, was er eigentlich erreichen will.

Mache nichts, was den Welpen anspornen könnte, an dir hochzuspringen. Keine schnellen Bewegungen und auch kein Sprechen in hoher Stimmlage. All dies wirkt motivierend auf den Kleinen und fordert ihn zum neuen Hochspringen heraus.

Mit ein bisschen Geduld deinerseits hat sich das Thema Hochspringen und Welpe ziemlich schnell erledigt. Beende die Übungen immer positiv. Also belohne den Welpen dafür, dass er alle 4 Pfoten auf dem Boden hat.

Auf diese Weise kannst du auch einem Hund eine stürmische Begrüßung abgewöhnen.

Mein Tipp: widerstehe der Niedlichkeit

Hunde, auch Welpen, wissen ganz genau, welche Knöpfe sie bei uns drücken müssen, um an ihr Ziel zu kommen! Wenn der Welpe keine Aufmerksamkeit bekommt, kann es sein, dass er dich auch anspringt und schnappt. Bleibe konsequent!

Wie kannst du einem erwachsenen Hund ein alternatives Verhalten erlernen?

Bei Junghunden und erwachsenen Hunden kannst du das Training auf dieselbe Art wie bei einem Welpen gestalten.

Jedoch hat sich bei einem erwachsenen Hund dieses Verhalten bereits gefestigt, da er dadurch zum Erfolg gekommen ist. Dies bedeutet für dich, dass sich das Training zeitintensiver gestaltet als bei einem Welpen. 

Hier empfiehlt sich das Erlernen und Aufbauen eines alternativen Verhaltens, wie zum Beispiel dem Sitz. Natürlich kannst du hier ein Verhalten wählen, welches du möchtest. Mach dir darüber vor Trainingsbeginn Gedanken. 

Jedes Mal, wenn sich dein Hund auf dich oder deinen Besuch “stürzt” verwendest du das Kommando Sitz bevor er dich oder denjenigen erreicht hat. Nimmt dein Hund das Kommando nicht an, drehst du dich weg. 

Eventuell wäre hier sogar den Gebrauch einer Leine sinnvoll, damit kannst du die Handlung des Hundes unterbrechen. Natürlich darfst du, wie immer, im Training keine Gewalt anwenden.

Natürlich ist es jetzt sehr wichtig, dass du das neue, gewünschte Verhalten richtig belohnst. Belohne ruhig und bedacht. Brichst du in lautes Jubeln aus, kann es sein, dass du deinen Hund damit aufforderst wieder zu springen.

Er denkt dann: “Yippie, Party!”, und ist natürlich voll dabei!

Mit der Zeit wird dein Hund das alternative Verhalten, also wie in diesem Beispiel, das Sitz, von selber anwenden. Wie bereits erwähnt, benötigt es viel Zeit und Konsequenz.  

Eine andere Möglichkeit ist, dass du vom Anspringen ablenkst, in dem du ganz einfach ein neues Begrüssungsritual einführst. Achte dich darauf, dass du bereits bevor er zum Anspringen ansetzt das Ablenkungsmanöver beginnst.

Keine Energie für’s Anspringen

Weiß dein Hund in einer für ihn stressigen Situation nicht wohin mit seiner Energie, entsteht die Übersprungshandlung Anspringen.

In diesem Falle ist es wichtig, dass dein Hund lernt, wo und wie er seine überschüssige Energie auslässt. Noch wichtiger ist es allerdings, dass es gar nicht so weit kommt, dass sich die Energie aufstaut. 

Weitere Übersprungshandlungen, welche oft im Zusammenhang mit dem Hochspringen sind, sind, hochspringen und schnappen und das in die Leine beissen. 

Oftmals wirken hier bereits Bewegung und Arbeit für den Kopf wahre Wunder. Denn wer beschäftigt ist, kommt nicht auf dumme Gedanken. Überdenke einmal deinen Tagesablauf. Ist dein Hund gut ausgelastet? Oder eventuell sogar überfordert? Wo gibt es Optimierungsbedarf? 

Einfache Möglichkeiten sind hier zum Beispiel das regelmäßige Wechseln der Spazier -Route. Somit hat dein Hund immer wieder interessantes zu sehen und zu verarbeiten. 

Die geliebten Leckerlis irgendwo im Wald suchen, dies macht jeder Hund gerne. Nasenarbeit ist sehr anstrengend für Hunde und du hast danach einen ausgeglichenen, zufriedenen Hund.

Ansonsten bietet sich auch die Möglichkeit, dass du deinem Hund eine neue Aufgabe gibts. Liebt er seinen Ball, lass ihn den nach Hause tragen!

Fazit

Das Anspringen von fremden Menschen oder auch von einem selber ist schlichtweg nicht tolerierbar. Da das Problem meist hausgemacht ist, gibt es auch eine Vielzahl an guten Lösungsansätzen. 

So individuell jeder Hund ist, so individuell sind auch die Lösungen. War in unserem Artikel nicht für dich und deinen Hund dabei?

Dann schau in unsere Hundebibel. Hier wird das ganze Thema tiefer angeschaut und du findest eine für dich passende Schritt-für-Schritt-Anleitung

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