Hund humpelt nach Liegen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund humpelt nach Liegen? 8 Ursachen & Wann Zum Tierarzt

Wenn dein Hund nach dem Aufstehen humpelt, solltest du herausfinden, welcher Grund dahinter steckt. 

Das Humpeln kann harmlos sein, es kann aber auch auf ein ernstes Problem mit dem Bewegungsapparat hindeuten.

Hier erfährst du, welche Ursachen für das Hinken deines Hundes sorgen können und wie du deinem humpelnden Vierbeiner helfen kannst. 

Kurz & Knapp: Warum humpelt mein Hund nach dem Aufstehen?

Es kann ernste und harmlose Ursachen für das Humpeln deines Hundes geben.

Zu den harmlosen Ursachen gehören Muskelkater, ein eingeschlafenes Bein oder Wachstumsschübe. Letztere lassen sich häufig durch eine Futterumstellung vermeiden.

Eine ausgewogene Ernährung hilft auch gegen Übergewicht, das durch Gelenküberlastung zur Lahmheit führen kann. 

Für das Humpeln nach dem Liegen können aber auch schwerwiegende Krankheiten wie eine Entzündung der Bänder oder Gelenke, eine genetisch bedingte Hüftdysplasie oder bösartiger Knochenkrebs verantwortlich sein. Arthrose ist besonders bei alten Hunden verbreitet. 

Schonung ist die beste Erste-Hilfe-Maßnahme für lahmende Hunde.

Hält das Humpeln mehrere Tage an, frage einen Tierarzt um Rat.

Wenn du den Onlinedienst von Dr. Sam nutzt, erhältst du noch am selben Tag kompetente tierärztliche Beratung via Video-Sprechstunde. So erfährst du schnell die Ursache für das Humpeln, sparst dir ZeitSorgen und deinem Hund Stress.

Inhaltsverzeichnis

Mögliche Ursachen, Warum Dein hund nach dem liegen humpelt

Manchmal ist nur eine kleine Wunde an der Pfote schuld, die sich schnell identifizieren und behandeln lässt. 

Wenn keine Verletzung zu sehen ist, gilt es herauszufinden, was hinter dem humpelnden Hund steckt.

Gut zu Wissen:

Laut einer Studie aus England haben schon 35 % der jungen Hunde Probleme mit dem Bewegungsapparat, bei Hunden ab 8 Jahren sind es sogar 80 %.

Harmlose Ursachen

1. Bein eingeschlafen

Wenn dein Hund plötzlich nach dem Ruhen humpelt und danach wieder topfit ist, ist ihm möglicherweise das Bein eingeschlafen. 

Wie bei uns Menschen kribbelt das abgedrückte Körperteil unangenehm und braucht 2-3 Minuten, bis es wieder voll beweglich ist. 

2. Muskelkater

Auch Hunde bekommen Muskelkater! 

Warst du mit deinem Hund außergewöhnlich lange spazieren oder habt ihr einen neuen Hundesport ausprobiert? 

Dann kann es gut sein, dass er am nächsten Morgen nach dem Aufstehen humpelt. 

Gönne deinem Hund nach ungewöhnlicher Muskelbelastung 2-3 Tage Ruhe, sodass sich die Muskeln erholen können.

3. Wachstumsschübe

Humpelt dein felliger Jungspund plötzlich auf dem einen Bein, dann auf dem anderen und dann wieder nicht? Ein Wachstumsschub könnte die Ursache sein.

Wachstumsschübe entstehen, wenn die Knochen schneller wachsen, als der Körper sie mit Nährstoffen versorgen kann. Sie treten häufig bei (mittel)großen Hunderassen und meist im 5. oder /6. und im 9. Lebensmonat auf.

Auch wenn Wachstumsschmerzen mit dem Älterwerden vergehen, solltest du dich mit einem Tierarzt unterhalten. Eventuell empfiehlt er eine Gabe von Schmerzmitteln oder eine Futterumstellung.

Gut zu Wissen:

Für Hunde im Wachstum ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig. Sie sollte die richtige Menge der wichtigen Nährstoffe enthalten, denn auch ein “zu viel” kann schädlich sein. Es gibt Futtersorten, die speziell für schnell wachsende Hunderassen konzipiert sind und Wachstumsschübe der Knochen verlangsamen.

Ernste Ursachen

1. Arthrose

Zwischen den Gelenken liegt eine Knorpelschicht, die wie ein Stoßdämpfer funktioniert. Diese Schicht nutzt sich mit zunehmendem Alter bei Mensch und Hund ab.

Vor allem alte Hunde humpeln häufig aufgrund des schmerzhaften Gelenkverschleiß, es können aber auch jüngere Hunde betroffen sein. Für Arthrose gibt es leider keine Heilung.

Wenn dein alter Hund humpelt, mache ihm den Alltag leichter, indem du ihm z.B. eine Rampe für den Einstieg ins Auto aufstellst. Trage ihn Treppen hoch, wenn er leicht genug ist, oder benutze nach Möglichkeit einen Aufzug.

2. Entzündung der Bänder oder Gelenke

Bei der sogenannten Osteoarthritis entzünden sich die Gelenke, was für deinen Hund sehr schmerzhaft ist.

Wenn du das Bein deines Hundes abtastest und wärmere oder geschwollene Gelenke entdeckst, solltest du einen Tierarzt aufsuchen.

Dieser verschreibt bei Bedarf Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente, damit die Entzündung abklingen kann.

3. Übergewicht

Ruhige Hunderassen ohne Jagdtrieb

Wenn Wauzi so liebt guckt ist es schwierig, ihm kein Leckerchen zuzustecken. Doch ist er übergewichtig, werden seine Gelenke stark belastet, was wiederum zu Schmerzen und Humpeln führen kann.

In diesem Fall wird dein Hund auf Diät gesetzt. Am bestenBesten arbeitest du einen Diätplan mit dem Tierarzt aus.

Tipp:

Eine gesunde und schmackhafte Alternative zu Leckerlis sind Äpfel, Birnen, Karotten oder Bananen

4. Hüftdysplasie

Die Hüftdysplasie ist eine genetisch bedingten Fehlbildungen des Hüftgelenks. Manche Hunderassen, wie der Golden Retriever oder der Deutsche Schäferhund, sind dafür besonders disponiert.

Der Hund humpelt nach dem Liegen, knabbert sich an den Hinterläufen und hat zunehmende Schmerzen. 

Je nach Ausprägungsgrad verschreibt der Tierarzt Psychotherapie oder der Hund muss operiert werden.

5. Knochenkrebs

Knochenkrebs bzw. Osteosarkom ist ein bösartiger Tumor, der hauptsächlich bei großen Hunden auftritt. Er verursacht Lahmheit des betroffenen Beins und starke Schmerzen. 

Bei Verdacht gehe zeitnah zum Tierarzt, denn der Tumor breitet sich schnell aus. Der Tierarzt stellt den Knochenkrebs mittels Röntgenaufnahme und Gewebeproben fest.

Der Tumor muss chirurgisch entfernt werden. Sind Gliedmaßen betroffen, muss das Bein amputiert werden. Meist folgt danach eine Chemotherapie, um die erneute Ausbreitung zu unterbinden. 

Wann sollte ich zum Tierarzt?

Du solltest schnellstmöglich zum Tierarzt, wenn dein Hund:

  • bei Berührung des betroffenen Beins schnappt, knurrt, winselt oder andere Schmerzsymptome zeigt
  • zu dick ist
  • Treppensteigen und Sprünge vermeidet
  • keine Freude mehr an langen Spaziergängen hat
  • geschwollene oder warme Gelenke hat
  • sich am Bein, an der Hüfte oder am Fuß knabbert oder beißt
  • länger als zwei Tage ohne ersichtlichen Grund humpelt

Für eine schnelle Ursachenermittlung kannst du eine Online-Sprechstunde bei Dr. Sam buchen. Die kompetenten Tierärztinnen beraten dich umfassend und helfen dir und deinem Hund, das Humpeln loszuwerden.

Wie kann ich meinen Hund unterstützen?

Wenn dein Hund humpelt,humpelt lautet die erste Maßnahme: Schonung.

Gönne ihm einige Tage Ruhe. Verkürze die Gassirunden und führe ihn an der Leine. Vermeide, dass er springt, lange rennt oder schnelle Bewegungswechsel macht. 

Hält das Humpeln an, kommst du um den Tierarzt nicht herum.

Erklärungs-Video

Fazit 

Wenn dein Hund humpelt – sei es nach dem Liegen, sporadisch oder dauerhaft, auf einem Bein oder auf wechselnden Beinen – solltest du ihm ein paar Tage Ruhe gönnen und seine Gelenke schonen. 

Zeigt dein Hund weitere Schmerzsymptome oder hält das Hinken mehrere Tage an, suche einen Tierarzt auf. Lass dich auch beraten, wenn dein Hund humpelt und dann wieder nicht – manche Krankheiten schleichen sich langsam ein.

Damit das nicht passiert, kannst du den Onlinedienst von Dr. Sam nutzen. Hier erhältst du noch am selben Tag eine Video-Sprechstunde mit einer Tierärztin. Das spart dir langes Warten und erhöht die Chance, ernste Krankheiten rechtzeitig behandeln zu können.

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