hund leckt alles an
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund leckt alles an – Krankheit oder Angewohnheit? 8 Tipps!

Dein Hund leckt alles an – was stimmt nur nicht mit ihm? Das Problem mit dem dauerhaften Schmatzen und Ablecken kann verschiedene Ursachen haben. Häufig handelt es sich hierbei nur um eine doofe Angewohnheit.

In einigen Fällen stecken jedoch auch ernst zu nehmende Krankheiten oder chronische Anfälle hinter diesem Verhalten. Um zu verhindern, dass dein Hund etwa das “Licky fits Syndrom” entwickelt, musst du der Sache auf den Grund gehen.

Im Folgenden erfährst du, worauf du achten musst und wie du deinem Hund helfen kannst.

Kurz & Knapp: Hund leckt alles ab  – was soll ich tun?

Das Ablecken und Schmatzen gehört zu einem Hund dazu, wenn dein Hund jedoch dauerhaft an etwas herum leckt, könnte es sich um eine Mangelerscheinung oder eine Krankheit handeln.

Beim Schlecken aus Langeweile leisten strapazierfähige Kauknochen und ein gesundes Maß an Bewegung einen großartigen Dienst. Laste deinen Hund aus und gib ihm etwas zu tun.

Wenn es sich bereits um chronische Anfälle oder eine Krankheit handelt, wirst du um den Besuch beim Tierarzt nicht herumkommen. Schildere dort alle deine Beobachtungen. Ein einfaches “Mein Hund leckt alles an” wird nicht weiterhelfen.

In unserer Hundeerziehungsbibel kannst du dir weitere Tipps zur Erziehung deines Hundes oder deines Welpen holen.

Inhaltsverzeichnis

Mein Hund schleckt alles an  – daran liegt’s

Solltest du einen sehr jungen Hund oder Welpen besitzen, kannst du bei gelegentlichem Schlecken an der Couch oder dem Boden beruhigt sein. Gerade Welpen nehmen erst einmal alles ins Maul und erkunden es.

Erst, wenn das Lecken zwanghaft und unbehaglich wirkt oder kaum noch zu verhindern ist, solltest du den Tierarzt aufsuchen.

Langeweile und natürliches Verhalten

Manche Tage sind einfach langweilig – hauptsächlich, wenn Frauchen oder Herrchen keine Zeit haben. Da kann es vorkommen, dass dein Hund ein paar Minuten über den Boden leckt oder sich anderweitig beschäftigt.

Kein Grund zur Sorge. Wenn du feststellst “Oh, mein Hund leckt mich ab”, kannst du dir überlegen, ob ihm vielleicht gerade langweilig sein könnte oder ob er dir einfach nur sagen möchte, dass er dich gern hat.

Das Lecken und Schnüffeln ist für Hunde völlig normal und alltäglich. Es gehört (in angemessenem Rahmen) zu ihrem Tag dazu, wie unsere Begrüßungen auf der Straße. 

Hunde nutzen dieses Lecken auch zur Beschwichtigung eines ranghöheren Tieres oder um andere Hunde zum Kuscheln aufzufordern. Daher gehört es im Allgemeinen zur natürlichen Kommunikation eines Hundes.

Mangelerscheinungen

Dein Hund leckt den Boden ab? Und zwar ständig? Versuche herauszufinden, ob dein Hund möglicherweise nach Nahrungsresten sucht. Eine Mangelerscheinung kann sich darüber bemerkbar machen.

Die Speisereste am Boden könnten Nährstoffe enthalten, die deinem Hund fehlen. Um sicherzugehen, solltest du einen Tierarzt aufsuchen, diesem die Situation schildern und um ein Blutbild bitten.

Schmerzen

Dein Hund leckt sich ständig ab? Das könnte ein Hinweis auf Schmerzen oder Juckreiz sein! Sollte dein Hund auffällig oft an einer Stelle seines Körpers lecken, musst du das von einem Tierarzt überprüfen lassen.

Auch wenn das Pfoten-Ablecken ausartet, besteht Handlungsbedarf. Oft befinden sich kleine Fremdkörper in den Pfoten oder Milben haben sich breit gemacht.

Licky Fits Syndrom und Psyche

Dein Hund leckt ständig an etwas herum, ohne ersichtlichen Grund? 

Leider gibt es auch psychische Erkrankungen, die dazu führen, dass dein Hund dauernd an etwas herum leckt. Das Licky Fits Syndrom” beschreibt insbesondere hektisches Dauer-Lecken an absolut allem, was der Hund finden kann.

Meist entsteht dieses Syndrom bei einer Futtermittelunverträglichkeit, einer Allergie, einer organischen Störung oder auch bei falschem Fressverhalten.  Auch der Magen kann eine große Rolle spielen:

Über- oder Unterproduktion von Magensäure sowie Blockaden am Magenausgang können zu diesen panischen Anfällen führen.

Achtung, Gefahr!

Sobald du feststellst, dass dein Hund panisch oder unbehaglich an etwas oder sich selbst herum leckt – ab zum Tierarzt!

Eine Magendrehung oder eine ernst zu nehmende Krankheit könnten bevorstehen!

Hund leckt Hand von Frau

Lösungsansätze – Das kannst du tun

Bei einigen der oben genannten Ursachen, kannst du deinem Hund selbstständig helfen. Bei psychischen oder physischen Erkrankungen solltest du hingegen stets einen qualifizierten Tierarzt aufsuchen!

Beschäftige deinen Hund

Das Langeweile-Lecken kann durch schmackhafte Kauknochen unterbunden werden. Auch kurze Pausen (wenn möglich), in denen du aufhörst zu arbeiten und mit deinem Hund spielst, wirken Wunder.

Falls du gar keine Zeit hast, wäre ein Hundesitter eine Überlegung wert. Angebote findest du primär im Internet.

Angemessene Fütterung

Durch Zusatzpräparate, die auf natürlicher pflanzlicher Basis bestehen, sowie richtige Fütterung kannst du Mangelerscheinungen vorbeugen. Ein Tierarzt kann dir, nach einer Blutuntersuchung, genau sagen, welche Nährstoffe deinem Hund fehlen.

Versuche darauf zu achten, dass dein Hund ausgewogen ernährt wird und hin und wieder das Futter angepasst wird.

Hygienemaßnahmen

Hunde, die zu Milben oder Flöhen neigen, sollten so sauber wie möglich gehalten werden. Du kannst deinem Hund das Leben erleichtern, indem du regelmäßig seine Pfoten auf Fremdkörper checkst und ihn mit geeignetem Hundeshampoo wäschst.

Auch regelmäßige Kontrollen auf Krabbeltiere in den Ohren und das Ausbürsten des Fells können den Milbenbefall verhindern.

Tierarzt aufsuchen

Wenn du dir unsicher bist, was mit deinem Hund nicht stimmt oder die Vermutung auf ein “Licky Fits Syndrom” hast, musst du zum Tierarzt gehen. Nur dort kann dein Hund angemessen behandelt werden.

Fazit

Langeweile und Mangelerscheinungen lassen sich durch artgerechte Haltung und Fütterung vermeiden.

Bei zwanghaftem Verhalten, dass du dir nicht erklären kannst, sowie dem Ausdruck von Schmerzen, kann nur noch ein Besuch beim Tierarzt Abhilfe schaffen. 

Mit unserer Hundeerziehungsbibel sparst du dir Zeit und Nerven. Anstatt lange das Internet nach Lösungen zu durchsuchen, findest du hier bei uns alle wichtigen Informationen und hilfreiche Tipps in Kürze zusammengefasst.

Schaue also gern in unsere Hundeerziehungsbibel rein.

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