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Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund Namen beibringen: 7 Schritte Erklärt vom Profi

Ob Hunde tatsächlich wissen, dass dieses Wort ihr Name ist, bleibt wohl ein Rätsel. Wir wissen jedoch, dass Hunde verstehen, wenn sie gemeint sind.

Namen sind, nicht nur für Menschen, extrem starke Bindungen. Die meisten Hunde und Menschen tragen ihren Namen ein Leben lang mit sich.

Deinem Hund seinen Namen beizubringen ist primär wichtig, um ihn ansprechen und auf dich aufmerksam machen zu können.

Außerdem schafft dieser Name ein Zugehörigkeitsgefühl im Hund. Gerade für Hunde ist die Zugehörigkeit zur Familie bedeutungsvoll.

Wir haben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt, die dich und deinen Hund an Hand und Pfote nehmen wird.

Wenn du dich außerdem fragst:

Kann man einen Hund umbenennen?

Wie lange dauert es, bis ein Hund auf seinen Namen hört?

Dann lese dir diesen Artikel durch.

Kurz & Knapp: Welpen Namen beibringen – So klappt es

Welpen, die du vom Züchter kaufst, kennen ihren Namen größtenteils bereits. Falls das nicht der Fall ist, ist das aber kein Weltuntergang.

Hier findest du eine die Kurzfassung, wie du mit deinem Welpen, aber auch einem erwachsenen Hund seinen Namen beibringen kannst.

  1. Suche dir einen Namen aus. Wir nutzen hier einfach mal “Collin”.
  2. Sprich deinen Hund mit “Collin” an.
  3. Sobald dein Hund dich dann interessiert ansieht, belohnst du ihn.
  4. Wiederhole das Ganze so lange, bis er versteht, dass “Collin” bedeutet: Schau mal, das ist wichtig für dich.
  5. Wenn das sitzt, kannst du “Collin” direkt mit “Hier her” verbinden.

Für mehr Tipps und Anleitungen kannst du in unserer Hundeerziehungsbibel vorbeischauen. Diese erspart dir eine langwierige Suche im Internet.

Inhaltsverzeichnis

Deinem Hund seinen Namen beibringen – Das musst du noch beachten

Obwohl die Anleitung ziemlich einfach ist, gibt es einige Dinge, die du oder auch andere Familienmitglieder falsch machen könnten.

Nicht genug Belohnung

Teile besonders Kindern mit, wie die Übung abläuft und erst einmal nur du diese Übung durchführst.

Dein Hund muss jedes Mal absolut konsequent belohnt werden, wenn er reagiert. 

Wird dein Hund hingegen zu oft gerufen, ohne etwas dafür zu bekommen, wird er das Kommando als “nutzlos” abstempeln und nicht mehr reagieren.

Hund hört nicht auf seinen Namen

Im Gesamten gibt es dafür drei Gründe:

  1. Dein Hund ist zu abgelenkt.
  2. Dein Hund wird falsch angesprochen.
  3. Dein Hund bekommt keine Belohnung.

Im ersten Fall musst du in einer deutlich ruhigeren Umgebung üben. Beginne damit, in der eigenen Wohnung zu trainieren.

Zweitens: Mache anderen Familienmitgliedern klar, wie man den Namen richtig ausspricht.  Hierfür ist Collin ein tolles Beispiel.

Ich spreche meinen Hund, der im übrigen Collin heißt, so aus: “Colin”. Meine spanische Freundin spricht ihn “Cojin” aus, weil das doppelte L auf Spanisch wie ein J klingt.

So reagiert Collin natürlich nicht zuverlässig – daher ist es wichtig, dass du erklärst, wie der Name deines Hundes ausgesprochen werden soll.

Und zu guter Letzt: Belohne, was das Zeug hält!

Dafür musst du deinen Hund nicht zu einem kleinen Leckerli-Moby-Dick machen. Du kannst auch einfach mit ihm spielen oder dich abartig freuen, wenn er auf seinen Namen reagiert.

Mehr zum Thema Gehorsamkeit findest du in unserem Artikel: „Hund hört nicht – Was soll ich tun?

Dominanzverteilung

Manchmal testen Hunde auch einfach nur gerne aus, wie ernst du das eigentlich meinst.

Gerade von Natur aus dominante Hunde reagieren manchmal absichtlich nicht. 

Stelle dann sicher, dass du deinen Hund noch deutlicher lobst, wenn er reagiert. 

Achte außerdem darauf, dass du die Oberhand behältst. Das kannst du unter anderem beim Spazieren gehen trainieren.

Sieh mal in unsere Hundeerziehungsbibel. Dort kannst du herausfinden, wie du deinem Hund ein starkes Dominanzverhalten abtrainierst.

Kleiner Bonus: Dem Hund Namen von Menschen beibringen

Du kannst deinem Hund theoretisch beibringen, wie seine Kuscheltiere heißen, wie deine Mutter heißt, wie der Nachbar heißt, …

Dafür gehst du so vor:

  1. Halte das, was du benennen willst, vor deinen Hund.
  2. Sobald er das Kuscheltier oder den Menschen anstupst, sagst du den Namen und belohnst ihn.
  3. Später kannst du etwa “Such Mama!” dazu sagen. Dein Hund wird dann lernen, dass “Mama!” angestupst werden soll und sich auf die Suche begeben.

So lange wird es dauern …

… bis dein Hund seinen eigenen Namen verstehen wird oder einen neuen Namen als seinen eigenen erkennt.

Da jeder Hund unterschiedlich schnell lernt, kann man die Frage nach der Dauer nur vage beantworten. 

Meist dauert es nicht so lange, bis dein Hund auf seinen Namen reagiert. Rechne damit, dass du etwa 5 Trainingseinheiten á 10-15 Minuten brauchen wirst.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Dem Hund seinen Namen beibringen

Bevor wir anfangen, solltest du wissen, welche Utensilien du für die Schritt-für-Schritt-Anleitung gebrauchen kannst.

Benötigte Utensilien

Du benötigst in jedem Fall Leckerlis oder Spielzeuge. 

Alles, was deinem Hund Freunde macht und als Belohnung gilt, darf benutzt werden.

Die Anleitung

  1. Du suchst dir einen Namen aus.
  2. Warte ab, bis dein Hund dich nicht ansieht.
  3. Rufe ihn bei seinem Namen.
  4. Wenn er reagiert, gibst du ihm ein Leckerli oder belohnst ihn anders.
  5. Wiederhole das so lange, bis dein Hund sofort reagiert.
  6. Wenn das gut funktioniert, lässt du ihn direkt nach dem Namen zu dir kommen.

Diese Übung klappt auch, wenn dein Hund bereits einen anderen Namen hatte. Übe dies einfach so lange, bis auch der neue Name sitzt.  

Wichtig:

Belohne deinen Hund nur, wenn er interessiert reagiert. Vermeide es, ihn zu belohnen, wenn nur das linke Ohr zuckt.

Erklär-Video

Fazit

Namen beibringen ist gar nicht so schwer!

Nach einigen Malen wird dein Hund vielleicht sogar von selbst zu dir kommen.

Für mehr Tipps und Anleitungen kannst du in unserer Hundeerziehungsbibel vorbeischauen.

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