Hund schläft mit offenen Augen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund schläft mit offenen Augen: 8 mögliche Ursachen erklärt

Folgendes und leicht unheimliches Phänomen: Dein Hund schläft mit offenen Augen. Vorbei ist es mit „Oh, sieht meine schlafende Fellnase niedlich aus!“ 

Stattdessen packt Dich das kalte Grausen, vor Schreck rutscht Dir das Herz in die Hose.

Was genau es mit diesem Schlafart auf sich hat? Das findest Du nun heraus.

Inhaltsverzeichnis

Kann ein Hund mit offenen Augen schlafen?

hund hat beim schlafen augen offen

Wir würden Dir diesen Ratgeber nicht an die Hand geben, lautete die Antwort nicht „Ja!“

Tatsächlich können Hunde mit offenen Augen schlafen. Dabei müssen diese nicht zwangsläufig zur Gänze geöffnet sein.

Oftmals sind die Augen auch nur leicht geöffnet. Das mag Dich dennoch verwundern – schließlich schläfst Du SO in der Regel nicht!

Hund schläft mit offenen Augen – Ursachen

Warum also schlafen einige Hunde mit offenen Augen? Nicht immer muss dies einen ernsten Grund haben. Aber natürlich kann eine Erkrankung dahinter stecken.

Wachsamkeit

Eine erste und nicht besorgniserregende Ursache ist die Wachsamkeit Deines Hundes. Diese liegt in den Genen begründet und ist völlig normal – egal, ob junger oder alter Hund.

Vielleicht hast Du schon einmal bemerkt, dass Dein Hund immer so schläft? Er hat mit der leichten Augenöffnung so immer sein Umfeld im Blick. Gleichzeitig bedeutet dies, dass er nicht tief und fest schläft, sondern auf „Hab Acht“ ist.

Nickhaut

Wusstest Du, dass Hunde insgesamt 3 Augenlider haben? Neben dem oberen und dem unteren Augenlid besitzen sie zusätlich die sogenannte Nickhaut. Auch wir Menschen haben diese, allerdings in stark verkürzter Form.

Für Hunde fungiert diese Haut als „Schutzbrille“. Sie sorgt nicht nur dafür, dass das Hundeauge feucht bleibt. Sie schützt es zudem vor Schmutz, Dreck und Kratzern.

Manchmal kann es sein, dass nur diese Nickhaut das schlafende Hundeauge bedeckt. Aus der Ferne sieht es dann so aus, als schliefe Dein Hund mit offenen Augen.

Des Weiteren kann es hier zudem zu einem Nickhautdrüsenvorfall kommen. Dieser kann unter Umständen in einer Bindehautentzündung resultieren.

Lagophthalmus

Diese Erkrankung tritt vor allem bei sogenannten Qualzuchten auf. Hierbei ist das Gesicht extrem stark verkürzt. Das hat zur Folge, dass diese Hunde ihre Augen beim Schlafen einfach gar nicht mehr schließen können.

Schon gewusst?

Zu den Qualzuchten, bei denen der Lagophthalmus auftritt, gehören unter anderem: Der Pekinese, der Mops, der Boston Terrier, der Shih Tzu sowie Englische und Französische Bulldoggen.

Das heißt aber wiederum nicht, dass alle diese Rassen auch automatisch eine Qualzucht sind. Hier entscheidet die Zucht darüber, wie diese Hunde letztlich aussehen.

REM-Verhaltensstörung

Vielleicht weißt Du bereits, wofür die Abkürzung REM steht. Nein, es handelt sich nicht um die US-amerikanische Musikgruppe. REM steht für Rapid Eye Movement.

Es handelt sich hierbei um die Tiefschlafphase von sowohl Menschen als auch Tieren. Während dieser Phase wird besonders intensiv geträumt.

Der Hund verdreht dann manchmal die Augen im Schlaf. Auch ist es nicht ungewöhnlich, dass das Auge zuckt.

Ist diese wichtige REM-Phase gestört, kann es passieren, dass der Hund mit geöffneten Augen schläft. Und damit nicht die Erholung bekommt, die er und sein Organismus benötigen.

Oftmals sind Stress und Angst die Auslöser für dieses gestörte und langfristig ungesunde Schlafverhalten dieser Hunde. Hier sollte Rat vom Tierarzt oder von einem Tierpsychologen eingeholt werden.

Epilepsie

Auch Epilepsie kann ein Grund dafür sein, dass ein Hund mit vermeintlich offenen Augen „schläft“.

Tatsächlich schläft er aber nicht. Bei einem epileptischen Anfall beginnt der Hund, unkontrolliert zu zucken, wobei die Augen meist weit geöffnet sind.

Narkolepsie

Hierbei handelt es sich um eine Nervenkrankheit. Diese führt dazu, dass ein Lebewesen von jetzt auf gleich in den Schlaf fällt.

Bei Hunden passiert das unter anderem dann, wenn sie sich besonders über etwas freuen. Erkennbar ist die Narkolepsie unter anderem an Augenzuckungen und halb geöffneten Lidern.

Schlafapnoe

Auch dieses Phänomen kann im Schlaf mit offenen Augen resultieren. Bei der Schlafapnoe kommt es zu Atemaussetzern und einem kurzzeitigen Sauerstoffmangel im Gehirn.

Dadurch wird der Hund aus dem Schlaf geschreckt und auch mit offenen Augen zu schlafen, ist dann nicht ungewöhnlich.

Insomnie

Hierbei handelt es sich um Schlaflosigkeit. Nicht nur wir Menschen können darunter leiden, auch unsere Hunde.

Eigentlich möchten sich Geist und Körper erholen – dennoch ist die Tiefschlafphase hier anderer Meinung.

In der Folge entspannt sich Dein Hund nicht nur nicht – die Augen bleiben während dieser Zeit auch geöffnet.

Was kann ich für einen erholsamen Schlaf bei meinem Hund tun? 

hund schlafend mit offenen augen

Ein gesunder und erholsamer Schlaf ist neben dem richtigen Futter das A und O eines glücklichen Hundelebens.

Denn im Schlaf erholt sich der Körper nicht nur. Hier werden auch die Energiereserven wieder aufgefüllt, das Immunsystem wird gestärkt.

Des Weiteren dient der Schlaf der Zellerneuerung. Kurzum: Schlafen ist so etwas wie ein Facelift für unsere Fellnasen, also eigentlich Entspannung pur.

Was aber, wenn der Schlaf durch beispielsweise Angst oder Stress gestört ist? Diese Ursachen zeigen sich übrigens nicht nur in einer gestörten REM-Phase.

Sie zeigen sich auch durch eine erhöhte Wachsamkeit. Denn der Hund hat nicht das Gefühl, sicher und geborgen zu sein. Und das wiederum bedeutet dann noch mehr Stress und Angst.

Was also tun, damit Dein Hund wieder ruhig und ungestört schlafen und träumen kann? Glücklicherweise gibt es einige Dinge, die Du tun hierfür tun kannst.

Dazu zählen zunächst Ruhe und ein sicherer Schlafplatz, an dem der Hund nicht gestört wird. Bitte lass Deinen Hund schlafen – egal, wie niedlich er dabei auch aussehen mag.

Achte bitte darauf, dass dieser Schlafplatz an einem ruhigen Ort ist – möglicherweise kann es auch helfen, wenn dieser abgedunkelt ist.

Ebenfalls können homöopathische Mittel dabei helfen, Deinen Hund ausgeglichener zu machen. Ist Stress die Ursache für das Schlafen mit offenen Augen, kann unter anderem CBD helfen.

Auch eine Bachblüten-Therapie kann nach einigen Tagen oder Wochen die gewünschten Ergebnisse zeigen.

Ist eine neurologische Erkrankung oder eine Erkrankung der Augen die Ursache: Hier führt kein Weg am Tierarzt vorbei.

Nur dieser kann mit der richtigen Untersuchung herausfinden, wieso Dein Hund mit offenen Augen schläft.

Demnach können dann entsprechende Behandlungsmethoden und Therapien begonnen werden.

Und idealerweise wird Dein Hund auch dann schon bald wieder friedlich ins Land der Träume abdriften können – mit geschlossenen Augen.

Fazit

Schläft Dein Hund mit offenen Augen, kann das mehrere Ursachen haben.

Nicht immer sind diese Gründe zur Sorge. Dennoch solltest Du dieses Verhalten immer im Auge behalten. Denn vor allem Stress, Angst und neurologische Erkrankungen sind durchaus sehr ernst zu nehmen. Denn ein gesunder Schlaf ist für alle Hunde enorm wichtig.

Welche Erfahrungen hast Du schon mit dem Hundeschlaf gemacht? Teile diese gerne mit uns in den Kommentaren!

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