hund sitz beibringen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund Sitz beibringen? Schritt-für-Schritt Erklärt vom Profi!

Sitz! Platz! Aus! Nein! Bleib! Hier! Komm! Fuß! Diese und einige weitere Kommandos zählen wir zum Grundgehorsam unserer Hunde.

Du fragst dich: “Wie bringe ich meinem Hund Sitz bei?” 

Damit du und dein Hund kleine und große Herausforderungen im Alltag gemeinsam meistern könnt, ist es wichtig, dass dein Hund einige dieser Grundkommandos kennt. 

Du möchtest deinem Hund Sitz beibringen und hast keine Ahnung, wie du das anstellen sollst? 

In diesem Artikel erklären wir dir, wie du deinem Hund das Kommando „Sitz!“ beibringen kannst und in welchen Situationen es wirklich hilfreich ist.

Kurz & Knapp: So kannst du deinem Hund Sitz beibringen

Deinem Hund Sitz beibringen, ist gar nicht so schwierig. Bekanntermaßen führen einige Wege nach Rom und so auch zu einem sitzenden Hund. 

Eine einfache Methode ist, sobald dein Hund sich von alleine hinsetzt einfach “Sitz!” zu sagen und ihn dann ausgiebig zu loben. So verknüpft dein Hund auf lang oder kurz die Handlung mit dem Kommando. 

Sollte es bei euch nicht so einfach funktionieren, kannst du mit einem Leckerli nachhelfen oder deinen Hund bei Artgenossen abschauen lassen.

Du kannst auch gerne in unserer Hundeerziehungs-Bibel nachschauen. Dort findest du viele hilfreiche Tipps für einen entspannten Umgang mit deinem Hund!

Inhaltsverzeichnis

Warum ist das Kommando “Sitz!” wichtig?

Einige Situationen erfordern Ruhe und Geduld, und zwar von beiden Seiten: von deinem Hund ebenso wie von dir. Ein gewisser Grundgehorsam KANN hier hilfreich sein.

Das können alltägliche Situationen sein, wie die Begegnung einer netten Nachbarin, mit der du gerne ein Pläuschchen halten möchtest. 

Nichts ist dabei nerviger als, wenn dein Hund zappelnd zwischen euren Beinen herumrennt und einfach nicht zur Ruhe kommt. Wahrscheinlich sparst du dir die soziale Interaktion dann lieber und gehst weiter. 

Aber wer hat dann wen an der Leine?

Auch Hundebegegnungen können entspannter ablaufen und schnelle Radfahrer gefahrlos passieren, wenn dein Hund gelernt hat, am Wegesrand sitzen zu bleiben.

Wann ist das Kommando “Sitz!” unangebracht?

Du musst deinen Hund nicht in jeder Situation “ins Sitz zwingen”. Dein Hund kann auch stehend oder liegend entspannen, Hauptsache er tut es. 

Einen aufgeregten Hund wirst du durch das Kommando “Sitz!” allein auch nicht zu einem entspannten Hund umpolen. Er ist dann eben ein sitzender, aufgeregter Hund. 

Unangebracht ist das Kommando also dann, wenn du versuchst, damit Erziehung und Alltagsregeln zu umgehen, denn das wird nicht funktionieren. So behandelst du nur das Symptom, aber nicht die Ursache.

Tipp:

Hunde spiegeln unser Verhalten und lassen sich gerne auf unsere Energie ein. Wenn du ruhig und entspannt bist, wird es auch deinem Hund leichter fallen, gechillt zu sein.

Wie viel Zeit braucht es, bis mein Hund das Kommando “Sitz!” kann?

Das hängt natürlich davon ab, wie lernbegierig dein vierbeiniger Freund ist. Genauso individuell wie wir Menschen sind schließlich auch unsere Hunde.

Es gibt unter ihnen einige “schwer erziehbare” und sehr eigenständige Rassen, wie zum Beispiel den Afghanen, Chihuahuas, Chow-Chows und auch viele Herdenschutzhunde. Sie lernen die Kommandos zwar schnell, haben aber meist Besseres zu tun, als sie auszuführen.

Hast du einen Hund, der gerne lernt und dir gefallen will, wird er das Kommando “Sitz!” schnell verstehen. 

Wie bei allen neuen Sachen heißt es auch hier: Sitz üben, üben, üben!

Hund Sitz beibringen: In 3 Schritten erklärt

Auch bei Hunden gibt es unterschiedliche Lerntypen. Die einen sind clever und erschließen sich selbst, was Herrli oder Frauli von ihm will, die anderen lernen besser durch Abgucken bei Artgenossen. 

Welche Trainingsmethode für dich und deinen Hund infrage kommt, ist immer individuell!

1. Erst Sitzen, dann das Kommando

Die unkomplizierteste Variante, deinem Hund Sitz beizubringen ist, von nun an immer dann, wenn er sich von alleine hinsetzt das Kommando “Sitz!” zu sagen und ihn danach ausgiebig zu loben. 

Wenn du einen cleveren Hund hast, wird er schnell verstehen was du von ihm möchtest und das Kommando mit der Aktion verknüpfen. 

2. Mit Leckerli-Hilfe

Ja, damit bekommen wir sie doch fast alle! 

Wenn du deinem ausgewachsenen Hund oder Welpen Sitz beibringen möchtest, kannst du dazu ein Leckerli zu Hilfe nehmen.

Halte das Leckerchen gut sichtbar über den Kopf deines Hundes und bewege es dann ein Stück in Richtung seines Rückens. Dein Hund wird den Blick nicht vom Leckerli lassen und sich automatisch hinsetzen. 

Es gibt natürlich keine Garantie dafür, dass es beim ersten Mal direkt klappt. Hier müsst ihr einfach dran bleiben! 

3. Lasse deinen Hund bei anderen Hunden abschauen

Es kann hilfreich sein, wenn dein Hund bei anderen Artgenossen abschauen kann. 

Trainiere dazu am Besten mit jemandem, dessen Hund das Kommando “Sitz!” bereits zuverlässig kann. Setzt sich der Vorzeige-Hund und bekommt dafür ein Leckerchen, wird dein Hund einen Ansporn zum Lernen haben. 

Das tolle ist, du kannst auch alle drei Methoden miteinander kombinieren. 

Wichtig zu Wissen:

Wenn du deinem Hund ein Kommando gibst, sollte er es bestenfalls so lange halten, bis du es wieder auflöst. Das kannst du zum Beispiel durch ein Kommando wie „OK“ oder “Los“ tun. 

Handzeichen zum Kommando

Wenn dein Hund das Kommando “Sitz!” zuverlässig ausführt, kannst du ihm auch beibringen, sich auf dein Handzeichen hinzusetzen. So ähnlich als wenn du deinem Hund „Pfote geben“ beibringst.

Das ist vor allem auf größere Distanz von Vorteil, da du deine Stimmbänder schonst! 

Das gängige Handzeichen, um deinem Hund Sitz beizubringen, ist der erhobene Zeigefinger.

Fazit

Je nachdem, wie dein Hund am besten lernt, gibt es unterschiedliche Trainingsansätze. 

Du kannst damit beginnen, immer dann “Sitz!” zu sagen, wenn dein Hund sich hinsetzt und ihn dann fröhlich loben. Auch das Abschauen bei Artgenossen kann deinem Hund helfen, das Kommando zu verstehen. 

Wenn gar nichts mehr geht, gehen immer noch Leckerlis

Stelle dich vor deinen Hund und halte ein Leckerli über seinen Kopf. Bewegst du es dann in Richtung seines Rückens, wird er sich automatisch setzen, um das Leckerchen nicht aus dem Blick zu verlieren. 

Super, dass du dich mit der Erziehung deines Hundes auseinandersetzt! Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wirf doch mal einen Blick in unsere Hundeerziehungs-Bibel. Hier findest du wertvolle Tipps und Tricks für den richtigen Umgang mit deinem Hund.

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