Haben Labradore einen Beschützerinstinkt? Spannende Antwort!

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Labradore sind sehr beliebte Familienhunde. Sie sind sanft und gutmütig, kuscheln und spielen gern und sind einfach tolle Begleiter im Alltag.

Neben all diesen positiven Eigenschaften kommt aber auch nicht selten die Frage auf: Haben Labradore einen Beschützerinstinkt? Sind sie in der Lage, Haus und Familie zu beschützen?

Dieser Frage gehen wir im nachfolgenden Beitrag auf den Grund.


Haben Labradore einen Beschützerinstinkt?

Kurz gesagt: Jein. Labradore haben in der Regel zwar einen Beschützerinstinkt, doch ist er nicht sehr stark ausgeprägt

Denn sie wurden in der Vergangenheit nicht als Wachhunde gezüchtet, sondern als Arbeitshunde.

Moderne Rudeltiere

Wie alle heutigen Haushunde stammen die gutmütigen Labradore von wilden Wölfen ab – und die leben in Rudeln.

Die starken Mitglieder schützen das Rudel vor Angriffen von außen und stellen so den Fortbestand sicher.

Denn je mehr Welpen und trächtige Weibchen geschützt werden können, desto größer wird das Rudel und desto mehr Jäger wird es in Zukunft geben, um alle zu versorgen.

Heutzutage ist das Rudel eines Hundes ziemlich geschrumpft und beläuft sich wahrscheinlich auf eine Familie oder sogar nur eine Person.

Und die beliebten Familienhunde gelten nicht unbedingt als die besten Beschützerhunde.

Eine niederländische Studie findet sogar Hinweise, dass sie eher ihr Zuhause und ihr Revier schützen als ihre Besitzer.


Wann entwickelt ein Labrador seinen Beschützerinstinkt?

Das Schutzverhalten setzt in der Regel in der Pubertät ein, wenn der Hund seine soziale Reife erreicht.

Wichtig ist dabei, gewünschtes Verhalten durch positive Verstärkung zu fördern und unerwünschtes Verhalten wie Aggressivität oder übermäßiges Bellen abzutrainieren.


Verhaltensänderungen möglich

Verhaltensänderungen möglich

Auch wenn ein Labrador vorher keinen ausgeprägten Beschützerinstinkt hatte, kann es sein, dass er ihn im Laufe seines Lebens entwickelt.

Das kann zum Beispiel passieren, wenn eine Hündin ihre Welpen aufzieht. Schließlich wird jede Mama zur Löwin, wenn ihr Nachwuchs bedroht wird oder in Gefahr ist.

Aber auch dann, wenn ein Menschenbaby in das menschliche Rudel hineingeboren wird, kann ein Labrador zum guten Beschützer werden.

Interessant

Generell kann ein Unterschied im Schutzverhalten von männlichen oder weiblichen Hunden belegt werden. Rüden können ein Menschenbaby genauso vehement verteidigen wie eine Hündin.


Welche Rolle spielt die Erziehung bei der Entwicklung des Beschützerinstinkts eines Labradors? 

Obwohl Labradore nicht die fähigsten Beschützer sind, können auch sie vereinzelt Verhaltensprobleme aufweisen und zum Beispiel ein sehr starkes Schutzverhalten an den Tag legen.

Es abzutrainieren, ist zeit- und eventuell kostenaufwendig, wenn spezielles Hundetraining benötigt wird.

Von Anfang an trainieren

Bei Rassen, die einen starken Beschützerinstinkt in die Wiege gelegt bekommen haben (wie Deutsche Schäferhunde oder Mastiffs), sollten die Halter im Welpenalter den Grundstein für die richtige Sozialisierung und das gewünschte Verhalten legen.

Wird ein Hund zum Viehhüten trainiert, dann wird er von klein auf dazu ermutigt, eine enge Bindung zu seinem Besitzer und der Herde aufzubauen.

Er wird für seine Aufmerksamkeit und seine Vorsicht gegenüber Bedrohungen oder allem Fremden belohnt.

Labradore haben jedoch nicht diese angeborene Scheu und Vorsicht vor Fremdem.

Freundliche Hunderasse

Labradore sind Meister im Aufbau von engen Verbindungen. Ihre Sozialisierung mit Menschen und anderen Tieren bewältigen sie in der Regel mit Bravour.

Allerdings haben sie kein angeborenes Misstrauen gegenüber allem, was nicht ihr Rudel ist. Man kann ihnen aber trotzdem Aufmerksamkeit beibringen, indem man dieses Verhalten positiv bestärkt.


Wie reagiert ein Labrador mit starkem Beschützerinstinkt auf Fremde?

Wie reagiert ein Labrador mit starkem Beschützerinstinkt auf Fremde?

Ein Labrador mit starkem Beschützerinstinkt kann durchaus ein aggressives Verhalten an den Tag legen, wenn er sich fremden Menschen gegenübersieht.

Ein Eindringling kann es dann schon mal schwer haben, wenn ein Labrador ihm wie folgt begegnet: 

  • Mit angespannter Körperhaltung
  • Mit gefletschten Zähnen
  • Mit Knurren
  • Mit Bellen
  • Mit Anspringen

Dieses Verhalten kann entweder durch seinen Schutzinstinkt oder durch Angst ausgelöst werden.


Wie kann man den Beschützerinstinkt eines Labradors in die richtigen Bahnen lenken?

Wie schon erwähnt, liegt der Schlüssel zum richtigen Training in der positiven Verstärkung des gewünschten Verhaltens.

Laut dem VHD bringt die Rasse 

“eine angeborene Leichtführigkeit und hohe Kooperationsbereitschaft mit. Eine liebevolle, aber konsequente Erziehung ist dennoch erforderlich, um dem freundlichen Familienmitglied die Regeln des Zusammenlebens zu vermitteln.”

Bestraft man nämlich einen Labrador für unerwünschte Anzeichen wie Knurren oder Bellen, dann merkt er sich das und schlägt vielleicht nicht mehr an, wenn tatsächlich eine Bedrohung besteht.

Das kannst du tun, um übertriebenen Schutzinstinkt zu unterbinden:

  • Sofort reagieren und eingreifen
  • Eindeutige Befehle geben (“Sitz”, “Platz”)
  • Aufmerksamkeit auf dich ziehen und von der “Gefahr” ablenken
  • Zwischen Hund und “Gefahrenquelle” stellen und dich so als Rudelführer positionieren
  • Anschreien vermeiden, um die Situation nicht weiter anzustacheln

Hast du Tipps und Tricks, wie man am besten mit einem Labrador umgeht? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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