Verhalten der Hündin nach der Geburt
Lilly

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Verhalten der Hündin nach der Geburt: Ein Profi klärt auf!

Deine Hündin hat just ihre Welpen zur Welt gebracht. Und damit bist Du im siebten Hundehimmel. 

Viel niedlicher als kleine Welpen geht es schon fast nicht mehr. Doch wie sieht es mit der Hundemama aus? Ist diese auch so happy wie Du? 

Wie das Verhalten der Hündin nach der Geburt aussehen kann, verrät Dir der folgende Ratgeber.

Wie ist das Verhalten der Hündin nach der Geburt?

Hündin und ihre welpen

Jeder Hund ist ein Individuum – so also auch jede Hündin. Wie diese sich nach der Geburt ihrer Welpen verhält, ist demnach von mehreren Faktoren sowie ihrer Hundepersönlichkeit abhängig.

Entsprechend breit gefächert sind die Verhaltensweisen, die Hündinnen an den Tag legen können. 

Das emotionale Spektrum kann hier von himmelhoch jauchzend bis hin zu zu Tode betrübt reichen. Und selbst die für uns unnachvollziehbarsten Formen annehmen können.

Die Hündin ist ängstlich

Gerade Hündinnen, die ihren ersten Wurf zur Welt gebracht haben, neigen zu Ängstlichkeit. Schließlich ist alles noch furchtbar neu, die kleinen Wusel sind auf sie angewiesen.

Vielleicht fragt sich auch eine Hündin, was sie wohl alles aufgrund schieren Unwissens falsch machen kann?

Zu den typischen Zeichen, dass Angst hinter einem auffälligen Verhalten stecken kann, gehört ein Overgrooming der Welpen

Das heißt: Die Kleinen werden übermäßig oft geleckt und „betüddelt“.

Was Du tun kannst?

Versuche, jedes Annähern an den Wurf mit beruhigenden Worten und Gesten zu begleiten. Merkst Du, dass Deine Hündin die Welpen vor Dir versteckt, sie zu oft säubert? Dann kann eine Ablenkung mit positiven Reizen helfen.

Die Hündin ist aggressiv

Hinter diesem Verhalten steckt in den meisten Fällen ein natürlicher Instinkt. Die Hündin – die ansonsten lieb, ruhig und friedlich ist – versteht keinen Spaß, wenn sich jemand ihren Kleinen nähert.

Da wird geknurrt, da werden die Zähne gefletscht, da wird auch mal geschnappt

Ist Deine Hündin davon abgesehen „normal“, zeigt also keine Aggressionen, ist auch dieses Verhalten noch nicht besorgniserregend.

Was Du tun kannst?

Dich dem Wurf nur dann nähern, wenn Deine Hündin Dir durch ein entsprechendes Signal das Ok gegeben hat.

Hinter der Aggression kann sich auch ein sehr ernster Grund verbergen. Es kann sein, dass Deine Hündin an einer Gebärmutterentzündung leidet.

Diese tritt vor allem bis zu 8 Wochen nach der letzten Läufigkeit auf. Demnach können auch trächtige Hündinnen bereits mit dieser Erkrankung zu kämpfen haben.

Die Hündin ist gestresst

Eine Geburt ist stressig. Fakt und Punkt. Auch das Leben nach der Geburt ist für die meisten Hundemamas kein Zuckerschlecken.

Schließlich gilt es, die kleinen Mäuse am Leben zu erhalten, sie zu putzen und sie auf das Leben vorzubereiten.

Wer würde da nicht gestresst sein? Hündinnen, die dies sind, neigen dazu, ihre Kleinen vor Menschen zu verstecken oder sie an einen anderen Ort zu bringen

Dass eine Hündin dabei hechelt, ist ein weiteres Zeichen für Stress.

Was Du tun kannst?

Sorge dafür, dass Deine Hündin von Beginn an einen besonders ruhigen und wenig frequentierten Ort hat, an dem sie sich um ihre Welpen kümmern kann.

Wird das Verhalten meiner Hündin wieder normal?

Generell pendelt sich das Verhalten Deiner Hündin nach einiger Zeit von selbst wieder ein. Allerdings kann es auch sein, dass sie an einer postpartalen Depression leidet. 

Diese kann unter anderem durch Komplikationen bei der Geburt ausgelöst werden.

Ein solches Trauma verschwindet in der Regel nicht ganz so leicht von alleine. Das heißt, dass Deine Hündin hier Deine Unterstützung benötigt.

Was gibt es nach der Geburt von den Welpen noch zu beachten?

Welpen sind niedlich. Welpen sind klein. Welpen müssen wachsen. Und das zwar ab Tag 1 nach der Geburt.

Du solltest demnach darauf achten, dass die kleinen Mäuschen in den ersten Tagen kontinuierlich an Gewicht zulegen

Fällt Dir auf, dass dem nicht so ist, bitte sofort mit dem kleinen Würmchen zum Tierarzt.

Ebenfalls solltest Du Dich den Kleinen nur nähern und sie anfassen, wenn das für die Hundemama in Ordnung ist.

Denn es kann passieren, dass sie die Welpen verstößt – und zwar aus keinem anderen Grund, als dass sie „falsch“ riechen.

Gut zu wissen:

Ist ein Welpe ein wenig „abgeschlagen“ oder gar verstoßen worden, kannst Du den kleinen Racker mit Ersatzmilch hochpäppeln

Entsprechende Präparate erhältst Du unter anderem beim Tierarzt oder im Tierfutter-Fachhandel.

Wie kann ich meine Hündin unterstützen?

Am besten unterstützt Du Deine Hündin, wenn Du die oben genannten Tipps befolgst. Bist Du Dir unsicher, gibt es immer noch den Tierarzt, der Dir mit Rat und Tat zur Seite steht.

Um zu vermeiden, dass dein Hund nicht zur Ruhe kommt, versuche, in allen Situationen die Ruhe zu bewahren. Denn damit kann es Dir auch gelingen, eine aufgebrachte Hündin zu beruhigen.

Wann sollte ich einen Tierarzt aufsuchen?

Hund beim Tierarzt auf dem Tisch

Haben sich Aggression und Angstzustände auch nach gefühlten Wochen nicht gelegt? Dann lass Deine Hündin bitte von einem Tierarzt untersuchen.

Im Falle der Aggression kann es durchaus sinnig sein, wenn dieser Euch einen Hausbesuch abstattet. 

Denn aggressive Hunde dann auch noch zum verhassten Arzt zu bringen – und vor allem eine Hundemutter von ihren Babys zu trennen – ist keine gute Idee.

Tatsächlich kann sich nicht nur eine Gebärmutterentzündung hinter den Verhaltensauffälligkeiten verbergen.

Du denkst, Deine Hündin ist ängstlich? Dann schaue noch einmal genauer hin. Ist Deine Hündin unruhig, zittert sie und scharrt?

Dann kann sich hier eine sogenannte Eklampsie verstecken. Diese wird bei Hündinnen durch einen Kalziummangel ausgelöst. Und mit dieser Erkrankung ist nicht zu spaßen!

Auch kann es sein, dass eine Hündin an postpartalen Störungen leidet. Ist sie beispielweise lethargisch, frisst nicht und will auch ihre Kleinen nicht füttern? Dann kann es sein, dass die Milchdrüsen entzündet sind.

Hier spricht man von einer Mastitis, einer Gesäuge-Entzündung. Hier sind vor allem die Welpen gefährdet. Denn gibt es keine Milch, können sie nicht trinken und so weiter.

Schon gewusst?

Einige Hündinnen haben das Gefühl, dass sie und ihre Welpen in Gefahr sind. Sie entwickeln dann einen Kannibalismus-Instinkt.

Was das heißt, müssen wir nicht weiter erklären. Was Dir bleibt? Die überlebenden Welpen an einen warmen und sicheren Ort zu bringen.

Sie dürfen nur unter Aufsicht wieder zu ihrer Mutter. Denn nur so lässt sich herausfinden, ob diese sie wieder akzeptiert und die Gefahr gebannt ist.

Fazit

Das Verhalten einer Hündin nach der Geburt kann unterschiedlich ausfallen. Viele Hündinnen sind tiefenentspannt, haben auch keine Probleme, wenn sich ihre Menschen vorsichtig dem Wurf nähern. 

Andere Hündinnen sind verängstigt und gestresst. Wiederum andere reagieren teils mit heftiger Aggressivität. 

Gerade bei diesem Punkt solltest Du die Augen besonders gut auf Deine Hündin richten. Denn hierhinter kann sich auch eine Gebärmutterentzündung verbergen. 

Hat Deine Hündin Schmerzen, lässt sich nicht anfassen? Dann bitte ab zum Tierarzt!

Wie hat Deine Hündin die Geburt ihrer Kleinen erlebt und überstanden? Was kannst Du hier berichten, was vielleicht anderen angehenden Hundeeltern auf zwei Beinen helfen kann? 

In unserer Kommentarbox hast Du ausreichend Platz, um Deine Gedanken und Anregungen mit uns zu teilen.

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