Doggen Labrador Mix
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Deutsche Dogge Labrador Mix im Rassen-Portrait (Mit Bildern)

Die Deutsche Dogge ist wegen ihrer ihrer Größe sehr imposant, gleichzeitig aber verschmust wie ein Schoßhund. 

Der Labrador Retriever ist weltweit einer der beliebtesten Familienhunde.

Wann und warum diese Hunderassen erstmals gekreuzt wurden ist nicht weiter bekannt.

Mache dir ein eigenes Bild. Vielleicht findest du im Doggen Labrador Mix sogar einen neuen Begleiter.

Das Wichtigste in Kürze zum Doggen Labrador Mix:

Größe & Lebenserwartung

  • Ausgewachsene Rüden und Hündinnen: 45 bis 75 Kilogramm
  • Lebenserwartung 8 – 12 Jahre

Charakter: Liebevoll, verschmust, treu, hingebungsvoll, freundlich, passiv bis energetisch

Besonderheit: Ein wahrer Riese mit XXL-Schmusefaktor

Aussehen 

Obwohl sich die Deutsche Dogge und der Labrador Retriever von der Größe deutlich unterscheiden, haben sie doch einen ähnlichen Körperbau. Beide haben eine korpulente und muskulöse Statur.

Diese spiegelt sich auch im Doggen Labrador Mix, kurz auch Labradane genannt, wider.

Während die Dogge weitestgehend für ihren angeborenen Stummelschwanz bekannt ist, hat der Doggen Labrador Mischling oft eine voll ausgeprägte Rute, die er wie der Retriever meist hängend trägt.

Oft hat der Mischling auch den breiteren Kopf und die kürzere Schnauze der Dogge.

Größe & Gewicht

Da der Größenunterschied der Elternhunde Deutsche Dogge und Labrador Retriever sehr weit auseinander liegen, lässt sich die Größe und das Gewicht der Labradane nicht eindeutig voraussagen. Die Maße sind abhängig vom genetischen Einfluß der Eltern.

Doggen werden zwischen 71 bis 90 Zentimeter groß, während der Retriever Größen von 55 bis 62 Zentimetern erreicht.

Entsprechend das Gewicht: 45 bis 90 Kilogramm bei der Deutschen Dogge stehen 25 bis 36 Kilogramm beim Labrador gegenüber.

Der Doggen Labrador Mischling liegt meist dazwischen und wird als Rüde meist etwa 76 Zentimeter groß und 55 Kilogramm schwer, als Hündin sind es in etwa 3 bis 4 Kilogramm weniger.

Farben & Fellbeschaffenheit

Das Fell der Labradane ist ebenfalls abhängig vom jeweiligen Einfluß der Eltern.

Der Labrador hat ein einfarbiges Fell in den Farben Creme, Schoko Braun oder Schwarz.

Bei der Deutschen Dogge reicht die Farbpalette von Schwarz über Blau bis Rehfarben. Dabei sind Stromungen möglich.

Aus diesen Farben ergibt sich eine große Farbvielfalt, die der Mischling annehmen kann.

Die Dogge hat ein sehr kurzes und glattes Fell, während der Mantel des Retrievers deutlich länger und rauher ist.

Die dichte Unterwolle des Labradors ist bei der Dogge kaum vorhanden. Entsprechend kann der Mischling mehr oder weniger lange Haare haben.

Charakter & Wesen vom Doggen Labrador Mix

Stellt sich die Deutsche Dogge auf, ist sie größer als so mancher hünenhafte Mensch. Obwohl sie die ganze Couch für sich beanspruchen könnte, versucht sie lieber, sich auf dem kleinen Sessel auf deinen Schoß zu legen.

Der Labrador Retriever ist nicht ganz so verschmust, freut sich aber über jede Streicheleinheit und möchte dir als seinen Mensch gefallen.

Beide Rassen sind sehr freundlich, auch zu Kindern, Fremden und anderen Tieren.

Während der sanfte Riese eher genügsam bei Bewegung und Beschäftigung ist, ist der Labrador Retriever im Vergleich dazu ein wahres Energiebündel.

Je nach Einfluß der Eltern entwickelt sich die Labradane zu einem großen, schweren und sanftmütigen Hund, der es liebt zu schmusen, aber den nächsten Ausflug kaum erwarten kann.

Nicht zu vergessen ist, dass der Labrador Retriever eine echte Wasserratte ist. Auch der Mischling schwimmt für sein Leben gerne.

Haltung & Erziehung

Wenn man sprichwörtlich von einem “faulen” Hund spricht, ist vielleicht die Deutsche Dogge gemeint, die ein wahrer Couch-Potatoe ist.

Kommt jedoch durch eine Kreuzung ein Labrador Retriever ins Spiel, kann sich das Blatt schnell wenden und er möchte öfter raus, als du dich selbst vom letzten Spaziergang erholen kannst.

Der Retriever in dem Mix verlangt auch nach geistiger Beschäftigung, die du ihm ausreichend in Form von Denk- und Suchspielen bieten solltest.

Eine gute Alternative ist auch eine Hundesportgruppe und Agility.

Insgesamt ist der Doggen Labrador Mix gut erziehbar und lernt schnell. Von daher ist er auch für Anfänger und Erstbesitzer gut geeignet.

Die Frage, ob die Labradane ein guter Familienhund ist, stellt sich nicht. Aufgrund der freundlichen, treuen und loyalen Persönlichkeiten der Eltern überträgt sich das auch auf den Mischling.

Eine frühe und milde, dabei aber konsequente Erziehung ist jedoch, wie bei allen anderen Hunderassen auch, anzuraten, da sich einmal durchgegangene Flausen später kaum mehr korrigieren lassen.

Ein großes Haus mit Garten ist bei diesem großen Hund von Vorteil, er fühlt sich aber auch in einer kleinen Wohnung wohl, sofern du ihm täglich die Möglichkeit gibst, sich auszutoben.

Selbst ein Zusammenleben in der Großstadt ist durchaus möglich, da der Doggen Labrador Mix von Haus aus ein gutes Sozialverhalten gegenüber Fremden hat. 

Kleiner Tipp: Die Labradane fährt auch gerne im Auto mit, solange sie nur bei dir sein kann. Eine prima Möglichkeit, an den Stadtrand zu fahren und ihr dort die Bewegung zu geben, die sie sich wünscht.

Je nachdem, ob dein Doggen Labrador Mix eher kurzes oder längeres Fell hat, fällt der Aufwand zur Fellpflege aus. Die kurzhaarigen Vierbeiner bedürfen etwas weniger Pflege, ein bis zweimal die Woche gründliches Bürsten und Kämmen solltest du jedoch einkalkulieren.

Zucht & Gesundheit 

Man sagt, Mischlinge wären weniger anfällig für Krankheiten. Andere behaupten, Mischlinge werden häufiger krank und sterben früher. Beides ist weder wahr noch falsch.

Tritt ein rassetypisches oder erblich bedingtes Krankheitsbild bei beiden Eltern auf, ist es auch wahrscheinlich, dass der Mischling davon nicht verschont bleibt.

Krankheitsrisiken, die nur auf ein Elternteil zurückzuführen sind, lassen sich tatsächlich durch Kreuzungen minimieren, aber nie ganz ausschalten.

Beide Eltern sind anfällig für Hüft- und Ellenbogendysplasien, die oft schon genetisch vererbt werden.

Der Labrador Retriever ist oft von Augenkrankheiten betroffen. Hierzu zählt beispielsweise die Progressive Retina Atrophie oder der Hereditäre Katarakt.

Knapp 40 Prozent der Deutschen Dogge leiden an einer Magendrehung, die bei Rüden und Hündinnen gleichermaßen oft auftritt. Eine Erkrankung, die bei Nichtbehandlung schmerzhaft zum Tod führt.

Herzkrankheiten wie DCM (dilatative Kardiomyopathie) kommt bei Doggen ebenfalls häufig vor, ist aber nicht unbedingt genetisch bedingt und tritt meist zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr auf.

Diese gesundheitlichen Risiken sind für den Doggen Labrador Mix auf jeden Fall gegeben. Deshalb ist es wichtig, dass du dich vor der Anschaffung deines neuen Freundes bei dem Züchter deiner Wahl über die Elterntiere informierst und dir entsprechende tierärztliche Befunde zeigen lässt.

Lebenserwartung

Unglaublich, aber Fakt: Die Lebenserwartung eines Hundes hängt auch von Größe und Gewicht ab. Kleinere Hunde werden meist älter als ihre größeren Artgenossen.

Beim Doggen Labrador Mix geht man von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 8 bis 12 Jahren aus.

Das Alter wird natürlich auch von Faktoren wie Ernährung und Wohlbefinden des einzelnen Vierbeiners beeinflusst.

Was gibt es bei Doggen Labrador Mix Welpen zu beachten?

Es sollte dir klar sein, dass du dir mit dem kleinen und süßen Welpen einen sehr großen Hund ins Haus holst.

Obwohl auch der ausgewachsene Hund in einer Wohnung prima zurecht kommt, solltest du langfristig sicherstellen, dass er genügend Auslauf und Beschäftigung hat.

Auch solltest du dem Retriever in dem Mix frühzeitig zeigen, wer das sagen hat. Die neugierigen Welpen suchen ihre Grenzen und überschreiten sie auch gerne.

Einen seriösen Züchter zu finden sollte nicht schwer fallen, der Doggen Labrador Mix ist sehr beliebt und viele Züchter haben dies erkannt.

Dennoch tummeln sich auch viele schwarze Schafe auf dem Markt, die mit erhöhten Preisvorstellungen versuchen ihre Welpen aus Massenproduktion an den Mann oder die Frau zu bringen.

Der realistische Preis eines seriösen Züchters, der alle Impfpapiere mitliefert und bereitwillig Nachweise über die Elterntiere erbringt liegt bei 800 bis 1600 Euro.

Quelle Titelbild: https://www.flickr.com/photos/thinktk/172405684

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