Haferschleim für Hunde bei Gastritis & Durchfall (Ratgeber)

Haferschleim für Hunde bei Gastritis & Durchfall (Ratgeber)

Haferschleim, auch Haferbrei oder Porridge genannt, ist bei vielen von uns längst Teil des Frühstücks. 

Wie aber sieht es mit Haferschleim für Hunde aus? Ist dieser für sie geeignet und wenn ja, wann?

Im folgenden Ratgeber erfährst du alles, was du zu Haferschleim für Hunde: Die richtige Zubereitung & Dosierung wissen musst.


Kurz & Knapp: Ist Haferschleim für Hunde geeignet?

Haferschleim ist für Hunde als Teil einer sogenannten Schonkost geeignet.

Diese empfiehlt sich unter anderem, wenn der Hund an Durchfall oder Magenproblemen, wie beispielsweise einer Gastritis, leidet.

Die Zubereitung von Haferschleim ist denkbar einfach. Dafür kochst du circa 250 Gramm zarte Haferflocken zu einem schleimigen Brei auf. Auch eine Prise Salz kann nicht schaden.


Haferschleim bei Durchfall und Gastritis – Welche Vorteile hat es für meinen Hund?

Haferschleim bei Durchfall und Gastritis - Welche Vorteile hat es für meinen Hund?

Haferschleim hat mehrere Vorteile für deinen Hund. Diese fangen bei den Inhaltsstoffen der Haferflocken an.

Diese sind besonders reich an Kalium, Phosphor, Magnesium und den Vitaminen B1, B2, B6 und E. Zudem enthält Haferschleim viele Ballaststoffe.

Diese wiederum wirken sich positiv auf sowohl Magen als auch Darmtrakt des Hundes aus und haben eine entzündungshemmende und beruhigende Wirkung.

Und das ist nicht nur ein kurzfristiger Effekt. Haferschleim hat gewissermaßen eine Langzeitwirkung.

Regelmäßig verfüttert, kann er deinen Hund dabei unterstützen, weniger anfällig für Magenkrankheiten und Darmleiden zu sein.

Du kannst deinen Hund unter anderem Haferschleim zu fressen geben, wenn er an den folgenden Krankheiten leidet:

Warum aber hilft Haferschleim bei Durchfall & Co.? Ganz einfach – weil er Schleim enthält. Genauer gesagt, der Hafer enthält Schleimstoffe.

Diese legen sich durch das Aufkochen über die Darm- und Magenwand und fungieren gewissermaßen als Schutzschild gegen Magensäure und Entzündungen.


Haferschleim für den Hund richtig zubereiten

Haferschleim für den Hund richtig zubereiten

Haferflocke ist nicht gleich Haferflocke. Und demnach beginnt die richtige Zubereitung des Haferschleims für den Hund mit der richtigen Flocke.

Entscheide dich hier für die zarte Variante. Zwar enthalten grobe Haferflocken mehr Ballaststoffe, sie lassen sich aber nicht zu einem wirklich weichen Brei aufkochen.

Wichtig ist zudem, dass du die Haferflocken niemals roh verfütterst, weil diese dann schlecht bis gar nicht vom Hund verdaut werden können.

Damit dein Hund seinen Haferschleim liebt, stellen wir dir nun einige geeignete Rezepte vor.

Wichtig

Bitte lasse den Haferschleim nach dem Kochen abkühlen, damit sich dein Hund nicht die Zunge verbrennt.

Haferschleim mit Apfelmus

  • 60 Gramm Haferflocken
  • 300 Milliliter Wasser
  • ½ – 1 EL Apfelmus
  • 1 Prise Salz

Du kochst die Haferflocken mit dem Wasser auf, bis nach circa 10 bis 15 Minuten ein schleimiger Brei entstanden ist.

Zudem gibst du eine Prise Salz hinzu. Denn Salz bindet nicht nur zusätzlich Flüssigkeit, es enthält auch wichtige Elektrolyte, die gerade bei Hundedurchfall wichtig sind.

Zum Schluss kannst du einen Esslöffel Apfelmus unterheben. Denn auch dieses hat einen positiven Effekt auf einen angeschlagenen Magen und/oder Darm.

Übrigens eignen sich anstelle von Apfelmus auch Erdbeeren und Bananen als gesunde Obstergänzung.

Unser Tipp

Sofern möglich, lasse die Haferflocken über Nacht im Wasser aufquellen. So bekommst du ein besonders sämiges und fluffiges Porridge für deinen Hund.

Haferschleim mit Hühnerbrühe

  • 60 Gramm Haferflocken
  • 300 Milliliter Hühnerbrühe
  • 1 Prise Salz

Du gehst hier so vor wie beim ersten Rezept, ersetzt aber das Wasser mit der Hühnerbrühe. Tatsächlich ist dieses Rezept perfekt, wenn dein Hund an Gastritis leidet.

Haferschleim mit Karotten & Kokosöl

  • 60 Gramm Haferflocken
  • 300 Milliliter Wasser
  • Geraspelte Karotten
  • 1 Prise Salz
  • Kokosöl

Erneut kochst du hier die Haferflocken im Wasser auf.

Auch die fein geraspelten Karotten gibst du zu dieser Mischung, damit diese weich gekocht werden.

Zum Schluss kannst du zwischen ½ und 1 Esslöffel hochwertiges Kokosöl unter den Haferbrei mischen. 

Die Menge des Kokosöls richtet sich dabei nach Größe und Gewicht der Fellnase.


Haferschleim Dosierung – Wie viel Haferschleim für den Hund?

Haferschleim Dosierung - Wie viel Haferschleim für den Hund?

Die richtige Dosierung des Haferschleims für den Hund hängt von dessen Gewicht ab.

Hier empfehlen wir, dass du pro 10 Kilogramm Körpergewicht circa 1 Esslöffel Haferschleim unter das Futter mischst oder es deinem Hund pur verfütterst.

Wiegt dein Hund deutlich unter 10 Kilogramm? Dann reduzierst du diese Menge entsprechend. Als Beispiel: Wiegt dein Hund 5 Kilogramm, bekommt er ½ Esslöffel Haferbrei.


Wie oft sollte ich meinem Hund Haferschleim füttern?

Leidet dein Hund unter akutem Durchfall, kannst du ihm den Haferschleim über einige aufeinanderfolgende Tage füttern.

Wichtig ist, dass du deinen Tierarzt aufsuchst, wenn der Durchfall nach 48 Stunden nicht abgeklungen ist. Gleiches gilt für eine Magenschleimhautentzündung.

Darüber hinaus kannst du deinem Hund den Haferschleim als Teil einer Schonkost ein- bis dreimal wöchentlich unter sein Futter mischen.


Kann Haferschleim auch schädlich für meinen Hund sein?

Bei allen Vorzügen, die Haferschleim für Hunde hat, können auch einige Nebenwirkungen auftreten.

Dazu gehört unter anderem Übergewicht, wenn gerade wenig aktive Hunde zu viel von dem eigentlich gesunden Porridge fressen, da der Kaloriengehalt relativ hoch ist.

Darüber hinaus enthalten auch Haferflocken einen geringen Anteil an Gluten, das von vielen Hunden nicht verdaut werden kann.

Vermeiden kannst du diese Nebenwirkungen, indem du auf die richtige Dosierung und Anwendungsdauer sowie ein gesundes Bewegungsmaß deines Hundes achtest.


Fazit

Haferschleim für den Hund ist eine gute Idee, wenn dieser beispielsweise unter Durchfall oder einer Gastritis leidet.

Denn der enthaltene Schleim legt sich wie ein Schutzfilm über Magen- und Darmwand und kann auch langfristig dazu beitragen, dass der Hund hier weniger Probleme bekommt.

Mit unserem einfachen Grundrezept und leckeren, gesunden Zusätzen wie Äpfeln, Karotten und Kokosöl tust du deinem Hund mit Haferschleim etwas wirklich Gutes.

Bitte beachte, dass du die Dosierung befolgst und den Haferschleim nicht öfter als ein- bis dreimal wöchentlich verfütterst.

Kannst du weitere tolle Rezepte und nützliche Tipps mit uns teilen? Dann freuen wir uns, wenn wir diese schon bald in unseren Kommentaren lesen können. 😊

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