Mein Hund beißt in die Leine - 5 Tipps, wie du es ihm abgewöhnst
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund beißt in die Leine? – 3 Ursachen & 5 Lösungsansätze

Hunde- und Welpenerziehung kann einen ganz schön an die eigenen Grenzen bringen.

Gerade hat der Hund endlich gelernt, warum Frauchen und Herrchen immer so etwas wie “Sitz!” sagen und schon kommt das nächste Problem ums Eck:

Der Hund beißt in die Leine.

Damit sollte möglichst schnell Schluss sein, denn die Leine wird sonst zum Verbrauchsgegenstand. Das geht irgendwann ins Geld und die Spaziergänge machen so auch keinen Spaß mehr.

Mit unseren Tipps und Ratschlägen, wird dein Problem jedoch bald der Vergangenheit angehören.

Kurz & Knapp: Hund Beißt In Die Leine – Was Soll Ich Tun?

Wenn der Hund oder Welpe in die Leine beißt, hat das einen simplen Grund: Es funktioniert und bringt dem Hund etwas. Meistens beißen und kauen Hunde auf ihrer Leine herum, weil es Spaß macht und der Hund gerne beschäftigt ist.

Manchmal ist es jedoch auch eine sogenannte “Übersprungshandlung”. Das bedeutet, dass der Hund überfordert ist und lieber etwas Spaßiges machen würde – etwa die Leine zerstören!

Wenn dein Hund sich an der Leine wie Rambo verhält, dann schaue dir gerne unseren Artikel zum Thema Leinenaggression an.

Die Hundeerziehungs-Bibel beschäftigt sich mit genau diesem Problem ausgiebig. Schau doch mal rein. 

Dieses Problem lässt sich auf mehrere Arten lösen. Du kannst deinen Hund beispielsweise ignorieren, ihm ein Stoppsignal beibringen, Spielzeuge und Hilfsmittel verwenden oder das Training vereinfachen.

In unserer Hundeerziehungsbibel kannst du dir weitere Tipps zur Erziehung deines Hundes oder deines Welpen holen.

Inhaltsverzeichnis

Hund das beißen in die Leine abgewöhnen

Dein Hund beißt in die Leine und springt dich an?  – daran liegt’s

Die Leine ist nicht nur ein hervorragendes Spielzeug, wenn deinem Hund langweilig ist, sondern auch ein Kommunikationsmittel. Sobald du herausgefunden hast, warum dein Hund dieses Verhalten zeigt, wirst du es ihm schnell abgewöhnen können.

Lass uns lieber etwas Lustiges machen

Klar, Spaziergänge machen Spaß und sind aufregend. Manchen Hunden ist das aber einfach nicht genug – sie möchten lieber spielen oder eine Aufgabe haben.

Gerade lernwilligen Welpen und Junghunden passiert das häufig. Da ist die Leine ein “gefundenes Fressen”. Der Mensch hält sie fest, sie ist leicht mit dem Maul zu schnappen …

Einige Hunde haben schlichtweg gerne eine Aufgabe und machen sich nützlich. Der bedeutende Unterschied hierbei: Dein Hund trägt zwar die Leine im Maul herum, zieht und zerrt aber nicht an ihr. 

Das verstehe ich nicht – lass uns aufhören

In diesen Fällen kommt es zur Übersprungshandlung. Dein Hund möchte dir wirklich gerne gefallen, all die Tricks und Kommandos lernen und dir die größte Freude machen … 

… aber manchmal will es einfach nicht so richtig funktionieren. Das kann deinen Hund frustrieren und ihn dazu bringen, seinen Frust an der Leine abzubauen.

Welpen erleben diesen Zustand oft. Sie haben so schön “Sitz” gemacht, “Platz” ging super von der Pfote … und trotzdem will der Mensch noch einen Trick üben. Dabei hat der kleine Knopf vielleicht gar keine Lust oder Konzentration mehr.

Verstärkung der Signale

Wenn dein Hund in die Leine beißt und an dir hochspringt, hat das Zerren wohl nicht zum gewünschten Ergebnis geführt.

Deshalb verstärkt dein Hund seine Signale und wird aufdringlich, ungeduldig und grober.

Du willst deinem Hund das Beißen abgewöhnen 6 Auslöser und 4 Lösungen

Lösungsansätze – Das kannst du tun

Ignorieren ist bei unerwünschtem Verhalten oft ein guter erster Schritt. Natürlich gibt es aber auch noch weitere Methoden, um deinem Hund das Leine-Kauen und zerren abzugewöhnen.

Ignorieren

Sobald dein Hund in die Leine beißt und zerrt, bleibst du stehen. Sieh deinen Hund nicht an, schimpfe nicht und gib ihm keinerlei Signale. Alleine spielen macht dem Hund keinen Spaß – die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass er aufhört.

Wenn du dir sicher bist, dass dein Hund bei dir bleibt, kannst du zusätzlich die Leine auf den Boden schmeißen und einfach weitergehen. Das funktioniert auch, wenn du mit dem Fuß darauf stehst.

Eine weitere Option ist es, die Leine an etwas zu befestigen und alleine weiterzugehen, bis dein Hund aufhört.

Wichtig

Wenn dein Hund hin und wieder Verlustängste zeigt oder vielleicht bereits einmal ausgesetzt wurde, übertreibe es nicht. Lasse in diesen Fällen lieber einfach die Leine los, stehe darauf und warte ab, bis Ruhe eingekehrt ist.

Stoppsignal verwenden

Hunde, die sicher auf “Aus” oder “Nein” hören, kannst du mit deinem normalen Stoppsignal ausbremsen. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Sollte das Stoppsignal jedoch nicht funktionieren, ignoriere deinen Hund lieber.

Auch ein “Nein”, das nicht richtig verstanden wird, ist eine Reaktion. Und genau das möchte dein Hund von dir – du sollst auf ihn reagieren und etwas anderes tun. 

Ablenkungsmanöver

Die meisten Hunde sind beim Spaziergang nicht auffallend konzentriert. Hier riecht etwas gut, da ist gerade ein anderer Hund gewesen und da vorne sitzt ein Vogel …

Um Langeweile zu vermeiden (und damit auch das Leinen-Beißen) kannst du hin und wieder plötzlich die Richtung wechseln. Auch Stehen bleiben und “Sitz” verlangen kann dabei helfen, deinen Hund zu mehr Konzentration zu animieren.

Tempowechsel und “Bei Fuß” funktionieren auch gut. Dabei vergisst dein Hund, dass er gerade die Leine zerstören wollte.

Wenn du merkst, dass dein Hund dir zuhört und keinen Blödsinn anstellt, solltest du ihn belohnen.

Beschäftigung

“Juhu, ich bin nützlich!” – arbeitswillige Hunde tragen die Leine im Maul herum, weil sie schlicht und ergreifend gerne nützlich sind. Manche Hunde möchten stattdessen nur ihren Ball mitnehmen, weil ihnen eben danach ist.

Gib deinem Hund sein Lieblingsspielzeug mit auf den Weg oder besorge einen Vorrat an billigen Bällen und Seilen, die auch mal verloren gehen dürfen. Solange es deinen Hund glücklich macht, etwas herumzutragen, lasse ihn ruhig machen.

Überforderung vermeiden

Sobald dein Hund eine Überforderung zeigt, lasse ihn eine Aufgabe ausführen, zum Beispiel Sitz, die ihm leicht fällt. Danach beendest du deine Übung oder deinen Spaziergang.

Wichtig

Lass dich nicht veräppeln! Um zu vermeiden, dass dein Hund sich jedes Mal mit einer Übersprungshandlung vor der Arbeit drückt, ist es notwendig, ihn trotz allem noch ein bis zwei leichte Übungen ausführen zu lassen.

Wenn die immer gleichen Übungen eine Überforderung hervorrufen, solltest du versuchen, diese anders anzugehen. Sollte gar nichts helfen, bleibt dir nichts anderes übrig als zu verstehen, dass die Aufgabe (gerade) zu schwer für deinen Hund ist.

Fazit

Dein Hund beißt in die Leine, weil er dir etwas vermitteln möchte. In vielen Fällen reicht es aus, diese Dinge zu ignorieren oder anderweitig zu unterbinden. 

Beim Training und mit Junghunden solltest du darauf achten, ob dein Hund gelangweilt oder überfordert ist. Hier musst du also genau hinsehen.

Mit unserer Hundeerziehungsbibel sparst du dir Zeit und Nerven. Anstatt lange das Internet nach Lösungen zu durchsuchen, findest du hier bei uns alle wichtigen Informationen und hilfreiche Tipps in Kürze zusammengefasst.

Schaue also gerne in unsere Hundeerziehungsbibel rein.

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