Hund frisst Maus
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund frisst Maus – Ist das Gefährlich? Ein Profi Klärt auf!

Hund frisst Mäuse – an sich noch kein Drama. Allerdings kann es die Maus in sich haben – Mäuse sind zwar niedlich, für Katzen und Hunde auch Nahrung. 

Mäuse können aber auch die ein oder andere Krankheit mit sich bringen, schlimmstenfalls sogar eine Vergiftung

Was tun, wenn Dein Hund eine Maus gefressen hat? Finde es im folgenden Ratgeber heraus.

Inhaltsverzeichnis

Kurz & knapp: Warum frisst mein Hund Mäuse?

Hund jagt nach Maus

Ganz klar: Weil Mäuse nun einmal Nahrung sind. Zudem sind Mäuse Beute, die sich ein Hund erst erspielen beziehungsweise erjagen muss.

Als kleiner Snack zwischendurch ist eine Maus demnach Beschäftigung und Futter in einem. Auch, wenn das ein wenig gemein klingen mag.

Ist es gefährlich, wenn ein Hund eine Maus frisst? 

Wie eingangs erwähnt, muss eine gefressene Maus nicht automatisch auch zum Ernstfall werden. Allerdings kann es nie schaden, Deinen Hund etwas genauer im Auge zu behalten.

Schließlich kann es sein – und es ist sogar wahrscheinlich – dass die kleine Spitzmaus oder nicht ganz so kleine Wühlmaus, die er gefressen hat, den ein oder anderen Parasiten bewirtet. Auch das muss noch nicht gefährlich sein – kann aber kritisch werden.

Wenn der Hund eine Maus frisst – Das kann passieren

Nun weißt Du, dass Mäuse fressen potenzielle Risiken und Nebenwirkungen haben kann. Wie sich diese im Einzelnen gestalten? Das erklären wir Dir nun genau.

Parasiten

Es braucht kein historisches Grundwissen, um zu wissen, dass Ratten und Mäuse Flöhe bewirten. Und das diese Parasiten weitere Parasiten und Krankheiten mit sich bringen können.

Parasiten sind demnach ein Risiko, das besteht, wenn Dein Hund eine Maus gefressen hat. Er wird zum neuen Wirt, in dem sich Parasit XY ausbreiten und für Ärger sorgen kann.

Je nach Parasit, kann dieser bei Deinem Hund zu Erbrechen und Durchfall führen. Diese Symptome zeigen sich nicht sofort nach dem Verzehr der Maus.

In der Regel treten diese ersten Anzeichen erst nach einigen Tagen auf. Häufig kann es auch sein, dass der Vierbeiner leichtes Fieber hat sowie lethargisch wirkt. Appetitlosigkeit kann ein weiteres Signal sein, dass die Maus Deinem Hund nicht bekommen ist.

Würmer

Zu den Parasiten zählen natürlich auch Würmer. Gerade Spulwürmer sind die Sorte, die Deinen Hund befallen kann, hat dieser eine Maus gefressen. Diese Plagegeister sind durch eine Wurmkur schnell in den Griff zu bekommen.

Toxoplasmose

Hierbei handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung. Diese kann auch Menschen betreffen, da es sich um eine sogenannte Zoonose handelt. Was das ist, wissen wir alle spätestens seit Corona.

Zu den Symptomen zählen unter anderem Fieber, Erbrechen und unter Umständen Durchfall. Hat Dein Hund eine robuste Gesundheit, ist Toxoplasmose meist nicht gefährlich.

In der Tat kann es sogar sein, dass Du gar nicht merkst, dass er sich diese bakterielle Infektion eingefangen hat.

Schon gewusst?

Toxoplasmose ist vor allem für Schwangere beziehungsweise das ungeborene Kind sehr gefährlich. Und die Krankheit kann bereits durch infizierte Erdbeeren übertragen werden – nicht nur durch eine kranke Maus.

Zu den weiteren Gefahrenquellen, in denen sich die Erreger aufhalten können, zählt zudem Hackfleisch. Demnach solltest Du hier vorsichtig sein und dieses Deinem Hund nicht verfüttern.

Wer einmal Toxoplasmose hatte, erkrankt übrigens nicht noch einmal. Denn der Körper bildet Antikörper – das gilt ebenso für den Hundeorganismus.

Leptospirose

Auch hierbei handelt es sich um eine bakterielle Infektion. Sie wird häufig von Nagetieren übertragen. Es gibt eine Impfung, die gegen beziehungsweise vor diesen/m Erreger schützt.

Rattengift

Leider ist auch diese Option nicht auszuschließen, wenn es sich um eine Maus mit Gift handelt. Diese ist dann in der Regel bereits mausetot – und deswegen tragischerweise nicht weniger interessant für Deinen Hund.

Im Idealfall – wenn wir hier überhaupt davon sprechen dürfen – hast Du gesehen, was passiert ist.

Denn hier zählt jede Sekunde. Das im Rattengift enthaltene Strychnin zählt zu den gefährlichsten Giften überhaupt.

Hund frisst Maus und erbricht Galle ist hier nur eines der Symptome, die auf eine solche Vergiftung hinweisen können.

Im Gegensatz zu Parasiten und Würmern treten die ersten Symptome sehr zeitnah auf. Hast Du den Verdacht oder sogar gesehen, dass Dein Hund eine solche Maus gefressen hat: Ab in die nächste Tierklinik!

Unter diesem Link kannst Du übrigens nachsehen, ob und wo diese Gefahr auf Hunde lauert: https://dogorama.app/de-de/giftkoeder/

Mein Hund hat eine Maus gefressen, nun geht es ihm nicht gut

Was kann ich tun?

Zunächst solltest Du Deinen Hund genau beobachten. Welche Symptome zeigt er? Erbricht er sich? Hat er Durchfall? Ist er abgeschlagen, hat er leichte Temperatur? Verweigert er das Futter und trinkt auch nicht mehr?

Ist Erbrechen eine Folge einer gefressenen Maus, die Dein Hund noch nicht hat verdauen können, musst Du unter Umständen schnell handeln.

Bitte beachte aber, dass Erbrechen auch ein Anzeichen für eine der oben genannten Erkrankungen sein kann.

Wichtig ist: Tritt das Erbrechen erst nach einigen Tagen auf, ist eine Vergiftung durch Rattengift aus bekannten Gründen auszuschließen.

Wann sollte ich zum Tierarzt?

Hat Dein Hund zusätzlich Fieber und ist schlapp, solltest Du auf jeden Fall zum Tierarzt fahren. Idealerweise hast Du bereits einige Kotproben sammeln können. Denn diese sind nützlich, um den Grund für das Hundeleiden herauszufinden.

 Zu wissen, wann eine gefressene Maus zum Gesundheitsrisiko geworden ist, ist übrigens immer gut. So kann der Tierarzt schnell die richtige Behandlung anwenden.

Hund hat Maus gefressen – wann entwurmen?

Eine Entwurmung macht erst dann Sinn, wenn Du definitiv weißt, dass Dein Hund dadurch mit Würmern befallen ist.

Während ein Spot-On auch zur Vorbeugung verabreicht werden kann, gilt dies nicht für Wurmkuren.

Diese wirken tatsächlich nur im Falle eines akuten Befalls – obwohl viele Spot-Ons bereits die Ursache für Würmer ebenfalls beseitigen können.

Wie kann ich vermeiden, dass mein Hund Mäuse frisst?

Hunde sind zum Glück lernfähig. Und das ist in puncto Mäuse fressen auch gut so. Schließlich kannst Du in der freien Natur nicht vermeiden, dass eine Maus schnell auf der Speisekarte landet.

Da Mäuse unter anderem gefressen werden, wenn eine Mangelerscheinung vorliegt, kann Folgendes helfen: Eine artgerechte Ernährung. Hat diese die nötigen Mineralstoffe und Spurenelemente, werden Mäuse schnell uninteressant – weil überflüssig.

Darüber hinaus kannst Du Deinem Hund mit entsprechenden Kommandos abgewöhnen, sich Mäusen zu nähern und diese zu fressen.

Fazit

Hat Dein Hund eine Maus gefressen, gilt: Bewahre die Ruhe. Behalte Deinen Hund im Auge, brich aber nicht sofort in Panik aus. Einzige Ausnahme: Du bist Dir sehr sicher, dass er Rattengift zu sich genommen hat. Dann zwar bitte ebenfalls keine Panik, aber bitte sehr, sehr schnell zum Tierarzt!

Welche Erfahrungen haben Dein Hund und Du bereits mit gefressenen Nagetieren machen dürfen? Teile diese doch einmal in den Kommentaren mit uns!

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