Hund mit Gastritis einschläfern
Lucy

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Hund mit Gastritis: Einschläfern & Behandlung (Ratgeber)

Dass man einen Hund mit Gastritis einschläfern lassen muss, kommt zum Glück nur selten vor. 

In den meisten Fällen ist eine solche Entzündung der Magenschleimhaut gut behandelbar und nicht tödlich.

Wann aber eine Gastritis für den Hund so schlimm ist, dass Einschläfern die menschlichste Option darstellt, erklärt dir dieser Artikel.

Kann es wirklich passieren, dass ein Hund bei einer Gastritis eingeschläfert werden muss?

Hund mit Gastritis einschläfern

In seltenen Fällen kann eine Gastritis so schlimm werden, dass für den Hund das Leben nur noch eine Qual ist.

Das kann sein, wenn sie chronisch geworden ist, also immer wieder auftritt. 

Manche chronische Entzündungen kommen nur alle paar Jahre vor, doch auch eine mehrfache Erkrankung pro Jahr ist möglich, die jedes Mal mit Schmerzen verbunden sind.

Auch ein Hund, bei dem bereits ein Magengeschwür durchgebrochen ist, schwebt in Lebensgefahr und kann unter Umständen nicht mehr gerettet werden.

Einschläfern sollte immer die letzte Option sein, doch manchmal bedeutet das Leben für den Hund eine solche Qual, dass es keine andere Möglichkeit mehr gibt.

Kann ein Hund an Gastritis sterben?

Eine Magenschleimhautentzündung selber ist nicht tödlich, doch die Folgen oder Ursachen können für deinen Hund lebensbedrohlich werden.

Schon eine leichte Gastritis verursacht oft Erbrechen und Durchfall

Dadurch schwankt der Wasserhaushalt des Hundes. Bei sehr starkem Erbrechen kann es aber vorkommen, dass er nicht genug trinken kann, um ausreichend Wasser wieder aufzunehmen.

Die Folge sind eine zunehmende Dehydrierung, die ihn und sein Immunsystem zusätzlich schwächt.

Durch die Gastritis können sich im schlimmsten Fall auch Magengeschwüre bilden. 

Platzen diese irgendwann auf und brechen so die Magenwand durch, gelangen Mageninhalt und -säure in den Bauchraum und sorgen dort für große, lebensbedrohliche Entzündungen und innere Blutungen.

Dann muss der Hund umgehend in eine Not-OP, sonst stirbt er innerhalb weniger Stunden an den Folgen.

Daher ist eine chronische Gastritis langfristig sehr problematisch und bedarf einer guten Behandlung und hoher Aufmerksamkeit. 

Hunde mit einer Vorerkrankung, insbesondere der Niere, alte Hunde oder Welpen haben oft größere Schwierigkeiten mit einer Magenschleimhautentzündung und sind daher häufiger von schweren Verläufen und unglücklichen Ausgängen betroffen.

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei einer Gastritis?

Bei einer normal verlaufenden Gastritis ist die Lebensdauer deines Hundes nicht beeinträchtigt.

Allerdings kann ein Magengeschwür tödliche Folgen haben, wenn es zu einem Durchbruch der Magenwand führt. 

Zudem wirkt sich eine chronische Gastritis nachhaltig auf die Lebensqualität deines Hundes aus. 

Als Folge können auch Schäden an Organen oder Zellen bleiben, die sich langfristig problematisch auswirken.

Jedoch hängt dies stark mit der Erkrankung selber und deinem Hund zusammen, sodass es keine allgemeine Aussage über eine Verkürzung der Lebensdauer durch eine Gastritis geben kann. 

Was sind die Behandlungsmöglichkeiten bei einer schweren Gastritis?

Hund mit Gastritis einschläfern

Eine schwere Gastritis muss immer ein Tierarzt behandeln. Dieser verschreibt Medikamente, die die Entzündung hemmen und Schmerzen lindern.

Manchmal ist auch ein Magenschutzmittel wie ein Protonenpumpenhemmer notwendig, um die Produktion von Magensäure zu hemmen. Das hilft beim Abklingen der Entzündung. 

Besitzer sollten für ein paar Tage auf Schonkost setzen. Bei chronischer Erkrankung ist auch eine Futterumstellung denkbar. Sprich diese aber unbedingt vorher mit deiner Tierärztin ab.

Infusionen mit Kochsalz helfen dem Vierbeiner, seinen Wasserhaushalt trotz Erbrechen oder Problemen bei Nahrungs- und Wasseraufnahme zu halten.

Wichtig ist auch, dass die Ursache für die Gastritis gefunden und bekämpft wird. Oft handelt es sich um einen Wurmbefall oder Bakterien, die die Entzündung auslösen.

Der Tierarzt verschreibt daher regelmäßig Wurmmittel oder Antibiotika oder spezielle andere Medikamente zusätzlich zu den entzündungshemmenden Mitteln.

Wie lange dauert eine Magenschleimhautentzündung beim Hund?

Eine akute Gastritis dauert in der Regel nur wenige Tage. Abhängig ist das davon, wann die Behandlung einsetzt und wie der Gesundheitszustand des Hundes ist.

Junge und alte Hunde leiden länger an einer Gastritis, ebenso bereits vorerkrankte Hunde.

Leichte Erkrankungen, die schnell entdeckt und entsprechend schnell behandelt werden, sind manchmal aber sogar bereits nach einem Tag durchgestanden.

Eine chronische Gastritis oder eine schwere akute Magenschleimhautentzündung hingegen kann auch mehrere Wochen andauern. 

Hinzu kommt, dass bei einer chronischen Gastritis die Abstände zwischen zwei Erkrankungen unregelmäßig sind, es also auch zu mehreren Erkrankungen pro Jahr kommen kann. 

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