Magenübersäuerung beim Hund
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Magenübersäuerung Hund: 4 Ursachen, Symptome & Hausmittel

Ein Hundemagen stellt nur bei Futtergabe oder Erwartung von Futter Magensäure her. Eine Über- oder Fehlproduktion resultiert dann für den Hund in einer Magenübersäuerung, bei der Magensäure die Speiseröhre hochsteigt und Sodbrennen auslöst.

Was zu einer Magenübersäuerung führt und was du jetzt tun kannst, erklärt dir dieser Artikel.

Kurz & Knapp: Was sind die Symptome bei einer Magenübersäuerung?

Ein Hund mit Magenübersäuerung leidet an einer Überproduktion von Magensäure. Der Hund versucht diese zu erbrechen, wenn sie die Speiseröhre hochsteigt. 

Typische Symptome einer Magenübersäuerung sind daher Würgen und Husten bis Erbrechen und Bauchschmerzen.

Bei Dr. Sam kannst du alle Fragen rund um die Gesundheit deines Hundes stellen – und das sofort. Denn per Online-Sprechstunde wirst du direkt mit einem Tierarzt verbunden, an jedem Tag und über die üblichen Bürozeiten hinaus.

Inhaltsverzeichnis

4 Ursachen für Magenübersäuerung beim Hund

Hund im HUndebett

Eine Magenübersäuerung entsteht immer durch eine Überproduktion von Magensäure. Wie diese ausgelöst wird, ist jedoch sehr unterschiedlich und erfordert unterschiedliche Behandlungen.

Falsches Füttern

Menschen produzieren Magensäure kontinuierlich und erhalten so ein bestimmtes Milieu im Magen. Hunde hingegen produzieren Magensäure nur dann, wenn sie Nahrung aufnehmen – oder erwarten es zu tun.

Penibel eingehaltene Fütterungszeiten verursachen daher irgendwann einen Pawlow’schen Reflex und der Körper des Hundes produziert zu festen Zeiten Magensäure, unabhängig von einer tatsächlichen Fütterung. 

Jede Störung dieser Routine, ob eine spätere Fütterung oder eine Veränderung der Futtermenge, führt daher potentiell zu einer Magenübersäuerung des Hundes. Denn hier stimmt das Verhältnis von benötigter Magensäure und tatsächlich produzierter Säure nicht mehr.

Auch Fütterungen, die an Rituale gekoppelt sind wie die Fütterung nach dem Spaziergang, unterliegen dieser Problematik.

Zudem produziert der Hund bei jedem Leckerli Magensäure. Erhält er also über den Tag verteilt immer wieder welche, bleibt sein Körper in einem Erwartungszustand und übersäuert.

Durch Stress

Bei Stress greift bei Hunden wie bei Menschen der „Kampf- oder Fluchtreflex“. Dieser sorgt für eine bessere Durchblutung der Muskeln und eine schwächere Durchblutung des Verdauungstrakts.

Gleichzeitig wird die Magensäureproduktion angekurbelt, um die für Kampf oder Flucht nicht benötigte Verdauung zu beschleunigen.

Sehr empfindlichen Hunde oder Hunden unter Dauerstress droht dann eine Magenübersäuerung.

Als Nebenwirkung von Medikamente

Einige Medikamente, allen voran Schmerzmittel, stören die natürlichen Prozesse, die die Produktion von Magensäure regulieren. Dadurch kann schnell eine Magenübersäuerung beim Hund entstehen.

Bei Absetzen der Medikamente verläuft die Produktion aber wieder normal. Hunde, die solche Medikamente langfristig einnehmen müssen, erhalten daher meist Magenschutzmittel gegen Übersäuerung.

Theorie: Barfen als Auslöser?

Hartnäckig hält sich die Theorie, dass Barfen zu einer höher Produktion von Magensäure führt. Begründet wird das damit, dass eine Rohfütterung mehr Bakterien beinhalten kann als gekochtes Futter und daher der Organismus des Hundes mehr Magensäure benötigt.

Es gibt keine Studienlage dazu und ist daher uneindeutig. Da eine Ernährung wie Barfen jedoch ohnehin tierärztlich kontrolliert sein sollte, um gesund zu sein, ist im Falle einer Magenübersäuerung beim Hund eine vorübergehende Ernährungsumstellung zur Abklärung denkbar.

Wann zum Tierarzt?

Tierarzt

Eine Magenübersäuerung ist unangenehm für den Hund und kann Schmerzen verursachen und im Fall von Reflux auch ernsthafte Verletzungen der Speiseröhre.

Daher solltest du auf jeden Fall ein Termin bei der Tierärztin vereinbaren, wenn dein Hund sich erbricht, Schmerzen hat oder die Symptome sich nicht bessern. 

Immer auf der sicheren Seite bist du bei Dr. Sam, denn hier stehen dir fast rund um die Uhr kompetente Tierärzte zur Verfügung. Du wirst direkt per Online-Sprechstunde mit ihnen verbunden, um Fragen zu klären und Behandlungen zu besprechen.

Hausmittel bei Magenübersäuerung

Eine Magenübersäuerung kommt selten allein, sondern ist je nach Ursache und Hund auch ein immer wiederkehrendes Problem. Daher ist ratsam, dass du ein paar Ideen und Tricks parat hast, um deinem Hund kurzfristig zu helfen.

Füttern verändern

Verschiebe die festen Fütterungszeiten immer wieder um wenigstens ein bis zwei Stunden nach vorne oder hinten. Achte auch darauf, Rituale zu entkoppeln und begrenze die Leckerligabe.

Ulmenrinde

Ulmenrinde schützt und beruhigt die Magenschleimhaut, indem sie Magensäure bindet. Sie wirkt sowohl vorbeugend für sehr magenempfindliche Hunde, wie auch als Mittel im akuten Fall.

Du verabreichst Ulmenrinde eine Stunde vor oder nach dem Essen.

Was füttere ich meinem Hund bei übersäuertem Magen?

Hund am fressen

Kläre Futterumstellungen immer vorher mit deinem Tierarzt ab. Achte darauf, dass Futter in Zimmertemperatur serviert wird und nicht zu kalt oder zu heiß ist. Es sollte ungewürzt sein und von hoher Qualität.

Leidet dein Hund an Magenübersäuerung, füttere vorerst kein schwer verdauliches Futter und keine Knochen.

Überlege auch, ob du von Rohfütterung zeitweilig auf gekochtes Futter umstellst, um den Magen deines Hundes zu entlasten.

Kräuter und Kräutertee

Nicht nur Menschen, auch Hunden tut magenberuhigender Tee etwas Gutes. Fenchel, Anis und Kümmel kannst du gut aufkochen und abgekühlt in die Trinkschale oder über das Trockenfutter geben. 

Auch Ingwer, Liebstöckel und Kamille sind für Hunde gut verträglich und wirken magenberuhigend.

Gras fressen akzeptieren

Hunde fressen Gras und Erde, um ihre Verdauung zur regulieren. Bei einer Magenübersäuerung hilft Hunden das ebenfalls, solange es in Maßen geschieht und keine anderen Gesundheitsgefahren bergen.

Sicheres Gras kannst du deinem Hund in Form von Katzengras anbieten.

Magenschonendes Futter

Kurzfristig kannst du auf magenschonendes Futter bzw. Schonkost umstellen und Hüttenkäse, Zwieback oder gekochte Kartoffeln füttern. Um diese zu verdauen, braucht dein Hund nicht viel Magensäure und übersäuert so nicht.

Fazit

Unter eine Magenübersäuerung leidet dein Hund sehr. Allerdings kannst du mit nur kleinen Änderungen eures Alltags viel tun, um einer Überproduktion von Magensäure vorzubeugen und die Ursache so schnell und einfach zu beseitigen.

Wie du deinem Hund richtig hilfst, erklären dir bei Dr. Sam erfahrene Tierärzte per Online-Sprechstunde. Unkompliziert per WhatsApp gebucht und direkt mit einem Profi verbunden – das bietet dir Dr. Sam von morgens bis tief nachts das ganze Jahr über.

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