Hund gehts schlecht nach Wurmkur
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund gehts schlecht nach Wurmkur? Ein Hunde-Profi klärt auf!

Kommt es zu einem Wurmbefall beim Hund, ist eine Wurmkur unabdingbar.

In vielen Fällen wird eine Wurmkur jedoch auch vorbeugend gegeben. Das betrifft besonders Hunde, die viel in der Natur sind. 

Dort haben sie viel Kontakt mit Würmern und Parasiten, was zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Doch auch die Wurmkur führt bei einigen Hunden zu Unwohlsein. 

Woran das liegt und was du dagegen tun kannst, erfährst du in diesem Artikel. 

Kurz & Knapp: Warum geht es meinem Hund nach der Wurmkur schlecht?

Eine Wurmkur hat den Zweck, dass die Würmer im Körper des Hundes sterben und anschließend ausgeschieden werden. Dafür benötigt es chemische Substanzen, da die Würmer nicht auf natürlichem Wege absterben. 

Diese chemischen Substanzen sind nicht nur schädlich für die Würmer, sondern können auch zu Nebenwirkungen beim Hund führen, weswegen es deinem Hund schlecht geht nach der Wurmkur.

Einige Hunde vertragen die Wurmkur besser, andere Hunde hingegen leiden für kurze Zeit unter Nebenwirkungen wie Durchfall, Erbrechen oder Abgeschlagenheit bis hin zu Herzrhythmusstörungen.

Wichtig ist, dass der Hund beobachtet wird, sodass bei einer Verschlechterung des Zustands schnell gehandelt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Was sind die Nebenwirkungen einer Wurmkur?

Eine Wurmkur ist immer auch eine körperliche Belastung für den Hund. Denn das Wurmkurmittel ist ein giftiges Medikament, dass die Parasiten im Körper des Hundes abtöten soll. 

Jeder Hund reagiert dabei anders auf das Wurmkurmittel. Dies ist abhängig vom eigenen Immunsystem des Hundes. 

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Durchfall und Erbrechen. Das ist eine ganz normale Reaktion des Körpers, um das Medikament wieder auszuscheiden. 

Auch Juckreiz kommt häufiger vor und zeigt eine Reaktion des Immunsystems an. Teilweise kann das auch ein Hinweis auf eine Allergie sein.

Hund krank nach Entwurmung – Warum und was kann ich tun?

hund krank nach entwurmung

Wenn es dem Hund nach einer Entwurmungstablette schlecht geht, ist dies erst einmal nicht ungewöhnlich. Viele Hunde reagieren mit körperlichen Symptomen auf die Wurmkur. 

Eine Wurmkur ist ein starkes Medikament und hat das Ziel sämtliche Parasiten im Körper des Hundes abzutöten. Da kann es schnell zu Nebenwirkungen kommen.

Wenn der schlechte Zustand deines Hundes allerdings mehrere Tage anhält und von Symptomen wie Durchfall, Erbrechen, Muskelzittern oder Haarausfall begleitet wird, ist das ein Anzeichen, dass dein Hund die Wurmkur nicht gut verträgt. 

Das könnte zum einen auf eine Überdosierung der Wurmkur oder zum anderen auf den gesundheitlichen Zustand deines Hundes zurückzuführen sein. 

Gesunde, ausgewachsene Hunde vertragen die Kur meist besser, als Welpen oder alte, vorerkrankte Hunde, dessen Immunsystem angreifbarer ist.

Das kannst du tun

Das Wichtigste nach der Verabreichung der Entwurmungstablette ist, dass der Hund gut beobachtet wird, um bei einer etwaigen Verschlechterung des Zustandes schnell reagieren zu können.

Viele Hunde neigen zu Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Besonders Welpen sind davon betroffen. Das ist jedoch kein Grund zur Sorge. Ausreichend Ruhe und Schlaf helfen dem Hund, um wieder schnell auf die vier Beine zu kommen.

Kommt es zu Erbrechen, sollte das Tier genauer beobachtet werden. Reagiert der Hund mit sehr starkem und langem Erbrechen, sollte immer ein Tierarzt zurate gezogen werden.

Tritt das Erbrechen bereits sehr kurze Zeit nach der Einnahme der Entwurmungstablette ein, kann die wiederholte Einnahme einer Wurmkur erforderlich werden. Dies sollte aber stets mit dem Tierarzt besprochen werden.

Bei Durchfall sollte auf eine ausreichend hohe Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, damit der Hund nicht dehydriert. Auch beim Erbrechen sollte der Hund ausreichend trinken.

Hält der Durchfall länger als 24 Stunden an, sollte der Hund zu einem Tierarzt gebracht werden. Um den Magen des Hundes zu beruhigen, sollte ihm Schonkost verabreicht werden.

Symptome wie Erbrechen und Magen-Darm-Beschwerden sind aber eher selten der Fall und könnten möglicherweise ein Anzeichen für eine Überdosierung sein. 

Überdosierung der Wurmkur – sofort handeln

Bei einer Überdosierung der Wurmkur kann es zu schweren Nebenwirkungen wie Muskelzittern, Lethargie und andauernde Magen-Darm-Beschwerden kommen. 

Zu den schweren Nebenwirkungen zählen Nierenprobleme, Leberschäden und Herzrhythmusstörungen.

Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass der Körper mit dem Medikament überfordert ist und nicht weiß, wie er damit umgehen soll. Es kommt zu einer heftigen Reaktion des Körpers.

In diesem Falle sollte sofort ein Tierarzt konsultiert werden.

Solche starken Nebenwirkungen sind jedoch eher die Ausnahme, da sie eigentlich nur bei einer Überdosierung vorkommen. Deshalb ist es wichtig, die Vergabe der Wurmkur stets mit einem Tierarzt abzusprechen, damit eine Überdosierung verhindert werden kann. 

Da man trotzdem nie komplett ausschließen kann, ob eine Überdosierung stattgefunden hat, sollte der Hund nach der Einnahme immer gut beobachtet werden.

Wann tritt beim Hund nach Wurmkur Besserung ein?

Die meisten Hunde erholen sich sehr schnell nach einer Wurmkur. Viele sind bereits nach wenigen Stunden wieder fit und toben herum. 

Andere Hunde hingegen brauchen etwas länger bis sie das Wurmmittel vollkommen verdaut haben. 

Nach 1-2 Tagen sollte der Hund wieder seinen Normalzustand erreicht haben. Wenn das nicht der Fall ist, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

Dieser kann die Symptome gezielt behandeln und so dem Hund zu einer schnellen Besserung verhelfen.

Wie schädlich sind Wurmkuren für Hunde?

wie schädlich sind wurmkuren für hunde

Eine Wurmkur beinhaltet viele chemische Stoffe. Diese greifen die Würmer an. Doch auch der Körper des Hundes kommt mit diesen chemischen Stoffen in Kontakt, weshalb viele Hunde eine Reaktion zeigen.

Bei einer sehr häufigen Gabe von Wurmkurmitteln über viele Jahre hinweg kann es zu einer Schädigung beim Hund kommen. Wurmkuren sollten demnach immer mit Bedacht verabreicht werden.

Eine Nichtgabe von Wurmkurmitteln bei einem Wurmbefall ist jedoch ebenfalls nicht empfehlenswert. Denn auch die Würmer schaden dem Körper des Hundes.

Hier sollte also immer abgewägt werden, ob eine Wurmkur sinnvoll ist oder nicht. Vorsorglich ist eine Wurmkur nicht immer förderlich, da eine Ansteckung auch kurz nach Verabreichung der Wurmkur stattfinden kann.

Vielmehr sollten Wurmkuren bei einem Befall eingesetzt werden. Über eine Kotprobe kann beim Tierarzt bestimmt werden, ob der Hund von Würmern befallen ist. Somit kann eine zu häufige Medikamenteneinnahme verhindert werden.

Fazit 

Wurmkuren haben es ganz schön in sich. Nicht nur für die Würmer, sondern auch für die Hunde. Eine körperliche Reaktion des Hundes auf die Wurmkur ist relativ normal und kein Grund zur Sorge. 

Ruhe, Schlaf und ausreichend Wasser sind die besten Helfer in dieser Zeit. Erst bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes sollte ein Tierarzt zurate gezogen werden.

Da es sich bei Wurmkuren um starke chemische Medikamente handelt, solltest du diese deinem Hund nur bei einem akuten Wurmbefall verabreichen.

Hat dein Hund auch schon einmal eine Wurmkur bekommen und wie hat er darauf reagiert?

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