Hund kann sich nicht mehr auf den Beinen halten: 6 Ursachen

Mein Hund kann sich nicht mehr auf den Beinen halten

Wenn dein Hund sich nicht mehr auf den Beinen halten kann, schwankt und vielleicht sogar zittert, ist die Sorge erstmal groß.

Die Ursachen können ganz vielfältig sein, aber leider sind sie oft auch ernst. Welche 6 Ursachen zu diesem Symptom führen können, erklären wir dir im folgenden Ratgeber. Du bekommst zudem einige Tipps, wie du deinem Hund helfen kannst.


Hund kann sich nicht mehr auf den Beinen halten: Ursachen & Symptome

Hund kann sich nicht mehr auf den Beinen halten: Ursachen

Probleme mit dem Gleichgewicht, eine Kopfverletzung, eine Nervenerkrankung – es gibt viele Möglichkeiten, weswegen sich dein Hund nicht mehr alleine auf den Beinen halten kann.

Vestibularsyndrom

Das Vestibularsyndrom ist eine Störung des Gleichgewichtssinns, die häufig ältere Hunde betrifft.

Typischerweise fällt dein Hund beim Versuch zu gehen um – und zwar immer auf dieselbe Seite. 

Die gute Nachricht ist, dass das Syndrom unter fachkundiger Behandlung innerhalb weniger Tage vollständig ausheilt. 

Allerdings gibt es meist eine tiefer liegende Ursache, für das das Vestibularsyndrom nur ein Symptom ist. Dieses muss ebenfalls behandelt werden.

Verletzung der Beine

Eine Verletzung nach einem Unfall kann auch erst nach einigen Stunden bemerkbar werden, wenn das Adrenalin nachlässt.

Hinkt oder lahmt dein Hund oder belastet sichtbar einen Teil der Beine nicht, ist eine nähere Untersuchung angebracht.

Auch innere Verletzungen verschlimmern sich manchmal nur langsam. 

Ebenso kann dein Hund von dir unbeobachtet umgeknickt sein oder einen Sturz aus größerer Höhe hinter sich haben. Hiervon kann er einen Bruch oder einen Bänderriss davongetragen haben. 

Epilepsie

Auch Hunde können an der neurologischen Krankheit Epilepsie leiden.

Im Gegensatz zu Menschen krampfen sie jedoch nicht, sondern neigen eher zum angespannten Zittern am ganzen Körper.

Stehen sie beim Beginn des Anfalls noch, sacken sie unter dem Zittern förmlich in sich zusammen.

Epilepsie ist nicht heilbar. Je nach Schweregrad ist es aber möglich, deinem Hund mit Medikamenten zu helfen.

Tumore und andere neurologische Erkrankungen

Ein Gehirntumor wächst und drückt irgendwann auf das gesunde Gewebe. 

Dadurch fallen normale Abläufe des Körpers aus, da verwirrende oder keine Signale mehr gesendet werden.

Einen solchen Tumor und auch andere neurologische Erkrankungen kann nur dein Tierarzt zweifelsfrei diagnostizieren. 

Überhitzung

Heiße Tage setzen nicht nur uns Menschen zu. Auch Hunde können überhitzen. 

In abgeschlossenen Autos, in der prallen Sonne oder unter dickem Fell kann ihre Körpertemperatur so stark ansteigen, dass ihr Kreislauf zu versagen droht.

Auf zitternden Beinen, mit unkontrollierbarem Erbrechen und Durchfall zeigt dein Vierbeiner dann an, dass es zu viel geworden ist.

Das Kleintierzentrum Arndt hat noch weitere Symptome, die auf eine Überhitzung bzw. einen Hitzschlag beim Hund hinweisen:

„Wenn der Hund nicht in der Lage ist, sich abzukühlen, kann dies zu einem Hitzschlag mit schneller, flacher Atmung, Herzrasen, hochroten Schleimhäuten, Taumeln und möglicherweise Erbrechen, Durchfall und starkem Speichelfluss führen.“

💡Wichtig!

Um einer Überhitzung vorzubeugen, muss dein Hund gerade an sehr warmen Tagen immer Schatten sein und genug zu trinken haben.

Erschöpfung

Manche Hunde kennen ihre Grenzen nicht gut und powern sich über ihre Kapazitäten hinaus aus.

Gerade Welpen und ältere Hunde schlagen schon mal über die Stränge. Sie können ihre Kräfte noch nicht oder nicht mehr richtig einschätzen.

Und so wie du nach einem Marathon schlurft auch dein Vierbeiner nur noch ins Körbchen, um zu pennen. Jeder unnötige Schritt ist jetzt einfach zu viel.


Wie kann ich meinem Hund selbst helfen?

Sofern dein Hund noch atmet, keine starken Schmerzen anzeigt und keine neurologischen Anzeichen zeigt, kannst du ihn zuerst kurz selbst untersuchen.

Kontrolliere die Beine auf Schmerz und Beweglichkeit. Versuche, eine Ursache zu erkennen, weswegen dein Hund sich nicht mehr selbst auf den Beinen halten kann:

  • Siehst du eine Verletzung?
  • Lässt dein Hund die Untersuchung zu oder stört ihn etwas?

Protokolliere deine Beobachtung für den Tierarzt, um die Diagnose zu unterstützen.

Ist dein Hund spürbar zu warm und daher möglicherweise überhitzt, animiere ihn zuerst zum Trinken. Lege dann nasse Handtücher über ihn, um ihn abzukühlen. 


Wann sollte ich zum Tierarzt?

Hund beim Tierarzt auf dem Tisch

Dass ein Hund sich ohne harmlose Ursache nicht mehr auf den Beinen halten kann, ist ein ernstes Problem.

Daher solltest du auf jeden Fall immer zeitnah deinen Tierarzt aufsuchen. Wenn es ein neurologischer Anfall sein könnte, ist auch ein sofortiger Nottermin angesagt.

Ebenso solltest du sofort zur Praxis, wenn dein Hund überhitzt ist und nicht mehr oder nicht ausreichend trinkt, um das zu kompensieren. 

Dann muss er schnellstmöglich Infusionen erhalten, damit der Zustand nicht lebensbedrohlich wird.


Wann sollte ich über Einschläfern nachdenken?

Einschläfern ist immer dann eine Option, wenn nichts anderes mehr helfen kann und du deinem Hund damit Leid ersparst.

Das kann sein, wenn ein bösartiger Tumor keine Chance auf Heilung mehr verspricht oder ein Gendefekt in den Nerven vorliegt. 

Auch wenn die Lebensqualität deines Hundes durch eine eigentlich behandelbare Krankheit sehr stark eingeschränkt ist, solltest du mit deiner Tierärztin darüber sprechen.

Zudem sind manche Behandlungen so belastend, dass alte oder sehr kranke Hunde sie nicht überleben können. 


Fazit

Wenn dein Hund sich nicht mehr auf den Beinen halten kann, ist das für dich ein schlimmer Anblick. 

Leider kann es auch ein Anzeichen für eine sehr ernste Krankheit sein. Daher solltest du unbedingt tierärztlichen Rat einholen, um frühestmöglich eine Behandlung beginnen zu können.

Hast du das schon mal erlebt, dass dein Hund nicht mehr stehen konnte? Was hat ihm geholfen? Was war die Ursache? Erzähl uns deine Geschichte in den Kommentaren.


FAQ

Alter Hund kann sich nicht mehr auf den Beinen halten – mögliche Krankheiten

Es gibt eine Reihe von Krankheiten und Bedingungen, die dazu führen können, dass ein älterer Hund Schwierigkeiten hat, sich auf den Beinen zu halten. Arthritis, eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, ist eine häufige Ursache. Andere mögliche Bedingungen sind neurologische Probleme wie degenerative Myelopathie, ein fortschreitender Zustand, der das Rückenmark betrifft, oder bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die die Muskelkraft und Ausdauer beeinträchtigen können. Im Grunde kann alles, was Schmerzen verursacht oder die Kraft oder Balance beeinträchtigt, dazu führen, dass ein Hund Schwierigkeiten hat, auf den Beinen zu bleiben.

Welche Ursachen können dazu führen, dass ein Hund nicht mehr laufen kann?

Die Ursachen, warum ein Hund nicht mehr laufen kann, sind vielfältig. Neben degenerativen Gelenkerkrankungen wie Arthritis können neurologische Störungen wie ein Bandscheibenvorfall oder eine degenerative Myelopathie dazu führen, dass dein Hund nicht mehr laufen kann. Weitere Ursachen können sein: schwere Infektionen, Schmerzen, Verletzungen, bestimmte Krebserkrankungen und sogar psychische Leiden wie Angst oder Depressionen.

Warum könnte mein Hund Schwach auf den Beinen sein?

Wenn dein Hund schwach auf den Beinen ist, können dafür verschiedene Ursachen verantwortlich sein. Es könnte sich um altersbedingte Schwäche handeln, besonders wenn dein Hund ein Senior ist. Manchmal können jedoch auch ernstere Zustände dahinterstecken. Neurologische Erkrankungen, Herzerkrankungen, Muskelerkrankungen und sogar bestimmte Stoffwechselerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes, könnten dazu führen, dass dein Hund schwach auf den Beinen ist. Es ist wichtig, dass du die Symptome von deinem Hund genau beobachtest und gegebenenfalls ärztlichen Rat einholst.

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