Mein Hund kann sich nicht mehr auf den Beinen halten
Fabian

Fabian

Hund kann sich nicht mehr auf den Beinen halten: 6 Ursachen

Wenn sich dein Hund nicht mehr auf den Beinen hält, schwankt und vielleicht sogar zittert, ist die Sorge erstmal groß.

Die Ursachen können ganz vielfältig sein, aber leider sind sie oft auch ernst.

Welche das sind und was das für deinen Hund bedeutet, erklären wir dir in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Hund kann sich nicht mehr auf den Beinen halten: Ursachen & Symptome

Hund kann sich nicht mehr auf den Beinen halten: Ursachen

Probleme mit dem Gleichgewicht, eine Kopfverletzung, eine Nervenerkrankung – es gibt viele Möglichkeiten, weswegen sich dein Hund nicht mehr alleine auf den Beinen halten kann.

Vestibularsyndrom

Das Vestibularsyndrom ist eine Störung des Gleichgewichtssinns, die häufig ältere Hunde betrifft.

Typischerweise fällt dein Hund beim Versuch zu gehen um – und zwar immer auf dieselbe Seite. 

Die gute Nachricht ist, dass das Syndrom unter fachkundiger Behandlung innerhalb weniger Tage vollständig ausheilt. 

Allerdings gibt es meist eine tiefer liegende Ursache, für das das Vestibularsyndrom nur ein Symptom ist. Dieses muss ebenfalls behandelt werden.

Verletzung der Beine

Eine Verletzung nach einem Unfall kann auch erst nach einigen Stunden bemerkbar werden, wenn das Adrenalin nachlässt.

Hinkt oder lahmt dein Hund oder belastet sichtbar einen Teil der Beine nicht, ist eine nähere Untersuchung angebracht.

Auch innere Verletzungen verschlimmern sich manchmal nur langsam. 

Ebenso kann dein Hund von dir unbeobachtet umgeknickt sein oder einen Sturz aus größerer Höhe hinter sich haben, von dem er einen Bruch oder einen Bänderriss davongetragen hat. 

Epilepsie

Auch Hunde können an der neurologischen Krankheit Epilepsie leiden.

Im Gegensatz zu Menschen in dramatischen medizinischen Fernsehserien krampfen sie jedoch nicht, sondern neigen eher zum angespannten Zittern am ganzen Körper.

Stehen sie beim Beginn des Anfalls noch, sacken sie unter dem Zittern förmlich in sich zusammen.

Epilepsie ist nicht heilbar. Je nach Schweregrad ist es aber möglich, dass du lernst, wie du deinem Hund seine Medikamente verabreichst, sodass du für Anfälle gewappnet bist.

Tumore und andere neurologische Erkrankungen

Ein Gehirntumor wächst und drückt irgendwann auf das gesunde Gewebe. 

Dadurch fallen normale Abläufe des Körpers aus, da verwirrende oder keine Signale mehr gesendet werden.

Einen solchen Tumor und auch andere Erkrankungen, die für neurologische Ausfälle sorgen, kann nur dein Tierarzt zweifelsfrei diagnostizieren. 

Überhitzung

Heiße Tage setzen nicht nur uns Menschen zu. Auch Hunde können überhitzen. 

Nicht nur in abgeschlossenen Autos, sondern auch in der prallen Sonne oder unter dickem Fell kann ihre Körpertemperatur so stark ansteigen, dass ihr Kreislauf droht zu versagen.

Auf zitternden Beinen, mit unkontrollierbarem Erbrechen und Durchfall zeigt dein Vierbeiner dann an, dass es zu viel geworden ist.

Um einer Überhitzung vorzubeugen, ist es wichtig, dass gerade an sehr warmen Tagen dein Hund immer Schatten und genug zu trinken hat.

Erschöpfung

Manche Hunde kennen ihre Grenzen nicht gut und powern sich über ihre Kapazitäten hinaus aus.

Gerade Welpen und ältere Hunde, die ihre Kräfte noch nicht oder nicht mehr gut einschätzen können, schlagen schon mal über die Stränge.

Und so wie du nach einem Marathon auch denkst, nie wieder einen Schritt gehen zu können, schlurft auch dein Vierbeiner nur noch ins Körbchen, um zu pennen.

Wie kann ich meinem Hund selbst helfen?

Sofern dein Hund noch atmet, keine starken Schmerzen anzeigt und keine neurologischen Anzeichen zeigt, kannst du ihn zuerst kurz selbst untersuchen.

Kontrolliere die Beine auf Schmerz und Beweglichkeit. Versuche, eine Ursache zu erkennen, weswegen dein Hund sich nicht mehr selbst auf den Beinen halten kann.

Siehst du eine Verletzung? Lässt dein Hund die Untersuchung zu oder stört ihn etwas?

Protokolliere für deine Tierärztin deine Beobachtung!

Ist dein Hund spürbar zu warm und daher möglicherweise überhitzt, animiere ihn zuerst zum Trinken und lege nasse Handtücher über ihn, um ihn abzukühlen. 

Wann sollte ich zum Tierarzt?

Hund beim Tierarzt auf dem Tisch

Dass ein Hund sich nicht mehr auf den Beinen halten kann, ohne dass für dich eine harmlose Ursache erkennbar ist, ist ein ernstes Problem.

Daher solltest du auf jeden Fall immer zeitnah deinen Tierarzt aufsuchen. Wenn es ein neurologischer Anfall sein könnte, ist auch ein sofortiger Nottermin angesagt.

Ebenso solltest du sofort zur Praxis, wenn dein Hund überhitzt ist und nicht mehr oder nicht ausreichend trinkt, um das zu kompensieren. 

Dann muss er schnellstmöglich Infusionen erhalten, damit der Zustand nicht lebensbedrohlich wird.

Wann sollte ich über Einschläfern nachdenken?

Einschläfern ist immer dann eine Option, wenn nichts anderes mehr helfen kann und du deinem Hund damit Leid ersparst.

Das kann sein, wenn ein bösartiger Tumor keine Chance auf Heilung mehr verspricht oder ein Gendefekt in den Nerven vorliegt. 

Auch wenn die Lebensqualität deines Hundes durch eine eigentlich behandelbare Krankheit so stark eingeschränkt ist, dass ihn gehen zu lassen eine Erlösung bedeutet, solltest du mit deiner Tierärztin darüber sprechen.

Zudem sind manche Behandlungen so belastend, dass alte oder sehr kranke Hunde sie nicht überleben können. 

Fazit

Wenn dein Hund sich nicht mehr auf den Beinen halten kann, ist das für dich ein schlimmer Anblick. 

Leider kann es auch ein Anzeichen für eine sehr ernste Krankheit sein. Daher solltest du unbedingt tierärztlichen Rat einholen, um frühestmöglich eine Behandlung beginnen zu können.

Hast du das schon mal erlebt, dass dein Hund nicht mehr stehen konnte? Was hat ihm geholfen? Was war die Ursache? Erzähl uns deine Geschichte in den Kommentaren.

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