Hund legt sich auf den Rücken
Lilly Reimann

Lilly Reimann

Hund legt sich auf den Rücken? Das steckt wirklich dahinter!

Um sich untereinander und mit uns Menschen zu verständigen, haben Hunde ein großes Repertoire an Gestik, Mimik und Verhaltensweisen. 

Dabei kann es sein, dass hinter einem bestimmten Verhalten gleich mehrere Bedeutungen stecken. 

Das gilt auch dafür, wenn dein Hund sich auf den Rücken legt. Was es bedeutet?

Finde es im folgenden Ratgeber heraus.

Mein Hund legt sich immer auf den Rücken: Bedeutung

hund rücken

Dein Hund legt sich immer auf den Rücken? Dann kann das auf unterschiedliche Art und Weise gedeutet werden. Was dahinter steckt? Unter anderem die folgenden „Aussagen“.

Hund legt sich auf den Rücken, wenn ich komme

Hinter diesem auf den Rücken legen steckt ganz klar diese Bedeutung: Dein Hund freut sich, dass Du wieder zu Hause bist. Ebenso kann es sein, dass hier auch gleich eine Aufforderung zum Spielen und Streicheln mitinbegriffen ist.

Hier darfst Du dann ausgiebig den Bauch kraulen – mit dem Versuch, den Rücken zu kraulen, wird es in dieser Position natürlich etwas schwierig.

Hund legt sich auf den Rücken und schnappt

Nicht mehr ganz so freundlich sieht es dagegen aus, wenn Dein Hund sich auf den Rücken legt und nach Dir oder auch einem anderen Tier schnappt.

Denn Schnappen ist und bleibt ein Ausdruck, der als aggressiv ausgelegt werden kann. Dennoch kann es sein, dass Dein Hund hier keinen Angriff plant oder sich verteidigen möchte.

Vielleicht zwickt ihn etwas, er hat Schmerzen? Schnappen kann nämlich ebenso ein Versuch sein, Dich als Halter auf diesen Umstand hinzuweisen.

Hund legt sich auf den Rücken beim Schlafen

Weiter geht es mit dem schlafenden Hund, der diesen „Zeitvertreib“ auf dem Rücken „abliegt“. Tatsächlich kannst Du hier davon ausgehen, dass Dein Hund tiefenentspannt ist.

Was das ebenfalls heißt: Dein Hund vertraut Dir und seiner Umgebung zu 100 %. Täte er das nicht, würde er in einer Phase, wo er nur halb wachsam ist, nicht seine empfindlichste und verletzlichste Körperstelle präsentieren.

Gut zu wissen:

Es gibt einen einfachen Grund, warum das auf den Rücken legen der ultimative Vertrauensbeweis ist.

Denn hinter der Bauchdecke befinden sich alle lebenswichtigen Organe. Darüber hinaus legt ein Hund, der sich seinem Gegenüber so präsentiert, auch seine Kehle frei.

Hund legt sich auf den Rücken beim Spielen

Dein Hund möchte spielen? Auch hier ist es nicht ungewöhnlich, wenn Deine Fellnase sich dabei auf den Rücken wirft.

Erneut wird Dir dabei die verletzliche Unterseite präsentiert. Bedeuten kann das zweierlei: Zum einen vertraut Dein Hund Dir, er weiß, dass Du ihn nicht verletzen wirst. Zum anderen kann hier auch eine Form der Unterwerfung vorliegen.

Deine Fellnase weiß schließlich, dass Du das Alphatier und damit der Rudelführer bist. Diese Rolle nimmst Du dann auch beim gemeinsamen Spielen ein.

Ist auf den Rücken legen bei Hunden immer ein Zeichen der Unterwerfung?

Wie die oben genannten Beispiele gezeigt haben, ist das auf den Rücken legen nicht immer ein Zeichen der Unterwerfung.

Wird es als solches ausgelegt, spielen weitere Faktoren eine Rolle:

  • Wie ist das übrige Verhalten Deines Hundes Dir gegenüber?
  • Hat er die Rute eingezogen?
  • Zieht er den Kopf zurück?
  • Winselt er?

Sind diese Verhaltensweisen ebenfalls sichtbar, fühlt sich Dein Hund Dir unterlegen. Beziehungsweise: Er räumt ein, dass Du ranghöher bist.

Das gilt ebenso im Umgang mit anderen Hunden, und kann auch mit Schnappen gekoppelt sein. Das kann unter anderem dann auftreten, wenn er beim Gassi gehen auf andere Hunde trifft.

Wedelt Dein Vierbeiner dagegen freudig mit der Rute, hat scheinbar jede Menge Flausen im Kopf? Dann ist es wahrscheinlicher, dass er einfach nur spielen will.

Gut zu wissen:

Auf den Rücken legen hat noch eine weitere Funktion. Hiermit soll signalisiert werden: Ich komme in friedlicher Absicht, ich möchte mich nicht streiten.

Ist es doch einmal zu einer zwischen-caninen Auseinandersetzung gekommen, möchte der auf dem Rücken liegende Hund den Konflikt so beenden.

Wann sollte ich das auf den Rücken legen unterbinden? 

An sich sollte man meinen, dass die Angewohnheit, sich auf den Rücken zu legen, keine Angelegenheit ist, bei der Du Dich einmischen solltest.

Es kann aber durchaus eine Ausnahme geben – und zwar vor allem dann, wenn andere Hunde den Auslöser hierfür setzen.

Ein Dominanzverhalten beziehungsweise das klare Definieren einer rudelinternen Rangordnung ist hier nicht das Problem.

Was aber zum Problem werden kann, ist dies: Ist ein Hund zu dominant, „buttert“ also einen anderen Hund permanent unter, spricht man auch bei den Vierbeinern von Mobbing.

Das drückt sich unter anderem darin aus, dass der gemobbte Hund sich regelmäßig unterwirft. Er weiß nicht, wie er das Mobbing beenden soll.

Hast Du den Eindruck, dass das der Fall ist? Dann gilt es hier zunächst, das Dominanzverhalten des Mobbers anzugehen, um langfristig das auf den Rücken legen des unterwürfigen Hundes zu unterbinden.

Fazit

Legt sich Dein Hund auf den Rücken, kann das unterschiedlich interpretiert werden. Wichtig ist immer, dass Du sowohl die Situation als auch weitere Verhaltensweisen mit in Betracht ziehst. 

Denn nicht immer bedeutet diese Geste, dass sich ein Hund unterwerfen will und sich damit als rangniedriges Mitglied des Rudels fühlt. 

Eingreifen solltest Du bei Deiner Fellnase aber dann, wenn das auf den Rücken legen als Teil caninen Mobbings geschieht – also in Gegenwart von beziehungsweise bei anderen Hunden.

Welche Erfahrungen hast Du gemacht, wenn es um auf den Rücken legen geht? Teile diese gerne in den Kommentaren mit uns!

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