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Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund Ruhe beibringen: Schritt-für-Schritt erklärt & 3 Tipps

Manchmal ist es gar nicht so einfach, einen Hund zur Ruhe erziehen zu wollen.

Bei Welpen fragt man sich häufig, ob das überhaupt funktioniert?

Ja! Man kann einen Welpen zur Ruhe bringen und auch einem erwachsenen Hund Entspannung beibringen. 

Wenn du dich fragst:

Wie bekomme ich einen entspannten Hund?

Sind wir der perfekte Ansprechpartner für dich. 

Wir haben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt, die dich und deinen Hund an Hand und Pfote nehmen wird.

Kurz & Knapp: Hund zur Ruhe bringen – So klappt es

Hunde verstehen das Prinzip des Nichtstuns und der Ruhe nicht. Das einzige, was wir ihnen beibringen können, ist Warten.

Das erfordert aber sehr viel Selbstbeherrschung und hat mit tatsächlicher Entspannung eigentlich nicht viel zu tun.

  1. Du kannst deinen Hund “Bleib” ausführen lassen.
  2. Dann gibst du das Kommando “Ruhe”.
  3. Wenn er ruhig bleibt und sich nur ein wenig bewegt oder sogar gar nicht, belohnst du ihn.
  4. Lasse deinen Hund immer mal wieder warten und belohne ihn, wenn er ruhig bleibt.

Für mehr Tipps und Anleitungen kannst du in unserer Hundeerziehungsbibel vorbeischauen. Diese erspart dir eine langwierige Suche im Internet.

Inhaltsverzeichnis

Hund Gelassenheit beibringen – Das musst du noch beachten

Wie erwähnt, wird dein Hund nicht wirklich die “Entspannung” lernen.

Entspannung setzt nur ein, wenn dein Hund das tatsächlich selbst will.

Nicht genug Belohnung

Selbstbeherrschung ist für Hunde schwer umsetzbar. 

Jeder noch so kleine Versuch, die Energie zurückzuhalten und ruhig zu bleiben, muss von dir angemessen belohnt werden.

Dein Hund findet keine Ruhe?

Wenn dein Hund keine Ruhe findet, kann das vielerlei Gründe haben. Ich habe dir 3 davon aufgelistet: 

  1. Dein Hund fühlt sich nicht sicher.
  2. Dein Hund ist nicht ausgelastet.
  3. Dein Hund wird von dir angestachelt.

Das kannst du tun, wenn einer der Punkte oben zutrifft: 

1. Dem Hund Sicherheit geben

Im ersten Fall musst du in einer deutlich ruhigeren Umgebung üben. Beginne damit, in der eigenen Wohnung zu trainieren. 

Es wird deinem Hund dann sehr viel leichter fallen, sich zu entspannen. Gerade einem Welpen Ruhe beibringen ist ohne eine vertraute Umgebung fast unmöglich.

2. Deinem Hund Auslastung bieten

Braucht dein Hund ständig Action? Nicht jeder hat das Glück, einen von Natur aus entspannten Couchhüter zu adoptieren. 

Vielleicht ist dein Hund nicht genügend beschäftigt…

Meine erste Hündin war ein Energiebündel – die hat sich nur entspannt, wenn sie davor ein paar Stunden auf Hochtouren gelaufen ist.

Achte darauf, dass dein Hund die Möglichkeit hat, alle angestaute Energie und auch Frust herauszulassen.

Nicht zu unterschätzen ist auch die geistige Auslastung, die dein Hund ebenso wie körperliche Aktivitäten benötigt. Beschäftige deinen Hund regelmäßig mit Denkaufgaben, wie beispielsweise Suchspiele, Nasenarbeit oder Intelligenzspielzeug.

3. Richtig mit dem Hund spielen

Wenn dein Hund ständig von dir oder anderen Personen angestachelt wird, kann es sein, dass er nicht richtig zur Ruhe kommt. 

Daher ist es wichtig, Spielzeiten einzuführen, in denen du dir die Zeit nimmst, mit deinem Vierbeiner so richtig Spaß zu haben. Achte darauf, den Hund nicht anzustacheln, indem du nicht zu hektisch wirst und das Spiel beendest, sobald dein Hund zu wild wird. 

Am besten leitest du die Spielphasen mit einem Wortsignal ein und natürlich solltest du selber in spielerischer Laune sein. 

Es funktioniert häufig gut, in der Wohnung nie mit dem Hund zu spielen.

So erlebt dein Hund die Wohnung als ruhigen Ort, an dem er sich entspannen kann. Spiele stattdessen lieber im Garten oder beim Spaziergang mit ihm.

Belohnung ist sehr wichtig in der Hundeerziehung, denn durch sie lernt dein Hund, positives Verhalten zu wiederholen. 

So lange wird es dauern …

… bis dein Hund ruhig warten kann.

Da jeder Hund unterschiedlich schnell lernt, kann man die Frage nach der Dauer nur vage beantworten. 

Rechne damit, im Zweifelsfall gut 15 Trainingseinheiten á 10-15 Minuten zu brauchen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Dem Hund Ruhe beibringen

Bevor wir anfangen, solltest du wissen, welche Utensilien du für die Schritt-für-Schritt-Anleitung gebrauchen kannst.

Benötigte Utensilien

Du benötigst in jedem Fall Leckerlis.

Alles, was deinem Hund Freunde macht und als Belohnung gilt, darf benutzt werden.

Die Anleitung

  1. Du lässt deinen Hund “Bleib” ausführen.
  2. Gib ihm dann das Kommando “Ruhe”.
  3. Sobald dein Hund ein paar Sekunden ruhig wartet, belohnst du ihn.
  4. Es ist okay, wenn dein Hund ein wenig Bewegung zeigt. Unter anderem eine andere Sitzposition einnehmen. Belohne ihn trotzdem, solange er sich nicht von der Stelle bewegt.

Wichtig:

Mache den Unterschied zwischen Bleib und Ruhe klar. Bei Ruhe darf dein Hund auch ein wenig Bewegung zeigen. Bei Bleib nicht.

Erklär-Video

Fazit

Du kannst deinem Hund zwar Ruhe beibringen, aber wir raten dir lieber dazu, ihm das Leben so angenehm zu machen, dass er sich von selbst entspannt.

Sorge für eine ruhige Wohnung, viel Bewegung und behalte auch selbst einen kühlen Kopf.

Für mehr Tipps und Anleitungen kannst du in unserer Hundeerziehungsbibel vorbeischauen.

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