Leistenbruch beim Hund - Kompletter Ratgeber
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Leistenbruch beim Hund: Symptome, Ursachen & OP-Kosten

Auch in einem glücklichen Hundeleben kann es ab und zu ein Zipperlein geben. Dazu kann unter anderem der Leistenbruch beim Hund gehören. 

Und dieser gehört definitiv zu den wirklich unangenehmen Dingen, von denen Dein Hund betroffen sein kann. 

In unserem Ratgeber erhältst Du nun Wissenswertes und Tipps rund um dieses wichtige Thema.

Inhaltsverzeichnis

Leistenbruch beim Hund erkennen – Symptome

Leistenbruch beim Hund erkennen

Die wichtigste Frage zuerst: Wie kann einen Leistenbruch beim Hund überhaupt erkennen? 

Wie bei allen Erkrankungen gibt es auch für den Leistenbruch Symptome. Diese können auf diesen hinweisen, müssen es aber nicht zwangsläufig.

So auch bei der sogenannten Hernie. Hast Du den Verdacht, dass Dein Hund unter dieser leidet, kannst Du das an mehreren Anzeichen erkennen.

Dazu gehören unter anderem: Dein Hund presst, womöglich unter Schmerzen, Kot ab. Ebenfalls kannst Du möglicherweise eine Beule in der Leistengegend ertasten. Beide Symptome sind ernst zu nehmen.

Haben diese sich nach einigen Tagen nicht gebessert und kann Dein Hund auch keinen Harn mehr absetzen, heißt es: Ab zum Tierarzt. Denn dieser Zustand kann lebensgefährlich für Deinen Vierbeiner werden.

Gut zu wissen:

Bei einem Leistenbruch handelt es sich nicht um einen klassischen Bruch. Tatsächlich wird hiermit folgender Umstand bezeichnet: Das Austreten von Organen, meist dem Darm, und Gewebe durch eine Öffnung in der Muskelschicht.

Diese wiederum liegt in der Leistengegend. Bei Rüden findest Du diese in der Nähe der Hoden.

Ursachen: Wie kommt es überhaupt zu einem Leistenbruch?

Wie kann ein Leistenbruch überhaupt entstehen? Schließlich entscheidet sich ein Teil des Hundedarms ja nicht einfach so, aus der Bauchhöhle auszutreten. Tatsächlich gibt es mehrere Ursachen, die eine Hernie begünstigen.

Ein Grund kann bereits in den Genen verankert sein. Ist der Leistenspalt zu breit, ist ein Leistenbruch mehr oder weniger vorprogrammiert – muss dies aber nicht sein!

Ebenfalls gelten einige sogenannte stumpfe Traumata als Auslöser für einen Leistenbruch. Ist Dein Hund beispielweise gestürzt, hat einen Schlag oder Stoß abbekommen, kann auch das eine Hernie verursachen.

Gut zu wissen:

Vor allem jüngere Hunde können von einem Leistenbruch betroffen sein. Ebenfalls ist festgestellt worden, dass Hündinnen anfälliger für Hernien sind als Rüden.

Kann ein Leistenbruch von alleine abheilen?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Jein. Ein kleinerer Leistenbruch kann durchaus von alleine heilen. Das liegt aber auch im Alter des Hundes begründet.

Je jünger die Fellnase und je kleiner die Hernie, desto wahrscheinlicher, dass diese von alleine wieder zuwächst und verschwindet.

Ist der Bruch allerdings groß, bleibt als einzige Option, den Hund zum Tierarzt zu bringen und operieren zu lassen. Dabei ist es nebensächlich, ob es sich um eine Hernie bei einem Welpen oder einen Leistenbruch bei alten Hunden handelt.

Wie kann ich meinem Hund helfen?

Wie erwähnt, ist ein Gang zum Tierarzt in vielen Fällen unvermeidlich. Und darin liegt eine Hilfe, die Du Deiner Fellnase geben kannst – die Behandlung durch einen Experten. 

Denn wie Du durch unseren Ratgeber weißt, ist ein Leistenbruch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Der Grund: Die mögliche Schädigung lebenswichtiger Organe sowie im schlimmsten Fall der Tod des Hundes.

Muss ein Leistenbruch beim Hund operiert werden?

Leistenbruch beim Hund Operation

Ob ein Leistenbruch beim Hund operiert werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab. Denn: Jede OP bedeutet immer auch ein Risiko. Lässt sich diese vermeiden, umso besser.

Wie erwähnt, spielen Alter des Hundes und die Hernien-Größe eine erste Rolle. Handelt es sich beispielsweise um eine kleine Nabelhernie, ist eine OP meist nicht notwendig.

Oder aber der Leistenbruch kann repariert werden, wenn die kleine Fellnase beispielsweise ohnehin kastriert werden soll.

Ist der Hund bereits älter, kann eine OP sinnvoll sein. Allerdings erhöhen sich mit dem Alter auch die OP-Risiken. Denn der Hundeorganismus ist nicht mehr ganz so belastbar wie bei einem jungen Hund.

OP-Kosten

Ebenfalls nicht vergessen solltest Du die OP-Kosten. Denn diese fallen in der Regel recht hoch aus. Sinnvoll kann hier eine Hundeversicherung sein. Diese kann Tierarztkosten abdecken.

Die OP-Kosten für einen einseitigen Eingriff belaufen sich auf ca. 200 Euro und ein beidseitiger Eingriff auf ca. 290 Euro.

Dabei solltest Du mit weiteren Kosten rechnen für die Narkose, Folgeuntersuchungen, Schmerzmittel, usw.

Was muss ich nach der OP beachten?

Da es sich bei einer OP um einen anstrengenden Eingriff handelt, solltest Du einige postoperative Dinge bei Deinem Hund beachten.

Ganz wichtig ist, dass er sich zunächst von dieser und der Betäubung erholen kann. Denn er wird noch einige Zeit danach etwas wackelig auf den Beinen sein.

Des Weiteren musst Du darauf achten, dass Deine Fellnase sich in den ersten 2 bis 3 Wochen nicht sofort wieder verausgabt und überanstrengt. Nur so kann die Wunde gut abheilen.

Wichtig ist ebenfalls, dass die Fellnase eine Halskrause trägt. So kann verhindert werden, dass Dein Hund sich die Wunde wieder aufleckt.

Erfahrungen von Hundebesitzern bei einem Leistenbruch

Erfahrungen anderer Hundebesitzer können Dir vielleicht bei der Entscheidung pro oder contra OP weiterhelfen.

„(…) Wir haben diesen operieren lassen, da sie immer mal wieder (…) Schmerzen hatte. Die OP hat ihr Linderung verschafft und es ist alles wie vorher.“

„Sprich das Für und Wider mit dem TA ab, ggf. noch einmal mit einem zweiten TA.“

Fazit

Ein Leistenbruch beim Hund kann eine ernste Angelegenheit sein. Vor allem, wenn Dein Hund schon etwas älter ist, kann eine OP lebensrettend sein. Wichtig ist, dass Du mögliche Symptome rechtzeitig erkennst, beobachtest und entsprechend handelst. Hast Du vielleicht bereits Erfahrungen mit einem Leistenbruch beim Hund? Dann teile diese gerne in unseren Kommentaren.

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