Ohrrandnekrose beim Hund
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Ohrrandnekrose beim Hund: 2 Ursachen, Symptome & 3 Tipps

Eine Ohrrandnekrose beim Hund ist eine langwierige Erkrankung, die du unbedingt behandeln musst. Dabei verschlimmert sich eine Wunde am Ohr deines Hundes so sehr, dass das Gewebe dort abstirbt. 

Du findest das Krankheitsbild Ohrrandnekrose auch unter dem Namen blutige Ohrränder beim Hund.

Was dazu führt, dass sich eine Ohrrandnekrose beim Hund entwickelt und was du zur Vorbeugung tun kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Kurz & Knapp: Was ist eine Ohrrandnekrose?

Bei einer Ohrrandnekrose beim Hund sterben Zellen durch eine Unterversorgung mit Sauerstoff ab. Eine solche Nekrose entsteht durch eine Störung im Immunsystem oder eine schlecht verheilende oder sogar infizierte Wunde.

Da eine heilende Wunde bei deinem Hund Juckreiz auslöst, wird er sich immer wieder kratzen und dadurch die Wunde aufreißen. Dies solltest du verhindern und gleichzeitig die Wundheilung unterstützen. 

Bei Dr. Sam erfährst du alles rund um die Gesundheit deines Hundes. Jeden Tag kannst du per WhatsApp ganz spontan von 8 bis 24 Uhr eine Online-Sprechstunde vereinbaren und den Tierärzten Fragen zu Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten stellen.

Inhaltsverzeichnis

2 Ursachen für eine Ohrrandnekrose

Tierarzt untersucht Hund

Ohrrandnekrosen entstehen durch eine gestörte oder verminderte Durchblutung der Ohrränder. Dadurch leidet die Sauerstoffversorgung der Zellen. Dauert diese zu lang an oder wird komplett unterbunden, sterben die Zellen unwiderruflich ab. 

Dieses Absterben bezeichnet man als Nekrose. Die Zellen verfärben sich nach einiger Zeit schwarz.

1. Immunvermittelte Ohrrandnekrosen

Meist sind Ohrrandnekrosen beim Hund die Folge von sogenannten immunvermittelten Veränderungen der Blutgefäße. 

Immunvermittelt heißt, dass das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Zellen als fremde Zellen ansieht und diese angreift. Wie es zu diesen immunvermittelten Veränderungen kommt, ist noch unbekannt.

Allerdings sind überdurchschnittlich häufig Hunde mit kurzem Fell und dünner Ohrbehaarung betroffen wie Dobermann, Viszla, Pinscher oder Weimeraner.

2. Ohrrandnekrose durch gestörte Wundheilung

Die zweite häufige Ursache für das Entstehen einer Ohrrandnekrose beim Hund sind Wunden am Ohr, die nicht oder nur schlecht verheilen. Sie bilden geschwulstartige, juckende Verdickungen am Ohrrand.

Wenn dein Hund sich nun deswegen an den Ohren kratzt oder den Kopf schüttelt, reißen diese Verdickungen immer wieder auf und vergrößern die ursprüngliche Wunde. 

Auch eine infizierte Wunde, zum Beispiel nach einem Biss oder nach dem Kratzen, nekrotisiert schnell, wenn man sie unbehandelt lässt.

Symptome und Behandlung

Wunden am Ohr solltest du immer aufmerksam beobachten und ihren Heilungsprozess im Auge behalten. Ist deutlich, dass eine Wunde nicht richtig heilt oder sie Anzeichen einer Infektion zeigt, solltest du deinen Tierarzt immer hinzuziehen.

Eine immunvermittelte Krankheit kann auch nur deine Tierärztin diagnostizieren. Die Praxis nimmt dann eine Gewebeprobe und lässt diese analysieren. Bestätigt sich der Verdacht, besprecht ihr die weitere Behandlung.

Bist du dir unsicher, ob eine Wunde am Ohr deines Hundes ordnungsgemäß verheilt, kannst du schnell bei Dr. Sam Rat suchen. Per WhatsApp buchst du unkompliziert eine Video-Sprechstunde bei einem erfahrenen Tierarzt, der dir alle Fragen direkt beantwortet.

Was hilft bei Ohrrandnekrose beim Hund? 3 Tipps

Du verhinderst die Bildung einer Ohrrandnekrose bei deinem Hund, indem du seine Wundheilung unterstützt und förderst. Gleichzeitig musst du die Wunde vor einer Infektion und ständigem Kratzen schützen.

1. Ohren vor Kratzen schützen

Das Kratzen und Kopfschütteln reißt die Wunde immer wieder auf. Gegen Kratzen hilft entweder ein Ohrenschutz aus Stoff oder eine Halskrause. Beides wird allerdings nicht von jedem Hund toleriert, das solltest du also zuerst ausprobieren.

2. Wundheilung unterstützen

Entzündungshemmende Salben beruhigen die Haut, lindern Entzündungen und können vor neuen Infektionen schützen. Sie sollten aber nur dünn aufgetragen werden. Zudem musst du darauf achten, dass dein Hund sie nicht durch Kratzen oder Lecken aufnehmen kann.

Gelpflaster aus der Humanmedizin sind bei tieferen Wunden ein gutes Mittel. Sie verbleiben für bis zu einer Woche auf der Wunde und sind nicht so leicht abzukratzen. Bevor du sie aber aufklebst, muss die Wunde gereinigt und trocken sein.

3. Tierärztliche Maßnahmen

Für eine immunvermittelte Erkrankung kann manchmal ein durchblutungsförderndes Medikament ausreichen. Das verschreibt deine tierärztliche Praxis individuell auf deinen Hund abgestimmt.

Ist die Ohrrandnekrose beim Hund bereits sehr weit fortgeschritten, hilft leider nur noch eine operative Entfernung des abgestorbenen Gewebes. Sonst droht eine Ausbreitung und Verschlimmerung des Zustandes.

Wie kann eine Ohrrandnekrose verhindert werden?

Die Gefahr einer Ohrrandnekrose sinkt drastisch, je früher eine Wunde entdeckt und behandelt wird. Deswegen solltest du deinen Hund nicht nur regelmäßig zum tierärztlichen Check-up bringen, sondern ihn auch einmal pro Woche selbst untersuchen.

Wenn dein Hund rassetpyisch ein erhöhtes Risiko für eine Ohrrandnekrose aufweist, solltest du kleinere Wunden am Ohr nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit dünn aufgetragener Ringelblumensalbe kannst du hier schon die Heilung unterstützen.

Fazit

Eine Ohrrandnekrose beim Hund darf nicht unbehandelt bleiben. Am besten unterstützt du Wunden schon früh in ihrem Heilungsprozess, um ein Nekrotisieren zu verhindern.

Auch einer Immunerkrankung kann dein Tierarzt entgegenwirken und so das Risiko einer Ohrrandnekrose senken. 

Bei Dr. Sam erhältst du jeden Tag per Online-Sprechstunde schnell und unkompliziert tierärztlichen Rat. Erfahrene Profis unterstützen dich bei allen Fragen zu Erkrankungen deines Hundes und besprechen mit dir individuell, kompetent und in Ruhe die Behandlungsmöglichkeiten. 

Titelbild Quelle: Dog Forum Deutschland

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