Plötzliches Aufschreien beim Hund
Lucy

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Plötzliches Aufschreien beim Hund: 5 Ursachen & 4 Tipps

Wenn dein Hund plötzlich aufschreit, gehen bei dir vermutlich erstmal alle Alarmglocken an.

Dabei kann die Ursache ganz harmlos sein – doch auch sehr bedrohliche Situationen können der Auslöser sein.

Damit du sofort handeln kannst, erklären wir dir in diesem Artikel, was dahinter stecken kann, wenn dein Hund plötzlich schreit.

Inhaltsverzeichnis

Kurz & knapp: Was bedeutet plötzliches Aufschreien beim Hund?

chihuahua ängstlich

Dass dein Hund plötzlich aufschreit, kann viele verschiedene Ursachen haben, die von ganz harmlos bis lebensbedrohlich reichen.

Oft steckt nur ein Schreckmoment dahinter, ein Albtraum oder unliebsame Begegnung. Auch aus purer Freude kann dein Hund schon mal nicht mehr an sich halten.

Aber wenn dein Hund plötzlichen Schmerz empfindet und aufjault, sich verletzt oder akut erkrankt, sind schwere Folgen nicht ausgeschlossen.

Daher ist immer wichtig, dass du verstehst, was zu dem Schreien geführt hat.

Mein Hund schreit plötzlich auf – Ursachen & weitere Symptome

Ein bloßes Aufschreien, das sofort wieder verstummt, ist oft harmlos. 

Kommen weitere Symptome hinzu, ist aber auch eine gefährliche Ursache nicht ausgeschlossen.

1. Erschrecken

Auch Hunde können sich erschrecken und sind je nach Persönlichkeit mehr oder weniger schreckhaft.

Dann reicht auch ein eigentlich harmloses, unerwartetes Ereignis wie eine Hundebegegnung aus, um deinen Hund kurz aufjaulen zu lassen.

Meistens bleibt es aber bei dem kurzen Schreck. 

Sollte dein Hund aber sehr nervös sein oder droht sich eine Angststörung zu entwickeln, ist spezielles Training empfehlenswert.

2. Angst

Manche Hunden reagieren auf Bedrohung mit Aggressivität oder sogar einem Angriff.

Andere hingegen äußern ihre Angst durch schrilles Schreien, wie du es auch bei einem menschlichen Kleinkind erleben würdest.

Angst kann durch vieles ausgelöst werden und sich entweder nur einen kurzen Moment oder auch über Minuten erstrecken.

Häufig entwickeln Hunde z.B. Angst vor dem Alleinsein und jaulen, wenn du nicht in der Wohnung bist. 

Wichtig:

Angst ist mehr als Erschrecken. Ein verängstigter Hund ist oft unberechenbar, deswegen solltest du hier Vorsicht walten lassen, wenn du dich ihm näherst. 

3. Verletzung 

So wie auch du „Au“ schreist, wenn du dich verletzt, reagieren Hunde auf Wunden und Verletzungen mit Bellen oder Jaulen.

Wenn dein Hund also plötzlich aufschreit, ist es auch möglich, dass er sich gerade verletzt hat.

Dabei kann die Verletzung auch nur leicht sein und es war nur der erste Schmerz, der deinen Hund aufbellen ließ.

Es kann aber auch sein, dass dein Hund im ersten Moment der Verletzung gar nicht anschlägt, dann mit zunehmendem Schmerz aber dir sein Leid mitteilen will.

Eine Verletzung kann aber auch schwerwiegend sein. Achte daher auf weitere Symptome und vor allem darauf, wo Berührungen deinen Hund schmerzen. 

Wenn er schon beim Hochheben schreit, ist die Verletzung vermutlich weitaus schlimmer, als es den Anschein hat. 

4. Erkrankung

Ein sehr weites Feld ist eine mögliche Erkrankung, bei der dein Hund Schmerz oder Unwohlsein äußern will.

Innere Erkrankungen, die z.B. den Magen oder Darm betreffen, sind oft äußerlich kaum erkennbar

Dein Hund kann dir aber nicht genau anzeigen, wo er Schmerzen empfindet, sondern nur auf sich aufmerksam machen.

Hier ist daher wichtig, dass du auf weitere Symptome achtest.

Gerade Durchfall und Erbrechen oder Würgen in Verbindung mit Schmerzensschreien solltest du nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Wenn dein Hund schreit und krampft, kann dies auch lebensbedrohlich sein. 

5. Freude

Auch ein ganz und gar ungefährlicher Grund kann vorliegen, wenn dein Hund plötzlich aufschreit: pure Freude.

Beobachten kannst du das gut, wenn er einen geliebten Menschen oder Vierbeiner nach längerer Zeit wiedersieht.

Dann weiß er gar nicht mehr, wohin mit einem Glück, und schreit dies förmlich aus sich heraus. 

Wie kann ich meinem Hund helfen? 4 Tipps

Die wichtigste Frage eines Hundebesitzers ist immer, wie man in konkreten Situationen eingreifen kann, um Leid zu lindern.

Der Bedarf an Hilfe hängt dabei immer von der Ursache des Aufschreiens ab. Daher musst du diese zuerst klären, um zielgerichtet und schnell helfen zu können.

1. Beruhigen

Für fast alle Ursachen ist wichtig, deinen Hund erstmal zu beruhigen

Achte aber auf deine eigene Sicherheit: Selbst der friedlichste Hund kann unter Schmerzen oder Angst panisch werden und dich dann sogar beißen.

Versuch, so wenig angsteinflößend wie möglich zu wirken: Sprich mit ruhiger, leiser Stimme und beug dich nicht von oben auf den Hund herab. 

Biete dem Hund Körperkontakt an, aber lass ihn entscheiden, ob er das annehmen möchte.

2. Aus der Situation nehmen

Wenn es geht, solltest du deinen Hund möglichst aus der akuten Situation nehmen. 

Gerade, wenn er sich erschreckt hat, Angst empfindet oder sich verletzen könnte, hilft ihm das ungemein.

Achte auch hier besonders auf deine eigene Sicherheit. Geh auf keinen Fall bei einem Hundekampf dazwischen und riskiere keine eigene Verletzungen in unsicherem Gelände.

3. Professionelle Hilfe anfordern

Da Eigenschutz immer vorgeht, solltest du nicht zögern, Profis hinzuzuziehen.

Die Feuerwehr ist erfahren in unwegsamen Gelände, wenn dein Hund nur schwer erreichbar ist, und hat das richtige Equipment für eine Rettung.

In größeren Städten gibt es auch oft einen tierärztlichen Notdienst, den du zu einem Hausbesuch alarmieren kannst.

In nicht akut gefährlichen Situationen kannst du aber ebenso von professioneller Unterstützung profitieren. 

Angstsituationen und schreckhaftes Verhalten ist mit einem guten Hundetrainer meist in den Griff zu kriegen

4. Ursache von Schmerzen abklären

Da dein Hund dir nicht sagen kann, Wo er Schmerzen empfindet, musst du dies durch Abtasten und Wissen herausfinden. 

Gehe beim Abtasten behutsam mit deinem vierbeinigen Freund um, denn eine unbedachte Bewegung kann plötzlich wieder Schmerz auslösen und dein Hund aus Reflex nach dir schnappen lassen.

Kontrolliere, ob sich alle Gelenke gut bewegen lassen, ob Berührung für deinen Hund schmerzhaft sind, ob der Bauch angespannt ist und ob du eine Wunde sehen kannst.

Wenn du so nichts feststellen kannst, deutet vieles auf Schmerzen im Bauchbereich hin, was auch sehr gefährlich werden kann.

Wichtig:

Gib deinem Hund keine Schmerzmittel, die ihm nicht verschrieben wurden! 

Selbst wenn du weißt, was die Schmerzen verursacht hat, sollte immer erst ein Tierarzt sich die Situation ansehen und eine entsprechende Schmerztherapie einstellen.

Wann sollte ich zum Tierarzt?

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Wenn du einen harmlosen Grund ausmachen kannst, weswegen dein Hund plötzlich aufschreit, ist alles in Ordnung. 

Bei Schmerzen oder wenn dir die Ursache nicht klar wird, ist ein Termin bei deinem Tierarzt jedoch ratsam.

Wenn weitere Symptome hinzukommen wie Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, ein verhärteter Bauch oder Blut im Kot oder Urin oder wenn die Situation eine gefährliche Verletzung nahelegt, solltest du auch notfallmäßig zur Praxis deiner Tierärztin oder den tierärztlichen Notdienst anrufen.

Fazit

Es ist immer beunruhigend, wenn dein Hund ein Verhalten zeigt, dass dich zuerst erschreckt. 

Wenn eine harmlose Ursache dahintersteckt wie ein Albtraum, musst du dir aber keine Sorgen machen.

Jedoch gibt es auch Ursachen, die bedrohlich oder sogar lebensgefährlich sind. 

Kläre also immer ab, was hinter dem Verhalten steckt.

Bist du schon mal aufgeschreckt, weil dein Hund nachts plötzlich aufschrie? Was war los? Erzähl uns von deinen Erlebnissen in den Kommentaren.

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