Welpenabgabe mit 8 oder 12 Wochen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Welpenabgabe mit 8 oder 12 Wochen? Kompletter Ratgeber

Dein neuer, kleiner Mitbewohner soll bei Dir einziehen. Das heißt, dass in der nächsten Zeit ein Welpe Dein Leben bereichern wird. 

Stellt sich nun allerdings die folgende Frage: Welpenabgabe mit 8 oder 12 Wochen – welcher ist der beste Zeitpunkt? 

In unserem Ratgeber erklären wir Dir, wann Deine Fellnase das richtige Alter hat, um bei Dir einzuziehen.

Inhaltsverzeichnis

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Welpenabgabe – Mit 8 oder 12 Wochen?

Wann Ist Der Beste Zeitpunkt Für Die Welpenabgabe - Mit 8 Oder 12 Wochen?

Wann der richtige Zeitpunkt/das richtige Alter für den kleinen Welpen ist, um seine Familie und seine gewohnte Umgebung zu verlassen, ist eine wichtige Frage. Schließlich teilt ein Welpe Deine Freude über den Ortswechsel zu Dir zunächst nicht.

Mit 2 beziehungsweise 3 Monaten ist die kleine Fellnase allerdings alt genug, um ein neues Kapitel in ihrem noch jungen Hundeleben zu beginnen. Generell werden hier als zeitliche Rahmen 8 Wochen oder 12 Wochen vorausgesetzt. Nun kannst Du ihn abholen.

Dürfen Welpen schon früher als mit 8 Wochen abgegeben werden?

Und diese Eingrenzung hat auch ihren Sinn. Ein Abgeben vor dem Erreichen der 8. Lebenswoche ist in der Tat nicht erlaubt. Das hält das Tierschutz-Gesetz fest. Demnach darf ein Welpe erst von Mutter und Geschwistern nach Ablauf dieser Zeit das Heim wechseln.

Bietet ein Züchter Dir an, die kleine Fellnase dennoch früher mit zu Dir zu nehmen, solltest Du das aus Liebe zum Welpen ablehnen. Zudem handelt es sich hier nicht um einen VDH-Züchter.

Denn: Ein Welpe benötigt ausreichend Zeit, um ein wenig erwachsen und selbstständig zu werden. Dazu gehört auch eine artgerechte Sozialisierung. Also der Umgang mit anderen Menschen und Hunden.

Ebenfalls spielt die körperliche Entwicklung eine Rolle. Zwar wächst ein Welpe auch nach 8 Wochen weiter. Die wichtigsten Grundsteine der Entwicklung sind aber erst dann gelegt.

Und bis dahin braucht ein Welpe alles, was er an guten Dingen von der Mama bekommen kann.

Schon gewusst?

Kleinere Hunderassen können tendenziell früher abgegeben werden als große. Der Grund: Die erwähnte körperliche Entwicklung. Diese scheint hier schneller zu sein, als bei größeren Hunden.

Was spricht für eine Abgabe mit 8 Wochen, was dagegen?

Natürlich möchtest Du, dass Dein Welpe so früh wie möglich bei Dir einzieht. Schließlich sind Hunde gerade in diesem Alter einfach nur furchtbar niedlich.

Dennoch solltest Du Dich in Geduld üben. Denn in den ersten 4 bis 12 Lebenswochen findet die Sozialisierungsphase statt. Sie gilt als die wichtigste Entwicklungsphase im Leben eines Hundes. 

In dieser Prägephase sollte der Welpe alles kennenlernen, was für ihn und sein Umfeld eine Rolle spielen wird, um sozial kompetent zu werden. Werden bestimmte Dinge versäumt, kann das im erwachsenen Alter nur schwer rückgängig gemacht werden. 

Auch die Hundemama ist in dieser Zeit an der Erziehung beteiligt. Sie dient als Vorbild, dem die Welpen folgen. Zum Beispiel müssen Welpen Ruhe erstmal lernen.

Es gibt einige Stimmen, die dafür plädieren, den Hund nicht mit 8 Wochen abzugeben, die sie der Meinung sind, die Hundemutter würde den Welpen viel besser sozialisieren als wir es können. 

Vor- und Nachteile einer Abgabe mit 12 Wochen

Vor- und Nachteile einer Abgabe mit 12 Wochen

Den richtigen Zeitpunkt abzupassen, zu dem ein Welpe bei Dir einzieht, ist gar nicht so einfach. Dabei hat eine spätere Abgabe sowohl Vor- als auch Nachteile. Teilweise findet diese übrigens auch erst nach 14 beziehungsweise 16 Wochen statt.

Vorteile

Deine Fellnase hatte zusätzliche 4 Wochen Zeit, um zu wachsen. Sie hatte auch mehr Zeit, um sozialisiert zu werden.

Ebenfalls fällt in vielen Fällen eine Kastration in diesen Zeitraum, die vom Züchter übernommen wird.

Gleiches gilt für einen ersten Welpen-Impfschutz, um den Du Dich demnach auch zunächst nicht zu sorgen hast.

Nachteile

Allerdings hat eine spätere Abgabe auch den ein oder anderen Nachteil. Je länger ein Welpe bei seiner Familie sein darf, desto schlimmer der Trennungsschmerz.

Denn Hunde sind Gewohnheitstiere und entwickeln zu Menschen und Artgenossen enge Bindungen.

Darf der kleine Zwerg 3 Monate bei seinen Geschwistern und Eltern bleiben, hat er sich natürlich noch mehr an diese gewöhnt.

Tatsächlich ist es nicht ungewöhnlich, wenn ein Welpe, der sein Zuhause wechseln musste, in der ersten Zeit sehr viel weint.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, der eine späte Abgabe mit einem Nachteil versieht. Und dieser hängt mit der Erziehung zusammen.

Schon gewusst?

Bis zur 8. Lebenswoche findet die sogenannte sensible Sozialisierung statt. Erst danach startet die nächste Sozialisierungsphase.

Diese ist geprägt von dem sozialen Umfeld, das den Hund in Zukunft begleiten wird. Hier werden demnach Beziehungen geschlossen und neue Eindrücke gesammelt.

Darüber hinaus ist diese Phase die, in der ein Welpe erste Regeln kennenlernt. Bekommst Du ihn nach der 12. Woche, musst Du die Erziehung quasi ein zweites Mal durchführen.

Fazit

Du siehst: Es gibt mehrere Gründe, die sowohl für als auch gegen eine Welpenabgabe mit 8 beziehungsweise 12 Wochen sprechen. Ein Grund, der definitiv gegen eine frühere Abgabe spricht, ist dabei Deine eigene Ungeduld

Bei allem Verständnis für diese sollte auch hier das Wohl des Hundes an erster Stelle stehen. Und Du wirst sehen: Auch mit 8 oder 12 Wochen ist die kleine Maus noch herrlich knuffig und niedlich. Zudem wird sie Dir danken, die Zeit bei ihrer Familie verbracht zu haben.

Wie steht es mit Deinen Erfahrungen zum Thema Welpenabgabe? Solltest Du diese bereits gemacht haben, teile diese gerne in unseren Kommentaren!

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