Gerstenkorn Hund
Julia

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Gerstenkorn beim Hund: Ursachen, Behandlung & Dauer

Beim Gerstenkorn handelt es sich um eine entzündliche Augenerkrankung. Anders als vielleicht gedacht, leiden viele Hunde unter dieser Krankheit.

Da ein Gerstenkorn dem Hund sehr unangenehm ist und Schmerzen verursacht, sollte es schnell behandelt werden.

Erfahre in diesem Artikel, was die Ursachen eines Gerstenkorns sind und wie du es behandeln kannst.

Inhaltsverzeichnis

Können Hunde überhaupt ein Gerstenkorn am Auge bekommen?

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Ja, auch Hunde können ein Gerstenkorn bekommen. Überhaupt zählt das Gerstenkorn zu den häufigsten Augenerkrankungen bei Hunden. 

Es gibt einige Hunde, die besonders sensibel sind. Diese neigen häufiger zu Gerstenkörnern. Dies trifft besonders auf Hunde mit einem geschwächten Immunsystem zu.

Ein starkes Immunsystem ist somit die beste Prophylaxe.

Was ist ein Gerstenkorn und wie sieht es aus beim Hund?

Ein Gerstenkorn ist eine Entzündung am Auge. Dabei kommt es zu einer rötlichen Schwellung am Augenlid. Das Gerstenkorn kann entweder unten oder oben am Lid auftreten.

Die Verdickung ist kornähnlich und zu Beginn noch recht klein und unscheinbar. Im weiteren Verlauf schwillt es an.

Das Gerstenkorn ist für den Hund durch die Schwellung sehr schmerzhaft.

Gut zu wissen

Das Gerstenkorn sieht wie ein kleines Korn aus. Daher auch der Name. Es hat jedoch nichts mit dem Getreide gemeinsam. Stattdessen handelt es sich um ein Furunkel.

Gerstenkorn beim Hund: Ursachen 

Die Ursachen für ein Gerstenkorn beim Hund sind sehr unterschiedlich. Ein häufiger Auslöser ist ein geschwächtes Immunsystem.

Auch eine Entzündung der Haarbalgdrüse kann die Entstehung eines Gerstenkorns verursachen.

In den meisten Fällen sind jedoch Staphylokokken für die Erkrankung verantwortlich. 

Allergien, juckende und trockene Augen führen zu einer Reizung des Auges, was ein Gerstenkorn begünstigen kann.

Ist ein Gerstenkorn beim Hund ansteckend?

Grundsätzlich kann ein Gerstenkorn ansteckend sein, da es sich um eine bakterielle Infektion handelt. 

Werden jedoch einige hygienische Standards eingehalten, hält sich das Ansteckungsrisiko in Grenzen.

Wichtig ist, dass der Inhalt des Gerstenkorns nicht mit den eigenen Schleimhäuten oder offenen Wunden in Kontakt kommt. Gründliches Händewaschen kann demnach eine Infektion vorbeugen.

Was tun, wenn der Hund ein Gerstenkorn hat?

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Wenn dein Hund unter einem Gerstenkorn leidet, sollte er unbedingt zum Tierarzt gebracht werden. Dieser wird genauer untersuchen, ob es sich bei der Schwellung wirklich um ein Gerstenkorn handelt, oder ob sie eine andere Ursache hat.

Der Arzt entscheidet, welche Behandlung infrage kommt. Teilweise ist die Gabe von Antibiotika notwendig.

Damit es entfernt werden kann, muss das Gerstenkorn erst einmal etwas reifen. Hier können warme Kompressen unterstützend wirken. 

Eine sofortige Entfernung kann oftmals nicht erfolgen. Nach der Reifung wird der Tierarzt das Gerstenkorn aufstechen. 

Alternativ kann der Arzt bei einer leichten Entzündung Salben zur Linderung verschreiben.

Behandlung mit Salbe

Wenn es sich nur um eine leichte Entzündung handelt, kann man versuchen, das Gerstenkorn mit einer antibiotikahaltigen Salbe zu heilen.

Die Salbe ist verschreibungspflichtig. Meist wird sie zweimal täglich direkt auf das Augenlid aufgetragen.

Bleibt eine Verbesserung jedoch aus, ist eine kleine OP, bei der das Gerstenkorn aufgeschnitten wird, unumgänglich.

Behandlung mit Homöopathie und Hausmitteln

Um den Prozess der Heilung zu unterstützen, kannst du deinem Hund dreimal täglich warme Kompressen auf das Gerstenkorn legen. Dadurch kann das Gerstenkorn besser reifen und anschließend vom Tierarzt entfernt werden.

Wenn es sich der Hund gefallen lässt, kann das Gerstenkorn auch mit einer Kochsalzlösung gespült werden. Die Kochsalzlösung wird mittels eines sauberen Handtuchs auf das Gerstenkorn getupft.

Das lindert den Juckreiz. Teilweise kann das Gerstenkorn durch diese Behandlung auch komplett verschwinden.

Wann zum Tierarzt?

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Sobald die Schwellung am Auge entdeckt wird, solltest du deinen Hund zum Tierarzt bringen. Dieser kann eine genaue Diagnose stellen und schlägt auch einen Behandlungsplan vor.

Wird das Gerstenkorn nicht behandelt, kann es weiter anschwellen und größere Schmerzen verursachen.

Erreicht das Gerstenkorn eine gewisse Größe, kann der Hund das Auge nicht mehr richtig schließen, was sich zusätzlich negativ auf die Augengesundheit auswirkt.

Der Tierarzt wird das Gerstenkorn aufstechen, sobald es reif genug ist.

Gerstenkorn entfernen: Gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten?

Ein Gerstenkorn sollte immer unter Anweisung des Tierarztes behandelt werden.

In vielen Fällen muss das Gerstenkorn vom Tierarzt aufgestochen werden. Man sollte auf keinen Fall versuchen, es selbst auszudrücken.

Wie lange dauert es, bis das Gerstenkorn wieder weg ist?

Wie lange ein Gerstenkorn bestehen bleibt, ist abhängig von der jeweiligen Behandlung. Wird das Gerstenkorn lediglich mit Salben und Kompressen behandelt, kann es innerhalb von 10 Tagen wieder selbst abheilen.

Verbessert sich der Zustand nicht, muss das Gerstenkorn nach ein paar Tagen vom Tierarzt entfernt werden. Nach der Entfernung verläuft die Heilung sehr schnell.

Fazit

Ein Gerstenkorn ist für Hunde eine schmerzhafte Angelegenheit. Daher sollte es so schnell wie möglich behandelt werden, auch um weitere Augenkrankheiten zu vermeiden.

Der Gang zum Tierarzt ist bei einem Gerstenkorn unausweichlich. Dieser wird sich das Stadium der Erkrankung ansehen und eine entsprechende Behandlung vorschlagen. Meist muss es professionell aufgestochen werden, damit die Flüssigkeit abfließen kann.

Hatte dein Hund schon einmal ein Gerstenkorn und wie wurde es behandelt?

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