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Lilly

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Giardien beim Hund: Die 5 besten Hausmittel & Tipps

Wahrscheinlich hast Du bei deinem Hund schon einmal Bekanntschaft mit Parasiten gemacht. 

Wer viel draußen unterwegs ist und gerne alles frisst, kommt an diesen leider nicht vorbei. 

Zu diesen Parasiten zählen auch die Giardien.

Wie Du Giardien beim Hund behandeln kannst, welche Hausmittel es dafür gibt, das erfährst Du im folgenden Ratgeber.

4 bewährte Hausmittel bei Giardien beim Hund

Giardien gehören wohl zu den unangenehmsten Parasiten, die einen Hund befallen können. Das Tückische: Auch Du bist nicht vor den Darm-Plagegeistern geschützt

Denn die einzelligen Parasiten werden nicht nur über den Kot ausgeschieden. Sie fühlen sich auch in Wasser pudelwohl.

Auch Wasser- und Futternäpfe oder Hundenäpfe sind im Falle eines Befalls kontaminiert – vom Rest Deiner Wohnung einmal ganz zu schweigen. 

Woran aber erkennst Du eigentlich, dass Dein Hund Giardien hat? Und: Was tun bei Giardien?

Die Symptome zeigen sich im Hundekot. Dieser ist in der Regel weicher bis flüssig und gelb-grünlich in der Farbe. 

Mit einem bestimmten Merkmal: Es wird eine schleimige Substanz mit abgesetzt, teilweise auch Blut.

Nicht immer ist der Kot weich. Auch die feste Form kann auf Giardien hinweisen – ebenfalls mit einer schleimigen Schicht bedeckt.

Gut zu wissen:

In einigen Fällen verläuft die Giardien-Infektion symptomlos. Allerdings werden die Einzeller nach wie vor über den Kot und den Speichel an die Umgebung abgegeben.

Hast Du den Verdacht, dass ein Giardien-Befall vorliegt, gibt es einige Hausmittel, die Du als Erste Hilfe einsetzen kannst. 

Bitte beachte, dass ein Gang zum Tierarzt dennoch notwendig ist. Idealerweise mit Kotproben, die Du über 3 Tage gesammelt hast.

Kräuterbuttermilch

Unser erstes Hausmittel ist vielleicht nicht das schmackhafteste – aber zum Glück fressen Hund ja fast alles.

Für diese Erste Hilfe vermischst Du Buttermilch mit Oregano, Thymian und Majoran. Statt Buttermilch eignen sich übrigens auch Kefir oder Ziegenmilch

Diese Mischung einfach auf das Futter geben. Die Dosierung liegt hier je nach Größe des Hundes bei einem Tee- oder einem Esslöffel.

Propolis

Vielleicht weißt Du, dass alles, was von Bienen produziert wird, äußerst gesund ist. Dabei gilt vor allem Propolis – auch Bienenharz genannt – als besonders effektiv. 

Denn es ist antiviral, antimykotisch und antibiotisch

Es wirkt demnach gegen Bakterien, Viren und Pilze – und eben auch bei Giardien, die Propolis überhaupt nicht zu schätzen wissen. 

Ein weiterer Vorteil einer Propolis-Therapie: Es stärkt das Immunsystem Deines Hundes. 

Kokosöl

Kokosöl gilt längst nicht mehr nur für uns Menschen als absolutes Superfood und als Geheimwaffe, wenn es um die Gesundheit geht.

Auch bei Giardien soll Kokosöl als Erste Hilfe funktionieren. Die empfohlene Dosierung liegt hier bei einem halben Teelöffel täglich für kleine Hunde. Große Hunde bekommen einen ganzen Esslöffel am Tag.

Probiotischer Joghurt

Auch probiotischer Joghurt kann wirksam bei Giardien sein. Natürlich sollte dieser Joghurt so gut wie laktosefrei sein. 

Denn Laktose und der Hundedarm sind keine sehr gute Kombination.

Warum probiotisch? Weil dies heißt, dass sich hier sehr widerstandsfähige Bakterienstämme im Joghurt befinden. 

Diese können nicht von der Magensäure zerstört werden. Sind aber sehr wichtig für eine gesunde Darmflora

Und ist diese quasi „Tiptop“, haben auch Giardien langfristig keine Chance, für weiteren Ärger zu sorgen.

Homöopathische Mittel

Wer kein Freund klassischer Medizin ist, kann unter Umständen auch zu homöopathischen Mitteln greifen. Bitte sprich diese Behandlung aber mit Deinem Tierarzt oder Tierheilpraktiker ab. 

Denn eine falsche Dosierung kann durchaus einen kontraproduktiven Effekt haben. 

Helfen sollen bei Giardien unter anderem Abronatum D2 und D3, China D4 und D6 sowie Mercurius D6 oder D10.

Welche Medikamente helfen bei Giardien beim Hund?

Auch, wenn Giardien zu den häufigsten Parasiten gehören und viele Hunde symptomlos mit dem Befall umgehen: Die Einzeller stellen ein potenzielles Gesundheitsrisiko dar. 

Und zwar nicht nur für Deinen Hund, sondern auch für Dich.

Zudem sind vor allem Welpen einer größeren Gesundheitsgefahr ausgesetzt. Denn das Immunsystem ist noch nicht so widerstandsfähig, wie es bei ausgewachsenen Hunden der Fall ist.

Vielfach sollten deshalb Medikamente eingesetzt werden, um die Giardien unschädlich zu machen.

Hierzu zählt zunächst Panacur. Dieses Präparat wird über einen Zeitraum von 3 bis 5 Tagen verabreicht. Gefolgt beziehungsweise begleitet wird diese Behandlung von Fenbendazol

Dieses Mittel wird auch nach dem Absetzen von Panacur weiter verabreicht.

In einigen Fällen kommen auch Antibiotika zum Einsatz. Fenbendazol ist eines davon. Und auch Febantel oder Metronidazol zählen zu den wirksamen Anti-Giardien-Medikamenten.

Gut zu wissen:

Fenbendazol wird mit 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht des an Giardien erkrankten Hundes verabreicht.

Wann sollte ich zum Tierarzt?

Tierarzt untersucht Hund

Hausmittel, um Giardien natürlich zu behandeln, mögen eine gute erste Wahl sein, um einen Giardien-Befall abzumildern. 

Allerdings ersetzen weder diese noch Homöopathie nicht den Gang zum Tierarzt.

Nicht nur ist ein Befall mit Giardien ein Risiko. Hinter beispielsweise dem Schleim kann sich auch eine andere Darmerkrankung verbergen.

Die genaue Ursache – vor allem, wenn Gewichtsverlust und Dehydrierung hinzukommen – kann nun einmal nur ein Fachmann oder eine Fachfrau herausfinden.

Ebenfalls kann er oder sie Dir wichtige Tipps geben, wie Du einem Giardien-Befall zukünftig vorbeugen kannst. 

Gut zu wissen:

Diese Info ist möglicherweise ein wenig eklig. Sammelst Du Kotproben, sollten diese bis zur Abgabe beim Tierarzt kühl gelagert werden. Das heißt: Diese werden idealerweise in Deinem Kühlschrank aufbewahrt

Wie lange sind Giardien nach der Behandlung ansteckend?

Mit Giardien ist es in etwa so, wie mit Flöhen und Würmern. Auch, wenn der Befall vorbei ist, können diese Erreger dennoch „operieren“.

Denn: Die Giardien-Zysten können – je nach Umgebung und Untergrund – für bis zu 3 Monate ansteckend bleiben.

Dabei gilt: Wasser lieben diese besonders, und hier überleben sie auch am längsten. In Kot bleiben Giardien für circa 1 Woche ansteckend.

Gut zu wissen:

Ein Giardien-Befall bedeutet: Hygiene ist die oberste Priorität! Dazu gehört unter anderem, Wasser- und Futternäpfe mit sehr heißem Wasser auszuspülen. Und zwar nach jeder Nutzung.

Auch Oberflächen und alles, womit der Hund in Berührung gekommen ist, sollten grundgereinigt und desinfiziert werden.

Wie lange dauert es, bis die Giardien wieder verschwinden?

In der Regel sollte sich ein Giardien-Befall innerhalb von 3 bis 4 Wochen erledigt haben. 

In der Tat handelt es sich bei diesem Parasiten um einen besonders hartnäckigen, der nicht einfach von heute auf morgen verschwindet.

Ob Dein Hund frei von diesem Einzeller ist, kann Dir Dein Tierarzt verraten. Natürlich erneut anhand einer Kotprobe.

Fazit

Ein Giardien-Befall gehört zu den häufigsten Parasitenbefällen, unter denen Hunde zu leiden haben. 

Es ist so gut wie unmöglich, diesen zu vermeiden. Wichtig ist, dass Du mit Deinem Hund auf jeden Fall zum Tierarzt gehst. 

Denn auch, wenn Giardien in erster Linie „nur“ lästig sind – sie stellen dennoch ein gesundheitliches Risiko dar.

Wie steht es mit Deinen Erfahrungen mit Giardien? Wie sind Dein Hund und Du damit umgegangen? 

Über diese Erfahrungen und Deine Tipps freuen wir uns in den Kommentaren!

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