Auge beim Hund angeschwollen - 15 Ursachen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Auge vom Hund angeschwollen: 15 Ursachen & was Du tun kannst

Wenn du deinen Hund ansiehst und plötzlich entdeckst, dass er ein geschwollenes Auge hat, dann rutscht dir beim ersten Anblick garantiert das Herz in die Hose.

Danach kommt die Frage: Was ist passiert? Um dir diese Frage so gut wie möglich zu beantworten, haben wir diesen Artikel geschrieben.

Hier erfährst du nicht nur, was die Ursache sein könnte, dass bei deinem Hund das Auge angeschwollen ist, sondern du bekommst auch Tipps, was du dagegen tun kannst.

Inhaltsverzeichnis

Auge beim Hund angeschwollen – mögliche Erkrankungen

Auge beim Hund angeschwollen

Die häufigste Ursache für ein angeschwollenes Auge bei deinem Hund sind Fremdkörper, die die Bindehaut reizen und in einer Bindehautentzündung enden können. 

Hat dein Hund ein geschwollenes Auge und Augenausfluss, ist dies ein Symptom einer beginnenden oder bestehenden Augenerkrankung oder einer Überreizung

1. Bindehautentzündung

Auch unsere vierbeinigen Freunde bleiben vor einer Bindehautentzündung leider nicht verschont. Bindehautentzündungen kommen relativ oft bei Hunden vor. 

Die Hauptursache für eine Bindehautentzündung sind bakterielle Infekte oder ein Fremdkörper, welcher sich ins Auge verirrt hat. 

Was dir bei deinem Hund an einer Bindehautentzündung als Erstes auffallen wird: Er hat ein rotes Auge einseitig, starken Tränenausfluss, der teilweise mit Eiter gemischt ist.

Bindehautentzündungen können auch durch Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten entstehen.

Wichtig! 

Eine bakterielle Bindehautentzündung ist hoch ansteckend und wird über die Augenflüssigkeit weitergegeben. 

Achte dich darauf, dass du nach jedem Kontakt mit deinem Hund, dir eingehend die Hände wäscht. Eine Bindehautentzündung kann von Menschen auf Tiere übertragen werden und 

umgekehrt (Zoonose).

2. Parasiten

Augenwürmer kommen in Deutschland eher selten vor. Leider betrifft es viele Hunde aus dem Auslandstierschutz.

Diese Parasiten werden durch Fliegen übertragen, die ihre Eier in das Auge des Hundes ablegen. Geschwollene Augen und Tränenfluss sind die ersten Anzeichen. Zieht man dem Hund das Lid nach unten, sind die Würmer in den Augen ersichtlich.

Augenwürmer sollten dringend von einem Tierarzt behandelt werden, um allfällige Folgeschäden wie Blindheit auszuschließen.

3. Eingerolltes Augenlid

Einige Hunderassen tendieren dazu, dass sich das Augenlid einrollt. Bedauerlicherweise sind von dieser Erkrankung oft kurznasige Hunderassen betroffen. 

Die Hauptsymptome für ein eingerolltes Augenlid sind: Das Auge tränt andauernd und ist geschwollen.

4. Augenlidentzündung

Durch eine bakterielle Infektion oder eine Allergie entsteht oftmals eine Augenlidentzündung. 

Schwellung, Tränenfluss und vermehrter Juckreiz sind in diesem Falle die Symptome, die im Vordergrund stehen. 

Kurzschnäuzige Hunde sind eher anfällig für Augenlidentzündungen als langschnäuzige.

5. Allergie

Ca. 20 Prozent aller Hunde weltweit leiden unter einer Allergie. Vor allem, wenn dein Hund eine Pollenallergie hat, führt dies zu geschwollenen, juckenden Augen.

6. Verletzungen

Wird das Auge durch einen Fremdkörper verletzt, entsteht oftmals eine Schwellung. Augenverletzungen sind je nach Schweregrad ein Notfall und sollten immer von einem Tierarzt kontrolliert werden.

7. Gefäßhautentzündung

Hierbei handelt es sich um eine Entzündung im Inneren des Auges. Hunde, die unter Erkrankungen wie zum Beispiel an Diabetes, Bluthochdruck oder einer Autoimmunerkrankung leiden, sind prädestiniert für eine Entzündung der Gefäßhaut.

8. Grüner Star

Grüner Star beginnt oft mit Tränenfluss und Rötung des Auges. 

Je früher grüner Star diagnostiziert wird, desto grösser ist die Change, dass ein Sehverlust verhindert oder abgeschwächt werden kann.

9. Hornhautgeschwür

Die Hornhaut ist sehr empfindlich. Hornhautgeschwüre entstehen deshalb meist durch eine Verletzung der Hornhaut. Zusätzlich können Hornhautgeschwüre jedoch auch durch Krankheiten ausgelöst werden. 

Schleim, welcher aus dem betroffenen Auge austritt und häufiges Blinzeln sind die ersten sichtbaren Symptome eines Hornhautgeschwürs.

Achtung!

Entzündungen und Verletzungen der Hornhaut sind extrem schmerzlich. Hast du den Verdacht, dass sich dein Hund an der Hornhaut verletzt oder erkrankt hat, ist ein Tierarztbesuch dringend anzuraten! 

10. Verletzung der Nickhaut

Kurzschnäuzige Hunde sind eher anfällig für einen Nickhautdrüsenvorfall. An der Innenseite des Auges bildet sich eine rote Blase und der Hund kann sein Auge nicht mehr vollkommen schließen. 

11. Tumor

Augentumore sind gerade bei älteren Hunden eine nicht wenig verbreitete Krankheit. 

Schwarze Flecken im Auge, Rötungen und Schwellungen sind oftmals die ersten Anzeichen. Zusätzlich kann ein starker Tränenfluss entstehen.

Auch hier gilt: je früher ein Augentumor erkannt wird, desto höher ist die Change auf Heilung

Weitere Ursachen für geschwollene Augen beim Hund

Weitere Ursachen für geschwollene Augen beim Hund

1. Insektenstich

Insektenstiche sind häufige Ursachen für ein geschwollenes Auge. Jault dein Grund aus dem Nichts auf, reibt sich mit der Pfote ein Auge und dies schwillt kurz nach dem Stich rasant an, ist oftmals ein Insekt der Übeltäter.

Leidet dein Hund nicht unter einer Allergie gegen Insektenstiche, reicht hier lokales kühlen. Nach einigen Stunden sollte die Schwellung abgeklungen sein.

2. Fremdkörper im Auge

Dies passiert meist nach einem Spaziergang. Man kommt Zuhause an, der Hund hat ein angeschwollenes Auge und es tränt. Oftmals verirren sich auf einem Spaziergang Fremdkörper in einem Auge, und schwemmen sich selber nicht mit der Tränenflüssigkeit aus. 

Grassamen oder Grannen sind hier oftmals die Ursache. 

Traust du dir selber eine Entfernung des Fremdkörpers nicht zu, vereinbare bitte einen Termin bei deinem Tierarzt.

Wird der Fremdkörper nicht entfernt, kann eine Entzündung der Bindehaut erfolgen.

3. Zahn Abszess

Ein Abszess im Rachenraum oder bei einem Zahn kann dafür sorgen, dass unterm Auge eine Schwellung entsteht. 

Auch hier ist dein Tierarzt die einzige richtige Ansprechperson, um Schlimmeres zu verhindern. Abszesse sind extrem schmerzhaft und sollten schnellstmöglich behandelt werden. 

4. Zugluft / Staub

Ist dein Hund Zugluft ausgesetzt, kann es sein, dass Staub oder pathogene Krankheitserreger ins Auge gelangen, welche eine Entzündung hervorrufen.

Was tun, wenn das Auge geschwollen ist?

Ist das Auge deines Hundes geschwollen, stimmt etwas nicht.

Bevor du deinem Hund an die Augen fasst, wasche dir die Hände und achte auf Hygiene, um eine allfällige Keimverschleppung zu vermeiden.

Wenn möglich öffne sanft mit deinem Daumen und Zeigefinger das Auge des Hundes, indem du die Lider sorgfältig auseinander ziehst.

Achte dich auf Fremdkörper. Fremdkörper befinden sich meist nicht in der Mitte des Auges. Oftmals rutschen sie in die Ecken oder gar unter die Lieder. 

Wenn du einen Fremdkörper entdeckst, versuche diesen, wenn du dich in der Lage dazu fühlst, sanft zu entfernen. 

1. Augenumgebung waschen

Hat dein Hund durch den vermehrten Tränenfluss verklebte Augen, kannst du zur Reinigung warmes Wasser verwenden. Damit lässt sich die eingetrocknete Tränenflüssigkeit leicht entfernen.

Achte dich darauf, dass du nicht “reibst”, sondern “wischt”, durch das Reiben entsteht eine zusätzliche Reizung des Auges, welche den Tränenfluss neu anregt. 

Verwende nur fusselfreie Materialien, um allfällige neue Fremdkörper im Auge zu vermeiden. 

2. Schwellung nach Stich kühlen

Wurde dein Hund durch ein Insekt gestochen und hat nun ein geschwollenes Auge, kannst du die Abschwellung zusätzlich durch Kühlung der betroffenen Stelle unterstützen und gar beschleunigen.

Kühlen, aber bitte richtig!

Schwellungen dürfen nicht gekühlt werden, indem man einfach ein Kühlelement auf die betroffene Stelle legt. 

Durch diese übermäßige Kühlung kann eine Schädigung der Lymphgefäße entstehen.

Wickle ein Kühlelement in ein Handtuch und halte es 10 bis 15 Minuten an die betroffene Stelle. Dies kannst du mehrmals wiederholen.

3. Kann ich meinem Hund Augentropfen für Menschen verabreichen?

Nein. Möchtest du deinem Hund auf eigene Faust Augentropfen verabreichen, nimm bitte im Voraus Rücksprache mit deinem Tierarzt.

Nicht alle Augentropfen, welche für Menschen geeignet sind, eignen sich für deinen Hund.

4. Zugluft verhindern

Solange dein Hund Augenprobleme hat, solltest du ihn nicht an Zugluft aussetzen. 

Damit verhinderst du eine zusätzliche Reizung und die Möglichkeit, dass zusätzlich noch Staub oder Bakterien ins bereits erkrankte Auge dringen.

Wann sollte ich bei einem geschwollenen Auge zum Tierarzt? 

Hat dein Hund ein geschwollenes Auge, ist die erste Handlung, das Auge und die Augenumgebung eingehend zu betrachten.

Ist eine Veränderung der Bindehaut oder der Netzhaut ersichtlich, ist ein Gang zum Tierarzt unumgänglich.

Sichtbare Verletzungen benötigen schnelles Handeln, um weitere Folgeschäden wie ein Sehverlust vorzubeugen. 

Steckt irgendein Fremdkörper im Auge deines Hundes, ist dies immer ein Notfall.

Fazit

Ist bei deinem Hund das Auge angeschwollen, ist dies ein Symptom, dass im, am oder ums Auge eine Verletzung oder eine Reizung stattgefunden hat.

Ob es sich dabei um einen harmlosen Insektenstich handelt oder eine komplizierte Bindehautentzündung, ist für das weitere Vorgehen ausschlaggebend.

Der Augengesundheit sollte eine große Beachtung geschenkt werden. Viele Erkrankungen lassen sich bereits im Frühstadium erkennen und eine gezielte Behandlung verhindert oft Schlimmeres, wie zum Beispiel eine Blindheit. 

Hat dein Hund Augenprobleme oder du hast eine spannende Erfahrung zu diesem Thema? Dann lass uns gerne mit einem Kommentar an deiner Geschichte teilhaben. 

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