hund bellt bei jedem Geräusch
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund bellt bei jedem Geräusch!? 3 Auslöser & 3 Lösungen

Das ständige Bellen deines Hundes raubt dir den letzten Nerv?

Dein Hund bellt, wenn jemand im Treppenhaus ist? Dein Hund bellt nachts?

Dein Hund bellt einfach bei jedem Geräusch?

Es gibt Hunde, die einen großen Mitteilungsdrang haben und melden auch, wenn dem Nachbarn ein Wattestäbchen heruntergefallen ist. Andere Hunde hingegen erscheinen beneidenswert ruhig und geben selten einen Laut von sich.

Doch woran liegt das? 

Ob du ein ganz besonderes Exemplar abgegriffen hast, warum dein Hund bei jedem Geräusch bellt und wie du es ihm abgewöhnen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Kurz & Knapp: Dein Hund bellt bei jedem Geräusch? Das kannst du tun!

Wenn dein Hund bei jedem Geräusch bellt, kann das verschiedene Ursachen haben. Der Lösungsansatz kann dabei genauso individuell sein wie die Charaktere unserer Vierbeiner. 

Vielleicht bellt dein Hund aus Angst oder Unsicherheit. In diesem Fall musst du für deinen Hund die Führung übernehmen und ihm ein Gefühl der Sicherheit geben. Dein Hund bellt, weil jemand im Treppenhaus ist? Lasse ihn die Nachbarn kennenlernen, wenn es für sie in Ordnung ist.

Das Große Hundeerziehungsbuch von Happyhunde hilft dir dabei, das Bellen deines Hundes zu verstehen und effektiv abzugewöhnen.

Denn das Buch hat diesem Thema ein ganzes Kapitel gewidmet. Damit du endlich wieder deinem Alltag ohne Gebelle nachgehen kannst.

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Inhaltsverzeichnis

Ursachenforschung: Warum bellt mein Hund bei jedem Geräusch?

Bevor du dich an das Training machen kannst, um deinem Hund das ständige Bellen abzugewöhnen, musst du herausfinden, aus welchem Grund er bellt. Die Gründe können vielfältig sein. 

Wir wollen nachfolgend auf drei mögliche Ursachen eingehen und dir anschließend jeweils einen passenden Lösungsweg aufzeigen.

Vielleicht entdeckst du deinen Hund in unseren Beschreibungen wieder?

Rassetypisches Verhalten

Einige Hunderassen wurden speziell dafür gezüchtet, auf ihre Menschen, Haus und Hof aufzupassen. Logisch also, dass sie potentielle Feinde und Gefahren lautstark ankündigen und so bestenfalls fernhalten. 

Andere Rassen wiederum sind generell sehr kommunikativ und nutzen das Bellen sowie andere Laute, um sich mit ihren Artgenossen zu verständigen – auch über Kilometer hinweg. Pinscher und Terrier führen die Tabelle der bellfreudigsten Hunde an. 

Hunderassen, die viel bellenHunderassen, die wenig bellen
Boston TerrierBasenji
FoxterrierIrish Wolfhound
ZwergpinscherLhasa Apso
ZwergschnauzerAkita Inu
Yorkshire TerrierLabrador
BeagleGolden Retriever
Deutscher SchäferhundFranzösische Bulldogge

Dein Hund hat Angst / ist unsicher

Nicht immer lässt sich das Verhalten unserer Hunde auf ihre ursprüngliche Züchtung zurückführen. Hunde sind Meister darin, unser Verhalten zu spiegeln. 

Bist du vielleicht selbst ein eher unsicherer Mensch und scheust vor neuen Situationen und Herausforderungen erst einmal zurück? 

Wenn dein Hund merkt, dass du nervös bist oder Angst hast, wird das mit großer Wahrscheinlichkeit auch sein Verhalten beeinflussen. 

Auch schlechte Erfahrungen, zum Beispiel durch eine Beißerei, können deinen Hund dazu bringen, vermehrt Artgenossen und fremde Menschen anzubellen.

Dein Hund ist nicht ausgelastet

Eine weitere Möglichkeit, weshalb dein Hund bei jedem Geräusch bellt, könnte sein, dass er nicht genügend ausgelastet ist. 

Dein Hund meldet jedes Türklingeln, jeden Schritt im Treppenhaus, alles was ihm in der Nacht komisch vorkommt und auch, wenn er gepupst hat? 

Vielleicht ist deinem Hund langweilig und er findet eine Beschäftigung im Bellen, Wachen und Melden. 

Schluss mit dem Bellen: Die richtige Lösung ist oft individuell

Unsere Hunde sind – genau wie wir Menschen – alle unterschiedlich.

Sie bringen ihren eigene Persönlichkeit und Vorerfahrungen mit. 

Manchmal ist es schwierig, die richtige Lösung sofort zu finden und es bedarf etwas Zeit des Ausprobierens. 

DEN Lösungsweg gibt es nicht. Die Herangehensweise ist genauso individuell wie du und dein Hund! 

Deinem Hund einen Charakterzug abgewöhnen?

Es ist immer ratsam, sich vor der Anschaffung eines Hundes genau mit den rassespezifischen Merkmalen auseinander zu setzen. 

Es macht keinen Sinn, sich einen Wachhund wie den Deutschen Schäferhund oder den Chihuahua anzuschaffen und sich dann darüber zu beschweren, dass er seine Aufgabe erfüllen möchte. 

Wohnt bereits ein bellendes Fellknäuel bei dir, kannst du mit konsequentem Training das Bellen trotzdem eingrenzen. 

Probiere es mal so:

Wenn dein Hund euren Besuch durch Bellen ankündigt, lasse ihn zwei bis drei mal bellen, bedanke dich bei ihm fürs Aufpassen und lobe ihn für seine Wachsamkeit. 

Mit einem “Stopp!” oder “Leise!” signalisierst du ihm, dass es jetzt reicht und hältst ihm zur Belohnung ein Leckerli vor die Nase. Wenn ihr diese Übung regelmäßig wiederholt, wird dein Hund schnell verstehen, was du von ihm willst.

Biete deinem Hund Sicherheit, Schutz und Führung!

Hat dein Hund vielleicht aufgrund schlechter Erfahrungen Angst vor anderen Hunden oder Menschen? Oder bist du selbst ein eher zurückhaltender Mensch und überträgst deine Unsicherheit auf deinen Hund? 

Ganz gleich woran es liegt, du musst jetzt für deinen Hund stark sein! 

Hunde orientieren sich immer am stärksten Mitglied des Rudels und wenn das in eurem kleinen Zweier-Rudel nicht du bist, fühlt dein Hund sich zuständig, dich zu beschützen. 

Das tolle ist: ihr könnte gemeinsam daran arbeiten! 

Bellt dein Hund bei der nächsten Hundebegegnung wieder wie verrückt, nimm ihn schützend hinter dich und bleibe dabei ruhig. Mach dich für ihn stark, behalte im Auge wovor er Angst hat und vermittle ihm das Gefühl, dass du alles unter Kontrolle hast. 

Tipp:

Vielleicht findest du nette Hundehalter in deiner Nachbarschaft, mit denen du gezielt üben kannst. 

Gib deinem Hund die Möglichkeit, entspannt Kontakt aufzunehmen. Je öfter ihr neue Menschen und Hunde trefft, gemeinsam spazieren geht oder vielleicht eine Hundefreilauffläche besucht, desto sicherer wird dein Hund im Umgang mit fremden Menschen und Hunden werden. 

Sorge für ausreichend Beschäftigung und Auslastung

Ein ausgelasteter Hund ist ein entspannter Hund! Das meint sowohl körperliche als auch geistige Auslastung. 

Hunde, denen offensichtlich langweilig ist, neigen dazu, sich ein Ventil für ihre überschüssige Energie zu suchen. Das artet bei einigen Hunden, zum Leidwesen der Nachbarn häufig wenn sie alleine sind, in ohrenbetäubenden Bell-Orgien aus. 

Dein Hund bellt aus Langeweile bei jedem Geräusch? Das kannst du tun, um ihn auszulasten: 

  • Gehe eine extra große Runde bevor du zur Arbeit oder zum Einkaufen fährst.
  • Lege ein paar Stopps für die Kopf- und Nasenarbeit ein. Lasse deinen Hund im Wald Leckerlis suchen, werfe seinen Lieblingsball oder mache mit ihm ein paar Übungen zur Impulskontrolle.
  • Vielleicht habt ihr auch Lust mal in einen Agility-Kurs reinzuschnuppern?

Gut zu Wissen:

Du kannst die Beschäftigung für deinen Hund variabel gestalten, damit ihm nicht direkt wieder langweilig wird. Wichtig ist nur, dass du deinen Hund und seine Knochen, Muskeln und Gelenke nicht überlastet.

Kurz gesagt: So bellt dein Hund nicht mehr bei jedem Geräusch

Es gibt Hunderassen die bellen viel und Rassen, die bellen wenig. 

Bellfreudigen Hunden wirst du ihre Laute eher nicht abgewöhnen können, aber du kannst sie etwas eingrenzen.

Am besten du setzt dich vor der Anschaffung eines Hundes mit den rassespezifischen Merkmalen auseinander und schaffst dir keinen Wachhund an, wenn dir das Bellen auf den Wecker geht. 

Sorge dafür, dass dein Hund sich nicht fürchten muss und ausreichend ausgelastet ist. Es gibt viele Intelligenzspiele, Konzentrationsübungen und Trainingseinheiten zur Impulskontrolle, die für die nötige geistige Auslastung deines Vierbeiners sorgen. 

Super, dass du dich mit dem Verhalten deines Hundes auseinandersetzt!

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