Hund bellt nachts
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Dein Hund bellt nachts? 7 Ursachen & 7 Lösungen

Dein Hund bellt nachts? Das Gebell des Hundes ist nicht nur störend für dich, sondern auch für deine Nachbarn. Um Streitigkeiten mit der Nachbarschaft oder sogar der Polizei zu vermeiden, solltest du den Grund für die nächtliche Unruhe ausfindig machen. 

Die Gründe können sehr vielfältig sein. In diesem Artikel findest du mögliche Ursachen und bekommst hilfreiche Tipps für die weitere Vorgehensweise.

Kurz und Knapp: Wenn der Hund nachts bellt

Wenn dein Hund nachts bellt, kann das aus vielerlei Gründen geschehen. Häufig sind Hunde tagsüber nicht genug ausgelastet und haben dann einen Energieüberschuss in der Nacht. Daher solltest du darauf achten, dass dein Hund tagsüber genügend Bewegung bekommt, indem du lange Spaziergänge machst und ausgiebig mit ihm spielst.

Vielleicht hat dein Hund auch früh gelernt, dass er für sein Bellen und Jaulen belohnt wird, indem er deine Aufmerksamkeit erhält. Ignoriere ihn daher konsequent, wenn er dieses erlernte Verhalten aufnimmt.

Schau doch mal in die Hundeerziehungs-Bibel rein! Sie analysiert jedes Problem für dich genau und gibt dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an die Hand, wie du das Problem beheben kannst.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen – Darum bellt dein Hund nachts

Viele Hunde bellen nachts. Der Lärm bringt dich und deine Umgebung um den Schlaf. Aber warum bellen Hunde nachts? Hierfür gibt es verschiedene Ursachen. 

Jeder Hund ist anders und hat unterschiedliche Beweggründe für sein nächtliches Gebell. Im folgenden haben wir ein paar Möglichkeiten für dich zusammengestellt.

Einsamkeit

Wenn dein Hund nachts bellt, dann könnte das ein Zeichen von Einsamkeit sein. Hunde sind Rudeltiere. Sie suchen die Nähe zum Menschen oder zu Artgenossen. 

Das nächtliche Gebell ist also ein Wunsch nach Zuwendung und Aufmerksamkeit. Die Isolation und Einsamkeit macht deinem Hund Angst. Das Gebell sagt „Kümmere dich um mich!“

Mehr zum Thema Einsamkeit bei Hunden, erfährst du in unserem Beitrag: Dein Hund bellt, wenn er alleine ist?

Veränderung der Gewohnheiten

Darf deine Fellnase seit Kurzem vielleicht nicht mehr im Bett schlafen? Hunde reagieren empfindlich auf einen Wechsel der bekannten Gewohnheiten. 

Wenn dein Hund also nachts bellt, dann ist er vielleicht mit der aktuellen Lage unzufrieden. Eine neue oder unbekannte Situation wie zum Beispiel ein Umzug oder ein neuer Schlafplatz kann das Gebell auslösen.

Dein Hund ist noch klein

Nächtliches Gebell ist auch immer eine Altersfrage. So bellen Welpen nachts zum Beispiel häufiger als ausgewachsene Hunde. 

Wenn du einen Welpen adoptiert hast, musst du diesem die nächtliche Ruhestörung erst noch abgewöhnen. Mit der Zeit wird dein Hund ruhiger und wird auch nachts durchschlafen.

Geräusche

Hunde haben sehr gute Ohren. Jedes noch so leise Geräusch kann dazu führen, dass dein Hund mit seinem Konzert beginnt. Das kann ein Tier, ein Fußgänger oder ein vorbeifahrendes Auto sein.

Mehr zum Thema erfährst du hier: Hund bellt bei jedem Geräusch? 3 Auslöser & 3 Lösungen.

Fehlende Auslastung

Hunde sind regelrechte Energiebündel. Sie müssen tagsüber stets aktiv sein und ausgelastet werden. Hat dein Hund nachts noch zu viel Energie, dann ist es möglich, dass er zu bellen beginnt. 

Beschützerinstinkt

Manche Hunderassen haben einen ausgeprägteren Beschützerinstinkt als andere, wie zum Beispiel Wachhunde. Das nächtliche Gebell kann Ausdruck seines Beschützerinstinkts sein. Er versucht, dich dadurch vor möglichen Gefahren zu warnen.

Mehr zum Thema Beschützerinstinkt bei Hunden kannst du in unserem Ratgeber „Beschützerinstinkt beim Hund unterbinden“ nachlesen.

Druck auf der Blase

Es ist möglich, dass dein Hund durch sein Bellen auf einen Druck auf der Blase aufmerksam machen möchte. Er versucht dir dadurch mitzuteilen, dass er noch einmal „vor die Türe“ muss.

Hund auf Couch während Frau schläft

Das kannst du gegen das nächtliche Gebell deines Hundes machen

Nächtliches Hundegebell kann schnell zur Belastungsprobe für dich und deine Nachbarn werden.

Im schlimmsten Fall muss die Polizei wegen nächtlicher Ruhestörung kommen. Du musst deinem Hund das nächtliche Gebell also abtrainieren. 

Mehr zum Thema Hundegebell und das Ordnungsamt findest du hier.

Hierfür stehen dir verschiedene Lösungsansätze zur Verfügung. Welcher davon den gewünschten Erfolg bringt, ist von der jeweiligen Ursache sowie dem Charakter deines Hundes abhängig.

Bei den nachfolgenden Tipps und Tricks ist sicherlich etwas für deinen individuellen Fall dabei.

Hund nicht isolieren

Dein Hund möchte in deiner Nähe sein. Die nächtliche Isolation macht ihm Angst. Er ist einsam und beginnt zu bellen. Lass deinen Vierbeiner auch nachts nicht alleine! Vielleicht hilft es deinem Hund, wenn du seinen Schlafplatz neben dein Bett platzierst.

Sollte dein Hund nur bellen, wenn er alleine ist, schau dir am besten meinen Ratgeber Artikel zum Thema Mein Hund bellt, wenn er alleine ist hier an.

Verbesserung des Schlafplatzes

Eine weitere Möglichkeit ist, dass dein Hund mit seinem Hundebett unzufrieden ist. Vielleicht ist es zu hart, zu klein oder zu ungemütlich. Gönne deinem Tier einen neuen Schlafplatz! Vielleicht wird es dadurch besser.

Für ausreichend Auslastung sorgen

Nächtliches Bellen ist häufig ein Ausdruck von zu viel Energie. Hunde brauchen viel körperliche und geistige Beschäftigung. Wenn dein Hund nachts zu viel bellt, solltest du ihn tagsüber mehr auslasten. Gehe länger mit ihm spazieren und spiele häufiger mit ihm. Je aktiver dein Hund ist, desto weniger wird er nachts bellen.

Hund erziehen

Nächtliches Bellen ist auch eine Frage der Erziehung. Welpen oder Hunde mit unzureichender Erziehung bellen lauter und häufiger, da sie sich möglicherweise schon früh gemerkt haben, dass sie dadurch belohnt werden und Aufmerksamkeit bekommen.

Beginne deshalb so früh wie möglich deinem Hund das nächtliche Bellen abzugewöhnen.

Hund ignorieren

Auf keinen Fall solltest du wegen jedem noch so kleinen Laut nach deinem Hund sehen. Dein Hund fühlt sich dadurch bestärkt und freut sich über die Aufmerksamkeit. Auch wenn du dir denkst: „Warum bellt mein Hund mich an?„, ist die Lösung dieselbe. Selbst ein Schimpfen kann von deinem Hund als Erfolg aufgenommen werden.

Viel effektiver ist es, den Vierbeiner einfach mal bellen und jaulen zu lassen. Lasse ihn nicht aus seiner Hundebox heraus und streichle ihn nicht. 

Dein Hund muss begreifen, dass er für sein Gebell nicht belohnt wird. Im Optimalfall wird er von selbst damit aufhören.

Für mehr Ruhe sorgen

Wo schläft dein Hund nachts? Es ist gut möglich, dass er einfach nicht genug Ruhe bekommt. Das kann der Fall sein, wenn sich der Schlafplatz in der Nähe einer viel befahrenen Straße befindet oder du das Fenster aus Versehen offen gelassen hast. 

Der Schlafplatz deines Hundes sollte sich stets an einer ruhigen Stelle befinden. Er sollte nachts nicht durch Geräusche vom Schlafen abgehalten werden.

Kurz rauslassen

Manchmal kann es auch helfen, wenn du den Hund einfach noch einmal kurz in den Garten lässt. Er bellt, weil er einfach noch mal pinkeln muss.

Gut zu Wissen

Das nächtliche Gebell legt sich nicht von heute auf morgen. Du brauchst hierfür sehr viel Geduld, Disziplin und Durchhaltevermögen.

Fazit

Wenn dein Hund nachts bellt, dann kann das ganz unterschiedliche Gründe haben. Angst, Geräusche, Beschützerinstinkt… die Liste ist lang. 

Jetzt bist du als Hundehalter gefragt. Um die Ruhestörung zu unterbinden und Ärger mit der Polizei zu vermeiden, solltest du deinem Hund das nächtliche Bellen abgewöhnen. 

Hierfür stehen dir verschiedene Strategien zur Verfügung. Welche davon zum gewünschten Erfolg führt, ist ganz alleine von der Ursache und dem Wesen deines Hundes abhängig. 

Es existiert keine einzelne, übergreifende Lösung. Solltest du bei deinem Vorhaben etwas Unterstützung benötigten, kannst du gerne einen Blick in die Hundebibel werfen. Das spart sehr viel wertvolle Zeit, die du dann mit deinem Hund verbringen kannst.

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