hund blut im urin
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund hat Blut im Urin: 5 Ursachen & Wann zum Tierarzt (2022)

Dein Hund pinkelt Blut?

“Oh Gott, oh Gott”, ist in solch einer Situation wohl bei jedem der erste Gedanke. “Was nun?”

Wenn Dein Hund Blut im Urin hat, solltest Du auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen. So viel steht schon mal fest! 

Doch was könnten die Ursachen für blutigen Urin sein?

Was hinter blutroter Pipi stecken könnte und wie du deinem Hund bei oder vor akuten Erkrankungen helfen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Kurz & Knapp: Warum hat mein Hund Blut im Urin?

Wenn dein Hund Blut im Urin hat, kann das auf vielerlei Krankheiten hinweisen. Neben der normalen Blutung während der Läufigkeit, kann Blut im Urin auch auf eine Blasenentzündung, Blasen-, Nieren- oder Harnsteine, eine Prostataerkrankung oder Blasenkrebs hindeuten. 

Da die Symptome sich bei all diesen Erkrankungen stark ähneln, führt kein Weg an einer tierärztlichen Untersuchung und Diagnose vorbei. 

Bevor du in Panik gerätst, kontaktiere gerne den Online Tierarzt Dr. Sam! Er und sein Team stehen dir an 365 Tagen im Jahr fast rund um die Uhr für die Beantwortung deiner Fragen zur Verfügung und können ihren Patienten (deinen Hund) dabei sogar via Handykamera sehen. 

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Inhaltsverzeichnis

Die 5 häufigsten Ursachen für blutigen Urin beim Hund

Wenn der Urin blutrot ist, befürchten viele Hundehalter gleich das Schlimmste. Das ist gut, denn es alarmiert dich, zum Tierarzt zu fahren und das solltest du in jedem Fall tun! 

Blut im Urin kann harmlose bis lebensgefährliche Gründe haben. Wir klären auf:

1. Blasenentzündung

Der häufigste Grund für Blut im Urin bei Hunden ist ein bakterieller Infekt in der Blase. Eine Blasenentzündung bei Hunden verläuft ähnlich wie bei uns Menschen und kann für deinen Hund sehr schmerzhaft sein. 

Das tröpfchenweise Absetzen von Urin (teilweise mit Blut) und ein ständiger Harndrang deuten auf eine entzündete Blase hin. 

Eine Blasenentzündung muss mit Antibiotika behandelt werden. Wie du deinen Hund in dieser Zeit zu Hause unterstützen kannst, erfährst du weiter unten im Text.

2. Läufigkeit

Wer noch nie eine Hündin hatte oder diese zum ersten Mal läufig wird, erschrickt vielleicht über “Blut im Urin”. Stellt sich dann heraus, dass die Hündin läufig ist, ist alles in Butter

Ein blutiger Ausfluss aus der Vulva ist in diesem Fall ganz normal. 

Geschieht das außerhalb der normalen Läufigkeit oder deine kastrierte Hündin pinkelt Blut, ist das allerdings nicht normal und du solltest auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen! 

Ob deine Hündin läufig ist, erkennst du außerdem daran, dass ihr Geschlechtsteil geschwollen ist und sie sich ggf. merkwürdig verhält. Wenn du mehr über die Läufigkeit bei Hündinnen erfahren möchtest, lies gerne unseren Artikel zum Thema “Erste Läufigkeit bei Hündinnen”.

3. Nieren-, Harn- oder Blasensteine

Wo sie sitzen, ist fast egal. Nieren-, Harn- oder Blasensteine verursachen, dass dein Hund Schmerzen hat und Blut pinkelt. 

Sie können sich überall im Harnsystem bilden und auf genetische oder ernährungsbedingte Ursachen sowie chronische Infekte zurückzuführen sein.

Die “Steine” sitzen häufig in der Blase (seltener kommen bei Hunden Nierensteine vor) und führen zu ähnlichen Symptomen wie eine Blasenentzündung. Von hier aus können sie auch in die Harnröhre abwandern und dort zu einem lebensgefährlichen Harnröhrenverschluss führen.

Ob dein Hund von den unerwünschten Kristallen geplagt wird, kann dir nur ein Tierarzt zuverlässig sagen. 

4. Prostataerkrankung

Eine Erkrankung der Prostata kommt vor allem bei unkastrierten Rüden relativ häufig vor. Da die Prostata in direkter Nähe zur Harnröhre und Blase liegt, können Erkrankungen sich auch in blutigem Urin widerspiegeln. 

Weitere Anzeichen können Verstopfungen, Ausfluss aus dem Penis, Schwierigkeiten oder Unfähigkeit zu urinieren, Durchfall, Inkontinenz, Verhaltensveränderungen, Fieber und eine untypisch flache Form des Kots sein. 

Wenn du den Verdacht hast, dass die Prostata deines Hundes vergrößert ist, führt dich der nächste Gang bitte zum Tierarzt, denn damit ist nicht zu spaßen!

Von gutartigen Tumoren über Zysten, chronischen Prostataentzündungen und Abszessen bis hin zu Krebs können viele Gründe dahinter stecken.

Neben einer Kastration, bei der sich die Prostata automatisch um etwa 50 % verkleinert, gibt es noch weitere Behandlungsmöglichkeiten.

5. Tumore/Krebs

Wie du siehst, kann Blut im Urin auf einige lebensgefährliche Zustände hinweisen. So auch auf bösartige Tumore in der Harnblase oder Harnröhre.

Blasen- oder Harnröhrenkrebs macht sich häufig über vermehrten Harndrang, tröpfchenweises Pinkeln, Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen und eventuell einer Harninkontinenz bemerkbar.

Da die Symptome nicht direkt auf Krebs hindeuten, ist ein Ultraschall der Blase und Harnröhre unbedingt notwendig. 

Zusätzlich kann der Tierarzt einen aufschlussreichen BTA-Test und eine Biopsie (Gewebeprobe) durchführen.

Da eine Entfernung von Tumoren in dieser Gegend nur teilweise oder gar nicht möglich ist, wird auch bei Hunden häufig auf eine Behandlung mit einer Chemotherapie gesetzt.

Diagnose & Behandlung

Wann immer dein Hund Blut pinkelt, solltest du ihn umgehend einpacken und mit ihm zum Tierarzt fahren. Denn eine genaue Diagnose kann nur dieser stellen!

Je nachdem, ob es sich um einen eher harmlosen Blaseninfekt handelt, welcher mit Antibiotika behandelt werden kann oder um eine Prostataerkrankung, sehen die Behandlungswege natürlich sehr unterschiedlich aus.

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Mein Hund hat Blut im Urin – was kann ich tun? 

Zuallererst packst du deinen Hund ein und fährst mit ihm zum Tierarzt, um genau abzuklären, was der Grund für das Blut im Urin ist! Versprochen?

Es gibt natürlich noch zahlreiche andere mögliche Ursachen als die fünf, die wir dir aufgezählt haben, aber gehen wir mal davon aus, dein Hund leidet an einer der oben geschilderten Erkrankungen. 

Diese Tipps und Hausmittel können ihm helfen:

1. Bei einer Blasenentzündung

Hat dein Hund eine Blasenentzündung, können ihm ähnliche Hausmittel helfen wie uns Menschlein. 

Zum Beispiel spezielle Blasentees, getrocknete Cranberrys oder ungezuckerter Cranberry-Saft. Im Handel erhältst du außerdem Cranberry-Kapseln für Hunde.

Stelle zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher, dass dein Hund ausreichend Wasser zur Verfügung hat und auch davon trinkt

Auch eine Wärmflasche kann ihm guttun, um die Schmerzen zu lindern. Nur zu heiß darf sie nicht sein!

2. Bei Läufigkeit

Was hier hilft, ist Verständnis für den Zyklus und die damit verbundenen Launen deines Mädchens.

Schütze sie vor aufdringlichen Rüden und sorge dafür, dass ihr nicht zur Haupt-Gassi-Zeit im belebten Park spaziert. 

Kuschel sie, wenn sie kuschelbedürftig ist und gib ihr Zeit und Ruhe, wenn sie sich lieber zurückziehen mag.

Falls sie in dieser Zeit nicht so richtig Appetit hat, kannst du ihr auch gerne mal die ein oder andere besondere Leckerei zuschieben. 

Verwöhnen steht hier auf dem Prinzessinnen-Programm!

3. Bei Blasen-, Harn- oder Nierensteinen

Hat der Tierarzt bei deinem Hund Blasen-, Harn- oder Nierensteine diagnostiziert, kann eine spezielle Diät helfen, die Menge an Eiweiß- und Mineralstoffen im Harn zu reduzieren. 

Das mögen die Steine nämlich gar nicht und bilden sich bis zu einem gewissen Stadium von selbst zurück.

Generell lässt sich bei dieser Erkrankung einiges über die Ernährung machen, weshalb du darüber unbedingt mit deinem Tierarzt sprechen solltest. 

Auch viel trinken und häufiges Gassi gehen wird deinem Hund helfen.

4. Bei einer Prostataerkrankung

Prostatabeschwerden sind eine ernstzunehmende und hochgradig schmerzhafte Erkrankung bei unkastrierten Rüden. 

Die Naturheilkunde schwört auf Kombipräparate aus Sägepalmen und Brennnessel. Gerade im Anfangsstadium einer Prostataerkrankung können diese eine heilende Wirkung haben.

Bitte sprich die Gabe mit deinem Tierarzt ab oder lass dir von ihm ein Präparat empfehlen.

5. Bei Tumor/Krebs

Auch in der Heilung von gut- oder bösartigen Tumoren kann die Ernährung und die Gabe spezieller Kräuter und Zusätze genesungsfördernd wirken. 

Ein Tierarzt, eine Hunde-Ernährungsberatung oder eine Tierheilpraktikerin sind hier die richtigen Ansprechpartner für dich!

Wie kann ich vorbeugen?

Durch eine artgerechte und ausgewogene Ernährung sowie ausreichend geistige und körperliche Auslastung, sorgst du dafür, dass dein Hund ein gesundes und vitales Leben führen kann.

Leider können wir uns und unsere Vierbeiner nicht vor allem schützen. Was aber auf jeden Fall hilft, ist ihn gut zu kennen und demnach auch kleine Veränderungen mitzubekommen.

Neben jährlichen oder halbjährlichen Vorsorgeuntersuchungen kannst du auch regelmäßig ein Blutbild machen lassen. 

Wann immer du dir unsicher sein solltest oder dir etwas komisch vorkommt, höre auf dein Bauchgefühl und frage besser einen Tierarzt um Rat. Lieber zu früh als zu spät!

Erklärungs-Video

Fazit

Blut im Urin kann das harmlose bis lebensgefährliche Gründe haben. Wichtig ist in jedem Fall, dass du deinen Hund direkt einem Tierarzt vorstellst!

Da die Symptome von einer Blasenentzündung denen von Harnsteinen oder Blasenkrebs ähneln, kann nur eine tierärztliche Untersuchung Aufschluss geben.

Es gibt viele natürliche Präparate, mit denen du deinen Hund zu Hause unterstützen kannst. Auch Hausmittel wie die gute alte Wärmflasche oder Nieren- und Blasentees können nach einer Diagnose von deinem Tierarzt eventuell passend sein.

Wann immer du dir unsicher sein solltest und schnell einen kompetenten Rat benötigst, kannst du dich bei Dr. Sam melden! Hinter dem Portal stecken echte Tierärzte, die dich viel besser beraten können als Dr. Google. Via WhatsApp Videocall können sie ihren Patienten (deinen Hund) sogar sehen und dir sagen, was als Nächstes zu tun ist. Probiere es einfach aus, das Erstgespräch ist kostenfrei!

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