Hund frisst nicht: Ursachen & Hilfen (+ Notfall-Checkliste)

Hund frisst nicht

Jeder Hund freut sich täglich über sein Fressen im Napf. Eigentlich! Wenn die Fellnase plötzlich das Fressen einstellt, wird jedem Hundehalter mulmig.

Wenn wir Menschen plötzlich keinen Appetit mehr haben, hat das Auslöser. Und so ist es auch bei deinem Hund.

Dein Hund frisst nicht? In diesem Artikel beleuchten wir die Gründe dafür und was du dagegen tun kannst!


Kurz & Knapp: Warum frisst mein Hund nicht?

Ursachen und Auslöser, warum dein Hund nicht frisst, können Stress, Schmerzen mit unterschiedlichen medizinischen Ursachen, Alter, das Futter selbst, Hormone oder Mäkeligkeit sein.

In jedem Fall solltest du einen Tierarzt aufsuchen, wenn dein Hund zur Futterverweigerung nicht trinkt, schlapp ist, erbricht, Schmerzen hat oder andere Symptome, die nicht für ihn typisch sind.


Hund frisst nichts mehr – Checkliste für Notfälle

Hund frisst nichts mehr - Checkliste für Notfälle

Dein Hund frisst nicht? Diese Anzeichen, deuten auf einen Notfall hin:

  • Hund frisst nicht und ist schlapp
  • Hund hat untypisches Bauchgrummeln
  • Hund frisst und trinkt nicht
  • Hund frisst nicht und erbricht
  • Hund zittert und frisst nicht

Wenn ein medizinischer Grund oder gar ein Notfall vorliegt, solltest du diesen erkennen können, damit du ihm schnell helfen kannst und ggf. mit ihm einen Tierarzt aufsuchst.

So lohnt sich immer ein Blick in das Maul deines Lieblings, wenn er sein Futter stehen lässt. Schaue genau nach, wie Zahnfleisch und Zähne aussehen. 

Auch wenn dein Hund bei der Gassirunde oder zu Hause etwas aufgenommen hat und danach nicht mehr frisst, solltest du zu deinem Tierarzt. 

Lese-Tipp: Hund frisst nicht aus dem Napf: Das steckt dahinter!“ Erfahre, warum dein Hund sich möglicherweise weigert und entdecke praktische Lösungen in unserem Artikel!


Hund frisst nicht: 8 mögliche Ursachen & Auslöser

Hund frisst nicht: 8 mögliche Ursachen & Auslöser

Warum dein Hund nicht mehr frisst? Dafür gibt es eine Reihe von Gründen, die ganz harmlos sind, wie ein wählerischer Geschmack oder Sattsein.

Sie können aber auch ernst sein und eine medizinische Ursache wie Verletzungen, Krankheiten oder eine Scheinschwangerschaft sein.

Im Folgenden haben wir die 8 häufigsten Ursachen einmal genau für dich erläutert.

Wählerisch

Bei Hunden ist Wählerischsein ein erlerntes Verhalten, weil wir Hundebesitzer dem sprichwörtlichen Hundeblick nicht widerstehen können.

Hier mal eine Leckerei vom Tisch, hier ein Leckerli, hier eine Kaustange – dein Hund weiß, was gut ist.

Bei der Auswahl denkt sich der Hund tatsächlich: Warum sollte ich mein normales Futter noch fressen?

Konsequenz: Dein Hund frisst nicht mehr. Zudem kann er auch einfach satt sein!

Gleiches Verhalten zeigt sich übrigens auch, wenn du deinen Hund nicht immer zur gleichen Zeit fütterst oder dein Hund immer Zugang zu Futter hat. 

Hat er immer Zugang, hat er wenig Hunger und ist sprichwörtlich gelangweilt davon. Hier zeigt sich beispielsweise: Der Hund frisst morgens nicht.

Futterqualität

Dein Hund erkennt, ob etwas mit seinem gewohnten Futter nicht stimmt, viel früher als du.

So riecht er Ranzigkeit und Schimmel und lässt sein Lieblingsfutter stehen.

Auch wenn sich an der Zutatenliste des gewohnten Futters etwas geändert hat, beispielsweise mehr Getreide enthalten ist, kann es sein, dass dein Hund sein Futter verweigert. 

Futterwechsel

Ein häufiger Wechsel sorgt zum einen dafür, dass dein Hund wählerisch wird und zum anderen kann es für den Magen-Darm-Trakt deines Lieblings üble Folgen haben.

Stress und Durchfall können die Folge sein.

Musst du das Futter umstellen, aufgrund medizinischer Indikation oder dein Hund kommt in die Jahre und ein Seniorenfutter ist angebracht, führe die Umstellung immer mit Bedacht durch.

Alter

Dein Hund frisst nicht und schläft viel? Das ist nicht unbedingt ein Grund zur Sorge, wenn der Hund schon etwas älter ist. 

Dein alter Hund frisst nicht mehr so viel wie früher? Er bewegt sich weniger und hat dementsprechend einen niedrigeren Energiebedarf.

Dein älterer Hund frisst nicht, ist aber fit? Dann überlege, was ihm guttun würde, um seinen Appetit anzuregen.

Hier macht ein Futterwechsel auf ein seniorengerechtes Futter Sinn. Dann hat dein Hunde-Opi sicherlich auch mehr Hunger.

Achtung:

Ein alter Hund frisst nicht mehr und es zeigen sich weitere Symptome wie Steifheit, Vergesslichkeit, Schmerzen, etc., dann lass ihn einmal vom Tierarzt checken.

Hormone

Unsere Fellnasen sind gerade, wenn sie nicht kastriert sind, ganz schön stark von ihren Hormonen beeinflusst.

So beginnt es in der Pubertät, der sogenannten “Flegelphase” vom 7. bis 11. Lebensmonat, dass der Hund sein Futter verweigert, um seine Grenzen auszutesten.

Eine Hündin hat häufig während ihrer Läufigkeit weniger Hunger. Noch schlimmer ist es meist während einer Scheinschwangerschaft.

Und unkastrierte Rüden können aus Liebeskummer wegen einer läufigen Hündin in der Nachbarschaft schon mal gern das Fressen vergessen.

Stress

Für Stress kann es mehrer Gründe geben wie eine räumliche Veränderung, eine läufige Hündin, Vermissen eines Menschen oder Hundefreundes.

Der Stress schlägt sprichwörtlich auf den Magen und der Hund frisst nicht und schläft viel.

Der Hund frisst nicht mehr, weil er versucht, sich den Umständen anzupassen und er nicht die Ruhe zum Fressen findet.

Probleme mit den Zähnen

Eine der häufigsten Ursachen, warum ein Hund nicht frisst, lässt sich auf Probleme mit den Zähnen zurückführen, wie Zahnwechsel, Zahnfleischentzündungen oder abgebrochene Zähne.

Hierbei zeigt sich: Der Hund frisst nicht, ist aber fit.

Beim Zahnwechsel drücken die neuen Zähne und der junge Hund findet das sehr unangenehm.

Bei entzündetem Zahnfleisch zeigt sich häufig auch Zahnstein und ein fauliger Geruch aus dem Maul. Ein Besuch beim Tierarzt ist hier Pflicht.

Auch kann es bei älteren Hunden passieren, dass mal ein Zahn abbricht. Er mag nicht mehr fressen, da der Wurzelkanal offen ist. Und das bereitet ihm genauso Schmerzen wie dir.

Gut zu wissen

Bei älteren Hunden werden die kaputten Zähne häufig gezogen. Bei jüngeren Hunden gibt es die Möglichkeit einer Füllung.

Krankheiten und Schmerzen

Der Hund frisst nicht und ist schlapp? Hier sollten bei dir die Alarmglocken läuten. Das weist häufig auf eine Erkrankung hin.

Bakterielle Infektionen oder Erkrankungen verschiedener Organe verderben deinem Liebling gehörig den Appetit.

Der Hund hat Bauchgrummeln und frisst nicht? Oder schlimmer, der Hund frisst nicht und erbricht? Hier können Magen-Darm-Probleme, Parasiten oder eine Vergiftung das Problem sein.

Und ein letztes Beispiel: Dein Hund frisst nicht und zittert? Hier sind definitiv Schmerzen im Spiel. Sind äußerlich keine Wunden oder eine Lahmheit zu erkennen, liegt das Problem im Inneren des Hundes.

In all den genannten Fällen solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt!


Wie kann ich meinem Hund helfen, damit er wieder frisst?

Wie kann ich meinem Hund helfen, damit er wieder frisst?

Um deinem Hund wieder zu mehr Appetit zu verhelfen, kannst du besonders aufs Futter achten, dich nicht vom Hundeblick erweichen lassen oder ihm bei der Zahnhygiene helfen.

Manche temporären Gründe wie Liebeskummer beim Rüden, Läufigkeit etc. vergehen von allein.

Futter und Kauartikel

Achte bei dem Futter immer auf gute Qualität und die richtigen Inhaltsstoffe, dann wird dein Hund darauf immer Appetit haben.

Halte dich an Futterzeiten. Dein Hund ist ein Gewohnheitstier und wenn er weiß, es gibt nur zu dieser bestimmten Zeit Futter, wird er Hunger haben.

Kauartikel helfen deinem jungen Hund beim Zahnwechsel und dem erwachsenen Hund gegen Zahnstein.

Vermeide ständigen Futterwechsel, dein Hund kann dadurch mäkelig werden und Magen-Darm-Probleme bekommen. Ist der Futterwechsel nötig, versuche ihn über einen Zeitraum von 2 Wochen mit Mischen des alten Futters umzustellen.

Vergiss nicht: Leckerlis sind auch Futter und müssen auf die Futterration angerechnet werden. Dein Hund frisst nur noch Leckerlis? Darum verweigert dein Hund sein Futter frisst aber Leckerlis!

Und widerstehe dem Hundeblick, wenn es um Essen vom Tisch geht. Außer Magen-Darm-Problemen und einem verwöhnten Hund kommt dabei nichts Gutes rum.

Saubere Näpfe und ein ruhiger Ort

Gerade wenn dein Hund sensibel und stressanfällig ist, ist ein ruhiger Ort zum Fressen ideal, damit er mit Appetit frisst.

Ein ruhiger Ort hilft dabei, deinen gestressten Hund zu beruhigen!

Saubere Näpfe sind hygienischer für den Hund und verhindern auch, dass Bakterien und üble Gerüche den Hund am Fressen hindern.

Bewegung

Du selbst kennst es auch: Nach dem Sport und Bewegung an frischer Luft bekommst du Hunger. Deinem Hund geht es genauso.

Sorge dafür, dass dein Hund am Tag genug Bewegung hat. Dann frisst er auch wieder mit mehr Appetit.

Eine Trainingseinheit vor dem Fressen ist auch hilfreich. Hier versteckt sich dann auch gleich die Belohnung darin.

Regelmäßige Tierarztbesuche

Dein Hund sollte mindestens ein Mal im Jahr beim Tierarzt vorstellig werden.

Versteckte Erkrankungen, Zahnprobleme oder Ähnliches können dann schnellstmöglich behandelt werden. 


Wann sollte ich zum Tierarzt und wie kann er meinem Hund helfen?

Dein Hund sollte immer zum Tierarzt, wenn der Hungerstreik über mehrere Tage geht und er zur Appetitlosigkeit Schmerzen oder andere schwerere Symptome wie Erbrechen und Durchfall hat.

Durch verschiedene Untersuchungen, wie beispielsweise Kot-,Urin- und Blutanalysen kann er der Ursache auf den Grund gehen.

Er kann schmerzende Zähne beseitigen und dir Tipps zur Zahnhygiene geben.

Zudem hat der Tierarzt nützliche Tipps zum Futter und manches Diät-Futter bekommst du sogar nur beim Tierarzt.


Wie lange kann ein Hund ohne Nahrung auskommen?

Dein Hund kommt drei bis fünf Tage ohne Futter aus. Also keine Sorge, dein mäkelnder oder pubertierender Hund wird nicht umfallen, wenn du geduldig seinen Futterstreik aussitzt.

Ist dein Hund ansonsten gesund, kommt er in diesem Zeitraum gut ohne Futter aus. Besonders, wenn er noch genügend frisches Wasser zu sich nimmt.

Ist er länger im Hungerstreik, solltest du Rat bei einem Tierarzt suchen!

Dein Hund frisst und trinkt nicht? Hier solltest du deutlich achtsamer sein! 

Dein Hund dehydriert innerhalb von 3 bis 5 Tagen. In diesem Fall ist der tierärztliche Rat schneller zu suchen.


Fazit

Eine kurze Zeit ist es nicht schlimm, wenn dein Hund nicht frisst, gerade wenn du weißt, dass er verwöhnt ist.

Dein Hund frisst morgens nicht? Vielleicht hat er ständig Zugang zum Futter und dann hat er auch mal keinen Hunger oder Desinteresse.

Treten allerdings Symptome wie Schmerzen, Durchfall, Erbrechen oder Ähnliches auf, geh schnell mit deinem Liebling zum Tierarzt.

Ist dein Hund mäkelig? Oder mag dein Senior nicht mehr so viel fressen? Wie hast du ihm das Fressen wieder schmackhaft gemacht? 

Hinterlasse uns gern einen Kommentar mit deinen Erfahrungen!

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