hund hat harten bauch
Fabian

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Hund hat harten Bauch: 6 Ursachen & Wann zum Tierarzt

Einen harten Bauch solltest du bei deinem Hund nie ignorieren oder aussitzen.

Es kann sich schlimmstenfalls um eine lebensbedrohliche Magendrehung handeln, die sofort tierärztlich behandelt werden muss.

Wie du eine Magendrehung erkennst und welche anderen Ursachen ein harter Bauch bei Hunden haben kann, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Kurz & Knapp: Dein Hund hat einen harten Bauch

Du hast bemerkt, dass der Bauch deines Hundes ganz hart ist? Hier ist nun die genaue Beobachtung deines Hundes gefragt. Denn der aufgeblähte, feste Bauch könnte ein Anzeichen für eine Magendrehung sein.

Weitere Symptome für eine Magendrehung sind Würgen ohne zu Erbrechen, übermäßiges Hecheln, blasse Schleimhäute, keine Wasseraufnahme mehr und unruhiges Verhalten.

Wenn du diese Anzeichen bei deinem Hund feststellst, solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, denn eine Magendrehung ist immer ein Notfall!

Du weißt nicht, was dein Hund hat? Hole dir innerhalb weniger Minuten die Meinung eines Tierarztes ein.

Bei Dr. Sam kannst du sofort eine Sprechstunde mit einem Tierarzt buchen. Du kannst 16 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ohne Wartezeit tierärztliche Beratung konsultieren.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für einen harten Bauch

hund mit harten bauch und tierarzt

Ein harter Bauch bei Hunden ist immer ein ernstes Krankheitszeichen. Es ist wichtig, dass du die Ursachen unterscheiden kannst, um rechtzeitig zu helfen.

1. Magendrehung

Eine Magendrehung ist eine lebensbedrohliche Unterbrechung der Blutversorgung des Verdauungstrakts. Dabei dreht sich der Magen um die eigene Achse und schnürt somit die Blutgefäße am Ein- und Ausgang ab.

Eine Minderversorgung wird für den Magen kritisch und es kann aufgrund der blockierten Gefäße zum Kreislaufstillstand kommen.

Symptome:

  • starkes Hecheln
  • harter, gespannter Bauch
  • Unruhe
  • blasse Schleimhäute aufgrund Mangeldurchblutung
  • erfolgloser Versuch zu Erbrechen oder Wasser aufzunehmen

Bei einer Magendrehung muss dein Hund sofort zum Tierarzt! Schon wenige Stunden können für ihn tödlich sein.

Eine Magendrehung entsteht häufig bei Hunden, die ihr Futter gierig herunterschlingen oder nach dem Füttern wild toben und herumrollen. Besonders gefährdet sind sehr große Hunde, deren Magen viel freien Bewegungsraum in der Bauchhöhle hat und deren Futterportionen größer sind.

Der Tierarzt wird bei einer Magendrehung immer operieren. Dabei leert er den Magen und dreht ihn zurück, sodass der Blutkreislauf wieder intakt ist.

2. Darmverschluss

Ein Darmverschluss entsteht durch eine unbehandelte Verstopfung, Darmlähmung durch Vergiftung oder eine verschluckte Blockade. 

Verschluckte Blockaden sind typischerweise Spielzeug oder Socken, die im Darm stecken bleiben.

Symptome: 

  • krampfartige Bauchschmerzen
  • harter, zuckender Bauch
  • Verstopfung
  • Erbrechen 
  • keine Darmgeräusche mehr hörbar

Ein vollständiger Darmverschluss muss sofort beim Tierarzt behandelt werden, sonst droht eine Blutvergiftung!

Der Tierarzt röntgt deinen Hund und erstellt ein Blutbild. Bestätigt sich der Verdacht auf einen Darmverschluss, operiert er ihn und entfernt die Blockade oder behandelt die Vergiftung.

3. Aszites (Wassersucht im Bauch)

Eine Wasseransammlung im Bauch entsteht normalerweise als Folge einer anderen Grunderkrankung, die auf das Herz oder das Harnsystem wirkt. Dazu gehören zum Beispiel Lebererkrankungen, Herzinsuffizienz und Infektionen.

Das Wasser staut sich nur langsam an, teilweise können Wochen vergehen, bis du die Anzeichen bemerkst. 

Symptome:

  • schnelles Hecheln
  • starker Durst
  • Erbrechen
  • Schmerzen bei Berührung des Bauches
  • Vermeidung von Liegepositionen, die zu Druck auf den Bauch führen
  • harter, aufgeblähter Bauch

Dein Tierarzt behandelt vorrangig die Grunderkrankung, die zu der Aszites geführt hat. Wenn die Wasseransammlung sich nicht dadurch verbessert, verschreibt er entwässernde Medikamente.

4. Peritonitis (Bauchfellentzündung)

Ein Bauchfell entzündet sich durch Bakterien, die durch geplatzte Leberabszesse, eine Ruptur von Galle oder Blase oder Entzündung der Bauchspeicheldrüse in den Bauchraum gelangen.

Unbehandelt kann eine solche Entzündung zu einer Blutvergiftung führen!

Symptome:

  • Antriebslosigkeit bis Bewusstseinstrübung
  • harter, angespannter Bauch
  • Vermeidung von Liegepositionen, die zu Druck auf den Bauch führen
  • Erbrechen
  • schnelles Hecheln

Da eine Bauchfellentzündung sich schleichend entwickelt, sollte schon beim ersten Anzeichen ein kurzfristiger Tierarzttermin vereinbart werden.

Wie bei Menschen deutet eine Bewusstseinstrübung und eine hohe Atemfrequenz auf eine beginnende Blutvergiftung hin. Dann sollte der Hund sofort zum Tierarzt, da ein septischer Schock droht!

Je nach Schweregrad der Entzündung erhält der Hund Antibiotika oder muss sogar operiert werden. 

5. Blähungen

Dass Flatulenzen zum Hundealltag gehören, kann jeder Hundehalter leidvoll bestätigen. Übermäßige Gasbildung im Verdauungstrakt führt dabei zu einer schmerzhaften Dehnung der Darmwände.

Problematisch werden Blähungen, wenn sie auch nach einigen Tagen nicht verschwinden oder mit Fieber und Durchfall auftreten. Das könnte auf einen beginnenden Darmverschluss oder eine Darmentzündung hindeuten.

An schmerzhaften Blähungen leiden vor allem Hunde, die ihr Futter zu schnell herunterschlingen und nicht genug zerkauen. Das begünstigt die Gasbildung.

Auch milch- oder sojahaltiges Futter oder blähende Lebensmittel wie fette Wurst, Hülsenfrüchte oder Zwiebeln verursachen Blähungen. 

6. Innere Blutung nach Unfall

Ein harter Bauch entsteht auch durch Einblutungen in den Bauchraum. Nach einem Unfall sollte ein Hund immer unverzüglich zu einer tierärztlichen Untersuchung.

Bei äußerlicher Unverletztheit können innere Blutungen sonst unbemerkt bleiben.

Wann solltest du bei einem harten Bauch zum Tierarzt?

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Einige Erkrankungen, die bei deinem Hund einen harten Bauch verursachen, sind lebensbedrohlich. Hier sind wenige Stunden entscheidend für seine Gesundheit.

Du solltest einen harten Bauch allerdings immer als ernstes Krankheitszeichen verstehen und möglichst schnell tierärztlichen Rat einholen. 

Sofort in die Tierklinik

Eine Magenverdrehung oder Darmverschluss kann tödlich enden und muss unverzüglich behandelt werden. Auch eine Blutvergiftung zeigt sich meist erst, wenn der Hund schon in Lebensgefahr schwebt.

Nach einem Unfall sollte immer unmittelbar eine tierärztliche Kontrolle erfolgen, denn auch wenn ein Hund äußerlich unverletzt wirkt, können innere Blutungen verheerend sein.

Termin für die nächsten Tage vereinbaren

Wenn sich ein Bauch langsam verhärtet oder vergrößert, sollte in den folgenden Tagen ein Tierarzt konsultiert werden. Wasseransammlungen im Bauchraum, Entzündungen oder anhaltende Blähungen sind früh erkannt gut behandelbar.

Du bist dir allerdings nicht ganz sicher, was die nächsten Schritte sind? 

Du kannst bei Dr. Sam innerhalb weniger Minuten eine Videosprechstunde mit einem Tierarzt buchen. Er wird dich professionell beraten und dir sagen, was zu tun ist. 

Was du für deinen Hund jetzt tun kannst

Du kannst versuchen, die Schmerzen deines Hundes zu lindern und sein Wohlbefinden zu unterstützen. 

Achte aber immer auf seine Reaktion, ob er deine Hilfe als angenehm empfindet, und orientiere dich daran.

Was fast immer hilft, ist Wärme. Gerade, wenn dein Vierbeiner bei Druck auf den Körper Schmerzen spürt, freut er sich über ein extra gepolstertes Körbchen. 

Du kannst ihn zudecken oder eine Wärmflasche zu ihm legen. Die Wärmflasche sollte aber auf keinen Fall mit heißem Wasser gefüllt sein. Handwarmes Wasser ist ausreichend.

Wenn nichts dagegen spricht, dass dein Hund frisst, kannst du ihm Haferschleim, einen Brei aus Flohsamenschalen oder Möhrensuppe geben. Stelle aber sicher, dass das Futter maximal lauwarm ist.

Wichtig: 

Wenn dein Hund erbricht oder Durchfall hat, dann sollte er mehr trinken, um den Wasserverlust auszugleichen. Animiere ihn gegebenenfalls mit Wasser, dem du etwas Hühnerbrühe oder ein paar Teelöffel Fruchtsaft zugibst.

Wenn sich keine Besserung zeigt oder sich der Zustand deines Hundes verschlimmert, solltest du auf jeden Fall zum Tierarzt.

Wie kannst du einem harten Bauch vorbeugen?

Die meisten Magenprobleme fußen auf problematischem Essverhalten. Nach dem Füttern empfehlen sich daher Pausenzeiten, in denen der Hund nicht tollt oder herumrollt, sondern in Ruhe verdaut. 

Gegen zu schnelles Essen hilft ein Anti-Schling-Napf, der den Hund zu einem langsameren Esstempo zwingt und gleichzeitig auch kognitiv fordert. Auch das Futter auf kleinere Portionen aufzuteilen, die über den Tag verteilt gefüttert werden, beugt Fressproblemen vor.

Magenempfindliche Hunde sollten kein blähendes Futter mit hohem Fett- oder Kalziumanteil erhalten. Trockenfutter kannst du mit etwas Wasser oder Brühe aufweichen.

Besonders wichtig ist, deinen Hund regelmäßig selbst abzutasten und auf körperliche oder Verhaltensänderungen zu achten. 

Erklär-Video

Fazit

Ein harter Bauch bei Hunden ist ein Anlass zur Sorge. Es stecken häufig ernste Krankheiten wie eine Magendrehung oder ein Darmverschluss dahinter und fast immer leidet dein Hund Schmerzen. 

Daher ist wichtig, dass du die möglichen Ursachen kennst und richtig und rasch handeln kannst.

Dr. Sam ist daher jeden Tag rund um die Uhr für dich erreichbar und verbindet dich ohne Wartezeit direkt mit einem Tierarzt. So hast du immer einen zuverlässigen Ansprechpartner dabei und bist für alle großen und kleinen Notfälle gewappnet.

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