Hund knickt hinten weg einschläfern
Bonnie

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Hund knickt hinten weg: Einschläfern, Ursachen & Tipps

Du stellst mit Schrecken fest, dass dein Hund wackelig auf den Beinen steht? Dein Hund knickt hinten weg und das immer öfter?

Altersbedingt verschlechtert sich häufig das Gangbild und unsere Hundesenioren sind allgemein nicht mehr so stabil auf den Beinen. 

Doch was, wenn der Hund noch gar nicht so alt ist? Was bedeutet es zum Beispiel, wenn ein Welpe hinten wegknickt? 

Wir klären dich über die verschiedenen Ursachen und möglichen Erkrankungen auf! Außerdem erhältst du wertvolle Tipps, wie du deinem Hund helfen kannst.

Inhaltsverzeichnis

Warum knickt mein Hund hinten weg?

Wenn dein Hund hinten wegknickt, kann das ein Anzeichen für neurologische Ausfälle der Hinterbeine sein. Neben altersbedingter Schwäche kann auch ein Schaden am Rückenmark, im Gehirn oder an den Nerven verantwortlich für das plötzliche Wegknicken sein.

Auch Erkrankungen wie eine Hüftdysplasie, Arthrose, Epilepsie, ein Bandscheibenvorfall oder eine Degenerative Myelopathie können eine Erklärung für das häufige Wegknicken der Hinterbeine sein.

Wichtig ist in jedem Fall, dass du deinen Hund umgehend einem Tierarzt vorstellst!

Hund knickt hinten weg: die Ursachen

Die Ursachen dafür, dass deinem Hund öfter die Hinterbeine wegrutschen, können vielfältig sein. 

Einige davon sind leider wirklich übel. Du solltest die Anzeichen auf jeden Fall ernst nehmen und herausfinden, was deinem Hund fehlt. Bitte ziehe unbedingt einen Tierarzt zurate! 

Mögliche Ursachen für das Wegknicken der Hinterhand können sein:

  • Altersbedingte Schwäche und Muskelabbau
  • Verengung im Rückenmarkskanal
  • Degenerative Myelopathie (langsam fortschreitendes Absterben der langen Rückenmarksbahnen)
  • Bandscheibenvorfall
  • Arthritis oder Arthrose
  • Hüftdysplasie
  • Vestibularsyndrom (neurologische Gleichgewichtsstörung)
  • Epilepsie
  • Cauda-equina-Syndrom (akute oder chronische Schmerzen im Rücken und den Hinterbeinen, teilweise mit Lähmungserscheinungen)
  • Partielle Lähmung (Paraparese)
  • Rückenmarkstraumata
  • Sportverletzungen (Prellungen, Stauchungen, Muskelfaserrisse …)
  • Meningitis (Rückenmarksinfektion)

Was kann ich tun, wenn die Hinterbeine meines Hundes hinten wegrutschen?

Ist dir gerade zum ersten Mal aufgefallen, dass deinem Hund die Hinterbeine wegrutschen? 

Dann solltest du ihn zunächst genau unter Beobachtung behalten! 

Es kann durchaus auch mal vorkommen, dass die Hinterhand wackelt, ein Pfötchen mal schleift oder der Hund steif wirkt. Hunde können sich genau wie wir auch mal verlegen haben oder ihnen sind die Gliedmaßen eingeschlafen.

Wenn dir etwas komisch vorkommt, solltest du aber lieber mit deinem Hund zum Tierarzt fahren anstatt zu zögern! Ohne eine genaue Diagnose kannst du unsere nachfolgenden Tipps getrost vergessen.

4 Tipps für dich, was du tun kannst, wenn deinem Hund die Hinterbeine wegrutschen:

1. Muskulatur stärken

Wenn das Wegknicken der Hinterhand bei deinem Hund altersbedingt ist, kann ihm etwas Muskelaufbau helfen, wieder an Stabilität zurückzugewinnen.

Bestenfalls beginnst du das Muskelaufbau-Training nicht erst im Seniorenalter, sondern sorgst dafür, dass dein Hund sein Leben lang vital und fit ist. 

Vielleicht ist aber auch ein Hundeopa bei dir eingezogen und du darfst jetzt mit dem langsamen Muskelaufbau beginnen. Dazu holst du dir am besten Tipps von einem erfahrenen Hundephysiotherapeuten!

Es gibt viele verschiedene Arten, um die Muskulatur in der Hinterhand zu stärken. Mit einem Profi an der Seite könnt ihr ein optimales Trainingsprogramm für deinen Hund erstellen.

Tipp:

Viele Hundesenioren wollen trotz schlechterem Gangbild voll am Leben teilnehmen. Vielleicht besorgst du dir einen Hundebuggy, in dem dein Senior Pause machen kann, wenn der Weg doch einmal zu lang geworden ist! Wäre das etwas für euch?

2. Teppiche auslegen

Wenn dein Hund – aus welchem Grund auch immer – Schwierigkeiten hat, seine Beine zu sortieren, ist ein glatter Boden ein zusätzliches Hindernis für ihn. 

Viele Hunde haben so schon Schwierigkeiten mit rutschigem Parkett.

Lege für deinen „Handicap-Hund“ einfach ein paar mehr Teppiche aus. 

Die rutschfesten Inseln geben ihm zusätzlichen Halt und er schafft es auch einfacher, wieder aufzustehen.

3. Rollstuhl für Hunde

Auch hier gilt es natürlich erst einmal, die Ursache für das Wegknicken der Hinterbeine abzuklären. 

Wenn klar ist, dass die Funktion der Hinterhand dauerhaft beeinträchtigt ist und eher schlechter als besser wird, kann ein Hunderollstuhl eine tolle Hilfe sein.

Viele Hunde erlangen so ihre Lebensfreude zurück! 

4. Nahrungsergänzung für den Bewegungsapparat

Über die Ernährung führst du deinem Hund wichtige Nährstoffe, Spurenelemente und Mineralien zu. 

Deshalb ist eine ausgewogene und artgerechte Ernährung unbedingt notwendig, damit dein Hund auch bis ins hohe Alter gesund und vital ist.

Es gibt hervorragende Nahrungsergänzungsmittel, die dem Bewegungsapparat deines Hundes zugutekommen. 

Dazu zählen zum Beispiel Grünlippmuschel, Collagen, Teufelskralle, Weidenrinde, Chondroitinsulfat und Hyaluronsäure.

Mach’ den Reflexe-Check:

Dazu klappst du ein Pfötchen deines Hundes um, sodass das „obere“ der Pfote auf dem Boden ist. Stellt dein Hund seine Pfote direkt wieder richtig hin, ist nicht von neurologischen Schäden auszugehen. Anders sieht das aus, wenn er sie lässt, wie sie ist oder nur langsam zurückstellt.

Hund knickt hinten weg – wann sollte ich meinen Hund einschläfern?

Wie du bereits weißt, kann das Wegknicken der Hinterbeine bei Hunden verschiedene Ursachen haben. 

Einige davon lassen sich tiermedizinisch behandeln. Andere kannst du mit alternativen Heilmethoden und Physiotherapie in den Griff bekommen.

Wiederum andere Erkrankungen und Zustände lassen sich nicht mehr behandeln oder verbessern. In diesem Fall stellt sich die Frage: „Wann sollte ich meinen Hund einschläfern?“

DIE EINE Antwort gibt es darauf nicht. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Hund keine Freude mehr am Leben hat und sein Handicap oder die damit einhergehenden Schmerzen überwiegen, ist es vielleicht an der Zeit, ihn gehen zu lassen.

Diese Entscheidung musst du nicht alleine treffen! Ziehe dir mindestens einen Tierarzt zurate. Er wird wissen, wann es Zeit ist, deinen Hund zu erlösen.

Bevor ihr diesen letzten Schritt geht, solltest du aber nichts unversucht lassen. Vielleicht kann ein Hundebuggy oder Hunderollstuhl das Leben deines Hundes tatsächlich verlängern und verschönern!

Welpe knickt hinten weg – was soll ich tun?

Kleine Hundekinder sind natürlich zu Beginn ihres Lebensweges noch sehr wackelig auf den Beinen. Je mehr sie laufen, toben und raufen, desto besser entwickelt sich ihre Muskulatur.

Auch als Junghund sind die meisten Hunde noch sehr schlaksig und eine wackelige Hinterhand ist keine Seltenheit.

Oft zeigt sich aber auch schon in frühen Jahren, ob der Hund zum Beispiel eine angeborene Hüftdysplasie hat. Stelle deinen Welpen auf jeden Fall einem Tierarzt vor, um sicherzugehen. 

Viele Krankheiten können gut behandelt werden und es ist von Vorteil, wenn sie bereits früh erkannt werden! 

Bitte mache dir nicht direkt Sorgen, sondern behalte einen klaren Kopf und schau, wie du deinem Hundi helfen kannst. Es ist auf jeden Fall schon mal klasse, dass du dich informierst!

Fazit: Warum knickt mein Hund hinten weg?

Wenn dein Hund mit den Hinterbeinen häufig wegrutscht, KANN das ein Anzeichen für eine ernsthafte neurologische Schädigung des Rückenmarks sein! 

Auch ein Bandscheibenvorfall, Epilepsie, das Vestibularsyndrom, Cauda-Equina-Syndrom, degenerative Myelopathie, Arthrose und viele weitere Ursachen können hinter der geschwächten Hinterhand stecken.

Bitte stelle deinen Hund unbedingt einem Tierarzt vor. Es gibt viele Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Diagnosen!

Auch eine altersbedingte Schwäche sollte vom Tierarzt begutachtet werden. Es kann ja nicht sein, dass es immer wieder heißt „Ach, der Hund ist einfach alt. Es ist ganz normal, dass er wackelig auf den Beinen ist!“ – Ja, der Hund ist alt. Aber heißt das, dass man ihm nicht mehr helfen braucht bzw. kann? Nein.

Um deinem Hund das Leben wieder lebenswerter zu gestalten, kann auf lange Sicht ein Hundebuggy oder Hunderollstuhl Abhilfe schaffen.

Hast du noch Fragen oder bist du unsicher, was die Hinterbeine deines Hundes betrifft? Dann lass’ uns gerne einen Kommentar hier und wir schauen, wie wir dir helfen können! 

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