hund schläft viel
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Dein Hund schläft viel? 7 Ursachen & Wann zum Tierarzt

Von Natur aus sind Hunde so “ausgestattet”, dass sie relativ viel schlafen. Hunde schlafen sogar 60 % mehr als ein durchschnittlicher Mensch!

Doch nun ist dir aufgefallen, dein ansonsten so aktiver Hund schläft plötzlich viel? Oder du machst dir Gedanken, denn dein alter Hund schläft den ganzen Tage?

Wenn dir aufgefallen ist, dass dein Hund viel schläft, ist es wichtig, dass du dich gut informierst. 

Hunde verbringen ca. 50 % ihres Lebens schlafend.  Wenn dir auffällt, der Hund schläft den ganzen Tag, oder der Hund ist träge und schläft viel, kann dies auch auf eine Erkrankung oder sonstige Probleme hinweisen.

Kurz & Knapp: Mein Hund schläft viel

Du hast das Gefühl, dass dein Hund in letzter Zeit viel schläft? Hier ein paar Fakten: Ein erwachsener Hund verbringt täglich 17 bis 20 Stunden schlafend, ein Welpe oder ein alter Hund benötigt sogar 20 bis 22 Stunden Schlaf pro Tag.

Wenn das Schlafbedürfnis deines Hundes von seinem gewohnten Schlafrhythmus abweicht, kann dies am Alter deines Hundes liegen oder ein Hinweis auf eine Erkrankung oder eine hormonelle Störung sein.

Hat dein Hund in letzter Zeit einen außerordentlichen hohen Schlafbedarf, und du fragst dich: warum schläft mein Hund so viel? Dann empfiehlt sich die Konsultation eines Tierarztes für eine spezifische Abklärung.

Hier würde ich dir gerne eine Online Konsultation bei Dr. Sam ans Herzen legen. Eine online Tierarzt Besuch, welcher über Video Chat erfolgt ist, nicht nur stressfreier für deinen Hund, sondern auch für dich. Der weitere Vorteil sind die günstigeren Konditionen und das Ausbleiben von Wartezeiten.

Inhaltsverzeichnis

6 mögliche Ursachen warum dein Hund viel schläft

hund schläft viel im bett

Hat dein Hund und ein verändertes Schlafverhalten oder dein Hund schläft nur noch, kombiniert mit folgenden Verhalten ist immer ein Hinweis, dass es Zeit ist, dem erhöhten Schlafbedürfnis deines Hundes auf den Grund zu gehen:

  • Dein Hund wirkt zusätzlich lustlos und / oder antriebslos
  • dein Hund hat sein verhalten geändert
  • neben erhöhtem Schlafbedarf zeigen sich noch pathologische Auffälligkeiten

Wenn dein Hund viel schläft kann folgende Ursachen haben:

1. Alter

Der Hund schläft viel und zieht sich zurück, ist gerade bei Hunden, welche älter sind ein weit verbreitetes Phänomen. 

Der Grund, weshalb ein alter Hund mehr schläft, ist ganz simpel: Das Energielevel des Hundes nimmt mit zunehmenden Alter immer mehr ab. 

Dein Junghund schläft viel oder dein Welpe schläft viel und ist schlapp? Auch Welpen und Junghunde haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Welpen und alte Hunde verschlafen durchschnittlich 20 bis 22 Stunde pro Tag. 

Dies ist ein normales Verhalten und benötigt auch keine weitere medizinische Abklärung.

Des Weiteren lernen Welpen und Junghunde auch im Schlaf. Sie verarbeiten das erlebte und gelernte nochmals und dadurch festigt sich dies.

Bei Welpen und Junghunden ist es deshalb wichtig, dass sie genügend Ruhe –  und Schlafzeiten erhalten

Wenn dir jedoch auffällt, dein alter Hund oder dein Welpe schläft den ganzen Tag und hat überhaupt keine Lust auf irgendeine Art von Aktivität, ist es von Vorteil einen Tierarzt zu konsultieren, um eventuelle Krankheiten auszuschließen.

2. Fieber

Hunde zeigen meist nicht, wenn sie unter einer Krankheit leiden. Dass dein Hund nun plötzlich viel schläft, kann auf Fieber hinweisen.

Dass Hunde unter Fieber einen erhöhen Schlafbedarf aufweisen, ist ein Trick ihres Immunsystems: Die körperliche Aktivität wird so aufs Minimum heruntergefahren und der Körper hat mehr Energie, um die eigentliche Erkrankung zu bekämpfen.

Um Fieber auszuschließen, kannst du deinem Hund rektal die Temperatur messen. 

  • Bei einem Erwachsenen Hund liegt die Normaltemperatur zwischen 37.5 und 39 Grad.
  • Bei einem Welpen liegt die Normaltemperatur bis zu 39.5 Grad.

Achtung!

Weist dein Hund eine Körpertemperatur von über 41 Grad auf, herrscht akute Lebensgefahr und du solltest dringend handeln!

Entweder fährst du direkt in eine Notfallklinik oder konsultierst einen Online Tierarzt wie Dr. Sam.

3. Anämie

Durch den Mangel an roten Blutkörperchen hat er Hund ein erhöhtes Schlafbedürfnis.

Die roten Blutkörperchen sind für den Sauerstofftransport zuständig. 

Durch einen Mangel an roten Blutkörperchen wird das Gehirn mit weniger Sauerstoff versorgt und dein Hund ist träge und schläft viel.

Folgende Ursachen können die Auslöser für eine Anämie sein:

  • Verletzungen
  • Tumore
  • Medikamente
  • Parasiten

Bei einer Anämie treten meist noch zusätzliche Symptome auf:

  • blasses Zahnfleisch
  • Hund ist nicht mehr belastbar
  • verringerter Appetit
  • auffallend erhöhtes Schlafbedürfnis

4. Virale Infektion

Neben Krebs und Verletzungen gehören virale Infektionen zu den häufigsten Todesursachen bei Hunden.

Wie bei Fieber fahren erkrankte Hunde ihr Immunsystem bei einer viralen Infektion herunter, schlafen viel, um die gesamte Energie zur Bekämpfung der Infektion zu verwenden.

Viele virale Infektionen sind meist auch bekannt unter dem Namen Mittelmeer Krankheiten. Doch lass dich nicht täuschen, diese Krankheiten sind auch hier verbreitet,  hoch ansteckend und verlaufen unbehandelt in der Regel tödlich.

  • Parvovirus
  • Staupe
  • Tollwut
  • Leptospirose
  • Influenza –  Virus
  • Hepatitis Contagiosa Canis

In Deutschland sind diese Erkrankungen durch die Pflichtimpfungen abgedeckt. Leider versterben jedoch oft ungeimpfte Welpen.

Achte dich bei einem Welpen kauf immer genau auf die Herkunft der Tiere. Welpen aus einem illegalen Handel sind oft nicht komplett geimpft oder es werden sogar gefälschte Impfausweise mitgegeben. 

Dies kann für deinen zukünftigen Welpen ein klares Todesurteil bedeuten!

5. Hypothyreose / Schilddrüsenunterfunktion

Schilddrüsenhormone werden durch die Schilddrüsen am Hals produziert. Ist die Produktion eingeschränkt, wird der komplette Stoffwechsel deines Hundes verlangsamt.

Schilddrüsenunterfunktionen entwickelnd sich größtenteils langsam und schleichen und ihre Symptome sind recht unspezifisch.

Folgende Symptome sind oft auffallend: 

  • Gewichtszunahme
  • Hautveränderung
  • Hund wirkt träge und unkonzentriert
  • Kälteintoleranz
  • Verhaltensänderung (ängstlich)
  • Schilddrüsenunterfunktionen treten meist bei älteren Hunden auf. 

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann nicht geheilt werden und der Hund muss lebenslang Medikamente einnehmen. 

Da oftmals die typischen Symptome nicht erkennbar sind, kann eine Diagnostizierung einer Schilddrüsenunterfunktion oftmals sehr schwierig sein.

6. Hitze

Die Temperaturen sind eine Ursache, die oft ungenannt bleibt. Da Hunde, im Gegensatz zu uns, nur über die Pfoten schwitzen können, kommen sie oft mit bereits höheren Temperaturen nicht sonderlich gut klar.

Natürlich kommen sie mit uns mit auf Spaziergänge, wenn wir sie dazu auffordern. Das Wärmeempfinden der Hunde ist nicht nur Rassespezifisch, sondern auch das Alter ist hier ein wichtiger Punkt.

Viele Hunde haben während den warmen Tagen ein erhöhtes Schlafbedürfnis und wirken lustlos und müde.

Sobald es wieder etwas kühler wird, sind auch die Hunde wieder aktiver.

Dass bei großer Hitze keine strenge körperliche Aktivität unternommen werden soll, sollte selbsterklärend sein.

Das Schlafverhalten von Hunden einfach erklärt

Hundeschlaf und Menschenschlaf unterscheiden sich zwar, haben aber dennoch einige Gemeinsamkeiten. Hund und Mensch benötigen den Schlaf, für die psychische und physische Erholung und beide träumen.

Dennoch ist bei Hunden einiges anders:

  • Hunde können innerhalb von Sekunden einschlafen und aufwachen
  • Hunde haben sehr sensible, einzelne Schlafphasen
  • Hunde dösen

Ein gesunder, erwachsener Hund verbringt ca. 17 bis 20 Stunden pro Tag schlafend oder dösend. 

Ausreichend Schlaf ist nicht nur für das gesunde Immunsystem wichtig, sondern Hunde, welche zu wenig schlafen, neigen, auch zum Überdrehen, werden unkonzentriert und gestresst.

Wann zum Tierarzt?

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Dein Hund schläft viel, wirkt schlapp, apathisch oder fiebrig? Die Schleimhäute deines Hundes wirken blass und du hast einfach das Gefühl, irgendetwas stimmt nicht?

Fällt dir eine plötzliche Veränderung im Schlafverhalten deines Hundes auf, ist es ratsam, einen Tierarzt zu konsultieren.

Die meisten hormonellen und körperlichen Erkrankungen lassen sich anhand eines Blutbildes diagnostizieren und können mit der richtigen Behandlung reduziert oder gar gelöst werden.

Hierzu ist es wichtig, dass du dir alle Veränderungen, welche dir am Verhalten deines Hundes auffallen, notierst.

Verhaltensveränderungen können oftmals einen großen Teil zu einer Diagnoseerstellung beitragen und leider wird dies oft durch uns Halter unterschätzt.

Wie kann ich meinen Hund unterstützen?

Du weißt nun, dass ein ausreichender und erholsamer Schlaf für deinen Hund sehr wichtig ist. 

Kannst du gesundheitliche Ursachen für vermehrtes Schlafen ausschließen, dann würde ich dir empfehlen, dass du dafür sorgst, dass dein Hund einen erholsamen Schlaf bekommt.

Ein Hund, welcher einen gesunden und ausreichenden Schlaf hat, verfügt meist auch über ein gesundes Immunsystem.

Hunde mögen Schlafplätze, wo sie sich ungestört zurückziehen können und keinem Trubel ausgesetzt sind.

So sorgst du dafür, dass dein Hund nicht nur schläft, sondern danach fit und ausgeruht ist für neue, aufregende gemeinsame Erlebnisse mit dir:

Achte dich darauf, dass du optimale Verhältnisse für einen gesunden Schlaf bietest. 

Viele Hunde schlafen sehr gerne in einer Box. Natürlich darfst du deinen Hund darin nicht einsperren, aber viele Hunde mögen das Gefühl von einer sicheren Höhle. Es vermittelt ihnen Sicherheit und Geborgenheit. Dadurch steigt die Schlafqualität deines Hundes immens.

Dein Hund kennt keine Box? Dann empfehle ich dir unser Bericht: Hund an eine Box gewöhnen.

Hunde lieben bequeme Liegeplätze. Biete deinem Hund ein bequemes Hundebett!  Der Gesundheit deines Lieblings zuliebe, solltest du hier auf ein orthopädisches Hundebett setzen. 

Die Auswahl an Hundebetten ist immens und erschlagend. Deshalb haben wir vor einiger Zeit einen Test gemacht und unsere Tipps zu den besten 5 orthopädischen Hundebetten festgehalten.

Für einen gesunden Schlaf ist es wichtig, dass dein Hund nicht abgelenkt wird. Versorge in der Zeit, wo dein Kleiner schlafen soll, all sein Kauspielzeug.

Erklär-Video

Fazit

Hunde haben ein ausgesprochen großes Schlafbedürfnis, dass und Menschen schnell mal erschreckt. 

Ein gesunder, erwachsener Hund kann täglich bis zu 20 Stunden schlafen, Senioren und Welpen sogar bis zu 22 Stunden.

Eine gute Schlafqualität ist für deinen Hund sehr wichtig. Nur ein ausgeschlafener und erholter Hund bleibt fit und verfügt über ein gutes Immunsystem.

Fällt dir jedoch auf, dass dein Hund nicht nur viel schläft, sondern zusätzlich schlapp, apathisch und lustlos auf dich wirkt, kann dies auch ein Anzeichen einer Erkrankung sein.

In diesem Falle ist es angebracht, dass du einen Tierarzt konsultierst. Nur so kannst du etwaige Erkrankungen ausschließen oder gar schlimmeres verhindern.

Da ein Tierartbesuch in der Praxis immer mit viel Aufwand und Stress für deinen Hund verbunden ist, empfehle ich dir die Möglichkeit einer online Beratung.

Hier kannst du dich im Live-Chat mit ausgebildeten Tierärzten direkt unkompliziert vor Ort unterhalten, was sich zeit- und kostensparend auf dich auswirkt.

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