Hund an Box gewöhnen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund an Box gewöhnen: 5 einfache Schritte Erklärt vom Profi

Du möchtest deinen Hund an eine Box gewöhnen und weißt nicht, wie du dabei vorgehen solltest?

Oder hast du gar Bedenken, ob du für deinen Hund überhaupt eine Box verwenden solltest, da du gelesen hast, dass eine Hundebox Tierquälerei ist?

Um dir aufzuzeigen, was eine Box für deinen Hund genau bedeutet und wie du ein Boxtraining positiv aufbaust, deinen Hund an eine Transportbox gewöhnen kannst, habe ich diesen Artikel geschrieben.

Kurz und knapp: Hundeboxtraining leichtgemacht

Neben einem ruhigen Rückzugsort bieten Hundeboxen auch einen sicheren Transport für deinen Liebling auf eurer Autofahrt.

Wenn du deinen Hund an eine Box gewöhnen willst, ist es wichtig, dass er diese positiv verknüpft. Dies geht am einfachsten mithilfe eines Schritt-für-Schritt Hundebox Trainings.

Nur durch eine positive Erfahrung in der Box wird sich der zukünftige Aufenthalt darin für deinen Hund stressfrei und erholsam anfühlen und die Hundebox gerne freiwillig aufsuchen.

Möchtest du deinen Hund nicht nur an die Box gewöhnen, sondern auch gerne noch anderes lernen? Dann schau in unsere Hundeerziehungsbibel.

Hier findest du weitere tolle Tipps, welche euren Alltag bereichern und vereinfachen werden.

Inhaltsverzeichnis

Warum ist eine Hundebox sinnvoll?

Der Sinn einer Hundebox ist natürlich nicht, den Hund Tag und Nachts in die Box zu sperren.

Hundeboxen bieten deinem Hund einen sicheren Rückzugsort, sozusagen sein eigenes Reich. Hier wird er in Ruhe gelassen und kann entspannen.

Ängstliche Hunde bekommen in ihrer Box oftmals ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit.

Transportboxen während der Autofahrt dienen rein zur Sicherheit deines Hundes und den Insassen.

Bist du noch auf der Suche nach einer geeigneten Transportbox? Dann schau dir den Artikel über die 3 besten Hundeboxen fürs Auto an.

Hundeboxtraining in 5 Schritten

Hundebox Training

Hund rein in die Box und Tür zu, so funktioniert dies allerdings nicht!

Achte dich darauf, dass dein Hund nur gute Erfahrungen in der Box macht! Ein Boxtraining baust du am besten so auf:

Schritt 1

Stelle die Hundebox ins Wohnzimmer, lasse die Türe offen und lass sie einfach stehen. 

Dein Hund soll sich die Box in aller Ruhe anschauen und beschnuppern. 

Er darf auch gerne hineingehen. 

Wenn er sich freiwillig reinlegt, belohne ihn und lasse ihn gewähren.

Schritt 2

Damit dein Hund die Box mit positiven Gefühlen verbindet, fütterst du ihn die nächsten Tage in der Box.

Am besten eignet sich hier das Abendessen, da danach bei den meisten Hunden Ruhe und Entspannung angesagt ist.

Schritt 3

Belege den Moment, wo sich dein Hund in der Box befindet, mit einem Kommando

Überlege dir im Voraus, welches Kommando du in Zukunft nutzen möchtest, um deinen Hund in die Box zu schicken.

Schritt 4 

Schicke deinen Hund mit dem Kommando in die Box und biete ihm einen Kauartikel, welcher lange hält und den er sehr mag.

Somit verlängerst du die Zeit, die er in der Box verbringt. 

Kauen wirkt extrem entspannend auf deinen Hund und er macht somit automatisch eine gute Verknüpfung mit der Box

Schritt 5

Schließe die Tür, solange dein Hund mit Kauen beschäftigt ist. Öffne diese jedoch wieder, bevor er rauswill. 

Verhindere unbedingt, dass dein Hund wegen einer geschlossenen Boxentür Panik bekommt. Ansonsten kann es passieren, dass er wegen des negativen Erlebnisses Angst vor der Box bekommt.

Welpe an Box gewöhnen

Welpe an Hundebox gewöhnen

Hast du einen Welpen, welchen du an die Welpen Box gewöhnen möchtest, kannst du nach demselben Schema vorgehen wie bei einem erwachsenen Hund.

Am besten trainierst du jedes Mal, wenn dein Welpe zur Ruhe kommen soll und schlafen möchte.

Hundebox für Stubenreinheitstraining – Welpe nachts in der Box lassen

Du kannst die Box auch zum Stubenreinheitstraining nutzen, wenn du sie nachts als Schlafbox für den Welpen nutzt. 

Welpen pinkeln nicht auf ihren Schlafplatz. 

Bedenke aber, dass ein drei Monate alter Welpe trotz der Box drei bis vier Mal die Nacht rausmuss!

Achtung!

Den Welpen einfach in die Hundebox zu sperren und irgendwo ins Wohnzimmer zu stellen und ihn die ganze Nacht darin alleine lassen, ohne dass er daran gewöhnt ist, ist ein No-Go!

Was muss ich bei einer Hundebox beachten?

Damit dein Hund in Zukunft einen gemütlichen Rückzugsort hat, musst du beim Kauf einer Box einiges beachten.

Größe der Box

Die Box muss so groß sein, dass sich dein Hund darin ausstrecken, umdrehen und aufrecht stehen kann. 

In der Höhe sollte die Box mindestens 5 cm höher sein, als der höchste Punkt deines Hundes.

Weitere Infos, wie du die Größe einer Hundebox bestimmst, findest du in diesem Artikel: Hundetransportbox: Welche Größe Für Welche Rasse?

Material

Außerdem solltest du auf hochwertige Materialien zurückgreifen. Aluminium hat sich dank seiner Langlebigkeit stets gut bewährt. 

Schaue dir hier die besten Hundeboxen aus Aluminium an. 

Allerdings gibt es auch sehr gute Hundeboxen aus Stoff, die den Vorteil haben, dass sie leicht, faltbar, bequem und platzsparend sind. 

Hier findest du einen ausführlichen Testbericht zu den besten faltbaren Hundeboxen

Standort der Box

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Standort der Hundebox. Keine geeigneten Plätze sind aufgrund der Temperaturschwankungen am Fenster und vor der Heizung. 

Auch neben dem Fernseher oder auf Durchgängen wie im Flur sind keine guten Optionen, da er dort nicht gut zur Ruhe kommen kann. Aber auch ein völlig isolierter Platz sollte vermieden werden. 

Platziere die Box am besten so, dass dein Hund den Raum gut überblicken kann, aber auch eine ruhige Umgebung zur Entspannung hat. Er sollte gut am Alltag teilhaben können. Dafür eignet sich ein Platz im Wohnzimmer.

Die Hundebox zum Schlafen

Franzözische Bulldogge am schalfen in hundebox

Wenn die Hundebox deinem Vierbeiner als Schlafplatz dienen soll, kannst du auf eine herkömmliche Hundetransportbox zurückgreifen. Eigentlich eignen sich hier alle Modelle, solange es der Hund darin bequem hat. 

Um deinem Hund einen so richtig gemütlichen Schlafplatz zu bieten, kannst du ihm ein orthopädisches Hundebett in die Box legen. 

Wenn du Wert darauf legst, dass die Box zu deiner Einrichtung passt und optisch etwas hermacht, empfehle ich dir, unseren Artikel Hundeboxen für Zuhause anzuschauen. 

Hier sind ein paar Modelle dabei, die auch als Möbelstück durchgehen könnten. 

Hund an Transportbox gewöhnen

Möchtest du deinen Hund an die Transportbox gewöhnen, kannst du nach demselben Schema vorgehen, wie bei allen anderen Boxen auch. Stelle die Box erstmal bei dir zu Hause auf, und trainiert, bis dein Hund von alleine und gerne hineingeht.

Anschließend könnt ihr das Training ins Auto verlagern. Wenn es in der Wohnung gut klappt, sollte er allerdings auch im Auto problemlos in die Box gehen.

Vielen Hunden wird jedoch bei einer längeren Autofahrt übel, deshalb solltest du anstatt auf eine volle Mahlzeit eher auf Leckerli setzen.

Bei Transportboxen eignen sich vorwiegend Modelle aus Aluminium oder faltbare Hundeboxen

Fazit

Einen Hund an die Box zu gewöhnen, hat – wenn es vernünftig aufgebaut und gehandhabt wird – nichts mit Tierquälerei zu tun.

Auch wenn dein Hund sich in seiner Box wohlfühlt und entspannt, bedeutet dies natürlich nicht, dass er stundenlang bei geschlossener Tür verharren muss.

Im Gegenteil. Eine Box sollte IMMER das Ziel haben, einen besonderen Rückzugsort für deinen Hund zu bieten.

Hast du weitere Ideen, was du deinem Hund gerne noch beibringen möchtest? Dann schau in unsere Hundeerziehungsbibel, denn hier findest du GARANTIERT viele tolle und wertvolle Inspirationen!

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