Pomeranian im Porträt
Inga Menn

Inga Menn

Pomeranian (Zwergspitz): Steckbrief, Farben, Charakter

Hierzulande ist der niedliche Pomeranian als Zwergspitz bekannt. Der kleine Fellball auf vier Pfoten ist die Rasse, an die Du Dein Herz verloren hast? 

Dann ist es für Dich mit Sicherheit interessant, alles Wissenswerte rund um den Pomeranian herauszufinden. 

Also zum Beispiel Aussehen, Herkunft und Charakter. All das erfährst Du in unserem ausführlichen Rasseportrait.


Pomeranian Steckbrief

Größe Männlich: bis 20 cm
Weiblich: bis 18 cm
GewichtMännlich: bis 3,5 kg
Weiblich: bis 1,9 kg
FarbenSchwarz, Blau, Rot, Weiß, Creme, Loh, Braun, Orange, Grau gewölkt
Lebenserwartung12 bis 16 Jahre
HerkunftDeutschland & Polen
Charakter/TemperamentVerspielt, aufgeweckt, agil, freundlich, fröhlich, eigensinnig, anhänglich, intelligent, selbstbewusst, wachsam
FCI-GruppeGruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 4, Europäische Spitze

Aussehen 

Aussehen 

Der Pomeranian oder Zwergspitz hat eine besondere Auffälligkeit – außer natürlich, dass er einfach nur unverschämt niedlich ist:

Er sieht aus wie ein lebendig gewordener Wattebausch. Markantestes Merkmal ist demnach zunächst das flauschige und lange Fell.

Dieses verdeckt einen kleinen Körper mit kurzen, schlanken Beinchen. Das runde Gesicht, aus dem wachsame Augen schauen, wird dabei von einer kleinen Löwenmähne umrahmt.

Abgeschlossen wird das Köpfchen von kleinen, spitzen und engstehenden Ohren.

Die Schnauze erinnert an die eines Fuchses – und ist bereits ein Indikator für den teilweise frechen Charakter dieser Rasse.

Bitte achte bei dieser Rasse besonders darauf, dass Dein Pomeranian oder Pom aus einer seriösen Zucht stammt!

Denn leider ist hier in den letzten Jahrzehnten Missbrauch beziehungsweise Miss-Zucht betrieben worden.

In der Folge sollte diese Rasse besonders niedlich aussehen, weshalb nicht nur extraklein gezüchtet wurde, sondern auch nach dem sogenannten Kindchenschema.

Fell, Fellbeschaffenheit und Fellfarben

Das Fell des Pomeranian ist sehr lang und dicht. Es besteht zudem aus Deckhaar und einer dicken Unterwolle.

Es ist flauschig und seidig und kommt in unterschiedlichen Färbungen vor. Erlaubt sind hier unter anderem Schwarz, Weiß, Orange/Rot, Loh, Creme und Grau gewölkt.

Augenfarben

Die verschmitzt in die Welt blickenden Augen, die in der Form an Knöpfe erinnern, sind in der Regel braun bis dunkelbraun. Andere Augenfarben gibt es bei dieser Rasse nicht.


Geschichte & Herkunft des Pomeranian

Geschichte & Herkunft des Pomeranian

Der Pomeranian kommt ursprünglich aus Deutschland beziehungsweise Polen/Pommern – daher auch der Name. Allerdings handelte es sich bei dieser Rasse strenggenommen um den großen Spitz.

Dieser machte seinen Weg im 17./18. Jahrhundert von Pommern nach Großbritannien. Hier wiederum wurde er dann Pomeranian genannt.

Die Briten züchteten den Spitz in den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten immer kleiner.

Und diese Mini-Version fand schließlich in den 1970er Jahren ihren Weg zurück nach Deutschland. Als eigenständige Rasse wurde der Pomeranian im Jahr 1953 von der FCI anerkannt.


Wesen & Charakter des Pomeranian

Entscheidest Du Dich für einen Pomeranian als flauschigen Mitbewohner, darfst Du Dich für die nächsten Jahre auf jede Menge Frohsinn, Fröhlichkeit und Temperament freuen.

Denn die kleine Flauschnase ist eine echte Frohnatur, die einfach immer für gute Laune sorgt. Darüber hinaus ist diese Rasse sehr intelligent, aktiv, verspielt und anhänglich.

Alleine lassen ist also etwas, was der Zwerg auf vier Pfoten nicht sonderlich zu schätzen weiß.

Als selbstbewusster und besonders anhänglicher und menschenbezogener Hund wird er Dich diese Tatsache auch wissen lassen – notfalls auch mit lautstarker Untermalung. Denn der Zwergspitz gilt auch als sehr kommunikative Hunderasse.


Haltung & Erziehung

Ein Pomeranian hat natürlich auch bestimmte Anforderungen an seine Haltung und seine Erziehung. Wie diese im Einzelnen aussehen, erklären wir Dir nun.

Haltung

Der Pomeranian heißt nicht umsonst auch Zwergspitz. Denn er ist nun einmal ein Hund im Mini-Format. Demnach ist er für die Wohnungs- und Stadthaltung geeignet.

Selbstverständlich möchte er aber nicht den ganzen Tag in euren vier Wänden unterwegs sein sondern auch täglich Gassi gehen.

Wie sonst sollte der neugierige Knopf seine Nachrichten in Form neuer Gerüche lesen können?

Aufgrund seiner geringen Größe reicht es in der Regel aber aus, wenn Du pro Tag eine Stunde mit ihm unterwegs bist.

Mehr Auslauf braucht der Pom nicht – er würde ihn im Gegenteil wohl eher ermüden und anstrengen.

Erziehung

Wie Du nun weißt, ist der Zwergspitz ein sehr anhänglicher Hund.

Dennoch wirst Du wahrscheinlich einige Tage am Tag arbeiten gehen müssen – und damit Deinen kleinen Fellzwerg auch einmal alleine lassen müssen.

Umso wichtiger, dass Du ihm bereits im Welpen-Alter beibringst, dass es kein Drama ist, wenn Du pro Tag einige Stunden nicht in seiner Nähe bist.

Das ist Teil einer konsequenten und artgerechten Erziehung, die natürlich auch der Pom braucht.

Da er sehr selbstbewusst und auch dickköpfig ist, sollte er zudem sehr früh lernen, wer von euch beiden das Sagen hat.

Sinnvoll ist hier auch der Besuch einer Welpen- oder Hundeschule. Denn die flauschige Diva kann durchaus Probleme mit anderen Vierbeinern haben.

Je eher sie eine artgerechte Sozialisierung erlernt, desto besser für sie – und natürlich auch für alle Vierbeiner, die mit ihr zu tun haben.

Fun Fact: Hättest du gewusst, dass der Spitz zu den Top 5 Hunderassen gehört, die besonders unbeliebt bei Hunde-Trainern sind?


Gesundheit & Pflege

Nachdem Du nun einige wichtige Dinge zum Aussehen, der Herkunft und dem Wesen des Pomeranian weißt, erklären wir Dir nun, was es mit der Gesundheit und der Pflege der kleinen Wattekugel auf vier Pfoten auf sich hat.

Fellpflege & allgemeine Pflege

Der Pomeranian hat Fell, und davon sehr viel. Das heißt also: Die Fellpflege nimmt bei dieser Rasse ein wenig mehr Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch.

Wir empfehlen Dir, den Pom mindestens 2x in der Woche ordentlich zu kämmen und zu bürsten. Hier darfst Du auch einmal gegen den Strich kämmen, was an sich ja kaum ein Vierbeiner mag.

Zur Pomeranian-Pflege gehört außerdem, dass Du regelmäßig die Augen und Ohren kontrollierst und reinigst.

So verhinderst Du, dass sich hier Bakterien, Schmutz und Keime absetzen und für Entzündungen sorgen können.

Sinnvoll ist zudem eine Zahnpflege-Routine. So kannst Du ebenfalls Entzündungen sowie Zahnstein vorbeugen.

Gesundheit

Mit der Gesundheit des Pomeranian ist es so eine Sache.

Der Grund: Da es sich um eine „Spezial-Züchtung“ handelt, bei der durchaus Extreme auftreten können, wirkt sich das leider auch auf das Allgemeinwohl aus.

Hier wird von einer Überzüchtung der Rasse gesprochen, die die Rasse um einiges empfindlicher macht, als andere Hunde.

Darüber hinaus handelt es sich bei dem Zwergspitz um einen sogenannten Teacup-Hund, welche immer von Qualzucht betroffen sind.

Den Kauf eines Pomeranians solltest du dir also gut überlegen.

Bitte behalte immer im Hinterkopf, dass die folgenden Krankheiten auftreten KÖNNEN, dies aber NICHT MÜSSEN:

  • Fehlstellungen der Kniescheiben/Patellaluxation
  • Herzerkrankungen
  • Trachealkollaps
  • Taubheit

Aufgrund der möglichen Anfälligkeit kannst Du überlegen, ob Du für Deinen Zwergspitz eine Hundekrankenversicherung abschließt.

Diese übernimmt in der Regel einen Großteil der Tierarztkosten, so auch für die jährlichen Routineuntersuchungen und Auffrischimpfungen.

Lebenserwartung

Bei einer artgerechten Haltung und Ernährung und natürlich viel Liebe und Zuneigung kann Dein kleiner Fratz ein Alter von 12 bis 16 Jahren erreichen.

Das heißt: Für diese Zeit hast Du auch die Verantwortung für den kleinen Fellball.

Bevor der Pomeranian also bei Dir einziehen darf, solltest Du Dir sicher sein, dass Du Dir diese Verantwortung auch zutraust. Und zwar mit allem, was diese noch so mit sich bringt.


Passt der Pomeranian zu mir?

Der Pomeranian gilt als perfekter Familien-, Gesellschafts– und Begleithund. Sofern Dein Arbeitgeber oder auch Deine Uni nichts dagegen haben, kommt der kleine Fratz auch gerne mit Dir an diese Orte.

Der Pomeranian passt dann hervorragend zu Dir, wenn Du viel Zeit für die goldige Fellnase mitbringst und Dich auch gerne einen Großteil des Tages mit ihr beschäftigen möchtest.

Da der Pom kein überdurchschnittlich hohes Maß an Bewegung braucht, ist er geeignet für ältere Menschen, die vielleicht nicht mehr ganz so fit unterwegs sind.

Auch mit Kindern kommt der Zwergspitz gut zurecht. Hier ist allerdings darauf zu achten, dass die lieben Kleinen bereits von Anfang wissen, dass der Hund kein Spielzeug ist.

Und es demnach nicht mag, wenn er in die Ecke gedrängt oder als Spielzeug missbraucht wird. Tatsächlich kann es dann nämlich passieren, dass der kleine Hund zubeißt.


Fun-Facts zum Pomeranian

Nach all den nützlichen Infos zu Haltung, Pflege, Gesundheit, Charakter und Aussehen bekommst Du nun noch einige Fun Facts rund um den putzigen Pomeranian.

Der Pomeranian ist nicht nur unter dem Spitznamen Pom bekannt sondern auch unter dem Spitznamen Pom Pom.

Der Pomeranian ist ein Zwerg – und stammt doch von großen Schlittenhunden ab.

Viele Pomeranians verändern ihre Fellfarbe, wenn sie älter werden.

Ein Zwergspitz war live dabei, als Michelangelo die Decke der Sixtinischen Kapelle mit Fresken ausschmückte.

Tatsächlich war der Künstler ein großer Pomeranian-Fan. Und so soll seine Fellnase während seiner Arbeit auf einem Seidenkissen gechillt und ihm zugeschaut haben.

Der Pomeranian Boo ist ein Social Media-Star. Mittlerweile hat der kleine Fratz mehr als 600.000 Follower auf Instagram – ein wahrer Petfluencer!

Pomeranians sind echte „Celebrity-Hunde“. Und so zählen zu den berühmten Besitzern unter anderem Paris Hilton, Hillary Duff, the Hoff und Gwen Stefani. Wer sich noch erinnern kann: Ein Pomeranian war auch Star der US-Sitcom Die Nanny.

Den Status als Hund berühmter Besitzer begründete übrigens Queen Victoria, die ein besonders großer Fan dieser Rasse war.

Zwei Zwergspitze haben den Untergang der Titanic überlebt – und gehörten zwei der damaligen Celebrities, Elizabeth Rothschild und Margaret Bechstein Hays. Beide Frauen weigerten sich, ohne ihre Pom Poms in die Rettungsboote zu steigen.

Pomeranians gehören zu den wenigen Tieren, die Zwillinge zur Welt bringen können.

Unsere Fun Facts lassen sich garantiert noch mit einigen Deiner eigenen Geschichten ergänzen.

Wir freuen uns, wenn Du diese mit uns und allen bestehenden und zukünftigen Pomeranian-Fans in den Kommentaren mit uns teilst 😊

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