Ruhige Hunderassen ohne Jagdtrieb
Jesse Reimann

Jesse Reimann

9 Unglaublich Ruhige Hunderassen ohne Jagdtrieb (+ Bilder)

Wer sich keinen Hund des Typs „Flummi“ holen möchte und auch gerne mal ohne Sorgen beim Spaziergang ableinen will, für den eignet sich eine ruhige Hunderasse ohne Jagdtrieb.

Zugegeben, in jedem Hund schlummert irgendwo der Beutetrieb. Bei manchen befindet sich dieser jedoch quasi im Dornröschenschlaf.

Bei welchen Fellnasen diese Eigenschaft zudem noch mit einem ruhigen Wesen einhergeht, erfährst du hier. Mit dabei ist übrigens auch eine wortwörtlich große Überraschung.

Alle 9 ruhige Hunderassen im Überblick

Groß oder klein, sportlich oder faul – der Ursprung unserer Hunde liegt beim Wolf. Daher kann jeder Hund einen Jagdtrieb haben. Bei diesen ruhigen Rassen ist er in der Regel aber eher wenig ausgeprägt.

1. Bichon Frisé

Bichon Frisé

Ein besonders liebevoller kleiner Hund, der nicht jagt, ist der Bichon Frisé. Mit seinem weißen, gelockten Fell, erinnert er an ein kleines Wölkchen.

Der Gesellschaftshund misst maximal 28 cm und hat ein Gewicht von 3 bis 6 Kilo.

Durch sein ruhiges Wesen und einen guten Charakter eignet sich die kleine Fellnase als Familienhund ebenso, wie für Alleinstehende. Zudem ist er unkompliziert zu halten.

Trotz seines ausgeglichenen Gemüts, liebt es der Bichon Frisé zu spielen. Als Joggingpartner ist er zwar ungeeignet, dafür aber für Spaziergänge zu begeistern.

2. Französische Bulldogge

Französische Bulldoge Geschirr

Sie ist klein, ruhig und erinnert mit ihren abstehenden Ohren ein wenig an eine Fledermaus. Die Französische Bulldogge hat sich mittlerweile zu einem der beliebtesten Hunde entwickelt.

Mit einer Größe von bis zu 35 cm kann der kleine Hund zwischen 7 und 14 Kilo auf die Waage bringen. Sein glänzendes kurzes Fell darf in jeder Farbe, auch gestromt und gescheckt, gezüchtet werden.

Charakteristisch für ihr Aussehen ist die kurze Nase. Diese erschwert dem „Bully“ jedoch die Atmung, weswegen es keine Hunderasse für sportliche Aktivitäten ist.

Die Französische Bulldogge ist pflegeleicht, haart nur wenig und zählt zu den Hunderassen ohne Jagdtrieb. Dafür schmust dieser kleine Vierbeiner viel lieber.

3. Mops

Mops

Sein runder Kopf, die kurze Schnauze und die hervorstehenden Augen sind charakteristisch für den Mops.

Er ist ein geselliger Hund, der ohne eine gute Erziehung jedoch recht eigensinnig werden kann. Dennoch ist er sehr sozial, ausgeglichen und anhänglich.

Der Mops passt sich dem Lebensstil seiner Besitzer gut an, ist für sportliche Aktivitäten jedoch nicht geeignet. Durch die kurze Nase hat er oft Atemprobleme. Auch bringt er keinen Wach- oder Jagdtrieb mit.

Die Idealmaße liegen bei 25 bis 30 cm und maximal 9 Kilo. Der kleine Vierbeiner neigt jedoch zu Übergewicht.

Achtung:

Auch wenn ruhige Hunde wenig fordern, benötigen sie dennoch genügend Aufmerksamkeit und Beschäftigung.

4. Eurasier

Eurasier

Der Eurasier lässt sich von seinen Bezugspersonen zwar gerne zum Spielen animieren, hat aber ansonsten ein eher ruhiges, besonnenes Gemüt.

Es bringt ihn eigentlich nichts aus der Ruhe. Das macht ihn auch zu einem guten Familienhund.

Fremden gegenüber verhält er sich eher zurückhaltend und nicht aggressiv. Auch der Jagdtrieb ist dem Eurasier fremd.

Wichtig:

Die genannten Hunde zählen zu den Hunderassen mit geringem Jagdtrieb. Da jeder Hund ein Individuum ist, sind jedoch Ausnahmen immer möglich. Auch die Erziehung spielt beim Verhalten von Hunden eine Rolle.

5. Mittelschnauzer

Schnauzer

Auch wenn der Schnauzer ursprünglich mal dazu verwendet wurde Nagetiere zu fangen, hat er sich davon nicht mehr viel erhalten. Dafür ist der Beschützerinstinkt in diesem Wachhund umso größer.

Der Schnauzer ist eher ein uriger Typ. Sein Fell ist rau und drahtig. Die buschigen Augenbrauen sowie der Schnauzbart sind weitere Erkennungsmerkmale dieser Rasse.

Schnauzer lieben ihre Bezugspersonen und würden gerne überall hin folgen. Der soziale Vierbeiner ist gerne in die Familie integriert und kommt mit Kindern gut zurecht.

Mit ausreichend Bewegung neigt er nicht zum Jagen oder Ausreißen. Zwar ist diese Rasse auch für den Hundesport bestens geeignet, aber neigt nicht zu Hyperaktivität und ist innerlich ziemlich ausgeglichen.

Den Schnauzer gibt es als Zwerg-, Mittel- und Riesenschnauzer. Mit einem ausgeglichenen Charakter ist er in allen Größen ein geeigneter Familien- und Begleithund.

6. Berner Sennenhund

Berner Sennenhund

Dunkles, kuscheliges Fell, mit braunen Einstichen und einer weißen Brust, ein sanfter Blick und gemächliche Bewegungen – der Berner Sennenhund strahlt von selbst schon jede Menge Ruhe aus.

Wer sich einen eher gemütlichen, großen Hund wünscht, wird von ihm nicht enttäuscht. Mit seinem liebevollen Wesen eignet er sich hervorragend als Familienhund.

Da er nicht zum Jagen oder Wildern neigt und einen freundlichen und ausgeglichenen Charakter hat, war und ist der Berner Sennenhund ein beliebter Bauernhof-Hund.

Für Hundesport lässt er sich eher nicht begeistern, freut sich aber über ausreichend Auslauf und Bewegung.

7. Bullmastiff

bullmastiff

Man mag es auf den ersten Blick vielleicht nicht glauben, aber in puncto Ruhe und Gemütlichkeit spielt der Bullmastiff in der oberen Liga mit. Als Schutzhund zeigt er kein Interesse an der Jagd.

Sein kurzes, glattes Fell offenbart den muskulösen Körperbau. Sein Kopf ist wuchtig mit leichten Falten und hängenden Lefzen.

Er hat einen durchschnittlichen Bewegungsdrang und passt sich seiner Bezugsperson gut an.

Zwar ist er sehr menschenbezogen, doch er ordnet sich nur sehr schwer unter. Daher sollten seine Besitzer hundeerfahrene, starke und konsequente Personen sein, die liebevoll erziehen.

Da der Bullmastiff in vielen Ländern als gefährlicher Hund eingestuft ist, ist die Haltung dort nur eingeschränkt oder nicht möglich.

8. Deutsche Dogge

Deutsche Dogge

Zwar hat diese große Rasse ihren Ursprung in der Jagd, doch heute ist der Jagdtrieb bei der Deutschen Dogge nicht mehr vorhanden.

Mit einer Größe von bis zu 86 cm können sie auch mal 90 Kilo auf die Waage bringen. Trotz ihrer imposanten Erscheinung sind sie sanft und freundlich.

Auch zeigen sich diese ruhigen Riesen in allen Situationen eher gelassen. Durch ihr ausgeglichenes Wesen eignen sich Deutsche Doggen hervorragend als Therapiehunde.

Die Deutsche Dogge wird in den Farben Gelb, Schwarz, Blau, Gestromt und Gescheckt gezüchtet. Von Natur her hat sie Schlappohren. Oft sieht man diese Rasse jedoch mit kupierten, also abgeschnittenen Ohren und Ruten. Dieser „Schönheits-Trend“ ist in Deutschland verboten, wird aber andernorts weiterhin praktiziert.

Achtung:

Damit die Muskeln gestärkt werden sowie Sehnen und Bänder trainiert bleiben, ist ausreichend Bewegung für alle Hunde wichtig.

9. Neufundländer

Neufundländer

Kuschelig und gemütlich sind zwei Eigenschaften, die auf den Neufundländer zutreffen. Die langhaarige Hunderasse kann mit einer Größe von bis zu 71 cm ein stattliches Gewicht von 68 Kilo erreichen.

Die Fellnase nimmt meist alles sehr gelassen, zeigt jedoch einen großen Beschützerinstinkt. Wenn es um die Sicherheit der eigenen „Familie“ geht, kann er von gemütlich daher blitzschnell auf Rettungs-Modus umschalten.

Der „Neufi“ eignet sich ideal zum Rettungshund. Zudem ist er ein leidenschaftlicher Schwimmer, der kein Interesse an der Jagd oder am Herumstreunen zeigt.

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4 Kommentare zu „9 Unglaublich Ruhige Hunderassen ohne Jagdtrieb (+ Bilder)“

  1. Anna Lottermann

    Ich hatte einen Mittelschnauzer,der hatte einen starken Jagdtrieb.Hasen und Katzen jagte er besonders gerne 😉

  2. Das ist nicht unbedingt richtig. Mein Großpudel hat einen ausgeprägtem Jagdtrieb. Es ist kaum möglich sie ohne Leine laufen zu lassen.

    1. Gabriele Paul

      Ein Pudel,egal ob Grosspudel oder Kleinpudel hat viele angenehme Eigenschaften
      Er haart nicht oder ganz wenig
      Er hat keinen Jagdtrieb
      Er ist ein toller Familienhund

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