Türkische Hunderassen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

10 Eindrucksvolle Türkische Hunderassen (mit Bildern)

Unzählige Ziegen und Schafherden warten in den Weiten der Türkei seit jeher darauf behütet und beschützt zu werden.

Hunderassen aus der Türkei sind hierzulande sehr selten. 

Ob es daran liegt, dass es nur sehr wenige anerkannte Rassen gibt, oder welche Gründe es noch geben könnte, erfährst du in diesem Beitrag.

1. Kangal-Hirtehund

Kangal

Der Kangal zählt zu den bekanntesten aus der Türkei stammenden Hunderassen. 

Er ist als typischer türkischer Herdenschutzhund und türkischer Hütehund bekannt und wird wegen seiner schwarzen Maske auch Karabaş (Schwarzkopf) genannt.

Die großen und kräftigen Hunde werden traditionell mit Schafherden gehalten. Sie sind entschlossen und wehrhaft und schützen die Schafe dadurch vor Raubtieren und Viehdieben.

Kangals sind weder für ein Leben in der Stadt, noch für Anfänger geeignet. Sie benötigen viel Freiraum und eine erfahrene Hand.

Interessant

Der Kangal hat den stärksten Biss aller bekannten Hunderassen. Seine Beisskraft erreicht bis zu 743 psi. Wäre sein Gebiss groß genug, könnte er damit locker einen Kleinwagen pressen.

2. Tarsus Catalburun

Catalburun lässt sich als “Gabelnase” übersetzen. Tatsächlich ist der Tarsus Catalburun eine der wenigen Jagdhunderassen mit einer Spaltnase.

Er ist als türkischer Jagdhund äußerst selten und wird außerhalb der Türkei kaum zu finden sein.

Dabei ist der Catalburun einer der besten Jagdhunde überhaupt. Seine gespaltene Nase ist außergewöhnlich scharf im Aufnehmen von Gerüchen.

Als Spür- oder Vorstehhund kann er perfekt stillhalten und seinem Jagdpartner zeigen, wo sich die Beute versteckt hält.

3. Akbash

Akbash

Die Vorfahren des Akbash sind vermutlich mit nomadischen Viehhirten in die Türkei gelangt.

Der große türkische Hirtenhund, dessen Namen “Weißkopf” bedeutet, hat einen immensen Beschützerinstinkt.

Seiner Familie gegenüber ist er treu und ergeben. Er muss jedoch sehr früh und intensiv sozialisiert werden, damit keine Probleme mit Fremden oder anderen Hunden entstehen.

Der Akbash ist ein ziemlich fauler Geselle. Er faulenzt lieber als zu rennen und zu spielen.

4. Kars Köpeği

Der Kars Köpeği ist auch als Karshund oder Türkischer Schäferhund bekannt und eine Abart des Anatolischen Hirtenhundes.

Er ist ein klassischer Herdenschutzhund, der nicht für das Leben in der Stadt geeignet ist, sondern selbstständig zu lösende Aufgaben und ein großes Territorium benötigt.

Gut zu Wissen:

Der Karshund kommt tagelang ohne Nahrung aus. Seine Herde zu beschützen ist ihm wichtiger als ein voller Magen.

Hat der Kars kein Objekt, das er beschützen kann, kann genau dies zum Problem werden. Er benötigt daher eine konsequente Erziehung und von Anfang an eine erfüllende Aufgabe.

5. Anadolu Sultan Tazısı

Die Übersetzung des Namen des türkischen Windhundes bedeutet in etwa “Anatolischer Windhund des Sultans”.

Seine Geschichte reicht auf das Osmanische Reich zurück. Sultan Süleyman I. soll bereits mit dieser Rasse gejagt haben.

Äußerlich ist die Verwandtschaft zum afrikanischen Saluki offensichtlich. Dabei ist er für einen Windhund relativ klein, dabei aber nicht weniger wendig und agil.

Er benötigt viel Auslauf, faulenzt zwischendurch aber auch gerne. Der Windhund gilt als intelligent und leicht erziehbar.

6. Malaklısı

Der Aksaray Malaklısı oder Malaklı Karabaş trägt auch die Bezeichnung Türkischer Mastiff.

Diese Molosser wurden weniger als Hirtenhunde, sondern vielmehr als Kampf- und Wachhunde eingesetzt.

Der Malaklısı ist im Vergleich zu seinem Vorfahren, dem Englisch Mastiff, deutlich größer und rauflustiger.

Dennoch gilt er als zuverlässig, aktiv, fleißig und anpassungsfähig. Er muss frühzeitig sozialisiert werden und entwickelt sich in erfahrener Hand zu einem treuen und zuverlässigen Freund und Begleiter.

7. Zerdava

Zerdavas sind eine sehr alte türkische Jagdhunderasse und stammen wahrscheinlich von russischen Jagdspitzen ab.

Er ist auch als Türkischer Laika bekannt. Der slawische Name Zerdawa bedeutet “Marder”, was sich auf seine marderähnliche Fellfarbe oder seine Verwendung bei der Marderjagd zurückführen lassen könnte.

Neben der Jagd wurden Zerdavas auch als Wachhunde eingesetzt. Sie sind sehr lebhaft, furchtlos und lebendig.

Die Hunde sind ihren Menschen sehr zugetan und Fremden gegenüber misstrauisch. Sie sollten früh sozialisiert werden, um ein übermäßig schüchternes oder aggressives Verhalten zu vermeiden.

8. Zağar

Hellinikos Ichnilatis

Ob der Zağar oder Türk Kopoyları nun ein echter Türke oder Grieche ist, darüber scheiden sich die Geister. 

Diese Rasse ist in Griechenland unter dem Namen Hellenikos Ichnilatis von der FCI anerkannt, während die Türkei sich jedoch als Ursprungsland dieser Hunde sieht.

Tatsächlich haben diese Hunde ein sehr großes Verbreitungsgebiet.

Der Zağar ist ein flotter Jäger, der oft zur Meutejagd genutzt wird.Er hat eine gute Nase, ist mutig und voller Temperament.

Als Familienhund benötigt er viel Bewegung und die Gelegenheit sich auszutoben.

9. Rize Koyun

Der Rize Koyun ist ein türkischer Herdenschutzhund der nach der Provinz Rize in der nordöstlichen Schwarzmeerregion in der Türkei benannt wurde.

Er ähnelt mit seinem soliden Körper und starken Beinen sehr dem Karshund und damit auch dem anatolischen Hirtenhund.

Dabei werden diese Tiere nicht unbedingt als Hütehunde eingesetzt, sondern mehr zum Schutz der Viehherden vor unerwünschten Eindringlingen und Angriffen.

Der Rize Koyun ist für sein heftiges Bellen bekannt, mit dem er seinen Besitzer vor lauernden Gefahren warnt.

Diese Rasse gehört wie die meisten türkischen Hunderassen nicht in die Stadt. Er muss sein Territorialverhalten ausleben können und bedarf zudem einer strengen und konsequenten Hand.

10. Anatolischer Hirtenhund

Anatolischer Hirtenhund

Um die ursprüngliche Herkunft des Anatolischen Hirtenhundes gesellen sich sehr unterschiedliche Theorien.

Die auch als Türkischer Wolfshund bezeichnete Rasse vereint die verschiedenen Hirtenhund-Typen Akba, Kangal, Karaba und Kars.

Den Namen “Türkischer Wolfshund” hat der Anatolische Hirtenhund wohl erhalten, weil er bis heute fast ausschließlich mit seiner Viehherde im Freien lebt und dabei sich und seinen eigenen Entscheidungen überlassen ist.

Der Nationalhund, dessen Abbild offiziell eine türkische Briefmarke ziert, wird sogar so behütet, dass es nicht türkischen Bürgern verboten ist, ihn zu besitzen.

Die stämmigen Hunde benötigen viel Auslauf und permanente Aufgaben. Eine Haltung durch unerfahrene Besitzer ist keinesfalls zu empfehlen.

Meine 3 Must-Haves Für Jeden Hundefreund​

Trixie Intelligenz Spielzeug
KONG Spielzeug für mentale Auslastung
Hunde Schnüffelteppich

Diesen Beitrag teilen

Mehr zum Thema

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert