Warzen beim Hund Tierarzt
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Warzen beim Hund: Ursachen, Alterswarzen & Behandlung (2022)

Wenn du beim Streicheln deines Hundes kleine Knubbel an der Haut spürst, handelt es sich meist um Papillome. Das ist der Fachbegriff für Warzen beim Hund, die durch den Papillomvirus ausgelöst werden.

Wie Warzen beim Hund entstehen und was du jetzt tun solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Kurz & Knapp: Was sind Warzen beim Hund überhaupt und wie entstehen sie?

Warzen beim Hund entstehen durch eine Infektion mit Papillomaviren. Sie sind nicht gefährlich für den Hund und verschwinden von selbst, aber sie können für ihn unangenehm sein. 

Sie erscheinen als kleine Knubbel auf der Haut oder Schleimhaut, die meist als schwarze Warzen auftreten und glatt, fransig oder blumenkohlartig aussehen.

Wichtig ist, dass du dein Tierarzt abklären lässt, dass es sich tatsächlich um Warzen und nicht um einen Tumor handelt.

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Inhaltsverzeichnis

Wie sehen Warzen beim Hund aus?

Warzen treten beim Hund als kleine Knubbel auf, die sehr verschieden aussehen können. Sie befallen die Haut und die Schleimhaut und können praktisch überall am Körper wachsen.

Manche bestehen aus glatter Haut, aber es gibt auch zerfranste Warzen oder sogar Blumenkohlwarzen. Sie sind meist dunkelgrau bis schwarz und in seltenen Fällen weiß oder braun. 

Die Größe variiert von kaum spürbaren Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern, bei denen die Warze dann meist wie ein Tannenzapfen kegelförmig von der Haut absteht. Diese nennt man dann Stielwarze.

Ein typischer Fall sind auch die sogenannten Alterswarzen. Sie treten bei älteren Hunden im Gesicht, an den Pfoten oder im Geschlechtsbereich auf.

Sind Warzen für den Hund gefährlich?

Warzen sind normalerweise nicht gefährlich. Sie sind ansteckend für andere Hunde, übertragen sich aber auf keine anderen Tiere und auch nicht auf Menschen.

Ausgelöst werden Warzen beim Hund durch Papillomaviren. Sie dringen durch minimalste Verletzungen in die Haut ein und bilden innerhalb von 4 bis 8 Woche nach der Infektion die Warze.

Junge Hunde bilden häufiger Papillome, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Sie bilden sie meist an den Schleimhäuten im Gesicht, also am Maul, Augenlid oder Ohr. 

Die Lage der jeweiligen Warze kann aber problematisch sein. Am Maul kann sie schmerzen oder das Fressen erschweren und an der Pfote das Laufen stören. 

Achtung!

Hunde spüren meist die Warzen selber nicht. Liegt die Warze beim Hund jedoch ungünstig, sodass er Druck oder Juckreiz spürt, kann die Warze beim Kratzen verletzt werden und bluten. Das begünstigt weitere Infektionen.

Warze wird immer größer – was bedeutet das?

Eine Warze kann noch etwas anwachsen, wenn man sie entdeckt. Wenn sie jedoch auch nach Wochen nicht verschwindet und weiter wächst, sollte ein zweiter Kontrolltermin beim Tierarzt vereinbart werden.

Ohnehin sollte jede Warze immer durch eine Tierärztin begutachtet werden, um sicherzustellen, dass es sich um eine Warze und nicht um einen Tumor handelt. 

Ein starkes oder nicht endendes Wachstum deutet eher auf eine andere Diagnose als ein Papillom hin und muss dann auch behandelt werden.

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Behandlung von Warzen bei Hunden

Hund beim Tierarzt

Der Tierarzt nimmt zuerst eine Gewebeprobe, um zweifelsfrei festzustellen, dass es sich um eine Warze beim Hund handelt. Wenn dies der Fall ist, lautet die übliche Empfehlung: abwarten. 

Warzen klingen beim Hund von selbst ab. Ihn einer Behandlung oder sogar chirurgischen Entfernung zu unterziehen, ist daher nur dann sinnvoll, wenn die Lage ihn stört oder einschränkt.

Dann folgt ein chirurgischer Eingriff, der je nach Hund und Warze sogar unter Narkose stattfinden muss.

Eine medikamentöse Behandlung wird nur selten angewandt. Denn die meisten Medikamente sind kaum wirksam und erfordern gleichzeitig hohen Aufwand. Zudem muss ausgeschlossen sein, dass der Hund das Medikament durch Lecken an der Warze aufnimmt.

Wie unterscheide ich zwischen Warze und Tumor?

Für Laien ist der Unterschied zwischen Warze und Tumor mit bloßem Auge selten erkennbar. Geschulte Tierärztinnen können Unterschiede sehen, jedoch werden sie immer eine Biopsie zur Abklärung veranlassen.

Hinweise, dass es sich bei einer Hautveränderung um einen Tumor und keine Warze handelt, können sein:

  • Form der Warze verändert sich stetig oder plötzlich
  • dein Hund kratzt oder knabbert vermehrt an der Wucherung
  • dein Hund ist apathisch und träge
  • dein Hund hat Fieber
  • dein Hund verliert ohne erkennbaren Grund an Gewicht

Diese Symptome können aber auch durch andere Faktoren ausgelöst werden, daher gilt immer nur eine Untersuchung des Gewebes als sichere Diagnose.

Fazit

Wenn du eine Hautveränderung bei deinem Hund findest, solltest du deinen Tierarzt kontaktieren. Meist handelt es sich um Warzen beim Hund, die ungefährlich für deinen Hund und auch nicht ansteckend für dich sind.

Warzen ähneln beim Hund jedoch auch Hautkrebstumoren, weswegen eine Abklärung sehr wichtig ist. 

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