Blutohr-Hund
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Blutohr beim Hund: Bilder, Behandlung & Hausmittel (2022)

Ein Blutohr oder auch Othämatom genannt, ist ein schmerzhafter Bluterguss im Ohr deines Hundes. 

Fällt dir eine solche Veränderung auf, solltest du deinen Hund unbedingt einem Tierarzt vorstellen! 

Wie du ein Blutohr beim Hund erkennst und was passiert, wenn das Blutohr unbehandelt bleibt, erfährst du in diesem Artikel. Außerdem erklären wir dir, welche Behandlung bei einem Blutohr nötig ist und wie die Heilungschancen stehen.

Kurz & Knapp: Was ist ein Blutohr beim Hund?

Ein Blutohr oder auch Othämatom beim Hund ist ein Bluterguss im Ohr, bedingt durch verletzte Blutgefäße. Das kann durch heftiges Toben, knicken oder quetschen des Ohres oder durch eine vorausgegangene Ohrenentzündung geschehen und ist für deinen Hund sehr schmerzhaft. Häufig betroffen von einem Blutohr sind Hunde mit Schlappohren.

Ein Blutohr muss unbedingt von einem Tierarzt behandelt werden, da sonst Deformierungen der Ohrmuschel und weitere Infektionen vorprogrammiert sind. 

Es ist Sonntag und du erreichst keinen Tierarzt? Dann kontaktiere Dr. Sam! Der Online-Tierarzt steht dir an 365 Tagen im Jahr fast rund um die Uhr via Videoanruf zur Verfügung. 

Er kann dich anleiten, was du als Nächstes tun sollst und deine Nerven beruhigen. Möchtest du es ausprobieren? Dann vereinbare einfach ein kostenfreies Erstgespräch.

Inhaltsverzeichnis

Wie erkenne ich ein Othämatom beim Hund? (Bild)

Ein Blutohr zu erkennen, ist nicht schwer. Du erkennst es daran, dass das Ohr deines Hundes dick und geschwollen ist. Durch die Schwellung erhält die Ohrmuschel eine veränderte Form.

Das mit Blut gefüllte Ohr verfärbt sich oft dunkel, was du vor allem bei hellhäutigen Hunden gut erkennen kannst.

Eine schiefe Kopfhaltung, häufiges Kopfschütteln und kratzen am Ohr sind weitere Anzeichen für ein Blutohr.

Wie entsteht ein Othämatom beim Hund?

Tierarzt untersucht Hund

Auslöser für eine Othämatom beim Hund ist heftiges Kopfschütteln oder starkes Kratzen am Ohr. Dadurch werden die Blutgefäße verletzt und das Blut läuft aus den Gefäßen unter die Haut.

Grund für heftiges Kopfschütteln und starkes Kratzen ist häufig eine vorherige Ohrenentzündung, welche deinem Hund Schmerzen bereitet. 

Weitere Gründe, die ein Othämatom hervorrufen können, sind Bissverletzungen, welche aus einer Beißerei oder aus einem wilden Spiel entstehen können. Dabei reicht es schon, wenn das Ohr geknickt oder gequetscht wird. Es muss kein Zahn durch die Haut gegangen sein, um ein Blutohr zu verursachen.

Wenn die Blutgefäße und Knorpel durch eine Quetschung verletzt wurden, kann sich daraus ein Othämatom bilden.

Gut zu Wissen:

Bei Hunden mit Schlappohren besteht ein erhöhtes Risiko, dass sich durch heftiges Kopfschütteln und Kratzen ein Blutohr bildet! Viele Hunde finden es lustig, im Spiel die Schlappohren ihrer Artgenossen zu bearbeiten. Leider ist das ein häufiger Auslöser für ein Blutohr.

Wie behandelt man ein Blutohr beim Hund?

Ein Blutohr muss unbedingt von einem Tierarzt behandelt werden.

Ein unbehandeltes Blutohr bedeutet für deinen Hund erstens starke Schmerzen und zweitens begünstigt es weitere Infektionen sowie eine Verkrüppelung am Ohr.

Es gibt zwei Möglichkeiten, um ein Blutohr zu behandeln:

  1. Dein Tierarzt punktiert das Ohr und saugt das Blut ab. Danach spült er die Wundhöhle und füllt sie mit einer Kortisonlösung. Leider passiert es häufig, dass erneut Blut in die Wundhöhle läuft. Deshalb muss die Behandlung in kurzen Abständen wiederholt werden. Hilft das nicht, greift Möglichkeit 2.
  1. Füllt sich das Ohr immer wieder mit Blut, ist eine Operation dringend notwendig. Dabei wird das Othämatom geöffnet und vollständig entleert. Die Wundhöhle wird gespült und die Wunde vernäht. Danach legt der Tierarzt einen Ohrverband an, welcher verhindert, dass erneut Blut in die Wundhöhle läuft.

Der Verband sorgt außerdem dafür, dass das Ohr fixiert ist und dem Kopfschütteln deines Hundes standhält. 

Wichtig!

Damit das behandelte Blutohr gut verheilen kann, musst du deinen Hund in der Genesungsphase ruhig halten. Heftiges Toben, spielen, raufen und anstrengende Aktivitäten sind in dieser Zeit tabu.

Eine super Adresse für eine erste Beurteilung oder um all deine Fragen loszuwerden, ist der Online-Tierarzt Dr. Sam. 

Nach einem kostenfreien Erstgespräch kannst du hier ein Abo abschließen und hast dann an 365 Tagen im Jahr fast rund um die Uhr ein professionelles Team aus Tierärzten an der Hand!

Blutohr Behandlungskosten

Je nachdem, wie lange und ob das Blutohr deines Hundes mit oder ohne Operation behandelt werden muss, variieren die Behandlungskosten stark. Nur für die Operation kannst du aber mit ca. 400 Euro rechnen.

Hausmittel bei einem Blutohr

Der erste Gang bei einem Blutohr ist immer der zum Tierarzt! 

Mit ihm kannst du aber gerne über eventuelle, alternative Heilmethoden sprechen.

Es gibt Hundehalter, die ein Blutohr erfolgreich mit Heparin-Salbe behandelt haben. Dabei wurde das gesamte Ohr mehrfach sanft mit der Salbe einmassiert. Das bewirkt, dass der entstandene Bluterguss abgebaut wird.

Auch eine Therapie mit Blutegeln ist denkbar. Bitte besprich all das mit deinem Tierarzt und starte keine eigenen Versuche zu Hause!

Geht ein Blutohr von alleine weg?

Die Erfahrungen bei einem Blutohr besagen: Nein. Du musst es in jedem Fall behandeln lassen.

Bleibt das Othämatom unbehandelt, kann es zu Deformierungen der Ohrmuschel, Narbenbildung und dem sogenannten “Blumenkohlohr” kommen. Dabei wird der Gehörgang verengt und die Entstehung von Ohrenentzündungen begünstigt. 

Außerdem darfst du nicht vergessen, dass ein Blutohr deinem Hund große Schmerzen bereitet.

Kann man ein Blutohr selbst aufstechen?

Nein, tu das bitte nicht! 

Versuche niemals ein Blutohr bei deinem Hund selbst zu behandeln.

Du darfst das Ohr unter keinen Umständen aufstechen. Wenn dein Hund ein Othämatom hat, muss es auf jeden Fall von einem Tierarzt behandelt werden.

Blutohr beim Hund – Tierarzt oder selbst behandeln?

Wenn du feststellst, dass das Ohr deines Hundes dick, geschwollen und ggf. dunkel verfärbt ist, deutet das auf ein Blutohr hin. 

Das bedeutet für dich und deinen Hund: Ab zum Tierarzt!

Ein Blutohr sollte unbedingt von einem Fachmann behandelt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es sich immer weiter mit Blut füllt und das Ohr deformiert. Das ist für deinen Hund äußerst schmerzhaft! 

Bitte doktor nicht auf eigene Faust herum. Dadurch kannst du das Ganze noch viel schlimmer machen.

Wird ein Blutohr fachgerecht und rechtzeitig behandelt, sind die Heilungschancen ohne Deformierung und Narbenbildung sehr gut.

Wenn du dir unsicher bist, können wir dir den Kontakt zum Online-Tierarzt Dr. Sam ans Herz legen. Du kannst ihn via Videoanruf kontaktieren und all deine Fragen und Sorgen loswerden. 

Das spart dir (erstmal) den Gang zum Tierarzt und Dr. Sam kann dir sagen, was du als Nächstes zu tun hast! Wenn du dich in Bezug auf deinen Hund sicher fühlen möchtest, schließe gerne ein Abo ab. Das Erstgespräch ist kostenfrei!

Quelle Bild: https://www.ematik.it/en/aural-hematoma-what-about-causes-and-remedies/

Diesen Beitrag teilen

Share on facebook
Share on email
Share on print

Mehr zum Thema

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.